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Thema: Vater gestorben- kann mich nicht von seinen Sachen trennen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Vater gestorben- kann mich nicht von seinen Sachen trennen

    Mein lieber Papa ist vor einem halben Jahr ziemlich plötzlich gestorben.
    Das Haus in dem er wohnte gehört uns. Ein Teil ist vermietet.
    Wir schaffen es nun nicht seine Wohnung leerzuräumen...
    Meine Ma und meine Schwester und ich versuchen immer wieder etwas zu verschenken oder so aber ich kriege schon einen mega Kloß im Hals, wenn meine Ma seinen Rasierapparat wegwirft oder seine Schuhe zum Roten Kreuz gibt. Ihr fällt das auch nicht leicht.
    Ich habe das Gefühl, dass wir das letzte was von ihm da ist aus dieser Welt schaffen und er somit auch weiter verschwindet und es ist schrecklich. Ich leide da ganz schlimm drunter. Ich will ihn mit aller Macht "behalten". Wenn ich Dinge benutze wie z.b. Tee der noch in seiner Küche steht, dann denke ich mit jedem Beutel, dass bald nichts mehr von ihm da ist.
    Dabei habe ich mir schon ein Erinnerungsalbum und einen Karton gemacht mit schönen Dingen die mich an ihn erinnern...aber meistens trau ich mich gar nicht sie anzugucken, weil ich dann so endlos traurig werde...
    Gibt es hier jemanden dem es ähnlich ging und der irgendwie eine Lösung gefunden hat? Ich kann es einfach manchmal noch gar nicht glauben, dass er nicht mehr da ist.....ich dachte schon vor ein paar Wochen, dass es besser geworden ist aber da habe ich das Thema krampfhaft verdrängt...Ich weiß nicht wie ich "loslassen" kann, ohne ihn zu verlieren.

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo heidi007

    Vor einigen Jahren befand ich mich in etwa der gleichen Situation wie Du. Da starb als letztes Elternteil mein Vater. Meine Mutter war bereits 10 Jahre zuvor gestorben. Mein Vater bewohnte in unserem Haus die obere Wohnung. Nachdem ich mich , nach einigen Tagen wieder gefasst hatte, gingen meine Frau und ich die Wohnung meines Vaters. Meine Frau schaute in den Kühlschrank, was ich damals nicht verstand und ich ging durch die Wohnung. Für mich sah es so aus , als ob mein Vater gleich wiederkommen würde. Auch nach Monaten, wie bei Dir, wollte mich die Trauer nicht loslassen. Ich ging nur noch alle paar Wochen in die Wohnung und schaute nach dem rechten.
    Dann kam der Tag, als unsere Tochter mit ihrem Sohn wieder nach Hause kam.
    Bis dahin hatte die Wohnung leer gestanden. Wie für Dich, war es auch für mich schlimm nun die Wohnung ausräumen zu müssen. Doch es half nichts, es musste sein, unsere Tochter wollte in Haus.
    Es hört sich kalt und schlimm an, aber man kann nicht alles von einem lieben Menschen aufheben. Deine Eltern und vielleicht auch Deine Mutter haben den Krieg erlebt und können mit dem Tod anders umgehen. Es ist viel wichtiger, daß dieser Mensch immer einen Platz bei uns im Herz behält. Nur im Herzen werden Menschen nicht vergessen.
    Natürlich habe ich, für mich wichtige Sachen aufgehoben und auch Schriftstücke.
    Deinen Karton mit den Andenken Deines Vaters würde ich so platzieren, daß ich ihn immer sehen könnte.
    Stehe ich vor dem Grab meiner Eltern, meine ich es richtig gemacht zu haben.
    Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen und wünsch Dir viel Kraft.

    Viele Grüße Dino

  3. #3
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    Standard Trauer nicht Los lassen können

    Hallo ,007
    ich bin seit etwas über eine Woche hier.
    Ich darf vermehrt erkennen, das ich mit der Traurabeit, nicht alleine stehe.
    Meine Schwester, ist 2009 mit 43 Jahren gestorben, und ich weiß bis heute nicht ,ob ich es überwunden habe.
    Meine Schwester und ich sind uns in der Zeit, näher gekommen und wir hatten uns viel über den Tod unterhalten.Ich habe ihr vermehrt Mut zu gesprochen .
    Nach einer Konntroll untersuchung ,sagte sie mir das sie nur noch ein kleines Stück hätte, was behandelt werden müsse. Der rest ist alles nicht mehr so schlimm .Das sagten ihr die Ärzte.
    Ein Paar Tage Später, wurde sie ins Künstliche Koma versetzt,weil ihr Sauerstoff austausch im Körper nicht funktionierte.Sie hatte eine Lungenentzündung enwickelt, und darauf eine Sepsis ,die sie auf die ganzen Organe verteilte.Drei Wochen Später ist sie gestorben. Wir hatten keine Zeit zu Trauern.Wohnung Kündigen,Geld angelegenheiten kümmern Beerdigung Organisieren usw.Leider, habe ich das auch schon bei meinen Eltern durch machen müssen,und auch hier keine Zeit zu Trauern.Meine Eltern verblassen langsam, aber es vergeht nicht ein tag, woh ich nicht an beide denken muss.Ich bin bei meinen Eltern nicht mehr Traurig, die Zeit vergeht,weil wir über so viel schönes Dinge Reden konnten ,und auch viel gelacht und Geweint haben und ich weiß das hat mir bei meinen Eltern gerholfen.Leider habe ich das für meine Schwester nicht.Rede viel über dein Vater,Weine viel und geh zum Friedhof ,das hat mir geholfen.Die Zeit wird mit Dir sein.
    Ich Hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    Hallo an Alle....

    ....ich habe vor 22 Jahren meinen Vater durch einen tragischen Unfall verloren.
    Da war ich 12 und je älter ich wurde, desto mehr habe ich ihn vermisst.
    Ich war auch lange in einer Therapie, um alles zu verarbeiten.
    Auch wenn ihr mich für verrückt erklärt, so habe ich manchmal das Gefühl, als sei er bei mir.

    Als mein Freund so schrecklich krank war, habe ich ihn sehr oft in meiner Nähe gespührt.
    Das Licht im Schlafzimmer ging sehr oft an, obwohl ich allein zu Haus war, denn mein Freund war in der Klinik.
    Ob er gemerkt hat, wie sehr ich gelitten habe und er mir zeigen wollte, dass ich nicht allein bin???
    Eine Antwort werde ich nie bekommen, aber es war ein gutes Gefühl.

    Da ich damals leider keine Zeit hatte, mich von ihm zu verabschieden und er durch einen Motorradunfall uns Leben kam, habe ich mir den Weg zur Staatsanwaltschaft gemacht, um zu sehen, dass er wirklich gestorben ist.
    Ich habe ihn zwar kaum erkannt (nach 21 Jahren) aber ich hatte die Gewissheit und konnte somit Abschied nehmen.

    Natürlich habe ich ein Foto in meinem Wohnzimmer stehen, aber diverse Sachen von ihm, habe ich Heute noch von ihm irgendwo stehen.
    Ich habe mir ihm zu Ehren ein Tattoo stechen lassen, um ihm zu zeigen, wie sehr ich ihn Liebe und vermisse.

    Ich denke, wenn man einen Menschen sehr liebt, dann wird man ihn nie vergessen, aber man muß los lassen können, um ihm/ihr seine Ruhe zu geben.

    Ich war damals auch sehr böse, weil meine Mutter so schnell wie möglich alle seine Sachen los werden wollte, aber das hatte andere Gründe, doch was bringen Möbelstücke oder Kleidung???
    Der Mensch kommt nicht wieder, aber die Seele bleibt für immer, die wird nicht gehen, nur weil seine/ihre Sachen weg sind.

    Fühlt Euch mal gedrückt....

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