Hallo,
erstmal zu meiner Situation: Ich war eine ganze Zeit in Therapie und konnte in dieser Zeit auch so gut wie alle Probleme beseitigen. Was halt geblieben ist, sind herbe Verlustängste. Bei meiner Ex-Freundin war das noch ziemlich extrem. Geäussert hat sich das immer in Eifersuchtsähnlichen Symptomen, wobei die Ursache halt nicht die typischen Eifersuchtssymptome sind, sondern eben Verlustängste, weil ich in meinem Leben irgendwann immer alleine da stand. Es gab bei den Leuten, an die ich mich gebunden hatte, 2 möglichkeiten: Entweder sie waren ganz schnell wieder weg, oder es gab herbe Probleme, was z.B. bei meinen Eltern der Fall war. Das über 2 Jahrzehnte hinweg, etwas mehr, führte zu entsprechenden Verlustängsten.
Meine jetzige Freundin wohnt ein Stück von mir weg, etwa 2 1/2 Stunden mit der Bahn. Das funktionierte sogar sehr gut und das, obwohl ich bei allem was sie tut in der Woche keine Kontrolle hatte. Sehen konnten wir uns sowieso nur am Wochenende, da ich Student bin und in der Woche einfach immens viel zu tun hab (ja, solls als Student auch geben ^^) und sie im Abistress war. Aber dennoch funktionierte alles wunderbar.
Nun ist sie auch angefangen zu studieren und ist gestern in eine neue STadt gezogen. Hierbei gibt es für uns keine großen Unterschiede. Wir sehen uns immernoch bei ihr zu Hause (also nicht der neue Zweitwohnsitz), weil es für uns beide halt am günstigsten ist, sie mich ja auch sehen will und sie da am Wochenende auch arbeitet. Es ändert sich also im Prinzip für uns beide nicht viel.
Allerdings wüten meine Verlustängste seit gestern wieder ganz extrem, auch wenn ich eigentlich weiß, dasses absolut unnötig ist. Da schwirrt immer in meinem Kopf rum, dass sie dort jemanden kennenlernen könnte, der ihr mehr zusagt, oder sonstiges in dieser Richtung. Und das obwohl, mir eigentlich vollkommen bewusst ist, dass das nicht der Fall ist und meine Angst grundlos ist.
Ich hatte vorhin mit ihr telefoniert. In den Ersti-Tagen haben sie dort irgendwie ein Spiel gespielt, wo man sich auf ne Brücke stellen musste, sich ausziehen sollte und wer am weitesten so in die Stadt läuft, hat gewonnen. Sie meinte zwar T-Shirt und so hatte sie angelassen, was ich ja auch durchaus so glaube, aber letztendlich ist das wieder neues Holz für das Feuer...
Ich weiß einfach nicht so ganz, was ich dagegen tun soll. Mir ist ja eigentlich vollkommen bewusst, dass ich da keine Angst haben brauche. Ich versuch das mal an einem Beispiel zu erklären:
Man stelle sich vor man hat eine Turnhalle, die voller Bienennester und Millionen von Bienen ist. Nun stellt man einen Bienenallergieker vor die Scheiben, sodass er diese Millionen Bienen sieht. Dann entfernt man alle Bienen und lässt nur die Nester da und stellt den Allergieker, dem man gesagt hatte, dass alle Bienen weg sind, in die Halle. Auch wenn er weiß, dass keine Bienen mehr da sind, wird ihm trotzdem sicherlich verdammt komisch sein.
Und so ists bei mir im Prinzip halt auch. Nur weiß ich halt irgendwie nicht, was ich dagegen tun soll.
Habt ihr da vielleicht ne Idee?
Danke in Voraus....


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