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Thema: Verweigern von Gemüse: Gibt es eine Lösung?

  1. #1
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    Standard Verweigern von Gemüse: Gibt es eine Lösung?

    Hallo,

    mich beschäftigt schon seit Jahren folgendes Problem:

    Meine Freundin mag kein Gemüse. Das mag vielleicht jetzt komisch klingen, weil jeder Dinge hat, die sie/er nicht mag. Aber bei meiner Freundin sind es leider nicht ein paar Gemüsesorten, die Sie nicht mag, sondern sie verweigert jedes Gemüse außer Blumenkohl und Kartoffeln. Hinzu kommt noch, dass Sie auch keine große Fleischesserin ist und in letzter Zeit nicht einmal mehr Lust auf Reis hat.

    Kurz: Wir leben fast nur von Nudeln, Kartoffeln (ab und zu mal mit Schnitzel und Blumenkohl) und Lieferservice (weil sich da jeder bestellen kann, was er will).

    In letzter Zeit streiten wir uns immer öfter wegen des Essens: Ich möchte mich gerne mal "normal" und gesund ernähren. Auch, weil wir beide langsam aber stetig zunehmen. Wenn ich meine Freundin jedoch bitte, mal neue Rezepte herauszusuchen, dann kommt dabei nichts heraus, und wenn ich neue Rezepte koche, dann mag sie sie nicht und ich bin frustriert, weil ich wieder umsonst ewig am Herd gestanden habe.

    Ich habe mir lange Gedanken gemacht und inzwischen folgende Vermutung: Da sie jegliche Art von Gemüse verweigert - ganz gleich ob roh oder gekocht - kann es nicht am Geschmack und nicht an der Konsistenz liegen. Daher habe ich sie mal gefragt, ob sie als Kind Gemüse essen musste, und siehe da: sie wurde tatsächlich gezwungen, Gemüse zu essen. Ihre engste Bezugsperson war ihre Oma, die immer Schnitzel mit Blumenkohl und Kartoffeln gekocht hat. Allerdings ist ihre Oma vor einigen Jahren gestorben, aber ich vermute, dass sie daher wohl auch bis heute gerne genau dieses Gericht isst.

    Nun meine Frage: Ich vermute wie gesagt, dass ihre Abneigung gegen Gemüse ein "Kindheitstrauma" ist. Gibt es eine Möglichkeit, da was zu machen? Und wäre es sehr aufwändig? Weil eine "Therapie" in diesem Fall sicherlich nicht die Krankenkasse zahlen würde.

    Hilfe würde nicht nur unserer Beziehung und unserer Gesundheit gut tun, sondern ich denke da auch an später: Wie sollen wir unseren (noch nicht vorhandenen) Kindern später mal gesundes Essen schmackhaft machen, wenn sie kein Gemüse isst?

    Schonmal vorab vielen Dank für jeden Rat und Hinweis!

    Viele Grüße,
    Timo

  2. #2
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    Ich denke, dass die Krankenkasse die Therapie nur übernimmt, wenn diese überzeugt ist, das daraus Übergewicht folgt, und somit später gravirendere Körperliche und Gesundheitliche nachteile entstehen.



    Zum Essen:
    Vllt. mal stadt Lieferservice und schnitzel mit Kartoffeln und Rosekohl Jogurth Pur mit frischem Obst essen.
    Schmeckt gut, ist relativ billig, und macht nicht dick, sofern man nicht 10 Äpfel auf 100g Jogurth nimmt

    Und ins Fitnessstudio Hält fit, lenkt ab, und man kann ggf. "Dampf ablassen."


    Mhm, was ich oben geschrieben habe, daran sollte ich mir mal nen Beispiel nehmen
    Nicht das ich Einseitig Lebe, meine Mutter kocht alles durcheinander, aber ich esse davon immer zuviel...

  3. #3
    Roman Verfasser
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    Lösung wäre, jeder kocht sein eigenes Süppchen. Da hängst Du dann nicht mehr so von ihr ab. Sie kann essen was Sie will und Du auch. Ich würd ihr da nicht mit einer Therapie kommen, das müsste sie eh selbst wollen. Aber immerhin, die Ursache ist bei ihr klar, diese Einsicht hat nicht jeder. Das mit den Kindern ist sehr vorausschauend gedacht.

  4. #4
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    Hallo Torior, hallo Erwin,

    vielen Dank für eure schnellen Antworten!

    @Torior
    Vllt. mal stadt Lieferservice und schnitzel mit Kartoffeln und Rosekohl Jogurth Pur mit frischem Obst essen.
    Die Gewichtszunahme ist nicht das Hauptproblem, dafür ist sicherlich eine Lösung zu finden. Joghurt mit Obst ist dabei auch noch eine besonders leckere :-) Aber damit tun wir ja nur etwas gegen die Folgen, nicht aber gegen die Ursache. Den Speiseplan nur noch um Joghurt zu erweitern ist leider nicht die Lösung, die ich mir vorgestellt hatte ;-)

    @Erwin
    Lösung wäre, jeder kocht sein eigenes Süppchen.
    Für zwei Personen kochen ist leider auch keine optimale Lösung. Zum einen kommen wir uns dann in der Küche in die Quere oder müssen immer nacheinander essen, zum anderen ist es fast unmöglich, für einen Person einzukaufen, weil es die meisten Zutaten nicht in singlefreundlicher Größe gibt.
    Ich würd ihr da nicht mit einer Therapie kommen, das müsste sie eh selbst wollen.
    Wenn sie eine Möglichkeit (über Gespräche, Hypnose oder was auch immer) wüsste, etwas gegen ihre Ess(un)gewohnheit zu tun, wäre sie sofort dabei! Wir haben uns schon oft darüber unterhalten, und sie ist da für alles offen!

  5. #5
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    Ob sie das dan auch wirklich durchzieht, ist was anderes

    Vllt. finde ich ja ein Paar Rezepte die lecker sind, und wo das Gemüse nicht offensichtlich sind


    Meine mutter mischt z.b. meinem Vater immer heimlich morzarella unter, und er mag den eig. total nicht.


    Aber ihr würdest mit dem Jogurth mal bisl abwechslung reinbringen :_)

    Ich versuche immer erst Zeit zu gewinnen, wo alles glatt läuft, um in dieser dann das Problem zu lösen

  6. #6
    Roman Verfasser
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    Das mit den zwei Personen separat kochen, das liegt am Willen. In die Quere kommen, das kann man alles regeln. Ist eure Sache, um den akuten Konflikt zu entschärfen wär es gut. Ich würd mir so oder so nie im Leben durch die Gewohnehiten des Anderen quasi vorschreiben lassen was ich esse. Das ist finde ich sinnloser Paarzwang. Und genau diesen Zwang den sie von früher kennt setzt sich doch fort.

    Nein, jeder muß erstmal für sich, damit man, so der freie Wille einmal da ist, sich auch die Neugier erlauben kann. Ich habe früher Gemüse gehasst, es kam bei mir einfach über die Zeit. Auf gut Deutsch, leb damit wie sie isst und gut. Ich glaub auch nicht daß man durch Therapie sich Gemüse reinzwingen kann. Bekommt euren Essenstreit weg, als Voraussetzung für weitere Schritte.

  7. #7
    Neuling
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    Vllt. finde ich ja ein Paar Rezepte die lecker sind, und wo das Gemüse nicht offensichtlich sind
    Ich habe mal versucht, unter Lasagne klitzekleine Würfel (ach was red ich: Würfelchenchenchen) zu mischen: Sie hat sie nicht gesehen, aber gleich beim ersten Happen bemerkt. Das wird also nix ;-)
    Nein, jeder muß erstmal für sich, damit man, so der freie Wille einmal da ist, sich auch die Neugier erlauben kann. Ich habe früher Gemüse gehasst, es kam bei mir einfach über die Zeit. Auf gut Deutsch, leb damit wie sie isst und gut. Ich glaub auch nicht daß man durch Therapie sich Gemüse reinzwingen kann. Bekommt euren Essenstreit weg, als Voraussetzung für weitere Schritte.
    Das Problem ist ja nicht, dass sie kein Gemüse essen will. Sie hat ja auch schon vieles andere probiert: Spargel, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, Broccoli,... Aber sie muss halt wirklich von allem würgen (oh, das hatte ich glaube ich noch gar nicht geschrieben). Wie gesagt, wenn sie könnte, dann würde sie auch Gemüse essen. Es ist nicht der Wille, der fehlt.
    Das mit den zwei Personen separat kochen, das liegt am Willen. In die Quere kommen, das kann man alles regeln.
    Aber wir sind Mitte zwanzig. Die nächsten 60 Jahre getrennt zu kochen ist doch auch keine Lösung...
    Ist eure Sache, um den akuten Konflikt zu entschärfen wär es gut.
    Nicht, dass das falsch verstanden wurde: Wir streiten uns nicht wegen des Essens im Sinne von anbrüllen, tagelang nicht mehr miteinander reden oder so. Ich bin nur davon genervt, dass es eigentlich immer nur Nudeln oder Kartoffeln gibt, und meine Freundin ist davon genervt, dass ich nicht immer nur Nudeln oder Kartoffeln essen will. Und dann gibt´s mal "5 Minuten eingeschnappt sein", keinen richtigen Zoff oder so...

  8. #8
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    Mhm... muss gleich ins bett :/ Aber 20 mins hab ich noch.

    Mir scheint es, als würde das Gemüse sie an irgendetwas erinnern...
    Z.B. lösen bestimmte Begriffe bei manchen Menschen bestimmte erinnerungen hervor.


    Und wenn sie würgt, lässt es für mich auf eine "Eklige" erinnerung hervor.

    Wenn ich z.b. Frischwurst sehe, die leicht angedunkelt ist (wegen austrocknung, Luft) will ich sie nicht essen, weil ich schonmal wegen einer Wurst, die genau so aussah Samunellen bekam (Der Supermarkt war schuld)

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