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Thema: verlassen werden im Traum

  1. #1
    Neuling
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    Standard verlassen werden im Traum

    Hallo,

    seit Jahren habe ich immer wieder denselben Alptraum. Mein Mann verlässt mich von heute auf morgen ohne Angabe von Gründen. Er geht dann und ist für mich nicht mehr erreichbar. Er macht dies auf auf die schlimmsten Arten, z.B. betrügt er mich vor meinen Augen, oder er verändert sich völlig und ist plötzlich eiskalt. Auch unser Sohn interessiert ihn dann überhaupt nicht mehr.
    Inhaltlich ist es immer dasselbe nur die Art variiert eben.
    Ich denke das hängt damit zusammen das er nicht immer ehrlich ist, in allen Bereichen, was mir sehr zu schaffen macht. Mein Vertrauen ist völlig weg und so wirklich kann er seine Lügereien auch nicht ändern. Inzwischen ist es für mich so schlimm das ich diesen Alptraum schon bekomme wenn er irgendwo alleine hingeht. Normalerweise bin ich nicht eifersüchtig aber seit ich bemerkt habe das mein Mann mich häufig anlügt übertrage ich dies auf sämtliche Situationen. Wie komme ich aus dieser Situation wieder raus? Vor allem da ich weiß das unbewältigte Probleme krank machen

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Solemar,

    Träume haben oft mehr als nur eine Ebene. Hast Du diese Angst vor Verlassen werden schon viel früher mal erlebt? Oder einen massiven Vertrauensverlust? z.B. durch Scheidung der Eltern, einer früheren Beziehung, einer Erkrankung etc?

    Wenn Du sagst, dass Du kein Vertrauen zu ihm hast, dann wirst Du dich entscheiden müssen: Vertrauen wieder aufbauen durch eine offene und ehrliche Kommunikation und ggf prof. Hilfe, oder gehen. Eine Beziehung auf Basis von Misstrauen kann nur Angst hervorbringen. Wie soll in so was Liebe leben?

    Warum hast Du so eine Angst vor dem Verlassen werden? Natürlich ist das nicht schön und schmerzhaft. Aber Angst? Was wäre das schlimmste, was passieren könnte? Was würdest Du gewinnen? Ich meine, die Lügereien des Partners kosten ja auch immens viel Energie und ich wäre sehr verletzt und würde das als entwürdigend empfinden. Oder ich wäre hilflos, weil ich ihn für krank halten würde. Das alles vergiftet euer beider Leben. Hast Du vll Angst davor, den Tatsachen ins Auge zu schauen? Und deshalb kommt das, was Du am meisten fürchtest, als Traum immer wieder durch die Hintertür?

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    Hallo Gabriela

    vielen Dank für Deine Antwort. Das ist schon richtig, mein Exmann hat mich nach Strich und Faden betrogen, mein Vater und mein Hund sind beide an Krebs gestorben, obwohl ich alles getan habe um dies zu verhindern. Und die Lügereien von meinem Mann machen es natürlich nicht besser.
    Ich möchte diese Dinge irgendwie verarbeiten bevor sie mich krank machen.
    Ich denke mein Mann sieht das mit der Wahrheit nicht so eng, er versteht mein Problem damit nicht. Zahllose Gespräche haben keine Besserung erzielt, aber ich möchte meinem Kind auf keinen Fall die Familie zerstören.
    Ich komme aus der Situation einfach nicht raus, wobei Du eigentlich recht hast. Ich weiß nicht warum ich eine solch immense Angst habe, aber es gefällt mir nicht und ich möchte irgendwie aus dieser Situation raus, nur wie?

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    wenn man mit einem Partner zusammen ist, dem man nicht vertrauen kann, weil er dauernd lügt, dann ist es zwangsläufig die Folge, Angst vor dem Verlassen werden zu haben. Du kannst ja nie genau wissen, woran Du bei ihm bist, wenn Du ihm nix glauben kannst. Nur, was ist das denn für eine Basis für eine Familie? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass das euer Kind nicht spürt. Die haben sehr feine Antennen, aber leider keine Sprache für das, was sie spüren, und können noch nicht reflektieren. Drum beziehen sie auch alles auf sich, was da im Dunkeln in einer Familie wabert. Und Du schreibst ja selbst, dass er anscheinend sich sehr ambivalent Deinem Sohn gegenüber verhält. Also frag Dich mal, was Du da für eine Familie "zerstören" würdest. Wobei ja nicht Du die Lügen und die Ambivalenz hier rein bringst. Hättest Du da nicht eher eine Beschützeraufgabe für Dich und Dein Kind?

    Es sagt sich immer so leicht von aussen: "Geh". Aber gerade der Blick von Unbeteiligten und Nicht-betroffenen kann manchmal Dinge hervor bringen, die man in der eigenen Betroffenheit so nicht mehr sehen kann oder die Benennung zu angstbesetzt ist.

    Drum wage ich es: was wäre wenn? Was wäre, wenn Du ihm sagst: "Du gibst uns mit Deiner Lügerei keine Basis des Vertrauens. Wir, Dein Sohn und ich wissen nie, woran wir sind. Ich weiss nicht, ob Du uns verlässt, er weiss nicht, ob er angenommen und geliebt ist. Und wenn nicht, dann kann er es nicht verstehen und wird sich schlecht und minderwertig fühlen müssen. Und ich fühle mich gedehmütigt und nicht gewertschätzt und in meinem Sicherheitsbedürfnis regelrecht torpediert durch Dein Verhalten. Wozu brauchst Du Deine Lügen? Warum sind die wichtiger als eine vertrauensvolle, solide Basis unserer Familie? Ich kann das nicht allein händeln. Wenn Du nicht mit mir am selben Strang ziehst, muss ich Dich verlassen, um Kraft für unseren Sohn und mich zu haben, um ihm Sicherheit und Zutrauen geben zu können. Deine Lügen sind Dein Päckchen. Wenn Du es angehen und hinterfragen willst, werde ich da sein und Dich unterstützen. Aber ich werde es nicht für Dich tragen, damit Du es nicht tun musst."

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    So Ham (24.12.2010)

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