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Thema: Vater plötzlich verstorben

  1. #1
    Neuling Avatar von Kumumu
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    Standard Vater plötzlich verstorben

    Hallo, weiß nicht so recht was ich für Antworten auf meinen Beitrag erwarte etc aber dachte ich teil mein "Erlebnis" mit anderen Leuten. Vielleicht hilft es mir vielleicht nicht.

    Also ich erzähl einfach mal von anfang an..

    Ich fuhr am 13.10 für ein Wochenende zu meiner Freundin, dann Sonntag mittags bekam ich einen Anruf von meiner Mutter...Man hörte das etwas nicht stimmte...sie sagte mir das irgendwas mit meinem Vater sei (Er ist blau angelaufen keine Luft mehr bekommen, schmerzen in der Brust etc.) und die notärzte grad im wohnzimmer bei ihm sind und sie nicht rein darf. Sie sagte mir schon da das sie glaube das er tod sei...

    Ich glaubte es erstmal überhaupt nicht...Eine Leere erfüllte mich ich konnte kein klaren Gedanken mehr fassen alles war so unwirklich...

    Ich bin dann sofort nach hause gefahren ( ca 1 stunde fahrtzeit + packen etc) Als ich da war war es klar, er ist gestorben, ich sah den Rettuingswagen noch aus unserer Straße kommen...

    Ich ging rein die Schwester meiner Mutter war schon da um sich um meine Mum zu kümmerte (Meine Eltern waren seit 27 Jahre verheiratet)
    Das Bild im Wohnzimmer werd ich nicht mehr los, es kam mir vor wie in nem schlechten Film, es lagen Gummihandschuhe etc auf dem Boden vor dem Sofa auf dem er lag als es passiert ist...

    An dem Tag konnte ich es noch nicht richtig fassen was passiert war...
    Die darauf folgenen Tage hab ich immer mehr begriffen was passiert ist..

    3 Tage nachdem Tod hat mein Bruder mich nachts ins Kh gebracht, weil ich am ganzen Körper gezittert habe, schwindelgefühl schwer luft bekommen..
    Nach kurzem Ekg und Bluttest wurd ich allerdings wieder nach Hause geschickt...Eine Diagnose gabs nicht...

    Die Beerdigung war schrecklich, mein Kreislauf wollte nicht mitmachen ich bekam schmerzen im Bauch die Brust hat sich angefühlt als würde etwas draufstehen.... Trotzdem hab ich es iwie überstanden..

    Im moment glaube ich es immernoch nicht das er nie wieder kommt, es ist so als würde er iwann wieder durch die Tür kommen..Wenn ich mir sachen nehme die ihm gehört haben fühl ich mich schlecht weil ich denke ich würde es ihm weg nehmen und er brauchts ja noch..
    Ich erwische mich manchmal dabei wie ich darauf warte iwas wahrzunehmen das er noch bei mir ist.
    Er fehlt mir unheimlich, alles geht nun wieder den gewohnten lauf..aber ich kann einfach nicht akzeptieren das alles so weiter geht wie davor..
    Ich habe keine Lust morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, abends lieg ich dann ewig wach und grübel wie es wäre wenn er noch hier wäre...wie es wäre wenn ich mich hätte richtig verabschieden koennen..
    Für mich ist es wie gesagt als würde er wieder kommen...Wie werd ich damit fertig? Ich weiß einfach nicht weiter wie ich das iwie verarbeiten kann...es kommt mir so vor als wenns für alle weitergeht und nur ich das nicht auf die reihe kriege...

    Ich bekomme auch den ANruf nicht aus dem Kopf, in dem meine mum mir sagte er sei tod...

  2. #2
    Moderator Avatar von phel
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    Lieber Kumumu,

    in dieser schwierigen Zeit möchte ich dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

    'In der Trauer lebt die Liebe weiter', von Elisabeth Lukas, hat nicht nur Freunden, Verwandten, Bekannten und Patienten, sondern auch mir persönlich, in einer harten Zeit, sehr geholfen.

    Und vergiss nicht: Fort ist nur der, der vergessen wird.

    Viel Kraft, und alles Gute - für dich, und deine Familie.

    Liebe Grüße!

  3. #3
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    Auch ich kann hier nichts beisteuern, außer Dir zu sagen, wie leid es mir für Dich und Deine Familie tut...

    ...und Euch Kraft und Liebe zu wünschen, damit die Wunden heilen können.

    Das, was Du fühlst und auch die körperlichen Symtome sind, so glaube ich, eine Folge dieses schlimmen Ereignisses und "normal" in einer solchen Lage...

    LG
    Silent Voice

  4. #4
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    Kannst du um deinen Vater weinen?

    LG Dieter

  5. #5
    Neuling
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    Hallo,

    Es tut mir sehr leid für dich.

    Mir ist etwas ähnliches passiert, mein Vater starb auch unerwartet (an einem Daumenbruch - kein Scherz).

    Man fühlt sich alleingelassen. Das war das schlimmste, ich habe ihm vorgeworfen, mich alleine in dieser Welt gelassen zu haben.

    Heute, 6 Jahre später spreche ich immernoch Abends vor dem einschlafen mit ihm, andere beten, ich stelle mir vor, er hört mir zu. Und das hilft beim überleben.

    Ich wünsche dir, das du für dich auch etwas findest, wie du diesen Verlust verarbeiten kannst.

    Ich denke immer daran, das mein Vater sehr gerne und viel gelacht hat, er würde es nicht wollen, wenn ich mich in Trauer vergrabe.

    Euer helferlein

  6. #6
    Neuling Avatar von Kumumu
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    Erstmal danke an alle.

    @ probdi ja so 2-3 tage später, dann auf der Beerdigung..seitdem nicht mehr..

    @ Helferlkein Ich sage ihm ABends nur Gute nacht wenn ich im Bett liege, direkt sprechen nicht...

    € War gestern das erste mal seitdem alleine zuhause, war ziemlich unruhig, hab mich bei jedem geräusch erschrocken etc...EIn Kumpel musste dann herkommen und mit mir warten bis meine mum wieder zuhause ist...iwie ziemlich peinlich mit 23 jahren..aber weiss nicht was im mom los ist :<
    Geändert von Kumumu (04.11.2011 um 21:16 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Kumumu,

    mein aufrichtiges Beileid auch von mir und Dir und Deiner Familie wünsche ich viel Kraft und Liebe für Eure Zukunft.

    Das was Du momentan durchmachst, ist vergleichbar mit einem Trauma. Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen und die damit verbundenen seelischen Schmerzen benötigen immer ihre Zeit, damit man damit umgehen und es verarbeiten kann.

    Solltest Du mit der Zeit gar nicht selber damit klarkommen......in größeren Städten gibt es Beratungsstellen von der Caritas, da könntest Du mal nachfragen (das kostet auch nichts) oder andere Beratungsstellen, manchmal auch Treffen von Leuten, die ähnliche Probleme haben (eine Art Selbsthilfegruppen).

    Setzte Dich nicht unter Druck, sehe es als normal und natürlich an, dass Du Zeit benötigst diesen Verlust zu verarbeiten. Ich bin mir sicher, dass Deine Freunde hierfür auch Verständnis haben werden.

    Alles Liebe und Gute wünscht Dir
    Thessa

  8. #8
    Neuling
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    Liebe/r Kumumu!
    Keine Ahnung ob du männlich oder weiblich bist, Deinen Nickname finde ich ganz spannend, so nannte ich als kleines Kind nämlich immer die Kühe auf der Weide Jetzt weiß ich natürlich nicht, warum du diesen Namen gewählt hast, ich glaube aber etwas zu erkennen, was du mit diesem wertvollsten unserer Haustieren gemeinsam hast: Die brauchen für ihre Verdauung lange und sind Wiederkäuer und mir kommt vor, dir kommt dieser Schock, den du erlebt hast, die Bilder die hochsteigen auch immer und immer wieder ………….und du hast das nicht verdaut.
    Ich vermute mal, damit hat keiner in der Familie gerechnet, dass dein Vater plötzlich stirbt. Schon allein der Anruf war für dich wahrscheinlich ein Schock und ich frage mich, wie du es geschafft hast, dann so schnell nach Hause zu kommen. Im Schock gelingen oft Dinge, die man sich hinterher bei klarem Denken kaum zumuten würde.
    So wie du das schilderst, auch deine Einlieferung in Krankenhaus, keine Diagnose……….. und alle Anzeichen sprechen dafür, dass das ganze Geschehen rund um den Tod deines Vaters bei dir ein Trauma ausgelöst hat .
    Wenn du willst, kannst du ja auch im Internet dazu recherchieren.
    Ich denke, dass deine körperlichen Zustände, mit denen du im Krankenhaus warst, die mich auch sehr erinnern an das, was dir deine Mutter telefonisch vom Vater erzählt hat, Ausdruck dafür sind wie sehr dich das getroffen hat. Mir kommt es fast vor, als würde sich dein Körper an die Erzählung „rückerinnern“. Das würde dann erklären, warum die Ärzte dich ohne Diagnose gehen ließen, organisch scheint alles in Ordnung zu sein.
    Mir hat sich nämlich ein Vergleich aufgedrängt: Oft ist es so, wenn man träumt und man fällt oder springt im Traum irgendwo runter und wacht danach auf, dann hat man noch immer das grausliche oder auch positiv fliegende Gefühl im Bauch. Wenn ich weiß, dass ich das geträumt habe, wundert es mich auch nicht, wenn mein Puls anders als sonst geht und ich kann mich gut beruhigen, weil ich ja wieder wach bin.
    Dir ist vielleicht aber so, als würdest du einen Alptraum haben und du wachst nicht auf… da ist es manchmal gut, wenn jemand kommt und mich aufweckt und vielleicht beruhigt und mir hilft, klar zu werden, was ist Traum und was ist Realität. Und deine Realität ist wirklich sehr traurig….du hast mein tiefstes Beileid. Viele Erinnerungen an deinen Vater werden kommen und das Abschiednehmen geht nicht von heut auf morgen, denn ich denke die Trauer zu bewältigen wird noch ein Prozess sein, der längere Zeit in Anspruch nimmt.
    Ich wünsche dir viel Kraft und würde mich freuen, wenn ich von dir höre
    kimwwald
    Geändert von kimwwald (15.11.2011 um 17:17 Uhr)

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