Hallo alle zusammen!

Ich bin ein wenig verzweifelt und um ehrlich zu sein sehr verwirrt. Ich habe bisweilen eine Tiefenpsychologisch fundierte Therapie gemacht. Vor ca. napp 8 Wochen erwähnte mein Therapeut, das wir nur noch wenige Sitzungen (der ersten 25) hätten und er gerne den Verlängerungsantrag stellen würde. Er befürwortet die Verlängerung und wog sich bis dato in Zuversicht, das dies auch kein Problem darstellen würde.

Jedoch erhielt ich dann eine Email von ihm, mit der Nachricht, dass der Antrag vom Gutachter abgelehnt wurde. Seines Erachtens aus "fadenscheinigen Gründen", was sich jedoch je nachdem aus welchem Aspekt man es betrachten mag, als Irrtum herausstellt. Dazu aber später mehr.
Mein Therapeut besänftigte mich, da ich sehr verzweifelt auf dieses Nachricht reagiert habe und versicherte mir, sich darum zu kümmern.

Gestern dann ein Schuss vor den Bug. Ich hatte Sitzung und er informierte mich über die "Neugigkeiten". Er habe nochmals den Gutachter kontaktiert und versucht umzustimmen. Dabei habe er ihm meine Lage erklärt und erläuterte nochmals warum es dringend notwendig ist meine Verlängerung zu befürworten. Der Gutachter stellt sich jedoch quer und lässt sich hinsichtlich seiner Entscheidung nicht beirren.

Der Gutachter erwähnte zwei Begründungen warum er nicht verlängern möchte. Zum einen, das er findet das die Abstände der einzelnen Sitzungen zu groß seien (also nicht immer wöchentlich, sondern weil auch mal 2 oder 3 Wochen dazwischen lagen) und er sei vor allem auch der Meinung, dass ich meine Lebensumstände ändern müsste, wenn ich wirklich was verändern wollte. Das bedeutet ich solle weniger arbeiten und mehr Freiraum für die Therapie einräumen. Zum anderen und das ist der 2. Grund der Ablehnung, ist er der Meinung das mir ein anderes Verfahren besser helfen würde. Er würde Psychoanalyse vorschlagen.
Nun ja, wirtschaftlich gesehen würde also die GKV eine Psychoanalyse eher bezahlen, als eine Bewilligung weiterer 25 Tiefenpsychologischer Sitzungen

An einen Obergutachter kann das ganze, lt. meinem Therapeuten, auch nicht gehen, da zuvor der Gutachter dazu einwilligen müsse, sich eventuell, wohlmöglich auch getäuscht zu haben. Da dieser Gutachter (im übrigen Psychiater) jedoch bezüglich seiner Meinung sehr verbohrt ist und darauf beharrt, scheint jegliche Bemühung bis auf weiteres aussichtslos.

Nun ja, da sitz ich nun und frage mich ob ich irgendeine Möglichkeit noch habe? Grundsätzlich besteht die Möglichkeit es selbst zu zahlen, da ich jedoch nicht sehr vermögend bin ist es auf Dauer gesehen, recht kostspielig.

Es ist sehr frustrierend und deprimierend für mich, vom Grundsatz her nach all den Jahren der Krankheit nun einen Therapeuten gefunden zu haben, mit dem die Zusammenarbeit gut klappt und letztendlich nicht weitermachen zu dürfen, nur weil die Behörde darüber richtet und urteilt und es als nicht sinnvoll befürwortet. Nochmehr frustiert mich die Tatsache, dass es keinen vernünftigen Abschluss der Therapie gibt und vor allem wer mir garantieren würde, das die Gesetzliche Krankenversicherung mir die Psychoanalyse überhaupt zahlen würde (wenn sie denn überhaupt für mich in Frage käme)?. Die Erfahrungsberichte zeigen, das hin und wieder auch die Krankenkasse Dinge ablehnt, die sie eigens vorgeschlagen hatten...

So und nun meine Frage: Wer weiß mehr als ich und hat ein paar Tipps, Ratschläge, Meinungen und Erfahrungen für micht? Bin über jede Hilfe und Information dankbar.

LG flugunfähig