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Thema: Verschiedene Ängste!! Hab keine richtige Überschrift.

  1. #1
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    Standard Verschiedene Ängste!! Hab keine richtige Überschrift.

    Moin Moin!

    Is viel Text, aber ich weiss nicht, wie ich das in Kurzform bringen soll.
    Das sind so meine Gedanken. Wer Rechtsschreibfehler findet, kann sie behalten.

    Kurz zu meiner Person.
    Ich Männlich 33 Jahre alt, verheiratet und 2 Kinder 4 und 6
    Psychisch und Physisch im Grunde stabil bis auf das was ich euch jetzt mitteilen will.
    Es gibt mehrere Dinge, die bei mir ineinander greifen. Ich fange mal an.

    Ich weiß nicht genau, ob es in den Bereich Depressionen oder Ängste fällt.
    Erst einmal ich bin gelernter Kfz-Mechaniker danach 12 Jahre bei der Bundeswehr gewesen und habe während der Zeit noch eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker gemacht. Jetzt bin ich seit März kein Soldat mehr und mache an einer technischen Fachschule ein Studium zum Techniker im Maschinenbau Fachrichtung Fluggerätebau. Ich bin 150 Km von Zuhause entfernt, aber fahre nicht jeden Tag zwischen, weil zu teuer. Also Wohnung am Ausbildungsort.

    Soviel zu den Rahmenbedingungen.

    Es vermischen sich bei mir gewisse Ängste für die Zukunft und aus der Vergangenheit mit einem anscheinend etwas gestörten Verhältnis zu Menschen in Verbindung mit einigen Problemen Zuhause mit Kinder etc. Weiterhin habe ich irgendwie in bestimmten Situationen Ängste die mein Leib und Leben betreffen. Das ist so die grobe Richtung.

    1. Ängste in Bezug auf die Zukunft. Da ich ja im Studium bin und noch weiterhin vom Bund bezahlt werde ist noch alles soweit ok. Meine Angst bezieht sich auf (bekomme ich einen adäquaten Job wenn ich fertig bin um meine Familie weiterhin zu ernähren, Versagens ängste wegen Prüfung etc.)

    2. „gestörtes“ Verhältnis zu anderen Menschen. Ich halte mich persönlich nicht für einen Superschlauen Menschen in Bezug auf schulische Bildung. Habe zwar meinen Realschulabschluss und zwei Berufe.Ich halte mich aber für sehr Lebenserfahren. Weiterhin kommt vielleicht noch der Faktor hinzu, dass ich direkt aus dem Norden komme und die ja bekanntlich etwas störrisch gelten.
    Mein Problem ist, dass ich immer wieder feststellen muss, dass es aus meiner Sicht so viele naive, einfältige und Weltfremde Menschen gibt wo ich nicht begreifen kann, wie die bisher ihr Leben gemeistert haben. Das ist zwar eine Subjektive Empfindung aber die wird in der Regel zu 95 % bestätigt wo ich mich dann wieder bestätigt fühle. Ich habe das Empfinden, dass es nur noch Schafe gibt und Keine Hirten mehr. Nur noch Ja-sager und niemanden, der mal fundiert seine eigene Meinung vertritt. Ich hoffe, dass ich das so einigermaßen erkenntlich dargestellt habe. Ich für meinen Teil bin ein Anführer typ.

    3. Probleme Zuhause in Bezug auf meine Kids, weil ich jetzt schon seit 2 Jahren aufgrund des Studiums von Zuhause weg bin. Ich bin zwar jedes Wochenende Zuhause aber die Zeit reicht einfach nicht aus um alles aufzuarbeiten was ich in der Woche verpasse. Mein Sohn ist schon so beleidigt, dass er nicht mehr mit mir telefonieren will. Die große versteht das schon alles besser und da gibt es kein Prob. Dementsprechend kommt meine Frau ins Spiel, weil sie alles alleine regeln muss innerhalb der Woche.

    Gleichzeitig arbeitet sie auch Halbtags und noch im Nebenjob am Wochenende als Zubrot. Wie es da mit der Zeit aussieht könnt ihr euch denken.

    4. Ängste die mein Leib und Leben betreffen. Hört sich vielleicht ein wenig krass an aber ich weiß nicht genau wie ich das deuten soll.
    Ich muss dazu sagen, dass mein Bruder als ich noch kleiner war gerne erschreckt hat. Nun verhält es sich so, wenn ich mal einen Psychothriller oder dergleichen geschaut habe wie z.B Paranormal Activity etc. habe ich Verfolgungsängste.
    Ich habe nicht in dem Sinne Angst wie ein Kind sondern ich muss dann überall Licht anmachen, schaue mich x mal um usw. usw. Komischerweise kann ich aber auch lange Zeit nichts mit solchen Filmen oder dergleichen zu tun gehabt haben dann bekomme ich solche Blitzgedanken wieder. Beispiel: Obwohl ich weiss, dass meine Wohnung zu ist oder auch Zuhause weiss, das Kids da sind und Frau und ich duschen gehe und mich dann unter die Brause stelle macht man gewöhnlich die Augen zu wegen dem Wasserstrahl, dann habe ich immer so Blitzgedanken wie wenn jetzt jemand hinter mir stehen könnte und mich von hinten ersticht oder auf einmal im Raum steht.

    Solche Gedanken halt. Hört sich vielleicht total schräg an aber ich weiß nicht genau warum das so ist. Ich bin aber auch kein Schmalhans sondern kräftig gebaut habe American Football gespielt usw. Nur ich weiß nicht warum mir in solchen Situationen solche Gedanken in den Kopf kommen. Ohne Zusammenhang zu irgendetwas.

    5. Meine letzte Angst ist, dass ich Angst habe irgendwie zu verunfallen/Tod und nicht mehr für meine Kinder da zu sein. Früher habe ich mir nie Gedanken zu sowas gemacht, aber seit dem ich Kinder habe ist das ganz schlimm. Auch wenn ich im TV Sendungen sehe wo Kinder schwere Krankheiten haben usw. habe ich immer ein ganz schlechtes Gefühl und denke dass sowas meine Kinder niemals bekommen sollen. Auch in Bezug auf Kinderschänder etc.
    Ich liebe meine Kinder so stark, dass ich nicht weiß, was ich machen würde, wenn denen sowas zustoßen würde.

    Ich weiß, ist ne menge Holz was ich hier schreibe, aber ich fühle mich im Moment so ausgebrannt. Vielleicht auch, weil ich jetzt schon 2 Jahre lang alle viertel Jahr Prüfungen habe etc. Am liebsten würde ich nur noch schwänzen um bei meiner Familie zu sein. Irgendwie ist mein Kopf voll. Hab ich irgendwie einen an der Waffel oder bin ich da vielleicht ein wenig zu empfindlich in manchen Dingen? Hinzu kommt, dass ich ein sehr gerechtigkeitsliebender Mensch bin.

  2. #2
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    Cool

    Hallo,

    du klingst wie ein erwachsener Mann. Deswegen sehe ich die Dinge wahrscheinlich etwas anders als du. Die meisten würden den Spagat zwischen Familie und Beruf wohl nicht so gut hinkriegen wie du. Das ist eine Menge Verantwortung und viel Neues, was du da angehst. Vielleicht zu viele Informationen auf einmal. Da du mehr oder weniger allein herumhocken musst, fehlt wahrscheinlich die soziale Verstärkung vor Ort. Ich kenne einige Krankheitsfälle, die so begonnen haben: viel Neues! Neues ist aufregend, aber auch anstrengend und kann Unsicherheiten schaffen. Und die Ängste, die du aufzählst, klingen für mich einfach nach Unsicherheit. Angst um die Zukunft, Angst um die Familie, Angst vor Zurückweisung, Angst um die Gesundheit, ... Ich schätze, das ist zu viel Selbstaufmerksamkeit, weil deine Frau und Freunde woanders sind.

    Helfen kann es, wenn du dich in deinem Studienort so richtig einlebst, v.a. nette Leute kennen lernen, denen du vertraust und mit denen du reden kannst. Du hast besonders durch die Lebenserfahrung einige Eigenschaften, die für die jüngeren Studenten sehr interessant sein müssten. Also lass dich durch "Intelligenz" nicht abschrecken! Außerdem gibt es an Hochschulen die Psychosoziale Beratung, die dir gerne in vielen Dingen Tipps geben können. Du bist zwar Papa, aber jetzt fängst du wieder als Schüler an. Und der Vorteil ist, dass du viele Dinge auch mal genießen kannst, die mit der Familie nicht unbedingt möglich sind. Saufen und um 5 nach Hause kommen, ist nicht nötig. Aber bei dem ganzen Stress an der FH kannst und solltest du dringend auch mal ein paar Sachen machen, die du schon lange vermisst hast. Entspannung ist wichtig neben dem Lernen. Wenn du dich ausgebrannt fühlst, ist das Hinweis auf zu viel Anspannung. Mach Sport, höre Musik, geh ins Kino, etc. Das trägt auch zur Gesundheit bei. Dein Studium wird ja sicherlich auch nicht mehr so lange dauern, da hast du es bald geschafft.

    Also, bloß nicht in die Panik hineinsteigern! Im Notfall sich damit beschäftigen, wie Ängste entstehen.
    aufwachen, träumerle...!


  3. #3
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    Im Grunde gebe ich dir Recht, nur irgendwie fühlt es sich alles sehr komisch an. Ich habe gerade keinen Plan mehr, wie ich das alles bewältigen soll.

  4. #4
    Schreiberling
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    Geh zum nächsten Termin der psychosozialen Beratung an deiner Hochschule. Die Adresse findet man für gewöhnlich beim Studentenwerk (des Bundeslandes).
    aufwachen, träumerle...!


  5. #5
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    Hallo poncherello,

    als Erstes muss ich mal sagen, dass ich hier keine gravierenden Probleme sehe, grundsätzlich aber deine Sorgen verstehen kann.

    Weißt du, ich lese in erster Linie ein total schlechtes Gewissen heraus. Schlechtes Gewissen gegenüber deiner Familie, weil du sie allein läßt. Das könnte dazu führen, dass du in deinem aktuellen wöchentlichen Leben keine sozialen Kontakte knüpfst. Du scheinst dir selbst ein "Einsiedlerleben" auferlegt zu haben, weil du der Meinung bist, es darf dir nicht zu gut gehen, denn deine Familie leidet ja auch unter der Trennung. Außerdem muss sich die räumliche Trennung ja wenigstens lohnen, also mußt du bestehen und natürlich auch danach nen Job finden, der die ganzen aktuellen Entbehrungen relativiert. Damit erlegst du dir selbst einen unheimlichen Druck auf. Beides logisch in deiner Situation und doch grundverkehrt .

    Woher kommt dein "gestörtes" Verhältnis zu anderen Menschen? Mir drängt sich der Verdacht auf, du hast mit dem Studium begonnen, weil du dich von anderen abheben möchtest, als wäre dein ursprünglich erlernter Beruf nur ein Beruf zweiter Güte. Ich gebe dir absolut Recht, dass es viele Napfsülzen auf diesem Planeten gibt, aber genauso viele Menschen haben auch was im Kopf und man kann sich sehr gut mit ihnen über das eine oder andere Thema unterhalten. Ich finde es schon fast lustig, dass du als einen der Gründe angibst, dass du aus dem Norden kommst. Ich geb dir Recht, der Norden hat so einen Ruf weg, aber auch hier gibt es feine Unterschiede :-). Also mal ganz direkt gefragt: Was macht es so schwer mit dir auszukommen?

    Die Gedanken, dass dir etwas zustößt sind vielleicht ein wenig übertrieben, aber grundsätzlich vollkommen normal. Hier denke ich, ist wieder der Leistungsdruck den du dir selbst auferlegt hast ein Stück weit Schuld. Du willst etwas erreichen und hast Angst vor dem Versagen. Und diese Angst spukt immer im Hinterkopf.

    Mein Tipp: Versuch dein wöchentliches Leben sozialer zu gestalten. Geh mal abends weg und lass die Bücher Bücher sein. Gönn dir mal ne Auszeit und fang langsam mal an das Leben wieder zu genießen. Das führt ja nicht zum Abbruch des Studiums oder zum Ende deiner Ehe. Es macht dich ausgeglichener und das sollte doch für alle Beteiligten gut sein. Wenn man Spaß am Leben hat, fallen einem viele Dinge leichter!

    Viel Glück
    Coach

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Coach für den sinnvollen Beitrag:

    scorpio (16.11.2011)

  7. #6
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    Danke erst einmal für die Antworten und Anregungen. Manchmal muss man nen Anstoß bekommen um ein wenig umzudenken.

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