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Thema: "Unruhe"-Zwang?

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    Standard "Unruhe"-Zwang?

    Hallo,

    das Thema beschäftigt mich schon seit einer Weile - vorweg, ich war schon als Kind immer sehr unruhig und aufgedreht/rastlos gewesen. Nachdem ich ja hier und da nach extremen beruflichen Streßbelastungen über Jahre hinweg und Depressionen mit diversen Ängsten zu kämpfen habe, wie Klaustrophbie, Höhenangst, Agoraphobie, Herzphobie (das reiht sich ja eins nach dem anderen an) etcpp, macht mich eines stutzig -immer,wenn ich ruhiger werde, und das kann bei mir schon einige Wochen dauern, habe ich den Eindruck, als wolle mein Kopf mich zu Unruhe "zwingen", um so vorhandene, etwas in den Hintergrund gerückte Ängste und Zustände, wieder aufzufrischen. Wie heute - ich nach langer Zeit - ohne jegliche Medikamente- relativ ruhig und dachte mir, jetzt kannst Du mal eine Runde joggen gehen, was fatal war; denn irgendwo -wollte- ich gar nicht. Seither geht mein Ruhepuls kaum wieder unter die 90-100 und das kann wieder Wochen dauern, bis sich der Ruhepuls mal auf Normalwerte einpendelt (beim Einschlafen und aufwachen liegt er meist so zwischen 60 und 70; ich bin auch sosnt körperlich leistungsfähig).

    Natürlich musste ich mir dann -richtig gezwungenermaßen- wieder einmal Videos von übertriebener Höhe, S-Bahn-Fahrten im Tunnel etcpp ansehen, um meine Angst hochschaukeln zu lassen. Die Folge aus dem ganzen ist neben dem erhöhten Ruheplus wieder so ein "Derealisierungsgefühl" und die Mitnahme des "nicht-erlebten" aus den Videos in die Realität. Gegenden oder Situationen, die für mich unbekannt oder ungewohnt sind, wirken bei mir sehr lange nach, d.h. ich nehme meine Umgebung, gekoppelt am erlebten, anders wahr. Früher, als es mir noch besser ging, habe ich oft auf diese Art und Weise positive Erlebnisse eine lange Zeit "mitnehmen" und von ihn zehren können, auch mitunter dadurch, das ich viele Situationen stark "überbewertet" habe. Heute schlägt irgendwie diese "Überbewertungsfunktion" ins negative um und suggeriert mir ein extremes nicht-existentes Gefühl. Ich kann aber auch nicht gegensteuern, da mir jegliches emotionales Gefühl fehlt. Egal,was -extern- einwirkt, ob negativ, psotiv oder was weiß ich was, prallt ab und wird nicht verwertet; so das man vielleicht sagen könnte, "ja, ich beruhige mich jetzt" oder "mann, du warst toll" und dann in ein Gefühl umsetzen, was man einsetzen kann. alles, was -intern- aus persönlich erreichtem auf mich einwirkt, wirkt auch stark auf mich ein. Ich habe früher viel Musik gemacht, habe es aus Lustlostigkeit und Frust lange Zeit schleifen lassen; wenn ich aber mal wieder dran bin, gibt mir das irgendwo Hoffnung und es geht mir viel besser.; aber der Antrieb lässt viel zu schnell nach und ich "widme" mich wieder anderen Dingen.

    Will sagen und fragen - warum dieser extreme Zwang zum negativen? Warum will mich mein Kopf auf "Teufel komm raus" fertig machen? Warum kann ich meinen Kopf nicht "weglenken"? Ist das die Folge von "du versagst ja sowieso, also ziehe ich dich noch weiter herunter, damit du wenigstens das negative spürst" oder was kann ich mir darunter vorstellen? Ich weiß nicht, was ich mir sagen soll, um aus dem Kreis auszubrechen; auf Medis will ich verzichten; da sie mich nicht wirklich vom Problem weggebracht haben.

    Darauf zu warten, das von außen positives auf mich einwirkt, kann man nahezu vergessen; da alle rings um mir herum eher die Auffassung vertreten, das es ihnen selbst schlecht geht und sie nichts zu geben haben oder sogar behaupten, das es anderen noch viel schelchter ginge als mir; ich solle mich nicht so anstellen (was ich für einen schlechten Witz halte); allen voran, man verzeihe mir die Aussage, hort man dies von Psychiater (ja, ein einziges mal war ich dort, weil man nach einer längerfristigen Sitzung kaum noch Therapieplätze beim gleichen Psychologen bekommt) . Sie mögen ja irgendwo recht haben; aber das gibt einem nicht gerade Hoffnung; auf "bekloppt" (was ja nicht der Fall ist) herunterreduziert zu werden und die Einstellung zu vertreten, das Medikamente schon irgendwie die Andersartigkeit aus der Birne prügeln und man sich sonst nicht um den Menschen zu kümmern hat, obwohl ich in der Basis sehr zuneigungsbedürftig bin (stellt sich nur die Frage, woher).

    Wenn es die Leute um mich herum doch versuchen, mich zu erheitern, analysiere ich schon quasi automatisch (also auch aus einem "Zwang" heraus) die Ernsthaftigkeit und die emotionale Basis ihrer Aussage und natürlich wird diese dann auch wieder ins negative gezogen; so, wie ich es von meinen ehemaligen Vorgesetzten und auch zeit meines Lebens von meinen Eltern gewohnt war. Ich war die letzten 10 Jahre und länger arbeitsseitig in einem üblen, unvorstellbaren Streß, habe teilweise vier Jobs gleichzeitig im Betreib gemacht, wollte immer wieder kündigen, habe Atteste geholt, bin immer wieder hingehalten worden, bin immer ünberechtigterweise auf die Schnauze gefallen, egal, welchen Einsatz ich gezeigt hatte, deswegen bin ich auch schlußendlich aus dem Betrieb raus. Nur, das es nicht das erhoffte Feedback hat, macht mich fertig. Und das immer wieder ein neuer Zwang auftritt, der mich glauben lässt, das ich es nicht schaffe, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Auch mit den Ängsten - sich der Situation zu stellen, hilft nicht. Ich habe mich oftmals der Situation gestellt, sie auch bewältigt, aber wiederum Stunden später kam dann dafür die "Quittung". Irgendwie so, als hätte man die gemeisterte Situation nicht bewusst wahrgenommen, erst später ins Gedächtnis gerufen, analysiert und dann verwertet; natürlich negativ. Ich habe mit den genannten Ängsten, außer der Klaustrophobie, die ich schon zeitlebens habe und die ich für mic hauch akzeptiere, weil sie kaum auftritt, nie Probleme gehabt. Irgendwie habe ich mir dann irgenwann eingebildet, das ich dieses und jenes Problem wohl haben müsse, mich reingesteigert und dann war sie für micht "existent". Wenn es dem Kopf langweilig wurde, kam die nächste Angst dazu. Ich blick da nicht mehr durch, was das soll. Wie egsagt, Konfrontaton bringt nichts. Mein Kopf ist zu schlau und hat sich schon Umwege zur Aufrechterhaltung gesucht.



    Gruß
    Geändert von stef (22.07.2011 um 01:15 Uhr)

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