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Thema: Vater ist so verändert

  1. #9
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    Du kannst nichts tun. Es ist schmerzhaft, zuschauen zu müssen, wie es jemandem schlecht geht und er verfällt, man bekommt vielleicht selbst Probleme davon, aber Du kannst im wesentlichen nichts machen. Er ist jetzt eben so. Ich würd mich als Kind da strikt raushalten. Das schlimmste was man machen kann, ist, etwa noch zusätzlich Vorwürfe zu machen. Am Problem ändern die nichts sondern sorgen maximal dafür daß sich seine Position verfestigt. Durch den Streit zementiert ihr seine Position. Oft sind es einfach Phasen in die jemand kommt, und aus denen man auch wieder rauskommt.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    nixnutz (27.12.2011)

  3. #10
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    Hallo Erwin und vielen Dank für die Antwort.

    Ich kann mich nicht damit abfinden. Wenn mein Vater ein gebrochenes Bein hätte, würde ich auch nicht sagen "nun ist es halt so".

    Mit einer Diagnose allein ist es doch nicht getan. Falls die sich mal auf eine Diagnose einigen könnten. Ich fühle mich grade auch durch die Ärzte verunsichert bzw. allein gelassen. Wird er seit einer Ewigkeit fälschlicherweise gegen Depressionen behandelt und hat doch "nur" Demenz? Diese Hausärztin kennt ihn kaum, sie ist eine Vertretung, hat ihn vielleicht eine Viertelstunde untersucht und will ihn anzeigen, falls er weiter Auto fährt, er sei dement. Irgendeinen Behandlungsvorschlag hatte sie aber nicht.

    Seine Psychologin hat ihn eigentlich auch nie wirklich untersucht, sie sieht ihn gut gelaunt im Wartezimmer sitzen und denkt, die von ihr verschriebenen Pillen (antriebfördernd) schlagen super an, der Mann ist ja eine Stimmungskanone. Obwohl ich ihr immer wieder gesagt hab, dass er zuhause ganz anders ist und sich durch die Medikamente absolut nichts gebessert hat.

    Es ist nur auch nicht grade einfach einen guten Arzt zu finden und dann meinen Vater dorthin zu bewegen. Er bleibt lieber beim altbekannte, ob die nu taugen/helfen oder nicht.

  4. #11
    Roman Verfasser
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    Ihr habt Angst, daß er euch verloren geht. Er ist alt, er wird irgendwann gehen, das kannst niemand aufhalten. Du nicht, die besten Ärzte nicht. Er vielleicht selbst, wenn er wieder zu sich findet. Dabei könnt ihr ihm helfen, indem ihr ihm seinen Raum lasst. Dann putzt er sich eben nicht die Zähne, vergisst alles unwichtige.

    Es ist schwer, sich damit abzufinden. Es ist für alle besser, wenn man loslassen kann. Wenn er selbst unzufrieden wäre, dann wird er vielleicht etwas ändern, wenn er den Mut und die Energie hat. Bestärken in dem was er will, das denke ich wäre gut. Das ist aber auch nicht Deine / eure Pflicht, und das kann auch nicht Aufgabe der Ärzte sein.

    Wenn Du einwas machen kannst, dann, Dir selbst immer wieder zu sagen, daß Du keine Verantwortung trägst, er geht eben seinen Weg. Das ist der Unterschied zwischen einem gebrochenen Bein und seelischen Problemen.

  5. #12
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    Es ist doch keinem geholfen, einfach zuzusehen, ihn da vor sich hin rotten zu lassen.

    Zumal ja auch meine Mutter extrem drunter leidet. Sie ist eine 75jährige Hausfrau, keine Pflegekraft.

    Mein Vater wäscht sich nicht, er will nicht zum Frisör, nicht zur Fusspflege, nicht zum Arzt. Sobald sowas anliegt bekommt er Kopfschmerzen. Er lügt rum, er würde sich waschen, aber seine Waschlappen sind trocken. Einen Pflegedienst, der vielleicht einmal täglich kommen und ihn waschen würde, leht er ab. Das geht wieder gegen seine Bequemlichkeit. Er lehnt alles ab, ausser auf seinem Sofa zu liegen und Essen serviert zu bekommen. Meine Mutter ist nervlich selber am Ende

    Und seine beiden Ärzte, Hausarzt sowie Psychologin helfen uns hier keinen Deut. Von keine kommt ein Vorschlag oder eine Anlaufstelle oder Tipps wie wir helfen könnten. Den Hausarzt interessiert nur sein Blutdruck und die Psychologin gibt ihm seine Pillen, die überhaupt nichts bewirken und sagt ihm, er solle mehr spazieren gehn (was er ja eh nicht tut)

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