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Thema: Verdrängung?!

  1. #1
    Neuling Avatar von Vayana
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    Standard Verdrängung?!

    Hallo liebe Forenmitglieder,
    ich bin zwar erst seit heute hier dabei.... nach längerer Suche nach einem seriösen Forum für solche Belange... aber möchte euch gern zu meiner "Situation" befragen.

    Ich hole etwas weiter aus:
    Ich bin 28Jahre alt und lebe mit meiner eigenen kleinen Familie zusammen. Bis vor ca. 1,5 Jahren hatte ich über einen Zeitraum von gut 3 Jahren keinen Kontakt zu meiner besten Freundin, irgendwann wusste ich nichtmal mehr warum ich den Kontakt abgebrochen hatte.
    Mittlerweile hat sich unsere Freundschaft wieder erholt, aber mir ist wieder der damalige Grund für meinen Rückzug eingefallen.
    Und da fängt das "Problem" an....
    Mir fehlt meine Erinnerung.... genauer gesagt habe ich keinerlei Erinnerung an mein Leben bis ca. zum 13. Lebensjahr.
    Große Gedanken hatte ich mir deshalb nie gemacht, es nur als lästig empfunden meinen Mitmenschen zu erklären, das ich ihnen nichts über meine Kindergeburtstage/Weihnachten/Schulzeit etc. erzählen kann.

    Meine Freundin ist quasi ein ständiges Mahnmal an meine fehlenden Erinnerungen und gleichzeitig eine (manchmal quälende) Verbindung zu meiner (eher ungeliebten) Vergangenheit.

    Mich beschäftigt nun also die Frage, wie genau benennt man diesen komplett-Verlust des Erinnerungen über einen so langen Zeitraum?
    Eigene Recherche im I-net ergab einige Treffer bei PTBS.... ??

    Ich wäre für Anregungen wirklich dankbar
    Vayana
    Nicht die Dinge selbst sind es, die uns ängstigen und zu schaffen machen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen zumessen.

    Hesse

  2. #2
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    Cool nicht bewerten oder verurteilen

    ich hatte vor einiger zeit das gleiche problem. viele meiner erinnerungen waren schlicht und einfach verschwunden, so als hätten sie nie existiert. eines tages hab ich etwas gelesen, das mir sinnvoll erschien, nicht im zusammenhang mit den erinnerungen, aber mit dem verarbeiten dessen, was ich so erlebt habe. es ging darum, statt sich und die dinge die man getan hat, zu verurteilen, sollte man versuchen, zu verstehen, was passiert ist. dies war der beste tipp, den ich je bekommen habe. in der nächsten zeit habe ich alle vorurteile, bewertungen und verurteilungen sein gelassen und mein leben einfach nur betrachtet und verstanden, was dahinter steckte und so ganz allmählich kam erinnerung für erinnerung zurück. ein puzzle setzte sich mit der zeit zusammen und gestern nun hatte ich einen absoluten durchbruch. ich hab kapiert, dass sich alles in meinem leben nur auf ein thema zurückführen liess. ich hab schon immer eine heidenangst vor bewertungen durch andere gehabt, dies drückt sich in allem aus, was ich tue oder getan habe. ich habe lebensmuster erkannt, die in reaktion auf meine eltern und ihr verhalten entstanden sind und die ich mein leben lang mitgeschleppt habe. z.b. war es in meiner familie üblich, die anderen zu frotzeln, einer meiner ehemaligen partner hat das dann zur kunstform erhoben und ich hab es mir gefallen lassen, weil ich es nicht anders gewöhnt war als mies behandelt zu werden.

    das ist meinem empfinden nach der wichtigste tipp, den man jemals bekommen kann. hört auf, den dingen, die ihr getan habt, gut und böse beizumessen, sondern fangt an, euch zu verstehen. jeder hat lebensmuster durch seine eltern und umgebung entwickelt, die uns nicht bewusst sind und die man nur erkennen kann, wenn man vorurteilslos und ohne verurteilung an seine erinnerungen herangeht. ihr werdet sehen, dass ihr für vieles von dem, wsa ihr getan habt, keine schuld habt. ihr kennt doch die situationen, in denen ihr reagiert und euch hinterher völlig erstaunt fragt, wieso ihr das getan habt, das sind lebensmuster. und nennt es nicht fehler, sondern sagt erfahrungen dazu, mehr sind sie nämlich nicht, es sind einfach erfahrungen, die ihr aus euren lebensmustern heraus getan habt. ich weiss, dass klingt radikal, aber ich habe durch dieses verstehen alle meine erinnerungen zurück und kann nun sehr vieles besser nachvollziehen. und glaubt mir, ich hab sachen gemacht, die auf den ersten blick völlig hirnrissig sind, aber wenn man sie näher betrachtet, durchaus verständlich.

    p.s. ich hab schon während des schreibens wieder angst davor, bewertet zu werden, da kann man mal wieder sehen, wie tief manche sachen sitzen ;-)

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