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Thema: Versagreensängste 6-jähriger Junge

  1. #1
    Neuling
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    Standard Versagreensängste 6-jähriger Junge

    6-jähriger Jung, 2 Geschwister 4+9 Jahre alt, Eltern verheiratet.

    Unser Sohn (introvertiert+sehr kreativ) hat große Versagensängste in verschiedenen Alltagssituationen. Das große Vorbild (9 jähriger Bruder) ist unerreichbar für ihn (z.B. sportlich, spielerisch etc.).

    Was kann man tun, um den Jungen zu unterstützen und den Frustrationslevel, der sehr schnell bei ihm einsetzt, sobald er Dinge nicht nach seinen Ansprüchen schafft, herunterzufahren?

    Wären für Tips dankbar.

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Kein Wunder, dass er sich nichts zutraut, wenn der Bruder offensichtlich so auf einem Podest steht.
    Es wäre wohl am besten, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es trotzdem Eigenschaften hat, die wiederum sein Bruder nicht hat und ihn somit zu was genauso Besonderem machen.
    So wird er immer das GEfühl haben, nicht gut genug zu sein und dann ist es klar, dass er auch Angst schon vorher versagt.
    Ihn einfach viel loben und ihm klar machen, das er auch tolle Dinge tut und vorallem nicht so werden muss, wie sein Bruder. Wenn er versagt, mach ihm klar, dass es kein Problem ist und unterstütz ihn bei einem neuen Versuch.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Natz Beitrag anzeigen
    Kein Wunder, dass er sich nichts zutraut, wenn der Bruder offensichtlich so auf einem Podest steht.
    Offensichtlich?
    Habe ich irgendwas übersehen? Der "große" Bruder kann von Natur aus mehr, besser, schneller...

    Er wird von uns definitiv nicht auf ein "Podest" gestellt, sondern ist aufgrund seines Alters logischerweise viel weiter in praktisch allen Dingen des Lebens.

    Zitat Zitat von Natz Beitrag anzeigen
    Es wäre wohl am besten, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es trotzdem Eigenschaften hat, die wiederum sein Bruder nicht hat und ihn somit zu was genauso Besonderem machen.
    Aha! Damit der Wettstreit vollends entbrennt zwischen den beiden Kindern, oder wie?

    Zitat Zitat von Natz Beitrag anzeigen
    So wird er immer das GEfühl haben, nicht gut genug zu sein und dann ist es klar, dass er auch Angst schon vorher versagt.
    Ihn einfach viel loben und ihm klar machen, das er auch tolle Dinge tut und vorallem nicht so werden muss, wie sein Bruder. Wenn er versagt, mach ihm klar, dass es kein Problem ist und unterstütz ihn bei einem neuen Versuch.
    Ja, aber das sind Dinge, die man selbstverständlich schon macht und auch nicht unbedingt kinderspezifisch sind...

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Da Du ja alles schon zu wissen scheinst, frage ich mich, wieso Du dann hier Hilfe suchst und gleich um Dich schnappst.
    Ich hoffe mal, dass sich noch jemand dazu äußert, der Dir passende Tips gibt.
    Tut mir leid aber irgendwie fällt mir da folgender Spruch ein: Betroffene Hunde bellen.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Gast784
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    hallo Klickerklacker,

    erstmal ist es natürlich schon wichtig, die eigene Bewertung zu reflektieren, die Du von den Dingen , die man angeblich in der Welt können muss oder eben nicht, hast. Denn das gibst Du automatisch weiter.

    Wenn Du selbst das so empfindest, dass der Kleine schwächer ist, und zwar nicht nur aufgrund des Altersunterschieds, sondern aufgrund seiner Veranlagung, dann kannst Du es noch so gut meinen - er wird sich immer als Sorgenkind empfinden und dass alles nur Kompensation ist.

    In erster Linie müssen wir also immer an uns selbst arbeiten, an unseren Einstellungen und Erwartungen, wenn wir unseren Kindern ein positives Selbstbild geben wollen.

    So wie Du Deinen Sohn beschreibst, könnte ich mir vorstellen, dass er in der Waldorfschule recht gut aufgehoben wäre. Hast Du Dich darüber schon mal informiert? Die sind natürlich nicht in jeder Stadt gleich gut. Aber meine Tochter, die da jetzt Abitur gemacht hat, ist immer sehr glücklich mit der Schulwahl gewesen.

    lg Gaby

  6. #6
    Verleger Avatar von Natz
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    Richtig.
    Wenn der Bruder subjektiv als unerreichbar beschrieben wird, frage ich mich, wie man sich dann über entsprechende Antworten so aufregen kann.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von klickerklacker Beitrag anzeigen
    Der "große" Bruder kann von Natur aus mehr, besser, schneller...

    ...

    Davon allein kriegt man noch nicht so einen schlechten Frustrationslevel. Ich bin selber jüngste und kenne das Gefühl, das sich aus dem Altersunterschied ergibt.

    Wenn man aber als Kind seine eigene Nische hat und darin bestärkt wird, steckt man dieses grösser, schneller, besser der älteren Geschwister im grossen und ganzen gut weg.

    Es ist nur eher so, dass Kreativität und Introvertiertheit in unserer Ellbogenkultur weniger wertgeschätzt werden, als Sportlichkeit und Durchsetzungsfähigkeit usw.

    Diese Menschen sind aber genauso wichtig. Wenn Du Dich damit mal etwas mehr befassen willst, kannst Du Dich mal über Hochsensibilität informieren. Das muss Dein Sohn jetzt nicht sein, aber es wird vll dadurch deutlicher, warum es wichtig ist, dass wir beide Kräfte in der Welt haben. Könnte Dir vll helfen, falls Du die Veranlagung Deines Sohnes doch als schwächendes Manko sehen solltest, diese Sichtweise zu korrigieren.

    Gibt es jemanden in der Familie, der auch introvertiert und kreativ ist und das gut lebt, der Deinen Sohn ein bißchen unter seine Fittiche nehmen könnte?

    lg Gaby

  8. #8
    Verleger Avatar von Natz
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    Ich denke auch, dass ein Kind nicht einfach so einen niedrigen Frustrationlevel hat. Wenn man das Gefühl nicht vermittelt bekommt, man müsse ihn haben. Aber wenn es um Thema Selbstreflektion geht, tun sich eben die meisten Eltern schwer. Es gäbe nämlich auch die Möglichkeit, dass der große Bruder das Vorbild ist aber wahrscheinlich ist der Kleinere ja schon mit einer niedrigen Frustrationsgrenze auf die Welt gekommen Einfach weiter die Scheuklappen aufbehalten, dann ändert sich bestimmt was.
    LG, Natz




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