Hallo!

Zur Sache:

Ich hatte im Mai 2011 einen schweren Autounfall, bei dem ich fast ums Leben gekommen bin. Schwere Verletzungen, Koma, etc.

In der Zeit im Krankenhaus sowie die Zeit wo ich nach Hause gekommen bin, habe ich immer Versucht den „starken“ zu spielen, da ich meine Freundin nicht unnötig mit der Last beschweren wollte, dass es mir nicht gut geht. Sie hatte schon genug gelitten, in der Zeit, als ich im Koma und im Krankenhaus lag.

Naja gut, nach ein paar Wochen fingen wir uns immer mehr und mehr an zu streiten. Ich wollte Ruhe und Abstand, Sie wollte mich am liebsten jede Sekunde bei mir haben. Ich habe Ihr versucht zu erklären, dass ich Zeit brauche, um es zu verarbeiten. Schließlich kann es einen ja das ganze Leben verfolgen, z.B. nie wieder Auto fahren zu können.

Die Streitereien zogen sich dann über Wochen, es flossen viele Tränen und keine fühle sich verstanden.

Dann irgendwann habe ich mit einer anderen Frau mehrmals Sex gehabt, um Ihr Anja ich sag mal einen Grund zu liefern, zu gehen. Vorher hatte Sie keinen Grund, mich in Ruhe zu lassen.

Einige Zeit später bemerkte ich immer mehr, dass es Falsch war, aber ich habe es als Weg gesehen, um Gesund zu werden..

Wenn ich auf die Zeit zurück blicke, fühlt es sich manchmal an, als hätte ich diese Zeit nicht wirklich gelebt, also quasi als hätte ich nebenher gelebt.. Was kann das sein? Warum treffe ich Entscheidungen, über die ich nicht wirklich Einfluss habe? Also die Zeit seit dem Unfall bist jetzt fühlen sich an wie 7 Wochen, also als habe ich lange einfach nur nebenher gelebt, in einer Art Nebel..

Vorschläge, Gründe suche ich vergebens.. Ich versuche es Ihr zu beschreiben, weil ich Sie sehr Liebe, aber für Sie ist das völlig unverständlich..

Habt Ihr einen Rat was das sein kann?

Danke für alle Antworten!!