Hallo, liebe Leidensgenossen,
hallo liebe Mitglieder,
als aller erstes möchte ich mich vorstellen.
Mein Name ist Andreas Assmann und wohnhaft am Bodensee.
Nun zu meiner Geschichte.
Angefangen hat es vor bzw. kurz nach Beginn der der WM 2010.
Ich erinnere mich nur schwer daran, wie es eigentlich begonnen hat.
Nach heutigem Stand weiß ich noch, dass es Abends, bei einem Käse Fondeu, langsam los ging. Ich hatte nicht wirklich Appetit darauf. Irgendwie fühlte ich mich nicht wirklich auf der Höhe. Als ich dann, zu einem Vorstellungsgespräch fuhr, überkam mich im Auto so ein seltsamer Husten. Ich hatte irgendwie leicht das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Nach dem Vorstellungsgespräch ging es mir "Glaube" ich zumindestens wieder etwas besser. Nun ja, richtig angefangen hatte es damit, dass ich keine Lust mehr empfand. Keinerlei Emotionen. Einfach gar nichts. Wollte in Ruhe gelassen werden. Eine Woche darauf, fing ich ;halbtags; an zu arbeiten als Fahrer für eine Groß Metzgerei in Hamburg. Die ersten zwei Tage, als ich angelernt wurde, fuhr jemand mit um mir den Weg zu zeigen. Ich empfand alles aber bissle seltsam. Also so, dass ich irgendwie gar nicht richtig verstehe was hier eigentlich geschieht. Mein Appetit reduzierte sich auf einen Schlag auf ein Minimum. Dazu muss ich sagen, dass ich immer ein sehr guter Esser war. Dann kam der Tag, an dem ich alleine fahren musste. Ich fuhr und ich glaube alles war soweit in Ordnung. Auf einmal überkam mich ein Gefühl der bloßen Angst. Alles schnürrte sich zusammen. Mein Kopf wurde ganz komisch. Alles um mich rum war nicht mher so, wie man es "normal" empfindet. Im LKW kämpte ich sprichwörtlich mit meinem Tod. Die Attacke machte mir so sehr Angst, dass ich froh war, es nach Hause geschafft zu haben. Erst erzählte ich meiner Freundin nichts davon. Von da ab, hatte ich jeden Tag dieses Unwirklichkeitsgefühl. Aber so als würde ich wirklich nichts mehr raffen. Gefolgt von diversen Panikattacken. Wenn es den welche waren oder sind. Nun ja, einige Tage danach, ich muss sagen das ich nie großer Arztgänger war, weil auch nie krank, hatte ich Abends einen so üblen Anfall, dass ich dachte jetzt sterbe ich. Gleich ist es soweit. Ich zog mir bereits die Schuhe an und wollte meine Freundin bereits bitten mich sofort ins KH zu fahren. Auch diesen Tag und diese schlimme Attacke überlebte ich irgendwie.
Am nächsten Tag, wieder drei bis vier Attacken. Und Abends dann gegen 17 UHR hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste zum Arzt. Der Arzt machte EKG, dass in Ordnung war. Dazu muss ich sagen, dass ich als Kind einen Herzfehler hatte der aber raus gewachsen sein müsste. Weiß das bis heute nicht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich ein ständiges Abwesenheits bzw. Unwirklichkeitsgefühl. Von morgens bis Abends. Der Arzt verlangte ein großes Blutbild und Urinprobe. Beides eigentlich in Ordnung, bis auf leichte Entzündungswerte die mit Antibiotika behandelt wurde. Es folgte eine Überweisung zum Neurologen. Dort angekommen, schaute er mich an und sagte ich hätte was psychisches. Mein Hausarzt meinte das ebenfalls. Der Neurologe untersuchte mich nicht mal. Daraufhin bin ich dann zum Zahnarzt, weil ich dachte, es kann ja auch durch die Zähne kommen. Und da ich drei Backenzähne hatte die total kaputt waren, immer ignoriert, war mir das am nächsten. Sie wurden gezogen, doch das Gefühl blieb. Weiter bin ich zum Orthopäden, Augenarzt, Internist, etc gegangen. Keiner untersuchte mich so wirklich. alle meinten psychisch. Daraufhin, hab ich angefangen darüber nach zu denken und bin in die psychatrische Institutionsambulanz gegangen. Dort diagnostizierte man eine schwere Depressive Episode mit hypochondrischer Neigung. Tatsächlich, ich dachte/denke mein Körper will mich vergiften, ein Virus steckt in mir und zerstört mich, Allergie etc. Nur bekam ich bis heute all diese Untersuchungen nicht. Es folgte eine weitere Blutuntersuchung zur Kontrolle, alles im Grünen Bereich.
Nun ja während dieser Zeit und weiteren Panikattacken, besuchte ich mit meiner schwangeren Freundin meine Mutter am Bodensee. die Autofahrt, ich bin selber gefahren, war die Hölle. Angekommen, war alles eigenartig fremd. Auch dieser WE Kurzurlaub, erlaubte es mir nicht normal zu sein. Im Gegenteil. Auch am Bodensee bei meiner Mutter hatte ich Panikattacken. Als wir wieder nach hause fuhren, lichtete sich das Ganze etwas, nur halt nicht normal.
Die Panikattacken kamen dann wieder als wir zuhause waren.
Daraufhin sagte ich zu meiner Freundin, dass ich gerne nochmal runter fahren möchte. Aber alleine. Dies tat ich dann eine Woche später. Wochenende bei meiner Mutter, aber wieder alles beim Alten. Beim Hochfahren, dieses mal mit dem Zug, war alles in Ordnung. Bis ich in Hamburg ausstieg. Alles wieder da.
So nun komme ich langsam zu Ende.
Ich entschloß mich dann, mich von meiner Freundin zu trennen. Ja, ich weiß, verantwortungslos, aber ich dachte mir es kann nur an Hamburg liegen und legte wieder mal ein Fluchtverhalten an den Tag. Habe ich immer schon gerne gemacht, wenns brenzlig wird.
Jetzt bin ich seit vier Wochen wieder am Bodensee, wieder mehrere Arztbesuche hinter mir, und ich muss sagen, dass irgendwas passiert. Meine Panikattacken sind vollkommen weg. Was mich irre macht, ist dieses Unwirklichkeitsgefühl, diese Leere im Kopf, Empfindungslos etc. Und auch meine ständigen körperlichen Symptome, sowie mein Appetitmangel.
Ich weine auch sehr viel, seitdem ich wieder am Bodensee bin.
Das Unwirklichkeitsgefühl ist zwar noch da, aber hat sich irgendwie verändert. Weiß nicht genau, ob zum Guten oder Schlechten. Mein Appetit hat sich auch wieder etwas zum positiven verändert. aber nur etwas. Was meint Ihr, bin ich auf dem Weg der Besserung?
Ganz Liebe Grüße
Andy


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Ich habe das allerdings schon seit 2 Jahren, niemand konnte mir sagen was los ist, irgendwann hab ich es akzeptiert und ignoriert.


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