Mein Unfall: http://www.youtube.com/watch?v=src9dXFaYXk
Hallo!
Am 11. Mai 2011 hatte ich einen schweren Autounfall; Seither ist nichts mehr wie es war - doch niemand versteht mich.
Wie jeden Morgen gab ich meiner Freundin einen Kuss und sagte Ihr, dass ich Sie liebe. Danach stieg ich in meinen Wagen und fuhr auf die Autobahn, um zur Arbeit zu kommen.
Erst fuhr ich das Auto gemütlich warm und dann habe ich das Gaspedal durchgetreten, wie jeden Morgen. Es war ca. halb 6 in der Früh, also war die Autobahn noch relativ leer. Ich machte bei 240 Kmh den Tempomat an und lies den Wagen rollen..
Es war ein relativ schöner Morgen, den Tag vorher hatte ich noch gegrillt mit meiner Freundin und wir sind früh ins Bett gegegangen, glücklich eingeschlafen. Daher wollte ich Ihr noch eine Sms schreiben, während der Fahrt. Wollte Ihr sagen, dass ich Sie liebe.
Ich fuhr auf einer langen geraden, kurz darauf find eine Rechtskurve an. Ich war auf der linken Spur unterwegs, das Handy in der Hand. Vor mir war ein Wagen, der am überholen war, jedoch in der Rechtskurve rüber gelenkt hat. Also habe ich wieder aufs Handy geschaut, da ich der Meinung war, der Wagen ordnet sich rechts ein.
Als ich nach ein paar Sekunden wieder auf die Straße schaute, "stand" der Wagen plötzlich vor mir. Ich habe nur noch versucht zu Bremsen, es hat nicht gepasst. Bin in Richtung der Leitplanke gefahren, mit den linken Räder in den Grünstreifen geraten. Kurz darauf fing mein Wagen sich an zu drehen, ich schleuderte Rückwärts auf ein Ausfädlungstreifen von einem Rastplatz zu. Es lief meine Musik, die Reifen quietschten, ich sah Bäume im Spiegel auf mich zu kommen. Ich habe geschrien, versucht noch irgendwas zu machen. Doch es half nichts. Dann gab es diesen lauten Knall, als wenn eine Abrissbirne das Auto erfasst. Ein paar Sekunden war ruhe, dann kam ich wieder zu mir. Ich packte mir ins Gesicht, merkte das überall Blut war. Die Türen waren weggerissen, ich schnallte mich ab, kletterte aus dem Wagen. Dann kam ein Mann auf mich zu gelaufen, dem ich mein Handy was ich noch in der Hand hielt gab und sagte, er soll den Notarzt anrufen. Habe Ihm auch gesagt, wie meine Freundin heißt. Ich habe gemerkt, dass mein Körper total kaputt ist, ich hatte Angst zu sterben. Ich wollte das Sie schnell bei mir ist, das ich Sie noch einmal sehen darf.
Ich sackte ins Gras, ich bekam nur noch mit wie die Leute mich vom Wagen weg zogen, weil dieser laut anfing zu zischen.. Ich wurde schlapp, alles um mich herum wurde dunkel..
Der Notarzt war zu meinem Glück ca. 5 Minuten nach dem Unfall vor Ort. Diese packten mich in den Krankenwagen und fuhren mich in eine große Uniklinik in Köln, jedoch bekam ich davon nichts mehr mit.
Dort angekommen wurde ich Untersucht, anschließend wegen meinen Verletztungen ins künstliche Koma verlegt.
Zu den Verletzungen, sämtliche offene Wunden, die genäht werden mussten. Meine Lunge ist kollabiert und es sammelte sich blutartiges Sekret, was Sie mir durch einen Schnitt auf der linken Seite abgesaugt haben. Zwei Halswirbel waren angebrochen, ein Wirbel der Brustwirbelsäule komplett durch, instabil. Um meine Niere und Milz sah es auch nicht gut aus.
Die Ärzte sagen meiner Familie, dass wir nur hoffen können, dass ich das ganze Packe.
Die Komazeit war recht merkwürdig, ich beschreibe sie so, als weiß man nicht ob man lebt oder tod ist. Es ist wie eine art Traum, der sich total echt anfühlt. Ich habe Dinge empfunden, dass ich im Krankenwagen liege, festgebunden, der Krankenwagen feuer fängt. Auch das ich angeschossen wurde. Die Ärtzte einen Fehler vertuschen wollten. Also bin ich quasi mehrmals gefühlt "gestorben".
Als ich nach 7 Tagen wieder zurück geholt wurde, haben die Ärtze mir ein Implantat in die Wirbelsäule gesetzt, welches für immer bleibt.
Nach der Op wurde ich irgendwann wach, durfte meine Freundin und meine Familie sehen, auch wenn ich es nicht begriffen habe, es war der schönste Moment in meinem Leben.
Ich hatte im ganzem Körper Schläuche stecken und ich habe nicht verstanden, warum ich da liegen muss. Auch reden konnnte ich noch nicht.
Nach ein paar Tagen habe ich mit wenigen Worten die Ärtzte und Pfleger beleidigt, habe mich gefühlt, als ob diese mich gefangen halten. Ich wollte da nur raus, das mit dem Unfall wurde mir immer so gesagt "Herr B., sie hatten einen schweren Unfall".. Doch ich war der Meinung, dass mein Auto draußen steht und meine Schlüssel auf der Fensterbank liegen.
Von Tag zu Tag ging es steil Bergauf mit meiner Genesung, Besuch kam immer von 16.oo bis 20.oo Uhr, aber da gabs nicht viel zu reden. Meine Freundin war total kaputt, hat sich an meine Seite gelegt, meine Hand gehalten und geschlafen. Ich habe immer an einen Spränkler an der Decke geschaut, daneben stand eine Nummer. Diese habe ich immer und immer wieder gelesen, um mich zu konzentrieren, dass meine Freundin und Familie nicht sieht, wie ich leide. Als diese weg waren, habe ich radau gemacht, geschrien, mir die Schläuche rausgerissen, ich wollte einfach nur Nachhause. Die Schmerzen die ich hatte habe ich auch raus gelassen, ich konnte Sie nicht vor meinen Angehörigen zeigen, ich wollte nicht das Sie leiden.
Nach 15 bis 17 Tagen wurde ich von der Intensivstation auf die normale gelegt, wo ich nach kurzer Zeit die Einnahme der Medikamente verweigerte, weil ich einen klaren Kopf haben wollte. Die Ärzte haben mir davon abgeraten, aber ich wollte klar sein im Kopf und nachhause zu meinr Freundin.
Also habe ich mir große Mühe gegeben, mich zu beherrschen. Habe gelacht, obwohl ich lieber geweint hätte, habe die Schmerzen unterdrückt, versucht laufen zu lernen. Ich bin heimlich mit dem Rollstuhl raus gefahren und bin dann da raus geklettert, habe versucht zu laufen, was immer einige Meter klappte. Dann nach einer Woche, konnte ich ein paar Meter laufen, ich wurde auch aus dem Krankenhaus entlassen. Die Pychologin habe ich auch nur belogen, weil ich nachhause wollte. Auch nachträgliche Betreuung lehnte ich ab.
Zuhause angekommen ging es ganz schnell, die Gedanken Kinder zu machen, zu Heiraten. Alles schien trotz der schweren Zeit so Perfekt. Wir waren auf einer Hochzeit, auch den Brautstrauß hat meine Freundin gefangen. Ich wollte wieder Gesund werden. Als meine Freundin morgens arbeiten ging, habe ich Zuhause viel alleine geweint, weil ich nicht wollte, das Sie es mitbekommt. Ich habe mir die Narben angeguckt, hatte eine Halskrause um, ich konnte mich kaum bewegen, hatte tierische Schmerzen. Aber ich habe mir Abends als Sie kam versucht, mir nichts anmerken zu lassen. 2009 lag ich mit Mumps im Krankenhaus, wo die Ärzte mir sagten, dass ich zu 99% keine Kinder bekommen werde. Ich war bis Heute zu feige, einen Test machen zu lassen. Und es wurde mir auf einen Schlag alles zu viel.
Gesundheitlich ging es mir sehr schlecht, ich hatte große Schmerzen, auch seelische. Dann kam noch eine Entzündung meiner Brust dazu, die Angst vor der Zukunft, nie wieder richtig arbeiten zu können, Angst davor zu Heiraten, keine Kinder bekommen zu können. Die Bilder, die Geräusche, sie verfolgten mich. Aber ich wollte mir das alles nicht anmerken lassen.
Kurz darauf fingen wir uns an häufig zu streiten, viele Tränen flossen. Ich habe mich sehr verändert, ich hatte keinen Blick mehr für die Zukunft, irgendwo habe ich mich selber aufgegeben, mich übernommen, um den anderen die Last zu nehmen. Sie sah schwer mitgenommen aus nach dem Unfall, sodass ich nicht mehr wollte, dass Sie wegen mir leidet, also spielte ich Ihr vor, dass es mir gut geht.
Auch hat Sie es nicht verstanden, dass ich viel Zeit alleine verbringen wollte, auch Zeit bei meinen Freunden, vor der Playstation, um den Kopf frei zu bekommen.
Dann wie aus dem nichts bin ich Ihr Fremdgegangen, mit der Frau die Sie am meisten hasst. Ich wollte alles nur noch kaputt machen, wollte das Sie sich von mir löst, ich hatte Angst alles nicht mehr zu packen und wollte Ihr einen Grund geben, zu gehen. Damit Sie aufhört zu leiden.
Ich wusste nicht, wie es mit mir weiter geht. Ich habe mich gesehen, dass ich später aufgrund der Verletzungen große Probleme bekommen werde. Auch das der Kopf anfängt zu spinnen, ich wollte Ihr das nicht antun.
Als tat ich es..
Kurz darauf fing es an, ich wollte es Ihr sagen, doch da kamen die Zweifel, ob es nicht der Falsche weg war. Ich verfiel immer mehr in eine Art Trance, in der ich nebenher lebe. Asl wäre das nicht ich. Ich wollte es am liebsten Todschweigen, doch wir stritten uns wieder so heftig, dass ich ausziehen musste. Kurz darauf rückten mein Freunde an, räumten mir meine Möbel und Klamotten in die Wohnung meines Bruders... Es kam mir gelegen, dass Sie mich raus schmeißt, damit Sie zur Ruhe kommen kann.. Aber ich veränderte mich so krass, dass ich es nicht einmal merkte.
Dann stand Sie tagelang vor meiner Tür, weinte, wollte mich wieder, aber es lies mich irgendwie kalt. Ich konnte keine Gefühle zu lassen, es war so bitter Kalt.
Dann stritten wir wieder, mir wurde alles zu viel. Also ging ich wieder zu der anderen Frau, die mich aber weder sexuell noch wegen irgendwas anderem gereizt hat. Am nächsten Tag habe ich mir wieder gewünscht, dass das alles nie passiert wäre. Bin zu meiner Ex-Freundin gegangen, doch dann


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