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Thema: Vergesslichkeit pur!

  1. #1
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    Standard Vergesslichkeit pur!

    Halli hallo!

    Nachdem ich nun einigermassen mit dem Aufschieben von Dingen und der To-Do-Liste klarkomme, überfällt mich schon das nächste Problem...

    Wenn ich so zurückschau in mein Leben, dann habe ich nie wirklich zu lernen gelernt; das bezieht sich jetzt nicht unbedingt auf den schulischen Stoff, sondern auch auf Gespräche und solches (wenn wir lernen als ein Aufnehmen, Wiederholen und Behalten von Informationen festlegen).

    Ganz egal ob in der Schule, ob zu Haus' oder auswärts bei 'nem Dinner, erzähl mir was und ich vergess es wieder. Schau ich einen Film, kann ich gaaanz grob die Handlung erzählen, das Meiste ist aber auch schon bei Ende weggeflogen.

    Nun meine Frage: Woran kann das wirklich liegen, dass ich mir nicht mal einfachste Dinge merken kann? Wie kann es sein, dass ich bei einem Gespräch nicht mal mehr weiss, was mein Gegenüber vor 30 Sekunden gesagt hat, obwohl ich mit (vielleicht falschem?!) Interesse zuhöre? Ich kenne teilweise nicht mal mehr meine eigene Worte, auch wenn es nur eine Minute her ist.

    Ich danke für Hilfe und Antworten!

    Nachtrag: Ich bin kein Schusel und vergesse Dinge nicht zu erledigen (ich verschieb sie lieber. Woran ich immer noch arbeite).
    2. Nachtrag: Ich habe noch gewisse Erinnerungen und Gedankenfetzen von vor mindestens 10 Jahren, welche ich immer noch klar vor mir sehe. Manch einer fragt mich, wie ich so etwas über so eine Dauer nur behalten kann.
    Geändert von dasLoch (15.08.2011 um 01:22 Uhr)

  2. #2
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    Hallo

    Vergesslichkeit kann 1000 Ursachen haben.
    Physisch und psychisch.
    Das könnte zum Beispiel an Schlafmangel, Stress, einer lauten Umgebung oder psychischer Belastung liegen. Aber auch Langeweile, Einsamkeit und Niedergeschlagenheit erschweren die Konzentration.
    Und vieles vieles mehr.

    Es können auch Erkrankungen die Ursache sein. Das Gehirn ist auf den Großteil der körperlichen Gesamtenergie angewiesen.
    Wenn der Körper erkrankt ist, ist auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns eingeschränkt. (Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenstörungen, Mangelerscheinungen wie ein Vitamin B12 Mangel, Infektionskrankheiten, usw.usw.)

    Vielleicht lässt du das ja einmal abklären, dann könntest du daran gezielter etwas verändern?

  3. #3
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    Zitat Zitat von dasLoch Beitrag anzeigen
    Nun meine Frage: Woran kann das wirklich liegen, dass ich mir nicht mal einfachste Dinge merken kann? Wie kann es sein, dass ich bei einem Gespräch nicht mal mehr weiss, was mein Gegenüber vor 30 Sekunden gesagt hat, obwohl ich mit (vielleicht falschem?!) Interesse zuhöre?
    Hallo,

    Lernen = üben. Wenn man etwas behalten will, reicht es nicht, sich das einmal "durch den Kopf" gehen zu lassen, sondern man muss in der Regel mehrmals damit in Berührung kommen.

    Beim Lernen, indem man gelerntes in regelmässigen Abständen wiederholt und sich so einprägt.

    Bei Gesprächen, indem man dem Gegenüber aufmerksam, d.h. mit Interesse zuhört. "Mit Interesse" bedeutet meist, das man sich aktiv eigene Gedanken über das Gehörte macht, neue Sachverhalte mit vorhandenem Wissen "verknüpft" und so die neuen Informationen "verankert".

    Warum man sich trotzdem manchmal Dinge nicht merken kann, hängt m.E. daran, in wie weit man bereit ist, bzw. aktuell dazu bereit sein kann, neuen Stoff aufzunehmen. In unserer allgemeinen Reizüberflutung, kann es sehr schwer werden, aus der Informationsflut noch rauszufiltern, was man überhaupt davon behalten möchte.

    Ich denke, wenn Stressfaktoren oder Mangelerscheinungen im Bezug auf die "Vergesslichkeit" ausgeschlossen werden können, liegt es vorwiegend daran, echtes Interesse und ein Bewußtsein gegenüber den neuen Sachverhalten mitzubringen, wenn man etwas "behalten" möchte.

    LG,
    Q.V.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Quo Vadis? für den sinnvollen Beitrag:

    amonda (31.08.2011)

  5. #4
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    Lustig, bei mir ist es genau umgedreht. Ich kann mir Gespräche und Filmsequenzen merken, aber Inhalte aus dem Unterricht oder nicht-lebendige Dinge (Wege, Aussehen von Produkten, etc.) überhaupt nicht.

    Ich befürchte, das könnte Interessemangel sein. So etwas scheint bei mir aber häufig auch antrainiert zu sein. Als Tochter in einer etwas problematischen Familie mit viel Verwandschaft war es immer wichtig zuzuhören und niemanden zu verletzen. Was ich in Mathe gemacht habe, war nebensächlich...

    Solange deine Vergesslichkeit auf wenige Bereiche beschränkt ist, geht es ja noch. Versuche einfach eine Strategie zu finden.
    aufwachen, träumerle...!


  6. #5
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    Zitat Zitat von Semiramis Beitrag anzeigen
    Hallo

    Vergesslichkeit kann 1000 Ursachen haben.
    Physisch und psychisch.
    Das könnte zum Beispiel an Schlafmangel, Stress, einer lauten Umgebung oder psychischer Belastung liegen. Aber auch Langeweile, Einsamkeit und Niedergeschlagenheit erschweren die Konzentration.
    Und vieles vieles mehr.

    Es können auch Erkrankungen die Ursache sein. Das Gehirn ist auf den Großteil der körperlichen Gesamtenergie angewiesen.
    Wenn der Körper erkrankt ist, ist auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns eingeschränkt. (Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenstörungen, Mangelerscheinungen wie ein Vitamin B12 Mangel, Infektionskrankheiten, usw.usw.)

    Vielleicht lässt du das ja einmal abklären, dann könntest du daran gezielter etwas verändern?
    Schlafmangel habe ich bestimmt nicht, da schau ich schon drauf. Stress ist ja nie auszuschliessen, wovon ich auch genügend zu Hause habe. (Dazu dann gleich noch eine Frage weiter unten.)

    Geht es hier um gegenwärtige Erkrankungen oder solche, die schon vorbei sind? Will ich nicht abstreiten, dass ich physisch nicht 100% leistungsfähig bin; allerdings wurde das schon so zur Gewohnheit, dass es einfach Alltag ist.

    Wär wohl eine Idee. Wollte schon seit geraumer Zeit wieder mal bei meiner Psychologin auftauchen.

    Hallo,

    Lernen = üben. Wenn man etwas behalten will, reicht es nicht, sich das einmal "durch den Kopf" gehen zu lassen, sondern man muss in der Regel mehrmals damit in Berührung kommen.

    Beim Lernen, indem man gelerntes in regelmässigen Abständen wiederholt und sich so einprägt.

    Bei Gesprächen, indem man dem Gegenüber aufmerksam, d.h. mit Interesse zuhört. "Mit Interesse" bedeutet meist, das man sich aktiv eigene Gedanken über das Gehörte macht, neue Sachverhalte mit vorhandenem Wissen "verknüpft" und so die neuen Informationen "verankert".

    Warum man sich trotzdem manchmal Dinge nicht merken kann, hängt m.E. daran, in wie weit man bereit ist, bzw. aktuell dazu bereit sein kann, neuen Stoff aufzunehmen. In unserer allgemeinen Reizüberflutung, kann es sehr schwer werden, aus der Informationsflut noch rauszufiltern, was man überhaupt davon behalten möchte.

    Ich denke, wenn Stressfaktoren oder Mangelerscheinungen im Bezug auf die "Vergesslichkeit" ausgeschlossen werden können, liegt es vorwiegend daran, echtes Interesse und ein Bewußtsein gegenüber den neuen Sachverhalten mitzubringen, wenn man etwas "behalten" möchte.

    LG,
    Q.V.
    Und wenn sich bei einem Gespräch nichts anknüpfen lässt? Wenn mich das Thema interessiert (zumindest wenn mein Gehirn das denkt), aber ich nicht weiss, wie ich das mit einem anderen Thema verbinden könnte?
    Habe bei mir schon des Öfteren (nachträglich) beobachtet, dass in meinem Kopf einfach Leere herrscht z.B. während einer Diskussion.

    Mit der Reizüberflutung hast Du einen wichtigen Punkt angesprochen. Bin eigentlich ganztäglich im Internet bzw. am Computer, auf der Suche nach neuen Informationen. Ich deklarier das mal als "Sucht".

    Lustig, bei mir ist es genau umgedreht. Ich kann mir Gespräche und Filmsequenzen merken, aber Inhalte aus dem Unterricht oder nicht-lebendige Dinge (Wege, Aussehen von Produkten, etc.) überhaupt nicht.

    Ich befürchte, das könnte Interessemangel sein. So etwas scheint bei mir aber häufig auch antrainiert zu sein. Als Tochter in einer etwas problematischen Familie mit viel Verwandschaft war es immer wichtig zuzuhören und niemanden zu verletzen. Was ich in Mathe gemacht habe, war nebensächlich...

    Solange deine Vergesslichkeit auf wenige Bereiche beschränkt ist, geht es ja noch. Versuche einfach eine Strategie zu finden.
    Hmm... Wichtig war es bei uns auch, zuzuhören. Aber wirklich wichtig nicht. Wichtiger war es immer noch, dass man gehorcht. Die schöne Mathematik. Zwar hatte ich beim Uhrenlesen Probleme, aber in all den anderen Dingen hat sie mir Spass bereitet. Ich bin einfach immer den Anweisungen gefolgt, was die Lehrkraft vorne gesprochen hat, war meist egal, da die Anweisungen auf Blättern zu finden war.
    Doch wie ich die letzten Semester probiert habe, mitzuhören und mitzudenken im Unterricht... Keine Ahnung, was ich behalten soll, was nicht. Es scheitert bei mir auch bspw. beim Markieren von Texten. Sieht für mich alles gleich wichtig aus, also markier ich alles oder nichts.

    Was für eine Strategie? Hast Du etwas Bestimmtes im Kopf?

    Ich danke Euch.

    Nachtrag: Fast noch die Frage vergessen. Woran kann es liegen, wenn eine Person nicht mal mehr in "Diskussionen" mitreden kann, weil diese Person bei jeder Antwort das Thema verfehlt, da diese Person sich von subjektiven und emotionalen Gedanken leiten lässt und diese als Antwort gibt? (Ich bin damit zwar nicht gemeint, aber involviert.)
    Geändert von dasLoch (16.08.2011 um 12:29 Uhr)

  7. #6
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    Psychologen aufsuchen? Ach deswegen "Das Loch"? Was ist denn bei dir los, dass du den Kopf so voll hast? Wenn es passt, geh lieber zu Freunden und sprich mit denen, denn die können in deiner näheren Umgebung (z.B. Schule) viel schneller helfen. Gegen Reizüberflutung gibt es das Mittel WEGGEHEN.

    Das heißt, dass du auch Probleme hast damit, die wichtigsten Dinge zu erkennen? Also auch für Unterrichtsstoff?
    Die letzte Frage habe ich nicht ganz verstanden, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das konkret aussehen soll.
    aufwachen, träumerle...!


  8. #7
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    Zitat Zitat von Fernsehturm Beitrag anzeigen
    Psychologen aufsuchen? Ach deswegen "Das Loch"? Was ist denn bei dir los, dass du den Kopf so voll hast? Wenn es passt, geh lieber zu Freunden und sprich mit denen, denn die können in deiner näheren Umgebung (z.B. Schule) viel schneller helfen. Gegen Reizüberflutung gibt es das Mittel WEGGEHEN.

    Das heißt, dass du auch Probleme hast damit, die wichtigsten Dinge zu erkennen? Also auch für Unterrichtsstoff?
    Die letzte Frage habe ich nicht ganz verstanden, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das konkret aussehen soll.


    War in der Zeit der Kindheit und Jugend (in der ich immer noch so halb drinstecke) mehr oder weniger regelmässig bei einer Psychologin. Mit anderen will ich darüber nicht sprechen.

    Habe es schon einige Male getestet. Im Vergleich ist es schon extrem, wieviel Zeit man dann zur Verfügung hat. Doch produktiv, ob Schule oder mein Leben betreffend, war ich dabei trotzdem nicht. Und Spass hat es eigentlich genauso wenig bereitet, man konnte nur mal wirklich durchatmen.
    Ich verfalle leider immer zu schnell wieder in den alten Zustand.

    So ist es. Alles scheint für mich gleichwichtig, weshalb ich alles behalten will. Auch für den Unterrichtsstoff.

    Angenommen Du startest eine Diskussion mit jemandem und kommst mit einer Frage oder Aussage; die andere Person erzählt dann irgendein Ereignis, was sie emotional sehr bewegt (hat), aber wirklich null mit dem Thema zu tun hat und das bei jeder Gelegenheit, bei der man eine Diskussion beginnen möchte. Worauf kann man da schliessen?

  9. #8
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    Zitat Zitat von Fernsehturm Beitrag anzeigen
    Psychologen aufsuchen? Ach deswegen "Das Loch"? Was ist denn bei dir los, dass du den Kopf so voll hast?
    Ich weiss es selbst nicht genau. Wenn ich meine Gedanken kreisen sehe bzw. zurückblicke, was ich gedacht habe, dann stelle ich fest, dass es meinem Gehirn eigentlich nur darum geht, anderen irgendetwas beweisen zu können. Ich möchte der Schwester beweisen, dass ich nicht der Loser bin, für den sie mich immer gehalten hat und immer noch hält; dem Vater, dass ich mehr kann, als er glaubt zu wissen; den Mitschülern, dass ich einiges auf dem Kasten habe und den Lehrern, dass noch (ungeahntes (Selbstüberschätzung?)) Potential in mir schlummert. Einzig allein den paar Freunden muss und will ich nichts beweisen. Doch woher kommt dieser Trieb, den anderen etwas beweisen zu wollen? Zu wenig Aufmerksamkeit in der Kindheit?
    Ansonsten denk ich halt nach, wie ich mich verbessern könnte, um Weltbewegendes bewirken zu können. So absurd dies auch klingen mag.

    Danke fürs Lesen und hoffe auf baldige Antwort.

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