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Thema: Vater mit Depressionen - Familie am Ende?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Vater mit Depressionen - Familie am Ende?

    Hallo liebe Forenbenutzer,
    Ich bin im Moment recht verzweifelt und wende mich deshalb an euch und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Mein Vater ist depressiv und seit einem extremen Rückfall leidet unsere Familie (insbesondere meine Mutter) sehr stark darunter. Zu meiner Person: Ich bin ein 16jähriger Junge, nur als Anmerkung.

    Um die Geschichte mal kurz zusammenzufassen: Begonnen hat - für mich - alles damit, dass wir in unserem Garten einen Pool gebaut haben und mein Vater sich dabei überarbeitet hat. Er hat damals quasi einen Anfall gehabt und hyperventiliert und davon geredet dass alles total schlimm wird mit dem Schwimmbad ... Damals wurde das von meiner Mutter uns (meiner kleinen Schwester und mir) gegenüber einem Sonnenstich oder so etwas zugeschrieben, aber im Nachhinein war das wohl das erste Mal dass sich Depressionen und übersteigerte Sorgen gezeigt haben.
    Danach kam eine Zeit an die ich mich nurnoch sehr undeutlich erinnere (auch wenn es gerade mal 1 - 2 Jahre her ist ...). Mein Vater war ein Jahr lang zu Hause, es ging ihm (nach außen hin) ziemlich gut, ich habe mir nie wirklich große Gedanken gemacht. Dann ist er irgendwann wieder arbeiten gegangen und wir haben einigermaßen ins normale Leben zurückgefunden. In den Sommerferien wollten wir dann eine Woche wegfahren, mussten allerdings nach 2 Tagen wieder zurück, weil es meinem Vater sichtbar schlechter geht - Zeitgleich hatte er etwas anspruchsvolles am Haus gemacht (was genau ist ja kaum von Belang), das nicht so funktioniert hat wie erhofft. Als wir dann wieder zu Hause waren hat meine Mutter ihn zur Psychologin geschickt (anzumerken ist, er war vor der 1jährigen Phase zu Hause länger im Krankenhaus, das habe ich vorher vergessen), allerdings ist er da nie hingefahren an dem Tag, sondern er ist durch die Gegend gefahren und kam stunden später zurück und hat uns erzählt ... Nunja, dass er beinahe die "Notbremse" gezogen hat (ich hoffe diese Metapher reicht um das zu beschreiben). Seitdem ist er wieder im Krankenhaus und wird mit Antidepressiva behandelt.
    Weitere kurze Anmerkungen zu meinem Vater: Er setzt sich absolut nicht durch, stellt IMMER andere Leute über sich selbst, frisst Vieles in sich hinein, kann und will nicht über seine Probleme mit uns reden weil er sich ständig Sorgen macht er belastet uns.
    Der nächste Teil der Geschichte ist, dass meine Mutter langsam aber sicher auch abdriftet und ich mir gewaltige Sorgen mache. Sie weiß absolut nicht weiter, ist verzweifelt, weint oft (was für sie allerdings ein Ventil ist um das Ganze abzulassen, sagt sie selbst) und wir streiten uns oft über die kleinsten Dinge.
    Ich fange langsam auch an mir öfters Gedanken zu machen und ich würde so gerne etwas ändern oder verbessern was wirklich was bringt, aber ich weiß absolut nicht was ich tun soll ...

    Gibt es hier irgendwie jemanden der mir bzw. meiner Mutter Tipps und Hilfe geben kann? Ich weiß, so aus der Ferne das zu betrachten ist nicht einfach, aber wie können wir an meinen Vater rankommen, was können wir sonst tun? Ich wäre jedem, der mir helfen kann, wirklich sehr dankbar.

    Hochachtungsvoll,
    The High Flying Bird.

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Deine Geschichte hört sich wirklich nicht gut an. Das wichtigste dabei ist, dass du im Hinterkopf behälst, dass das eine Krankheit ist. Depressive Menschen können ihrem Umfeld oft großen Schaden anrichten, vor allem aber den eigenen Kindern. Deswegen rate ich dir ebenfalls einen Psychologen aufzusuchen. Das ist nichts Schlimmes und oft fühlt man sich danach ein bisschen stärker.
    Vielleicht könnt ihr ja sogar als Familie gemeinsam eine Therapie machen?
    Du musst allerdings ebenso verstehen, dass du allein nicht helfen kannst oder sollst. Du darfst nicht die Position deiner Eltern einnehmen und dir um sie Sorgen machen. Es sollte andersherum sein und du hast ein Recht auf eine glückliche Kindheit. Die Eltern sollten eine Art Schutz und Geborgenheit darstellen und dir sagen können, das alles wieder gut wird. Ist das nicht der Fall lernt man als Kind zwar ziemlich schnell, wie es ist Verantwortung zu übernehmen, allerdings können sich da Ängste entwickeln, die man sein Leben lang auf dem Rücken rumtragen muss.


    Wenn du dich mit mir unterhalten magst, kannst du mir gerne schreiben, ich kenne das ein bisschen. Ansonsten rate ich dir, hol auf jeden Fall Hilfe.

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