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Thema: Vergangenheit benötige dringendst hilfe

  1. #1
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    Standard Vergangenheit benötige dringendst hilfe

    Hallo an alle.

    Ich wende mich an euch weil ich ein sehr sehr schweres Problem habe und ich Wortwörtlich kurz vor dem endgültigen und gewaltigen durchdrehen bin. Ich hoffe auch schnelle antworten um irgendwie aus dieser Wut/verzweiflung rauszukommen.

    Mein Problem beruht auf die Vergangenheit meiner Freundin. Ich habe hier schon Threads zu gelesen, aber sie passen halt nicht exakt zu meinem Problem. Ich habe ein Problem mit der Sexuellen Vergangenheit meiner Freundin. Meiner Freundin ist älter als ich, und ich bin eigentlich ein sehr sehr aufgeschlossener Mensch und habe keinerlei Probleme mit sexuellen Erfahrungen von Frauen. Das wurde mit meiner Jetzigen Freundin jedoch anders. Ich neige dazu lange Texte zu schreiben, deswegen will ich mich kurz fassen: ( Fremdgehen in ihrer Ehe, Prostitution für Taschengeld, Affären, Sex mit mehreren gleichzeitig etc.) Sie hat es mir relativ früh gesagt in unserer Beziehung. Ich war baff aber auch Dankbar für ihr Vertrauen. Sie Verlangt von mir diese Dinge zu akzeptieren, ja sogar an ihr zu schätzen weil „es hat mich zu dem gemacht der ich bin“. Andererseits sagt sie auch (Weil ich Probleme mit ihrer Vergangenheit habe) das mich das Garnichts angeht was sie früher gemacht hat. Solche Sätze wie letzteren machen mich Sauer denn es geht mich sehr wohl was an, es waren ja nicht nur ein paar Kerle, sondern sogar auch für Geld. Nun ja unsere Beziehung leidet sehr stark darunter. Sie hat noch teilweise Kontakt zu manchen Affären und verlangt das ich diese Akzeptiere. Manchen Umgang habe ich ihr „Verboten“. Nicht direkt Verboten, aber halt gesagt das mich das zu sehr belastet und ich nicht tolerieren kann. Nun sie hat noch heute viele ihrer damaligen Charakterzüge. Die Einstellung zum Sex, Verherrlichung ihrer Sexuellen Vergangenheit, etx.pp Ich komme damit definitiv nicht klar und entweder Implodiere ich bald, ich schlimmer: Explodiere. Dieser Hass und diese Wut auf manche ihrer Affären, aber auch das Unverständnis auf ihr (z.b. Wieso man sich Prostituiert nur für Taschengeld) wächst und wächst. Ich werde so wütend das ich Gänsehaut bekomme, einen Adrenalin Schub, und Gott bewahre, würde ich jemals auf eine dieser Menschen z.B. Freier treffen würde ich wahrscheinlich all meine Aggressionen freien Lauf lassen. Bitte nicht falsch verstehen, ich will meine Gefühle verdeutlichen und beschreiben. Ich verabscheue Physische Gewalt und habe IMMER jeden Konflikt mit Worten gelöst. Meine letzte Prügelei ist gut 13 Jahre her. Selbst Beleidigungen wie Hurensohn etc.pp locken mich nicht aus meiner Reserve oder gar inneren Ruhe (Ich habe eine sehr starke innere Ruhe). Aber das ist zu viel. Ich habe ihr vorgeschlagen mit mir eine Therapie evtl. zu machen, sie will es nicht (Sind jetzt fast 3 Jahre zusammen). Sie will einfach das sie darüber reden und Erzählen darf, wem wann und wo sie will (auch mit mir) ich es zu akzeptieren habe, und es mich ja auch eigentlich Garnichts angeht.
    Ich habe mich noch nie irgendwo oder an irgendwem verzweifelt gewendet, aber irgendwann ist wohl immer das erste Mal.

    Bitte helft mir, ich drehe sonst durch….

  2. #2
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    Hallo

    Es ist im Grunde genommen Ihre Sache,was Sie früher mal mit wem auch immer
    gemacht,oder auch nicht gemacht hat,sei froh das Sie Dir das ganz offen erzählt
    hat,oder wäre Dir es lieber gewesen,das Sie es vor Dir verheimlicht hätte,das war
    halt mal ein Teil von Ihrem Leben und das lässt sich auch nicht mehr rückgängig
    machen und für Sie ist es scheinbar ganz wichtig,das Sie mit anderen darüber spricht!

    Ich kann das gut nachvollziehen,warum Sie das so macht!


    lg raskowitz
    Geändert von raskowitz (05.03.2011 um 14:52 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei raskowitz für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (05.03.2011)

  4. #3
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    Okay. Also bitte nicht angegriffen fühlen, aber ich muss nunmal die dinge hinterfragen von dir weil wie sonst soll ich es exakt verstehen

    Also ich empfinde das ehrlich gesagt anders. Ihre Vergangenheit geht mich meiner meinung nach seit dem Zeitpunkt was an wo wir beschlossen haben ein gemeinsames Leben zu führen. Das jeder mal als Teenie heimlich im Zimmer rumgefummelt hatte, oder auch mal n ONS hatte etc.pp ist völlig Normal, und in diesen Punkten würde ich dir auch recht geben das diese mich nicht direkt was angehen, doch es gibt auch dinge die mich sehr wohl was angehen sollten. Z.b. das sie in ihrer Ehe fremdgegangen ist. Ich finde ich wäre dumm wenn ich das so abtun würde als würde es mich nicht angehen, den 1. Kann ich daraus lernen was dort schief gelaufen ist um es selber zu vermeiden, 2. jedoch auch kommt die weißheit das dieses mir auch passieren kann. Es hat also einen bitteren Nachgeschmack.

    Dies ist ja wie du selber sagtest ein teil ihres Lebens, also auch ein teil von ihr den ich ja akzeptieren oder zumindest tollerieren müsste.

    Genauso empfinde ich das bei der Prostitution, das ist meiner meinung nach nicht einfach ein ONS im Auto oder irgendeine Jungendsünde sondern (so empfnde ich das) ein wesentlich dickeres geschütz was dort aufgefahren wird, und da diese Frau ja auch mit mir zusammen ist und ja auch MICH mit repräsentiert (Und sowas kann ja mal schnell die runde machen) finde ich schon das ich ein anrecht bei dieser sache habe es zu wissen. Solche Geschichten, und das wisst ihr sicherlich selber alle, machen schnell mal die runde, Menschen werden abgestempelt, und es kann sogar soweit gehen das es Rufschädigend ist.

    Das sie darüber spricht finde ich ehrlich gesagt nicht so toll. Naja, sie hat mehrere Freundinnen und hat es dort erzählt und damit habe ich absolut kein Problem (Bitte nicht falsch verstehen wie ich das mit dem drüber Sprechen meine). So sind Frauen und es ist okay, ist ja nicht irgendwer dem sie das erzählt, aber ich finde es nicht gut wenn sie ihre "Jugendsünden" Verherrlicht, damit Prahlt, oder mir andauernd auf die Nase bindet.

    Meine Freundin und mich belastet das sehr, ich verurteile sie ziemlich forsch für einige dinge und leide darunter, so wie sie unter meiner einstellung bzw ansichten drunter leidet. Das Problem ist das wir nicht auf einem gemeinsamen nenner kommen. Evt hätte jemand von euch einen Neutralen Vorschlag?

    Wir haben schon mehrere dinge versucht. Zuletzt haben wir vereinbart das wir das Thema einfach da lassen wo es hingehört: In der Vergangenheit, und es lief dann auch erstmal 2 Wochen wunderbar. Sie hat sich nicht schlecht gefühlt, ich hatte nicht mehr wirklich komische Gedanken, es war praktisch nicht mehr in UNSERER Gegenwart. Bis sie eines tages dann halt beschloss bei einem gewissen Social Network sprüche und anspielungen bzgl. ihrer Vergangenheit zu machen, und da sie mit Huns und Kunz (auch von freunde die Freunde) befreundet ist, und ihr Profil Öffentlich ist (jeder Mensch auf der Welt kann es sich ansehen) ist mir das doppelt so bitter auf den Magen geschlagen, den das letzte was ich will ist das meine Freundin als "Willige geile ****" abgestempelt wird, und ich will auch nicht in diesen zusammenhang mit reingezogen werden.

    Es ist wirklich unser einziges Problem in der Beziehung, alles andere ist fantastisch: Wir Fühlen gleich, ich kann ihr manche Wünsche von den Augen ablesen, Im Bett ist alles ok, es passt halt. Nur diese sache macht alles Kaputt, und zwar so sehr das wir beide schon öfters über trennung Nachgedacht haben. Bisjetzt haben wir es nie getan weil wir einfach diese tiefe Verbundenheit haben. Aber ich denke das es für uns beide nicht mehr lange so weitergehen kann.

    Ich schaffe es nicht alleine mich zu ändern das ich es akzeptiere wenn sie z.b. mit Ex-Affären zusammen in die Sauna geht. Und ehrlich gesagt sind das grenzen für mich die ich auch eigentlich niemals ändern will.

  5. #4
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    Hallo

    Es ist ja vollkommen in Ordnung,wenn Du die Sache von Deinem Standpunkt aus
    siehst.Ich fühle mich deswegen nicht angegriffen!

    Natürlich besteht immer die Gefahr das jemand fremd geht und das ist mit Sicherheit
    nicht schön !

    Ich wünsche Dir,das Du die Richtige Entscheidung triffst,wie es zwischen Euch
    weiter geht!

    Das ganze Leben,ist nunmal ein Risiko.

    lg raskowitz

  6. #5
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    Hallo Okula,

    Du hast Da in Deinem zweiten Post einen interessanten satz geschrieben:
    Dies ist ja wie du selber sagtest ein teil ihres Lebens, also auch ein teil von ihr den ich ja akzeptieren oder zumindest tollerieren müsste.
    Genau da sehe ich den springenden Punkt
    Ich machs mal fett: "also auch ein teil von ihr den ich ja akzeptieren oder zumindest tollerieren müsste" ...

    Raskowitz hat es schon angesprochen: sie hat nicht versucht, dies vor Dir zu verheimlichen. Sie steht dazu - und das ist ja auch nicht unbedingt so ganz selbstverständlich, oder?!

    Ihre Sexualität und wie sie sie lebt, ist, wie schon geschrieben, ein Teil ihres Lebens. Und auch ein Teil, der ihr wichtig ist; ein Teil ihres Stils, ihrer Persönlichkeit.
    Das Entscheidende ist dabei weniger, ob Du dann damit klar kommst, sondern ob sie damit leben kann (und das kann sie anscheinend sehr gut) - sie muss schließlich, auch und gerade in einer Beziehung, dafür Sorge tragen, dass sie ihre Bedürfnisse so wahren kann, wie sie es für sich braucht.

    Ihre Vergangenheit geht mich meiner meinung nach seit dem Zeitpunkt was an wo wir beschlossen haben ein gemeinsames Leben zu führen.
    Das stimmt insofern, als dass man irgendwann einmal alles offen auf den Tisch gelegt haben sollte, was den Partner in der Beziehung dann belasten könnte. Also all die Dinge, an denen er festmachen könnte, ob der Partner auch wirklich zu ihm "passt".
    Und das hat sie ja dadurch doch auch gemacht ...

    Wenn dies jetzt Dinge sind, die Dich soweit stören, dass Du mit ihnen nicht klarkommen kannst - was spräche dann jetzt dagegen zu sagen: "nee, damit kann ich eine Beziehung mit Dir nicht führen, weil ich da völlig konträr eingestellt bin - und das ist mir dann so wichtig, dass wir in diesem Punkt nicht zusammenkommen können"?

    ... ich verurteile sie ziemlich forsch für einige dinge ...
    Ooops - verurteilen? Da scheint es aber eine gewaltige Schieflage bei Euch zu geben ...
    Verurteilen iss nich, wenn es Partnerschaft sein soll! Das würde ja bedeuten, dass Du Dir das Recht herausnimmst, sie und ihre Bedürfnisse werten und richten zu dürfen - nach Deinen eigenen Maßstäben ...

    ... und leide darunter, so wie sie unter meiner einstellung bzw ansichten drunter leidet.
    Eine Beziehung, in der das dominierende Gefül leiden ist?

    Gut, Du suchst mit diesem Thread einen Weg aus der ganzen Misere heraus.
    Was ich mich gerade frage, ist dann aber: hast Du da nicht vielleicht schon unbewusst eine "Lösung" gefunden
    "Hass und diese Wut auf manche ihrer Affären"; "würde ich jemals auf eine dieser Menschen z.B. Freier treffen würde ich wahrscheinlich all meine Aggressionen freien Lauf lassen"; "mit mir eine Therapie evtl. zu machen" plus das mit dem Verurteilen ...

    Das übersetzt sich jetzt für mich so: Du versuchst, sie zu ändern oder alles zu eliminieren, was Dich an Dein Problem mit ihrer Einstellung erinnern könnte ...
    Irgendwie liest sich das wie sie so "umformen", dass sie wieder dem Bild entspricht, das Du Dir von ihr mal gemacht hast

    Das, was Du machen kannst wäre, sie zu bitten, dass sie in Deiner Gegenwart ihren Sex nicht ständig thematisiert. Diese Rücksichtnahme auf Deine Gefühle kannst Du verlangen.
    Im Gegenzug müsstest Du dann aber auch bereit sein, zum einen mit der Ungewissheit zu leben, was da noch alles an Details zum Vorschein kommen könnte, zum anderen ihre Bedürfnisse in diesem Punkt auch zu akzeptieren (Deinen Frieden damit zu machen).

    Falls dies für Dich nicht machbar sein sollte (was ich sehr gut verstehen kann) ... dann musst Du eben konsequenterweise zugeben, dass es zwischen Euch beiden nichts werden kann.

    Nur mal ne Frage: warum wolltest Du, dass sie eine Therapie macht (ist doch egal, ob mit Dir oder alleine)??
    Leidet sie unter ihrer Sexualität denn? Will sie die denn wirklich "ändern" - und wenn ja: in welche Richtung denn und warum?
    Scheint ja alles nicht auf sie zuzutreffen - und damit entfällt nicht nur der Grund hierfür, sondern auch die Berechtigung!

    Sorry, nur weil Du da ein massives Problem hast, das seine tieferen Wurzeln eher in Dir selbst hat, kannst Du sie doch nicht in Therapie schicken ...
    Ob das jetzt von dem Respekt und der Wertschätzung zeugt, den der Partner in einer Beziehung ohne Vorbehalte verdient?

    Und ehrlich gesagt sind das grenzen für mich die ich auch eigentlich niemals ändern will.
    Dann musst Du die Konsequenzen ziehen und diese Frau loslassen!
    Sie hat ja das gleiche Recht zu sagen, dass sie sich in diesem Punkt nicht ändern will ...

    Ein langer Weg zu meiner eigentlichen Frage an Dich: Was hält Dich an ihr/in dieser Beziehung so fest, dass Du eher ihr Deine Vorstellungen aufzwingen würdest, als zuzugeben, dass es so keine Zukunft haben kann?
    Warum klammerst Du Dich mit aller Macht an ein ein Bild von ihr (auch an ein Beziehungsbild), das doch so nie wirklich existiert hat?

    An dieser vertrackten Situation hast auch Du Deine Anteile - und dort liegt vielleicht auch der Weg zu einer Lösung ...

    lg

  7. #6
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    Standard

    Hi. Also vorab: Danke für die lange Antwort

    Ich versuche das mal stück für Stück zu beantworten. Ganz richtig konntest du bei manchen dingen halt noch nicht liegen da das wissen ja hier begrenzt auf diesen Thread ist

    Das ICH ein Problem damit habe weiß ich, und ich bin auch durchaus gewillt etwas zu ändern bzw Kompromisse einzugehen, aber es gibt nunmal dinge die ich nicht tollerieren kann, jedoch nicht weil ich es einfach nicht will bzw mir nicht in den Kram passt, sondern weil es mich Seelisch wirklich so stark belastet das darunter andere dinge wie Karriere, Liebe, Beziehung etc.pp leiden.

    So habe ich z.B. mein Versprechen ihr gegenüber gehalten ihre Vergangenheit nicht mehr anzusprechen oder in irgendeiner art und weise zu Thematisieren so das garnicht mehr die Chance besteht das wir uns Streiten. Da ging ja auch wie oben erwähnt gut, bis sie halt dann einfach mal loslegte (war ja abgesprochen dass das keiner von uns tut) und das ist dann schon wie eine art Versprochen gebrochen und konnte ich halt nicht gut heißen, erst recht nicht wenn man eine begründung alla "Dann ist das halt so, wenn ich darauf lust hab mach ich es halt". Das ist dann ein wenig mies und man fragt sich halt warum man sich überhaupt die mühe gemacht hat alles zu verdrängen.

    Naja mit der Therapie. Sie hat selber auch teilweise Probleme damit nur versucht sie sich irgendwie selber zu schützen und redet sich teilweise auch selber meinungen ein.
    Z.B. mit der Prostitution, einen tag sagt sie das sie es gut fand und immer wieder tun würde, am anderen tag schämt sie sich dafür, am anderen Weint sie und wieder am nächsten tag Steht sie wieder "Arrogant und Stolz" dar und sagt " Ich habe nichts zu bereuen, war alles gut so" und ist quasi unnormal Stolz darauf.

    Es wechselt also, und das ist in vielen dingen so, was auch oft verwirrung und für streitigkeiten gesorgt hat. Sie wiederspricht sich allgemein sehr gerne Einen tag ist es so, am anderen so.

    Von daher hatte ich eine Partnertherapie vorgeschlagen, weil ich zudem auch gelesen habe das es effektiver wäre wenn beide sich dort vorstellen würden und die THematik behandeln (Sie ist ja auch net ganz ohne). Dieses lehnt sie allerdings ab, und ich habe auch später den Grund erfahren. Sie war damals in einer Ehe-Therapie-Beratung und hat dort, naja Kritik an ihrem verhalten geäußert bekommen (Egoistisch, etc.pp) von diesem Therapeuten was ihr Mann natürlich toll fand das es bestätigt wurde.

    Das ganze Thema mit ihrer Vergangenheit ist ziemlich Umfangreich, eigentlich schon zu Umfangreich um alles hier schildern zu können. Es weitet sich halt stark auf unser Privates Leben aus. Sie ist z.B. ein Mensch der klassisch sich "Errinerungs" kisten macht und alles verwart (Aber das finde ich lustig^^)

    Oder da gibt es z.B. eine Freundin (sehr gute Freundin) mit der sie gerne Öfters mal weg geht. Das Problem ist das der Lebenspartner dieser Freundin eine damalige Affäre von ihr ist (Affäre in der damaligen Ehe) und ich das z.B. nicht möchte. Zudem muss ich aber Geheimnissträger spielen und es darf Blos nicht rauskommen das die beiden was hatten, da ihre Freundin selbst es ja nichtmal weiß.

    Das ganze Thema ist mitlerweile ziemlich Komplex geworden.

    Und wenn ich so Analysiere verstehe ich auch womit es anfing.

    Am Anfang war alles okay, ich hatte kein Problem die ersten Wochen/Monate damit. Ich dachte "Okay, Vergangenheit, aber sie sagte selber sie ist jetzt ein anderer Mensch". Aber ich habe nunmal festgestellt das sie kein neuer anderer Mensch ist, sondern immer noch der alte. Diese Charakterzüge kommen manchmal sehr sehr deutlich durch, und richtig angefangen hatte es eigentlich dort wo sie einem Freund geschrieben hat (also in unserer Beziehung) das sie nicht abgeneigt ist mit ihm zu schlafen und sich gerne mit ihm treffen würde.

    Zudem Zeitpunkt gab es keine Probleme in unserer Beziehung, und sie sagte es sei aus Juck und dollerei gewesen, wollte ihn halt veräppeln, schikanieren, sie hatte auch schon ein wenig getrunken und saß halt heiter vorm PC.

    Für mich jedoch war es ein Vertrauenbruch sondergleichen, denn die realität sah so aus das der Kerl fotos von ihr hatte, sich mich ihr treffen wollte zum Sex, und sie ihn sogar dabei noch angemacht hat. Die größte Ironie ist jedoch das ich die Person auch flüchtig kannte, und das erste treffen mit mir und einigen anderen sein sollte. (eine art Chatter-treffen kann man das wohl nennen).

    Jetzt tut ihr es leid, früher jedoch nicht und es war ihr Egal. Das war eigentlich der Grundstein für all das Misstrauen.

    Ich bin ehrlich, ab diesem Zeitpunkt war mein Vertrauen sogut wie weg. Ich habe ihr immer gesagt das sie alles machen kann, was sie will, ich immer zu ihr stehe, nur in sachen Fremdgehen bin ich nicht tollerant. Und genau in diesem Punkt hat sich mich getroffen. Mein Vertrauen war weg, ich habe ihr auch nachgeschnüffelt gehabt was ich aber jedoch selber eingestellt habe da es das ganze nicht besser macht.

    Jetzt ist die Frage: Ist eine Beziehung noch Sinnvoll?

    Das Problem meiner meinung nach ist das es hier 2 Ebenen unserer Beziehung gibt. 1. die Logische Ebene, und 2. die Gefülsebene.

    Von der Logik her macht es keinen Sinn mehr, schon lange nicht mehr, von der Gefühlsebene jedoch ist es der Größte, beste, und sicherste Sinn den es gibt.

    Meine Gefühle stehen hier meinen Gedanken gegenüber. Ich habe vom Gefühl her die Frau meines Lebens gefunden, vom gefühl!. Das Bedeutet das sie die erste und einzige ist die Gleich fühlt wie ich, mit der ich wirklich non-verbal kommunizieren kann, und die einfach mit mir Seelisch verwandt ist.

    Sie ist halt die erste wo ich jedes Wort so meine, die mir nicht egal ist, und die erste wo es wahr ist wenn ich "Ich liebe dich" sage.

    Irgendwie eine ziemlich verzwickte Situation.

    Manchmal denke ich, wir haben uns schon zu oft Wehgetan und sind schon zu stark vorbelastet für eine weitere neue Zukunft. Aber mein Gefühl sagt mir das trennung ein Fehler wäre, den ich mein Leben lang bereuen könnte.

    So genug getippt

  8. #7
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    Hallo Okula,

    nun relativiert sich ja einiges von dem, was Du anfangs geschrieben hast - Zeit für mich, etwas zurückzurudern
    [Ist zwar erst einmal befreiend, wenn man sich den Frust von der Seele schreiben kann - es engt aber den Blickwinkel manchmal arg ein ]

    ... und ich bin auch durchaus gewillt etwas zu ändern bzw Kompromisse einzugehen, aber es gibt nunmal dinge die ich nicht tollerieren kann
    Das ist ja auch okay - Grenzen ziehen, die nicht überschritten werden dürfen, also Abgrenzung. Nur ist es dabei auch alles andere als leicht, nicht übers Ziel hinauszuschießen - gerade wenn starke Gefühle mit im Spiel sind. Liebe ist eines davon, Hilflosigkeit ein anderes ...

    Jetzt ist die Frage: Ist eine Beziehung noch Sinnvoll?
    Auch wenn es sich vorhin vielleicht anders angehört haben mag: ich bin kein Freund davon, sofort die Flinte ins Korn zu werfen und laut "Trennung" zu schreien. Es hängt eben zu sehr davon ab, wie verhärtet oder festgefahren die fronten sind - und vorhin klang es bei Dir nicht unbedingt so, als ob es da noch Spielräume geben würde.

    Da in solchen Situationen oft der Schmerz alles Positive überstrahlt, ist es aber, IMHO, durchaus sinnvoll, sich die Frage nach der Bedeutung einer Trennung zu stellen: so steht dann vielleicht nicht mehr nur das Trennende, sondern auch wieder das dennoch Verbindende im Blickfeld.

    Erwarte da also bitte kein "klares Ja oder Nein" von mir: Du hast ja gesehen, wie gefährlich sowas wäre, wenn man nur eine Momentaufnahme sehen kann
    Ich formuliere es mal so: wenn diese Beziehung auf Dauer so bleiben sollte, wie sie momentan läuft, wenn es keine Spielräume für ein gemeinsames sich annähern gibt - dann würde sie wenig Zukunft haben.
    [Die Frage nach dem "Sinn" ist, IMHO, eine ganz andere: auch ein Scheitern kann ja insofern Sinn haben, als dass man vieles über sich selbst, die eigenen Prioritäten und Bedürfnisse, die eigenen Möglichkeiten und auch Defizite etc. kennenlernen kann. Gleiches gilt für den Gegenüber und das gemeinsame Erfahren: Sinn als Lernprozess, der einem für die Zukunft weiter bringen kann]

    So, wie Du Deine Freundin jetzt beschrieben hast (indem Du auf ihre Hintergründe eingegangen bist): es ist vertrackt, kompliziert und wahrscheinlich ein längerer, mühsamer Weg - aber ein Weg ist jedenfalls vorhanden.
    Die Frage ist da: habt ihr beide die Kraft und die Geduld, diesen Weg zu gehen? "Schnelle Lösungen" wird es da nicht geben, gerade weil sich da so einiges an Altlasten angesammelt hat.

    Auf Basis Deines Posts von eben erscheint mir eine Therapie bei ihr durchaus sinnvoll zu sein. Allerdings hab ich ein Grummeln im Bauch, wenn da eine geinsame (also Paartherapie) am Anfang stehen sollte.
    Was auch immer da jetzt dazu beigetragen hat, dass sie mit sowas negative Erfahrungen verknüpft: diese Erfahrungen würde ich erst einmal ernst nehmen. Sie stehen ja dem sich einlassen können im Wege.
    Objektiv mag es ja nicht mehr begründet sein, aber das subjektive Empfinden (vielleicht auch irgendeine Angst) ist da viel ausschlaggebender.

    Vielleicht wäre es da sinnvoller, wenn sie, wenn schon Therapie, da zuerst einmal an ihre angesammelten Baustellen herangehen könnte - also eine Einzeltherapie macht.
    Das, was Du mit dem "heute so, morgen so und übermorgen wieder anders" beschreibst, deutet (in aller Vorsicht) doch eher darauf hin, dass sie so nicht unbedingt über eine sehr große eigene innere Stabilität verfügt

    Wie wäre es, wenn es Euch da gelingen könnte, den Druck der Erwartungshaltung rauszubekommen?
    Wenn jemand eine Therapie ins Auge fasst, dann sollte er sie auch nicht für jemanden machen oder um eine Beziehung zu "retten", sondern für sich selbst, für die ganz eigene Lebensqualität.
    Wenn sich dadurch auch die Beziehung positiv verändern lässt, weil man selbst in eine bessere Balance kommt, dann ist dies doch schließlich ein schöner Nebeneffekt - es sollte aber weder das eigentliche Ziel noch die Bedingung dafür sein.

    Es klingt zwar etwas schräg, aber: wenn sie es für sich macht, dann habt ihr beide auch eine neue und/oder bessere Basis, auf der ihr sehen könnt, wie tragfähig dann die gemeinsamkeiten überhaupt sind. Weg vom Getriebensein und hin zum selbst den Kurs steuern.

    Dies würde aber auch bedeuten, dass Du, solange sie dann in diesem Prozess drin sein wird, sie begleitest - aber eben auch in gewissem Sinne "ergebnisoffen". Ergebnisoffen insofern, als dass Du sie ihre Ziele selbst bestimmen lässt, egal was dann am Ende dabei herauskommen könnte (dies entwickelt sich ja erst im Laufe der Therapie selbst, je mehr man zu sich selbst findet).

    Ist alles andere als einfach, gerade für die Angehörigen oder Partner, ich weiß. Wäre doch aber auch eine Möglichkeit, Deine beiden Pole Verstand und Gefühl unter einen Hut zu bekommen, ohne dass einer der beiden "zu kurz" kommen müsste, oder?

  9. #8
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    Also danke nochmal das du dich mit mir hier auseinandersetzt

    Zum Thema: Da wird es einige Schwierigkeiten geben.

    Meine Freundin hat wie jeder Mensch macken, das besondere aber, was sie auch an mir schätzt, ist das ich so ziemlich gut "durchschauen" kann. Sprich: Ich weiß warum sie manchmal so ist. Manchmal sogar eher als sie es weiß.

    Meine Freundin hat viele verschiedene facetten, Masken, persönlichkeiten

    Bei Freundinnen z.B. erzählt sie manchmal die Warheit, über Probleme die sie belasten (Beziehung, Alltag, Beruf) halt Weibertratsch^^

    Aber dann gibt es auch dinge wo sie sachen erzählt z.B. über ereignisse in unserer Beziehung und dann gewisse Schlüsselmomente in ihren erzählungen bewusst auslässt um halt besser vor ihren Bekannten dar zu stehen.

    Auch allgemein will sie immer die Starke vor ihren Freunden sein. Sprich: Sie schrieb und sagte mal ihren Freundinnen das sie Zuhause die "Chefin" sei, mich rumdiktieren kann etc.pp, was allerdings garnicht so ist Und das weiß und wusste sie auch, aber bei ihren Freunden versucht sie irgendwie was andere zu Verkörpern. Auch wenn ich in Gegenwart ihrer Freunde bin ist sie zu mir auf einmal ganz anders, "Rauer" und so ein bisschen Befehlerisch. Ich kann das Nachvollziehen, ihre Freunde scheinen ihr wichtig zu sein, allerdings verleugnet sie sich meiner meinung nach manchmal selbst.

    Zuhause jedoch ist sie ein ganz anderer Mensch. Dort ist sie, wie soll ich sagen, mein kleines mädchen, was Schutz sucht, eine Schulter zum anlehnen braucht und aufmerksamkeit

    Und dann kommt die Phase "Ich mache was ich will" wo sie dann einfach mal "austickt" und sagt "Ich bin weg, gehe feiern" was mir dann natürlich nicht so passt wenn man eigentlich was zusammen unternehmen wollte bzw gemeinsam was geplant hatte^^

    Naja, mit all diesen dingen kann ich umgehen, und ich verkrafte auch wirklich vieles, ich verstehe ihre Ängste und ich würde keiner anderen Frau soviel durchgehen lassen wie ihr.

    Bei anderen Beziehungen hätte ich schon 100x meine sachen gepackt.

    Also um es zu veranschaulichen: z.B. gab es einen Tag wo alles okay war, alles wirklich schön, und auf einmal will sie sich trennen. EInfach so. Es war aus Angst. Sie hatte Angst vor einer gemeinsamen Zukunft, hat gezweifelt, und zuviel bekommen und auch sehr darunter Seelisch gelitten, obwohl eigentlich alles wirklich gut war. Ich bin normalerweise kein Freund von Hin und Her, wenn Trennung gesagt wird ist auch für mich trennung, aber selbst da bin ich tollerant zu ihr und habe ihr schon einige Trennungen durchgehen lassen. Ja, es ist mehrmals vorgekommen. Es klingt irgendwie Krank, aber oft war es einfach aus Verzweiflung, Wut, oder ähnlichem. Oft sind bei ihr die Worte schneller ausgesprochen wie überhaupt gedacht Aber da kann ich sie ja zum glück gut genug um weiß das mitlerweile zu managen

    Mit der Therapie, ich weiß nicht. Also ich bin ehrlich: Für MICH würde ich das nicht tun. Ich sehe wenn es wirklich nur für MICH sein sollte da keinen Sinn drin. Dieses Problem tritt ja nur in Verbindung mit ihr auf, sonst nirgendswo, bei keiner früheren Beziehung, bei keinem Freund oder gott weiß was.

    Und SIE wird 100% keine Therapie o.ä. machen, ich habe mit ihr schonmal darüber gesprochen und sie lehnt es strickt ab. Ist also schon ein wenig verzwickt.

    Für UNS würde ich eine Therapie jedoch machen.

    Mein gott, meine Beziehung ist verrückter als die Rocky Horror Picture Show ;D

    Tja, was mache ich nun? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht

    Ich habe schon überlegt Kampfsport anzufangen um mich Auszupowern und Aggressionen rauszulassen. Aber da reicht die Zeit und das Geld momentan nicht :/

    Und vor manchen dingen habe ich Angst sie zu Verändern.
    Ich kann sozusagen auf "Gleichgültig" stellen, und das habe ich vor kurzem sogar mal in unserer Beziehung getan, aber dann (wie ich selber feststellen musste) komme ich in eine Phase wo niemand mehr Profitiert außer evt ich.

    Dann ist Sie mir egal, unsere Beziehung, ihre Vergangenheit, einfach alles. Das geht wenn ich sie absolut nicht mehr Emotional an mich rann lasse, und ich bin dann auch wirklich mal froh einfach nicht diesen Schmerz zu spüren, andererseits ist sie mir dann auch Egal, und mit dieser Gleichgültigkeit hätte ich es fast dazu gebracht das sie für mich von der "einen" zu "Irgendeine" mutierte. Meine Ansichten hatten sich halt im Negativen verändert.

    Ich glaube ich werde schauen wie weit das noch gehen kann. Ansonsten muss ich mich wohl irgendwann einfach Trennen und die Konsequenzen aus meinen Ansichten ziehen. Wäre wirklich schade aber mit diesen täglichen schatten der auf meiner Seele liegt will ich auch nicht groß weiter machen.

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