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Thema: Verhaltenstherapie und weiter...?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Verhaltenstherapie und weiter...?

    Hallo

    ich mache z.Z eine VT wegen Depis und sozialer Angst. Bin grad deswegen auch krankgeschrieben. Meine Therapeutin hatte mir vor einem Jahr Cipralex empfohlen, würde dann mit der Therapie einfacher gehen. Nun sind meine von der KK genehmigten Std fast aufgebraucht und ich stehe wieder am Anfang mit meinen Problemen.
    Mein Wunsch an Therapeutin war, mein Selbstwertgefühl aufzubauen....Ihre Meinung dazu war, das lernt man erst im Laufe der Zeit..ständig kommt auch der Satz, dass ich selber die Probleme mit anderen Menschen heraufrufen würde und sie könne nur die leichten Brände löschen.
    Was kann ich nur unternehmen, damit es mir besser geht?
    Meine Therapeutin meinte evtl Analyse, weil Probleme tiefer liegen...Bisher bin ich enttäuscht von gesetzlicher Therapie.
    Ich habe mir die Beckers Mentaltraining CD gekauft und fand, dass die mir schon geholfen hat. Etwas komisch ist schon, dass eine mir unbekannte Person Hilfe leistet und dass mir die CD gut tut.
    Meine Energietanks sind leer und ich fange im April einen neuen Job an...Bisher hatte ich nur schlechte Erfahrungen mit Jobs gemacht, bin oft in der Mobbing Schiene gefangen....

    Kann mir jemand, der ähnliches durchgemacht hat, Tipps geben, wo ich mir Hilfe suchen kann ...oder was ich unternehmen könnte, um mehr Kraft zu bekommen???

    Meine Therapeutin hat leider keine Lösungen für mich, so sagt sie. Fühle mich ein wenig allein gelassen. Für meine Therapeutin so erscheint es mir, ist der Fall schon abgeschlossen. hab nur noch paar stunden übrig....vielleicht deshalb??

    Freue mich über alle Antworten

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo berlu,

    Du hast da einige Formulierungen gebraucht, die ich nicht so ganz einordnen kann
    Mein Wunsch an Therapeutin war, mein Selbstwertgefühl aufzubauen
    Sie kann Dich dabei begleiten, wenn Du Dich auf den Weg begibst, es Dir selbst zu erarbeiten - mehr aber auch nicht.

    Selbstwertgefühl ... es heißt doch so, weil man sich selbst einen Wert zugesteht, ihn für sich als richtig und wichtig annimmt - in diesem Sinne kann es nicht von außen kommen oder einem von außen "gegeben" werden.
    Es fällt auch nicht von Himmel, ebenso wenig, wie es einem "vermittelt" werden kann - und: dieses es sich erarbeiten braucht seine Zeit.
    Gerade dann, wenn man so lange Zeit das exakte Gegenteil gelebt hat.

    Deswegen ist es ja auch so wichtig, dass man in der Therapie immer mal wieder eine Art "Zieldefinition" durchführt, damit beide Seiten auch zusammen in die gleiche Richtung ziehen können.
    Nur: auch diese Ziele bekommst Du nicht "vorgesetzt" - Dein Leben, Deine Ziele, Deine Therapie ... und auch Deine Aufgabe und Deine Arbeit.
    Nur dann hat es irgendwann auch mal Erfolg ... dauerhaften


    lg

    Ihre Aussage "... das lernt man erst im Laufe der Zeit" wird wahrscheinlich nichts anderes ausdrücken wollen

    ... ständig kommt auch der Satz, dass ich selber die Probleme mit anderen Menschen heraufrufen würde und sie könne nur die leichten Brände löschen.
    Das wird Dir hier niemand so wirklich beantworten können: dazu kennen wir viel zu wenig von dem, was Deine Probs ausmacht, und was in der Therapie selbst gemacht wurde.
    Da sie aber selbst zu einer anderen Therapieform als der VT rät, scheinen die Wurzeln doch etwas tiefer zu liegen.
    Je nach Art und Ausprägung einer Störung kann es durchaus sein, dass man mit einer Methode, die vielleicht anfangs noch stimmig und vielversprechend war, im Laufe der therapeutischen Arbeit an eine Grenze stößt, über die man nicht hinweg kommt.
    Ein Wechsel des Ansatzes kann da durchaus sinnvoll sein.

    Die "leichten Brände" ... soll vielleicht heißen, dass sie Dir helfen kann, die akuten Auswirkungen einiger Folgeerscheinungen Deiner eigentlichen Problematik zu verarbeiten, sie aber nicht bis zur Wurzel vorkommen kann.
    Und so dann eben auch keine dauerhafte "Lösung" mit Dir zusammen erarbeiten kann.

    Bisher bin ich enttäuscht von gesetzlicher Therapie.
    Was hast Du Dir denn von der Therapie erwartet? Hattest Du da bestimmte Vorstellungen davon, wie sowas abläuft, was gemacht wird und wie sich dies dann für Dich auswirken sollte?
    Was hätte sie denn für Dich machen können?
    Wie sollten da die "Arbeitsanteile" der beiden Seiten aussehen, wer sollte was machen?

    Wenn die Erwartungen nicht mehr mit dem übereinstimmen, was man sich gefühlt unter einer Therapie vorstellt, dann kann dies sehr schnell dazu führen, dass man anfängt, sie innerlich und unbewusst "abzulehnen" ("... es bringt ja doch nichts ...") - und dann bleibt man natürlich hängen.
    Die CD: stelle Dir mal vor, dass sie deswegen so positiv wirkt, weil Du genau diese Wirkung auch erwartet hast - und sie selbst ja nichts tun kann, um dies jetzt zu negieren ...
    Zumindest eine gute Spur Placebo ist bei solcher Eigentherapie eigentlich immer mit dabei.

    Deine Fragen:
    - "wo ich mir Hilfe suchen kann": warum nicht mal ihren Vorschlag überdenken und es in dieser Richtung probieren.
    Wenn ambulante Therapie (VT) nicht an den Kern kommen kann, dann könntest Du Dir zusammen mit Deiner Therapeutin auch mal eine stationäre ansehen.

    - "was ich unternehmen könnte, um mehr Kraft zu bekommen": auf Dauer hilft es wohl am besten, an die eigentlichen Wurzeln Deiner Probleme zu kommen und hierfür auch eine Lösung zu finden (= Dir zu erarbeiten).
    Die Kraft, die Du mit anderen Mittel bekommen kannst, ist sicher wichtig, um überhaupt daran arbeiten zu können, sie ist aber nicht die Lösung selbst. Ein "Hilfsmittel", um die eigentliche Therapie annehmen und durchziehen zu können, um "aufnahmefähig" zu werden und zu bleiben.

    Nutze die CD, mach Sport oder sonst etwas, das Dir Freude bereitet - und investiere die so gewonnene Kraft in die eigentliche Arbeit: in Deine Therapie.

    Meine Therapeutin hat leider keine Lösungen für mich, so sagt sie.
    Genau das ist der entscheidende Satz: Du suchst ja Deine Lösung für Deine Probs - und damit auch Deinen Weg!
    Sie kann und darf Dir da keine Lösungen vorgeben (nach dem Motto: jetzt machste mal, was ich Dir sage, und dann sind die Probs weg ...)!
    Es geht ja darum, dass Du Dir Deine eigenen Strategien erarbeitest: mit ihrer Begleitung und Unterstützung - aber den generellen Kurs und die Ziele bestimmst Du selbst.

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    danke Darkstar für Deine Antwort:

    das sie mir keine Lösungen vorgeben soll, nach dem Motto, mach es so wie ich sage, hab ich auch nicht gemeint.

    Vielmehr fehlten mir Hilfestellungen, Positive Dinge zu verinnerlichen.
    Es gibt doch die Selbstsuggestion, sich häufig am Tag, bestimmte positive Sätze zu sagen etc. oder, oder

    In den Selbsthilfebüchern gibt es dazu viele Anleitungen und Aufgaben...leider schaffe ich es eben alleine nicht die Schritte zu machen...ich hatte eben erwartet, dass sie so ähnliches mit mir durchgehen würde und nicht unbedingt sich darauf fixieren würde, Problematiken mit Kollegen durchzugehen.

    Durch ein niedriges Selbstwertgefühl kommen viele Missverständnisse und Probleme mit Kollegen erst auf. Kollegen merken soetwas sofort und nutzen dies aus.

    Dass nun Depressive sich vonn alleine nen Ruck geben können und Sport treiben, wäre echt schön....Früher konnte ich das mal, aber jetzt fällt mir eben alles schwer.

    Ich möchte hiermit auch keinen kassenärztlichen Therapeutin zu Nahe treten,
    aber ich denke, dass speziel Depressive oft Anleitungen benötigen. Dass man als depressiver "Selbst verantwortlich" ist, ist mir wohl bewußt.

    Ich als Laie auf diesem Gebiet, denke jedenfalls, dass sie mir Hilfen an die Hand hätte legen können, um zu Trainieren, mehr Selbstbewußtsein zu erlangen. Wenn ich mir hundertmal, sagen würde, dass ich ein schlechter Mensch bin, ein Versager eben, dann glaube ich das irgendwann auch....und ich denke soetwas sollte ein Therapeut umwandeln können und zwar in einen positiven Satz und dem Patienten als Hausaufgabe geben, jetzt den Positiven Satz hundertmal am Tag zu sagen. Oder???? Eben negative Muster abzulegen.
    So etwas konnte ich der CD und sämtlichen Büchern zu dem Thema entnehmen. Da das Hören für einen Depressiven leichter fällt als das Lesen, finde ich die Beckers Mentaltraining CD echt gut. Und ich finde es echt traurig, dass eine fremde Stimme mit mir spricht und Positives sagt...und eben kein Therapeut dies so getan hat.
    Geändert von berlu (10.02.2011 um 18:01 Uhr)

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich hatte eben erwartet, dass sie so ähnliches mit mir durchgehen würde und nicht unbedingt sich darauf fixieren würde, Problematiken mit Kollegen durchzugehen
    hallo Berlu,

    schon klar, dass es Dir besser schmecken würde, mit Hilfe von
    Mentaltraining, Autosuggestionen und Affirmationen aus den Konflikten in ein besseres Lebensgefühl zu kommen. Diese Dinge sind auch sicher unterstützend. Jedoch lese ich in jedem Deiner Posts eine Vermeidung, da hin zu gucken und da zu lernen, wo es weh tut - im Kontakt bzw Konflikt mit Kollegen.

    Diese Techniken wie Mentaltraining sind jedoch keine Antwort auf Deine Fähigkeit zur Selbstreflektion und Konfliktfähigkeit. Sie unterstützen lediglich. Du wirst damit aber nicht Deine Probleme lösen, wenn Du Dich immer und immer wieder in der selben Situation wieder findest.

    Mentaltraining kann man wunderbar alleine durchziehen. Diese Konflikterforschung und die Selbstreflektion, sowie das Erarbeiten von Strategien, damit anders umzugehen oder auch zu entdecken, was da für ein altes Muster arbeitet - dafür ist Mentaltraining nicht gedacht.

    Ich kenne es aus eigener Erfahrung, wie bitter die Pille schmeckt. Jedoch ist es tatsächlich so - da wo es am bittersten ist, weil der Schmerz am ältesten und am ekligsten sitzt - da ist auch allermeist der Schlüssel zu finden und die Lösung. All die wunderbaren Techniken, die es sonst noch so gibt, bleiben wirkungslos, wenn man da nicht hinschauen will. Sie können bestenfalls vorübergehend lindern.

    und ich denke soetwas sollte ein Therapeut umwandeln können und zwar in einen positiven Satz und dem Patienten als Hausaufgabe geben, jetzt den Positiven Satz hundertmal am Tag zu sagen. Oder???? Eben negative Muster abzulegen.
    sry, so legt man keine Muster ab, so deckelt man sie zu. Damit sind sie aber nicht weg, sondern wirken unterschwellig noch fataler.

    Durch ein niedriges Selbstwertgefühl kommen viele Missverständnisse und Probleme mit Kollegen erst auf. Kollegen merken soetwas sofort und nutzen dies aus.

    Dass nun depressive alleine sich nen Ruck geben können und Sport treiben, wäre echt schön....
    Damit zeigst Du, dass Du nicht unter die Oberfläche willst (Nicht aus Unlust oder Bösartigkeit, sondern vermutlich weil es Dir gegen Dein Muster geht). Kollegen sind keine bösen Zombies, die alle gleich etwas ausnutzen. Gerade wenn Dir das ständig passiert, dann ist da eine Dynamik im Gange, zu der Du das Deine beiträgst. Natürlich nicht absichtlich. Aber ganz so von wegen - ich bin das Opfer, und die Welt ist böse - funktionierts halt auch nicht. Jedenfalls wirst Du Dich so keinen Schritt weiter bewegen.

    Und Sport ist auch kein Allheilmittel für geringes Selbstwertgefühl, wenn es denn seit langer Zeit so in unguten Mustern vor sich hinwabert. Das kann Sport so wenig richten wie Mentaltraining. Aber diese beiden Mittel sind eine wunderbare Ergänzung zum Gesamtpaket, in dessen Mittelpunkt die Therapie stehen sollte, als Methode, die eigenen Lebens(abschnitts-)themen zu verstehen, neu zu bewerten und womöglich durch neue Strategien anders zu händeln.

    PS: wenn Du so gegen die kassenärztlich anerkannten Therapieformen bist und etwas Geld investieren kannst (was tatsächlich auch den Motivationseffekt haben kann: ich bezahle, also ist es was wert und nützt ), dann mach auf eigene Rechnung etwas in Richtung Körper- Kreativtherapie (z.B.Tanztherapie, Kunsttherapie). Ich kann Dir aber jetzt schon sagen, dass Du da um Deine Themen noch viel weniger drumrum kommen wirst, als bei einer Blubbertherapie. Ob Du das wirklich willst?
    Geändert von Gast784 (10.02.2011 um 18:17 Uhr)

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (10.02.2011)

  6. #5
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Das klingt jetzt aber so, als ob Du Dir da ein bestimmtes Konzept "ausgeguckt" hast, das Du dann von Deiner Therapeutin als deren Behandlungsmethode erwartest.

    So etwas konnte ich der CD und sämtlichen Büchern zu dem Thema entnehmen.
    Das ist ja einer der Schwachpunkte bei der Eigentherapie: dort werden Dinge vorgestellt, vorgeschlagen, die es dann auch in die Praxis umzusetzen gilt.
    Kannst Du, wenn diese Dinge sich doch so positiv auf Dih ausgewirkt haben, nicht daraus dann auch die Energie nehmen, dies für Dich selbst und in eigener Regie weiterzuführen?

    Um es mal etwas übertrieben darzustellen: wenn ich von den Heilmethoden meines Baströckchen tragenden, mit kokelnden Pflanzen und rhythmischen Zuckungen um ein geköpftes Huhn rennenden Lieblingsguru so überzeugt bin (weil sie gefühlt auch etwas zu bringen scheinen), dass ich gerne auch so behandelt werden möchte - kann ich dann von meinem "normalen" Hausarzt ent-täuscht sein, nur weil er da ganz andere Methoden hat?

    In den Selbsthilfebüchern gibt es dazu viele Anleitungen und Aufgaben ...
    Eben: in den Selbsthilfebüchern ...
    ... leider schaffe ich es eben alleine nicht die Schritte zu machen
    Dann hast Du auch noch nicht die Vorkenntnisse, Dich auch selbst therapieren zu können, sorry.

    ... ich hatte eben erwartet, dass sie so ähnliches mit mir durchgehen würde ...
    Warum sollte sie das denn jetzt unbedingt machen?
    Wenn Du von diesen Methoden so überzeugt bist, dann solltest Du Dir vielleicht einen Therapeuten suchen, der genau danach vorgeht - im Zweifel den Autor kontaktieren, auch wenn der sicher nicht mehr selbst therapieren will ...

    ... und nicht unbedingt sich darauf fixieren würde, Problematiken mit Kollegen durchzugehen.
    Weißt Du denn so genau, was sie da alles bespricht - und: warum sie das macht? Dies könnte ebenso gut einen fachlich-therapeutischen Hintergrund haben ...
    Nochmals: sie geht nach ihrer Methode vor - wenn Du etwas anderes willst, musst Du Dir den passenden Gegenüber aussuchen.

    Kann doch auch durchaus sein, dass sie genau das, was Du von ihr gerne als "Therapie" hättest, deswegen nicht macht, weil es in Deinem konkreten Fall nichts an den Wurzeln ändern würde ...
    Und das dann trotzdem zu machen, wäre in meinen Augen ein falsches Selbstverständnis und nicht unbedingt ein Zeichen professioneller Kompetenzen ...

    Durch ein niedriges Selbstwertgefühl kommen viele Missverständnisse und Probleme mit Kollegen erst auf
    Anders herum wird aber ein Schuh draus, der viel genauer passt: Du rennst in diese Probleme mit Deiner Umwelt eben weil Dein Selbstwertgefühl am Boden ist!
    Sicher: es schaukelt sich dann irgendwann mal gegenseitig hoch 8deswegen ist es ja auch solche eine destruktive Aktions-Reaktions-Spirale ...).
    Nur: selbst wenn alle Menschen sich plötzlich "entgegenkommender" Dir gegenüber verhalten würden, dann würdest Du davon alleine immer noch kein gesünderes Selbwertgefühl bekommen.
    Selbst-Wert-Gefühl!!

    Ich möchte hiermit auch keinen kassenärztlichen Therapeutin zu Nahe treten, aber ich denke, dass speziel Depressive oft Anleitungen benötigen.
    Wieso nur "speziell Depressive"? Wenn Du an einem Punkt angelant bist, an dem Deine ganzen Überlebensstrategien zu versagen beginnen, dann brauchst Du auch ein gutes Stück weit "Anleitung".
    Anleitung - aber eben keine Anweisungen, wie was gemacht werden muss.

    Und: sie müssen sich natürlich auch, eigenverantwortlich und sich selbst hinterfragend, anleiten lassen ...

    ... dass sie mir Hilfen an die Hand hätte legen können, um zu Trainieren, mehr Selbstbewußtsein zu erlangen.
    Was denn jetzt: Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl?
    Aber auch mit dem Selbstbewusstsein ist es eine ähnliche Sache: dies bekommst Du nicht "überreicht" nach Bauplan, um es dann nur noch üben (hier: einstudieren) zu müssen.
    Es ist ebensfalls eine innere Haltung einem selbst gegenüber.
    ... die man sich aktiv mit erarbeitet.

    Sorry, das klingt bei Dir immer noch zu sehr nach der Suche nach der richtigen Checkliste oder dem Musterbauplan fürs seelische Häusle, die/den es dann "abzuarbeiten" gilt ... Hmmm:

    Und ich finde es echt traurig, dass eine fremde Stimme mit mir spricht und Positives sagt...und eben kein Therapeut dies so getan hat.
    Weil diese Stimme(n) zu gerne nur das sagen, was dem Zuhörer leichter fällt anzunehmen ... Ist ja auch ein Teil eben dieses Geschäftsmodells
    Diese Stimme hört sich für Dich auch deswegen so "positiv" an, weil sie Dir genau das sagt, was Du gerne hören würdest ...
    Es betrifft ja auch erst einmal nur die Symptome ...

    Gehe aber mal ans Eingemachte, an den Kern der Dinge: dann fängt es bei jedem an, sich erst einmal unangenehm und u.U. schmerzhaft anzufühlen - egal mit welcher Methode da voegegangen wird ...!
    Es geht um dauerhafte Änderungen zum Positiven - und nicht um möglichst angenehmes oder müheloses Erreichen von, bestenfalls, Vor-Voretappen ...

    Bevor Du da jetzt aber nen falschen (weil naheliegenden und hier im Forum bei solchen Diskussionen gerne mal genutzten) Eindruck bekommst: bin selbst Depri ... und kenne so einige Phasen aus eigener Anschauung.
    Auch die "ich will es nicht sehen, weil es andere und viel bequemere Lösungen gibt" ...

    Hast Du Dich wirklich schon richtig auf Deine Themen und Deine Therapie (unabhängig von der Therapieform) einlassen, Dich ihr öffnen können?


    (so, diesmal kein proof-reading - es bleibt so stehen, wie es ist: Rechtschreibfehler inklusive ... )

    Nachtrag:
    Gaby, warst mal wieder schneller ...

  7. #6
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    Wenn du das doch alles schon weißt, mit Selbstsuggestion etc, warum machst du es denn dann nicht einfach? Depressive können sich schwer aufraffen, ja. Aber das "Tun" wird dir kein Therapuet der Welt abnehmen können. Du tust ja genau das Gegenteil von positiver Suggestion, nämlich negative. Dies Techniken, die du beschreibst, gehören leider normalerweise nicht zu den Konzepten, die Kassentherapeuten anwenden.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  8. #7
    Neuling
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    Vielen Dank für Eure Antworten, ich finde das echt ganz toll, dass ihr soviel geschrieben habt, das hilft mir wirklich weiter, danke noch mal. Einiges reflektiere ich jetzt erst zum ersten Mal....
    ....mir ist da eigentlich eher so zumute, aber lieber nicht.

    Das war von mir echt alles naiv und kurzsichtig, Ihr habt mir die Augen geöffnet (in der ersten Minute war ich erst nen bissl sauer, dass alles von mir Geschriebene so zitiert wurde ) Aber Ihr habt schon recht.

    Meine Vorstellungen/ Einstellungen von/ zur Therapie überarbeite ich lieber im Positiven noch einmal. ......vielleicht habe ich die Therapeutin aufgrund Ihres jungen, schönen Alters nicht so ganz akzeptiert, war dann mein Fehler, aber nicht nur der.

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