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Thema: Verlustängste, die immer wiederkehren

  1. #1
    Neuling
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    Standard Verlustängste, die immer wiederkehren

    Angeregt durch einige Kommentare im anderen Threat und einem Gespräch mit einem Freund, habe ich über meine aktuelle Situation nachgedacht...

    Mein Grundproblem scheint eine massive Verlustangst zu sein, gepaart mit einem ziemlich introvertierten Verhalten und einem (auch aus Erfahrung) tief sitzenden Misstrauen anderen Menschen gegenüber.

    Aktuell ist die Situation so:

    Nach einer gescheiterten Beziehung habe ich mich, relativ am Boden und ohne große "Erholung" und "Innere Ruhezeit" in eine neue gestürzt. Jene Frau meinte, sie wäre in mich verliebt, das schon länger usw. Da ich ihr auch sehr zugetan war, packte ich die Gelegenheit am Schopf. Wir kannten uns immerhin schon seit 2 Jahren, wenn auch "nur" virtuell.

    Bleibt zu sagen, dass beides Fernbeziehungen waren / sind und über das Internet zustande gekommen sind. Ich weiß, dass viele davon nicht viel halten, es kann gut gehen, aber das tut es in den seltenen Fällen, das ist mir sehr wohl bewußt. Da ich hier jedoch keinen "nahen" Freundeskreis besitze, ist das liebe,böse Netz mein Weg zum Kontakt mit anderen Menschen.

    Gut, soweit dazu. Mein Problem ist, das weiß ich nun, dass ich mich sehr auf den einen Menschen fixiere. Wobei hier "fixieren" nicht so gemeint ist, dass ich ihn täglich anrufe, sms schreibe oder sonst etwas. Es können auch mal 2,3 Tage ohne Kontakt vergehen...

    Jedoch will ich dann auch etwas Aufmerksamkeit, wenn man schon die Chance hat, miteinander zu reden. Filme gucken oder was lesen könnte man ja auch noch, wenn man alleine ist, oder? Ein normales Gespräch, ohne dass man 10-15 minuten auf antwort wartet, oder dass man beim Telefongespräch mal eben für 5 minuten zur Seite gelegt wird, weil die andere Person mit irgendwem gerade herumblödelt.

    Aktuell ist es so, es gab über jenes "Klammern" massiven Streit, sie hat nun (bewußt oder unbewußt?) das schlimsmte getan und ignoriert mich komplett, was natürlich einen introvertierten, nähebedürftigen Menschen wie mich nur noch mehr in Verzweiflung stürzt. (seelisch und körperlich)

    Ich weiß, "rausgehen" und sich "ablenken" wäre jetzt der Rat, den ich jemand anderem auch geben würde. Aber was, wenn sie genau dann anruft? Ein idiotischer Gedanke, das ist mir bewußt, genau wie mir meine irrationalität beim Streit bewußt war - zumindest am Rande.

    Will sie mich nun nicht wirklich? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich sehr gut dafür bin, gestrauchelte Menschen mit eigenen Problemen aufzubauen, ihnen zu helfen und für sie da zu sein, doch scheint genau DAS - wenn es anders herum nötig ist - als lästig empfunden zu werden.

    Man hat mir schon mal gesagt, ich bin viel zu gutmütig, lasse zu viel mit mir machen, bin zu großzügig und tue zu viel für die jeweilige Frau an meiner Seite...

    Danke fürs lesen!

  2. #2
    Neuling
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    Du kennst die Frau seit 2 Jahren über das I-Net. Aber wieviel weißt Du wirklich von ihrem Leben? Du sitzt auf der einen Seite des Netzes und sie auf der anderen.
    Sie lebt ihr Leben auf der einen und Du auf der anderen Seite vom Netz. Will damit sagen, sie hat ein Leben von dem Du zwar ein Teil bist/warst aber eben nicht der Hauptteil. Und vermutlich nimmt sie an das Du auch ein Leben außerhalb vom I-Net hast.
    Du erhebst Anspruch darauf das sie sich ausschließlich Dir zu widmen hat wenn ihr Kontakt habt(Telefon,I-Net). Da frage ich mich ob Du vielleicht mehr in dieser virtuellen Beziehung siehst als wirklich da ist?
    Liebe Grüße
    bluemerle

  3. #3
    Neuling
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    Das ist gut möglich, dass ich mir da was vormache...

    Aber macht sie es mir vll. auch sehr einfach, wenn sie dann z.B so eine sms schickt wie "Du bist der richtige, das weiß ich, nur für mich..."

  4. #4
    Neuling
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    Möglicherweise ist ihr gar nicht bewusst das es so für Dich nach mehr aussieht? Habt ihr schon mal versucht euch zu treffen? So schön wie das Schreiben über das Netz ist, die Wirklichkeit kann es nicht ersetzen. Und die ist oft eine ganz andere als man so schriftlich von sich gibt.
    Einem Menschen tatsächlich Auge in Auge gegenüber zu stehen und ihn im ganzen wahrzunehmen ist was anderes als nur geschriebenes von ihm zu haben.

    Wenn ich denke die Person mit der ich schreibe ist für mich die passende, dann hätte ich ganz sicher das Bestreben die Person real kennen zu lernen. Schon um zu sehen ob der Eindruck den ich von der Person habe stimmt.

    Aber so wie ich das gelesen habe, habt ihr noch keinen Versuch gemacht euch zu treffen. Was wäre wenn ihr euch treffen würdet? Was könnte passieren?

    Liebe Grüße
    bluemerle

  5. #5
    Neuling
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    Halt, hier liegt ein Missverständnis vor! Wir haben uns schon getroffen ^^" Sogar eine ganze Woche und es hat wirklich super gut gepasst, in allen belangen...

    Es ist keine "nur virtuell" Beziehung... ich bin ja auch keine 14 mehr *hust*

  6. #6
    Verleger Avatar von Natz
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    Darf ich dann mal fragen, wie alt Du denn bist?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  7. #7
    Gast5559
    Gast

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    Wenn es so ist, wie Du oben schilderst, hast eventuell weniger DU das Problem als sie, zumindest was die letzten Beschreibungen angeht. (Das Telefon im Gespräch mit Dir zur Seite legen und mit jemand anderem länger reden, finde ich schon recht grenzwertig).

    Aber wie auch immer: Wenn Du selbst nun mal mehr Bedürfnis nach Nähe hast, sieht es mit Euch nicht so rosig aus, egal, wer das Ganze "objektiver" sieht. Du kannst Dir so etwas ja nicht einfach einem anderen zuliebe abgewöhnen.

    Die Nähe- und Distanzfrage ergibt sich allerdings bei jedem Paar: Das eine kann sich arrangieren, das andere nicht ... Im Grunde kommts drauf an, wie weit Ihr da aufeinander eingehen könnt. Wahrscheinlich müsst Ihr Euch wirklich noch näher kennen lernen. Und reden, reden, reden ...

  8. #8
    Neuling
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    Das Näher kennenlernen versteht sich von selbst. Ich bin auch keine 14 mehr, wo ich sage "DAS ist genau das fürs leben" - sowas weiß man einfach nicht und einige Dinge stellen sich auch erst später raus...

    Ich bin 26.

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