Angeregt durch einige Kommentare im anderen Threat und einem Gespräch mit einem Freund, habe ich über meine aktuelle Situation nachgedacht...
Mein Grundproblem scheint eine massive Verlustangst zu sein, gepaart mit einem ziemlich introvertierten Verhalten und einem (auch aus Erfahrung) tief sitzenden Misstrauen anderen Menschen gegenüber.
Aktuell ist die Situation so:
Nach einer gescheiterten Beziehung habe ich mich, relativ am Boden und ohne große "Erholung" und "Innere Ruhezeit" in eine neue gestürzt. Jene Frau meinte, sie wäre in mich verliebt, das schon länger usw. Da ich ihr auch sehr zugetan war, packte ich die Gelegenheit am Schopf. Wir kannten uns immerhin schon seit 2 Jahren, wenn auch "nur" virtuell.
Bleibt zu sagen, dass beides Fernbeziehungen waren / sind und über das Internet zustande gekommen sind. Ich weiß, dass viele davon nicht viel halten, es kann gut gehen, aber das tut es in den seltenen Fällen, das ist mir sehr wohl bewußt. Da ich hier jedoch keinen "nahen" Freundeskreis besitze, ist das liebe,böse Netz mein Weg zum Kontakt mit anderen Menschen.
Gut, soweit dazu. Mein Problem ist, das weiß ich nun, dass ich mich sehr auf den einen Menschen fixiere. Wobei hier "fixieren" nicht so gemeint ist, dass ich ihn täglich anrufe, sms schreibe oder sonst etwas. Es können auch mal 2,3 Tage ohne Kontakt vergehen...
Jedoch will ich dann auch etwas Aufmerksamkeit, wenn man schon die Chance hat, miteinander zu reden. Filme gucken oder was lesen könnte man ja auch noch, wenn man alleine ist, oder? Ein normales Gespräch, ohne dass man 10-15 minuten auf antwort wartet, oder dass man beim Telefongespräch mal eben für 5 minuten zur Seite gelegt wird, weil die andere Person mit irgendwem gerade herumblödelt.
Aktuell ist es so, es gab über jenes "Klammern" massiven Streit, sie hat nun (bewußt oder unbewußt?) das schlimsmte getan und ignoriert mich komplett, was natürlich einen introvertierten, nähebedürftigen Menschen wie mich nur noch mehr in Verzweiflung stürzt. (seelisch und körperlich)
Ich weiß, "rausgehen" und sich "ablenken" wäre jetzt der Rat, den ich jemand anderem auch geben würde. Aber was, wenn sie genau dann anruft? Ein idiotischer Gedanke, das ist mir bewußt, genau wie mir meine irrationalität beim Streit bewußt war - zumindest am Rande.
Will sie mich nun nicht wirklich? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich sehr gut dafür bin, gestrauchelte Menschen mit eigenen Problemen aufzubauen, ihnen zu helfen und für sie da zu sein, doch scheint genau DAS - wenn es anders herum nötig ist - als lästig empfunden zu werden.
Man hat mir schon mal gesagt, ich bin viel zu gutmütig, lasse zu viel mit mir machen, bin zu großzügig und tue zu viel für die jeweilige Frau an meiner Seite...
Danke fürs lesen!


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