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Thema: verschiedene Verhaltensmuster

  1. #1
    Neuling Avatar von LiLo
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    Standard verschiedene Verhaltensmuster

    Hallo!
    Selbstbewusstsein...

    Ich habe da mal eine Frage:
    Kann es passieren, dass man in zwei Situationen vollkommen anders reagiert?
    Zuhause, bzw. wir haben eine Pferdepension und da laufen jeden Tag auch zig Menschen rum, die kommen und gehen, geht es mir klasse. Ich hab ein gutes Selbstbewusstsein,bin offen und sehr kommunikativ mit allen.
    Kommen neue Menschen zu uns, die ich bereits durchs Internet kennengelernt habe, bin ich total schüchtern gegenüber denen, weiß nichts zu sagen. Hab null Selbstbewusstsein und reagiere abwesend, abweisend usw. Bei Leuten, die neu hier hin kommen und die ich vorher nicht kenne, ist alles normal. Rede mit ihnen wie mit allen anderen. Liegt es daran, dass ich manche durchs Internet kenne? Müsste man nicht da viel besser mit ihnen zu Recht kommen?
    Naja wie das nunmal ist bin ich zuhause eine ganz Normale und morgens in der Schule? Ruhig ohne Ende, meine mündliche Note ist im Keller, seit Jahren, rede kaum mit den Mitschülern. Habe eine riesige Panik vor Vorträgen, stehe in der Schule enorm unter Druck, was Übelkeitgefühle angeht, "Zitteranfälle", Kälte usw. Ich lasse anderen alle Rechte, die dürfen mich anschreien, mich artackieren, dürfen mich auslachen usw. - das typische graue Mäusschen.
    Zuhause würde darüber ordentlich diskutiert werden.

    Des Weiteren habe ich mich mal mit jemanden aus dem Internet getroffen und habe keineswegs schüchtern reagiert. Ich war wie zuhause, obwohl da eine relativ "neue" Person stand und ich mich in einer neuen Stadt wiederfand. Wir hatten eine Menge Spaß.
    Das erste Treffen mit meinem Freund (auch aus dem Internet) verlief auch klasse. Kein Anzeichen von mangelnden Selbstwertgefühl.
    Wenn wir uns aber mit seinen Freunden treffen, traue ich mich wieder gar nichts zu, rede kaum, bin abwesend, abweisend auch wenn ich es eigentlich nicht will.Natürlich denken die dann, dass ich arrogant wäre oder Ähnliches.
    Dafür könnt ich mich hin und wieder innen A** treten..
    Nun wiederhole ich die 12, aufgrund weil meine Noten nicht mehr stimmten und gleich am ersten Tag mit all den ganzen neuen Menschen, war alles klasse. Habe mich ohne Weiteres vorstellen können und hatte keine "Zitteranfälle", kein Verhaspeln usw. Alle haben mich gut aufgenommen.
    Manchmal nehm ich alles total ernst, bzw. überwiegend und hin und wieder bin ich so locker, dass ich bereits zum zweiten Mal 3 Min zu spät zur Klausur kam...
    Nun frag ich mich, warum man so extrem verschieden auf gewisse Situationen reagieren kann? Und warum es so schwer für einen ist, sich im Gleichgewicht zu halten? Ob es irgendwelche Tipps gibt, in der Schule genauso zu sein wie Zuhause; mit Internetleuten genauso klarzukommen wie mit ganz Fremden?

    lg

  2. #2
    Neuling
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    Also ich denke, das dein verhalten kann normal ist.
    Bei mir zum Beispiel ist es genauso und ich würd mir da keine Gedanken drüber machen.

    Das Selbstwertgefühl kommt nunmal aus dem tiefsten inneren von uns und hängt eben deshalb auch davon ab wie wir in dem Moment drauf sind, ob uns etwas beschäftigt, wie der Tag gestartet ist und eben auch von den Leuten bei denen Mann ist.
    Das alles findet ein Zusammenspiel was man nunmal nicht vorraussagen kann, auch wenn es manchmal sehr lästig ist.
    Natürlich ist es etwas anderes, wenn man mit jemanden monate oder sogar jahrelang gechattet hat und plötzlich dem gegenüber steht.
    Da stellt man sich fragen "Ist er wirklich so wie im Chat?" oder "Vielleicht ist er mir, wenn ich ihm gegenüber stehe, viel unsymphatischer als vorm Bildschirm", etc pp.
    Das man da eher nachdenklich oder sonstwie ist, ist da denke ich vollkommen normal.

    Meine Meinung...andere Meinung? posten

    liebe Grüße
    lacrimula
    Wie soll ich dir sagen, dass ich dich brauche, wenn ich weiß, dass ich ohne dich leben muss?


    Wenn Liebe heißt verletzbar sein, dann sterb ich gern für dich...

  3. #3
    Neuling Avatar von Mindhunter
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    Nun, was die Internetbekanntschaften angeht...da leidest du unter "Erfolgsdruck". Man kennt gewisse Leute nun bereits eine Weile über das Medium "Internet" und chattet teilweise vielleicht sogar rund um die Uhr mit ihnen (am Wochenende oder im Urlaub). Wenn man dann jedoch bei einem Treffen in voller Größe vor ihnen steht, fühlt man sich klein und irgendwie fehl am Platz.
    Das ist einfach die Angst, sich plötzlich ungewollt und unterbewusst anders zu geben als im Netz. Dass die ach so lange Internetbekanntschaft plötzlich merken könnte, dass man ja ganz anders ist als man sich virtuell gibt.
    Man fürchtet, dass diese Beziehung plötzlich in die Brüche gehen könnte und dass dieses Treffen all das kaputt machen könnte, was man sich über Monate aufgebaut hat. Dies würde natürlich am Selbstwertgefühl nagen und man könnte sich ja fragen: Warum wirke ich im "echten Leben" so abstossend auf Leute aber im Netz komme ich so gut an. Was stimmt nicht mit mir?
    Könnte, könnte, könnte...all das ist natürlich nur Pessimismus und die Situation entwickelt sich meistens anders als man denkt.

    Ein weiterer Grund: Es ehlt natürlich ein Gesprächsthema bzw. die Kommunikationsplattform. Im Netz kommt man im Regelfall über ein bestimmtes Thema zusammen: Hier in unserem Fall wäre es das Thema "Psychologie". Dann gibt es Online-Spiele, in welchem man ebenfalls gemeinsame Interessen teilt und eigentlich immer etwas zu bereden hat. Und wenn es mal langweilig werden sollte, geht man einfach offline.
    Das geht so im echten Leben natürlich nicht. Man hat die Angst, kein Gesprächsthema zu finden, sich anzuschweigen bzw. dass man gelangweilt vorzeitig auseinandergeht und das Treffen ein einziger Reinfall wird. Ein Reinfall, der sich somit natürlich auch auf das weitere Bestehen der Bekanntschaft im Netz auswirken könnte. Negativ wohlgemerkt.
    Hat man das Treffen vielleicht selbst organisiert, kommt noch der Druck hinzu, seinem Gegenüber etwas zu bieten bzw. ihn oder sie angemessen zu unterhalten.

    Triff dich (wenn es zu einem "Real-Life-Treffen" kommt) immer mit mehreren Personen aus der Gruppe. So ist es für alle etwas neues und irgendwer wird schon immer ein Thema anschneiden können. Dass zwei sich anschweigen, ist wahrscheinlich. Dass eine ganze Gruppe vor sich hinschweigt jedoch relativ weit hergeholt.

    Wenn wir uns aber mit seinen Freunden treffen, traue ich mich wieder gar nichts zu, rede kaum, bin abwesend, abweisend auch wenn ich es eigentlich nicht will.Natürlich denken die dann, dass ich arrogant wäre oder Ähnliches.
    Naja, das ist dann die Situation "5. Rad am Wagen". Man weiss, dass die Kumpels unter sich eine Menge zu bequatschen haben, dass sie sich lange kennen und aufeinander eingespielt sind. Sie haben eine eigene Art von Humor entwickelt, welche dir vielleicht fremd ist. Da ist es nicht leicht, direkt integriert zu werden bzw. sich zu integrieren. Man will sich auch nicht in ihre Gespräche einmischen oder sich in den Vordergrund drängen. Man wartet, bis jemand die Initiative ergreift und einen mit einbindet...das kann jedoch schnell langweilig werden.
    In der ersten angesprochenen Situation des "Real-Life-Treffens" bewegen sich gegenteilig alle auf einer Ebene und es ist einfach für jeden etwas neues, was wiederum die allgemeine Kommunikation erleichtert.

  4. #4
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    Hallo also ich kenne das auch, mal ist es so am anderen Tag so, da kann ich keine Menschen um mich haben, nächster Tag ist es wieder anders im Gegenteil bin ich offen,flaxe rum und alles geht normal vor sich.

    Dann gestern erst ich konnte niemanden anschauen, noch ansprechen furchtbar war so froh wie der Tag rum war, heute war alles wieder bestens.

    Vielleicht ist das bei dir auch so.

    Gruß Brigitte

  5. #5
    Neuling Avatar von LiLo
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    Zitat Zitat von LiLo

    Des Weiteren habe ich mich mal mit jemanden aus dem Internet getroffen und habe keineswegs schüchtern reagiert. Ich war wie zuhause, obwohl da eine relativ "neue" Person stand und ich mich in einer neuen Stadt wiederfand. Wir hatten eine Menge Spaß.
    Das erste Treffen mit meinem Freund (auch aus dem Internet) verlief auch klasse. Kein Anzeichen von mangelnden Selbstwertgefühl.
    Wenn wir uns aber mit seinen Freunden treffen, traue ich mich wieder gar nichts zu, rede kaum, bin abwesend, abweisend auch wenn ich es eigentlich nicht will.Natürlich denken die dann, dass ich arrogant wäre oder Ähnliches. lg
    Naja, eben gar nicht... Wo ich mich mit den zweien getroffen habe, da war ich wie immer, war total relaxt, hatte keine Angst, dass ich mal nicht wusste, was ich sagen konnte. Hab eher noch viel erzählt.
    Naja und so ist das auch, bin ich in Münster, da bin ich bei ihm und seiner Familie total ausgeglichen, bin lebhaft und NORMAL. Wenn ich ihm dann auf von meinen schulischen Problemen erzähle und Angst vor der Klasse vorzutragen, ihm dann noch erzähle, dass ich wieder so gezittert habe und das ich evtl mit Fäusten gegen Wände geschlagen habe, dann bekommt er nen riesen Schock, weil er mich nicht anders kennt, als wie bei ihm zu sein und offen zu sein.
    Wie oben beschrieben habe ich nur das Problem mit seinen Freunden, die ich vorher nicht kennen und die ja schon ein Vorurteil bilden, wenn sie mich sehen.
    @mindhunter: Ja da stimme ich dir zu, dass die bereits eine Gruppe sind und ich bleibe ja auch immer im Hintergrund, nur fühle ich mich dann total unwohl.. schlimm sowas

    @brigitte: Ja ich kann dich verstehen, so ist es nämlich bei mir auch (gewesen), zumindest das es auch so extrem ist, ein auf den anderen Tag. Und ich kann mir nicht erklären warum...

    lg

  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Sephiroth
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    meinermeinung nach könnte man es siech vieleicht dadurch erklähren , das der mensch etwas ist der dinge in sich hinein frisst ob agressionen oder trauer gefühle so baut es sich in ihm auf und das verlangen diese abzulassen wird immer größer deshalb ist man von tag zu tag anders gelaunt und in der lage anders zu reagieren...

    mfg
    Oh quam sancta, quam amoena

  7. #7
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo LiLo,

    mir geht es manchmal genauso wie Dir.

    Es gibt Tage, dann bin ich das Selbstbewusstsein in Person.
    Habe den ganzen Tag flotte Sprüche drauf, bin schlagfertig und fühle mich in meiner eigenene Haut total wohl! Dann macht mir auch der Kontakt mit fremden Leuten nichts aus!

    Aber dann gibt es auch wieder Tage, da bin ich genau das Gegenteil. Sogar Leuten gegenüber die ich länger kenne, Arbeitskollegen usw.
    Dann ist jegliches Selbstbewustsein wie weggeblasen, ich möchte am liebsten garnicht aus dem Haus und alles und jeder nervt mich!

    Zum Glück überwiegen die "guten Tage" aber trotzdem nimmt mich so ein "Schneckenhaus-Tag" immer total mit und ich versteh nicht wieso und weshalb ich manchmal so bin.

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

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