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Thema: Verzweifelt

  1. #1
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    Standard Verzweifelt

    Hallo,


    ich weiß nicht weiter. Seit Jahren leide ich unter schweren Psychovegetativen Symptomen, unter Depressionen und Ängsten, resultierend aus Missbrauchserfahrungen. Mein Trauma von damals wurde sozusagen durch ein neues Trauma REtraumtisiert. So hat mir das ein Arzt erklärt. Seitdem erneuten Erlebniss, geht es mir absolut schlecht, es war so schwer, das ich meinen Job aufgeben musste und nun berentet bin, dabei bin ich noch so jung. Einige Menschen haben mir dazu gratuliert und meinten wie toll das sei , ich weiß nicht was in deren Kopf vor sich geht, aber ich will einfach wieder in mein Leben zurück, seit Jahren. Seit Jahren kämpfe ich und hatte immer wieder ziemliche Rückschläge, so dass mein Körper massiv gestreikt hat (Hörsturz usw.)ich konnte das HAus kaum noch verlassen, meine "Freunde" haben sich zurück gezogen, für die ich immer da war...meine Familie Alle machen mir Vorwürfe, Vorhaltungen, aber niemand kommt mal auf die Idee sich in meine Lage zu versetzen wie es ist, so ein Leben zu führen.
    Seit ein paar Monaten kämpfe ich nun extrem. Ich mache einfach alles, egal wie schlecht es mir geht, ich fahre trotzdem los, ich gehe trotzdem einkaufen, tanken, in eine Gruppe und stundeweise arbeiten (ein MINIminijob), aber immerhin ein Schritt. Ich mache das nun seit 6Monaten. Für einen Moment ging es stätig bergauf, aber seit 3Wochen gehts mir täglich schlechter. Ich habe keine Kraft mehr. Nichts was ich täglich übe, wird stabil, bleibt bestehen und gelingt dann kontinuierlich besser. Nein es ging monatelang gut und nun geht wieder nichts mehr.
    Ich bin so sehr verzweifelt, ich wollte heute morgen nicht mehr aufstehen, ich sitze hier und weine, ich kann nicht mehr.
    Lotte

  2. #2
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    Hallo Lotte,

    es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht.
    Für mich hört es sich so an, als ob Dein Trauma immer wieder angetriggert wird. Das kann ja durch verschiedene Auslöser passieren.
    Hast du schon mal eine Traumatherapie gemacht?
    Wenn nein, solltest Du umgehend einen Antrag stellen. Denn so erscheint es ziemlich sinnlos, wenn Du es immer wieder schaffst, Dich selber aufzubauen und dann aus heiterem Himmel wieder in der Grube landest.
    Ich habe mal gehört, dass man in so einer Traumatherapie lernen kann, die Gedanken vom Trauma abzulenken. Eine Heilung tritt dann zwar nicht komplett ein, aber das Vorhaben, das man gerade hatte, wird nicht in der Weise unterbrochen, dass man in die Grube fällt und nichts mehr geht.

    Übrigens, solche Traumatherapien sind wirklich sehr wertvoll.
    Ich wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht.
    Lieben Gruß
    Ibag

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    Lotte76 (06.03.2011)

  4. #3
    Gast784
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    hallo Lotte,

    Falls Du seit der Re-Traumatisierung nicht mehr in therapeutischer Behandlung warst, könntest Du wirklich mal nachforschen, ob eine stationäre Therapie in einer auf Traumatherapie spezialisierten klinik möglich wäre.

    Und für Deinen Alltag:
    hast Du schon mal bei ner Sozialberatung oder ner psychol. Beratungsstelle nachgefragt, ob es eine Art ambulante Sozialtherapie gibt? Oder Tagesklinik? Eben eine Stelle, die Dich bei Deinem Alltag regelmäßig begleiten kann, damit Du da Stabilität rein bringst?

    Absolute Ruhe und keine Schwankungen wirds nicht geben. Aber Stabilität ist ja etwas, das im Inneren passiert, also dass man mit diesen aufs und abs leben kann. Daher könnte es sinnvoll sein, wenn Du eine solche professionelle Begleitung hättest, die Dir hilft, Dich und Deinen Alltag so zu strukturieren, damit Du die Basis stabilisierst, diesen zu bewältigen.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Lotte76 (06.03.2011)

  6. #4
    Neuling
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    Ja ich war 16Wochen in einer Klinik, dort wurde ich stabilisiert, aber das ist ein paar Jahre her und danach hatte ich eine ambulante Traumatherapie.
    Die Bilder sind besser geworden, aber sie gehen nicht ganz weg, bei mir.

    Ich versuche dann die Fähigkeiten anzuwenden (sprich in den Tresor schließen z.B.) aber einige Trigger laufen scheinbar UNbewusst ab.
    Ich bin ja nun in einer Gruppe und letztes Mal stand ich kurz vorm Kollaps, weil ich GERÜCHE nicht ertrage. Ich habe die Situation 2Std,ausgehalten und war danach noch zwei Tage fertig.

    Das mit der Sozialtherapie müsste ich mal erkundigen. Ich frage mal meinen Gruppentherapeuten was er sagt. Da gehe ich ja nun regelmäßig hin. Tagesklinik würde ich auch gerne machen aber ist HIER im Umkreis nicht möglich hatte ich mich shcon mal erkundigt.

    Diese blöden Trigger, ich stehe dann absolut neben mir. Wahrscheinlich ist es das wirklich, das ich plötzlich wieder zusammenbreche. Ich bin so traurig
    DANKE EUCH herzlich

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