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Thema: Viele Probleme, keine Lösung

  1. #1
    Gast331
    Gast

    Frage Viele Probleme, keine Lösung

    Hallo Leute!

    Ich habe folgende Probleme und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt :

    -Ich habe immer eine gewisse Leere in mir. Ich hab keine Ahnung warum, aber ich habe auch keine Gefühle mehr... Okay, ich fühle irgendwie eine gewisse Traurigkeit und auch eine gewisse Wut, aber ansonsten fühle ich nichts. Ich fühle nicht, ob ich jemanden (Familie / Freunde) lieb hab, ob ich glücklich bin oder ähnliches. Ich fühle halt nur Traurigkeit...

    -Ich vertraue niemandem. Ich würde gerne zumindestens miener besten Freundin vertrauen, oder meiner Mum, aber ich kann einfach nicht. Ich bin bis jetzt immer, wenn ich jemandem etwas erzählt habe, derbe "auf die Schnauze" gefallen. Ich weiß aber, dass ich meiner jetzigen besten Freundin vertrauen kann. Es geht aber trotzdem nicht.

    -Ich bin eine Perfektionistin und hasse es, wenn etwas oder jemand sich nciht richtig benimmt oder nicht funktioniert.

    - Ich will immer allen anderen helfen... niemand darf in meiner Nähe Probleme haben.

    -Ich kann mich überhaupt nicht an die ersten 10 Jahre meines Lebens erinnern...

    - Meine Freundinnen merken manchmal, wie ******* es mir geht und wollen mir dann helfen. Ich kann diese Hilfe nicht annehmen und mich über versuchte Aufmunterung nicht freuen - ich meine, vielleicht kann ich es doch, aber ich spüre es nicht- und das ist auch nicht toll für meine Freundinnen.

    - Ich habe mich geritzt, 3 Jahre lang. Dann hab ich geschafft, es mir abzugewöhnen, aber ich habe jetzt das Gefühl / den dringenden Drang, wieder anzufangen. Wenn ich ab und zu eine Nadel sehe, würde ich am liebsten sofort anfangen.

    -Ich würder gerne sterben, dass ist bei mir auch schon 3 Jahre lang so. Ich würde mich ja auch umbringen, das Problem ist nur, dass ich niemand anderen verletzen will.

    - Deshalb schotte ich mich gerne ab.

    - Ich liege manchmal nur so nichtstuend in einem Raum. Nichts geht, ich kann nichts gegen meine Aktionen tun, es ist, als ob ich mich nur indirekt steuern kann.

    - ich wache manchmal in der Nacht auf, und weine, ohne ersichtilichen Grund. Einfach, weil alles ******* ist.

    - ich habe oft das Bedürfnis zu schreien.

    - Ich will jemand anderes sein. ich hasse mich. Eben wegen dieser Probleme. ich möchte ein unbeschwertes normales Leben führen.

    - ich bin ein Mensch, der gegen Gewalt ist. Und auch, wenn mich jemand schlägt, schlage ich nciht zurück. ich denke, ich habe es verdient.

    - zum Psychater gehen möchte ich aber irgendwie auch nicht, weil.. cih weiß nicht so recht, ich habe irgendwie das Gefühl, dass das für meinen späteren Beruf nicht so toll aussieht. Ich möchte nämlich Psychaterin werden. und, sollten die mich fragen, ob ich selber mal in Psychologischer behandlung war, ich ja sage und die dann diese ganzen Probleme herausfinden, werden die sich es nochmal überlegen, ob sie mich anstellen, oder?


    Meine Fragen an euch ist: Was soll ich tun? Kann man Borderlinepersönlichkeiten heilen? Wenn ja, wie? denkt ihr, ich bin eine B-Persönlichkeit? Wie sagt man Eltern, dass man zum Psychater gehen sollte?
    Wie kann ich diese Dinge oben abstellen? Wie kriege ich meine Gefühle wieder?

    MfG

    Snow White


    Ps.: Danke euch im voraus für die Antworten!

  2. #2
    Schreibkraft
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    Standard

    Hallo Snow White!

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich froh bin, dass du dich an uns wendest und dass du gegen deine Probleme ankommen willst. Das klingt vielleicht abgedroschen, aber es ist wirklich der erste Schritt.

    Die Probleme, die du beschreibst, kommen mir teilweise bekannt vor. Ich möchte mir allerdings nicht anmaßen, Diagnosen zu stellen. Wahrscheinlich sind es aber mehrere psychische Störungen, die hier zusammenspielen (Depression, Borderline, Persönlichkeitsstörung).

    Ein Merkmal einer psychischen Störung ist übrigens (und das wird nur zu gern vergessen), dass der Patient selbst nicht in der Lage ist, sich aus der momentanen Situation allein zu "befreien". Er hat Probleme im täglichen Leben, kommt aber nicht dagegen an.

    Genau deshalb ist es so wichtig, sich Hilfe zu suchen. Und auch wenn du diesen Rat vielleicht nicht hören möchtest, denke ich, du solltest dich an einen Psychologen wenden. Du merkst selbst, wie schlecht es dir geht, und möchtest, dass es besser wird. Also lass dir helfen!

    Die Vorstellung, zum Psychologen zu gehen, ist vielleicht zunächst sehr unangenehm. Besonders auch, mit deinen Eltern darüber zu reden. Wissen sie von deinen Problemen? Ich habe es so gemacht, dass ich nebenbei erwähnt habe, dass ich schlecht schlafen kann. Das habe ich dann meiner Hausärztin gesagt. Die hat mich zu einer Neurologin/Psychaterin überwiesen, und als ich meiner Mutter von der Überweisung erzählte, sagte ich ihr auch, dass ich das auch für notwendig halte, weil es mir schlecht geht. Natürlich ist das kein Patentrezept, aber für mich war es wohl die beste Variante.

    Und was deinen Berufswunsch angeht. Woher kommt er? Bist du dir sicher, dass du das durchhälst? Ich weiß, das ist auch eine Standardfrage, aber resultiert der Berufswunsch vielleicht nur daraus, dass du anderen helfen willst, vielleicht auch, weil dir nicht geholfen wird?
    Und wenn du dich bewirbst und danach gefragt wirst, ist es besser, "ja" zu sagen und auch sagen zu können, dass du deine Probleme dadurch beheben konntest, als "nein" zu sagen, und damit zu verschweigen, dass du solche Probleme hattest und eventuell auch noch hast.

    Denn nur, weil man Probleme verschweigt, sind sie noch lange nicht weg. Und nur, wenn du etwas gegen die Probleme tust (und ich bin der Meinung, dass es durch ärztliche Hilfe zumindest am schnellsten geht), wirst du irgendwann "problemfrei" leben können.

    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Hellie

  3. #3
    Gast331
    Gast

    Standard

    Hallo Hellie!
    ja, irgendwie hast du recht: ich will auch psychologin werden, weil ich anderen helfen wil. Ich möchte verhindern, dass es anderen so schlecht geht, wie mir jetzt. Weißt du zufällig, ob man ein Schulpraktikum (2-3 wochen) bei einem Psychater machen kann? dann weiß ich vielleicht eher, ob ich soetwas aushalte.

    Ich glaube, ich werde wirklich mal versuchen, auf diese Weise meinen Eltern beizubringen, dass ich zu einem Psychologen muss. Vielleicht geht es so einfacher...

    Danke, für den Rat!

    Lg
    Snow

  4. #4
    Schreibkraft
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    Hallo Snow White!

    Solch eine Entscheidung für einen Beruf ist immer sehr kritisch. Ich selbst habe eine ähnliche Motivation, aber auch andere Gründe für meinen Berufswunsch, der allerdings in eine andere Richtung geht. Du solltest dir aber im klaren sein, was es bedeutet, Psychiaterin zu sein. Du bist tagtäglich mit Menschen konfrontiert, denen es ähnlich schlecht geht wie dir im Moment. Manche Behandlungen sind sehr langwierig, Rückschläge werden nicht ausbleiben, z.B. Suizide oder -versuche. Gerade wenn man selbst in dieser Situation war, ist es schwierig, sich nicht in ihre Lage hineinzuversetzen. Aber sobald man das tut, macht man sich Sorgen um jeden einzelnen Patienten, und leidet damit selbst.

    Aber ich denke, ein wenig kann man die Lage vorher schon ausloten. Zum einen ein von dir angesprochenes Praktikum. In einer Praxis ist das m.E. nicht möglich, wegen der ärtzlichen Schweigepflicht. In einer psychatrischen Klinik oder einer Tagesklinik könntest du aber evtuell mal anfragen. Dort hast du dann wahrscheinlich auch erst einmal weniger Kontakt zu Patienten und kannst damit schauen, ob dir das zu viel wird.

    Allerdings denke ich, bemerkt man auch im Freundeskreis, ob man für solch einen Beruf geschaffen ist. In der Liste deiner Probleme steht auch:
    Ich will immer allen anderen helfen... niemand darf in meiner Nähe Probleme haben.
    Wie geht es dir dabei, wenn du den anderen hilfst? Belasten dich ihre Probleme? Was ist, wenn du ein Problem nicht lösen kannst?
    Als Psychiaterin haben alle Personen, die zu dir kommen, Probleme. Und es ist nicht nur so, dass du von dir aus alle Probleme lösen willst, sondern man erwartet von dir, dass du sie löst. Der Druck wächst damit enorm an.

    Viel Erfolg beim Gespräch mit deinen Eltern!
    Hellie

  5. #5
    Gast331
    Gast

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    Hi,
    ich fühle mich dann wie ein besserer Mensch. Ich denke manchmal, dass ich, mehr oder weniger, die Gabe habe, Menschen zu helfen.
    Ich gebe nicht auf, bis die Probleme gelöst habe, es sei denn, jemand anderes kann dem jenigen besser helfen. Dann sorge ich aber auch dafür, dass er hilft.
    Rückschläge in diesem Beruf sind sicherlich schlimm, aber wenn ich anderen Menschen helfe, reicht mir das.
    Normalerweise brauche ich keine Hilfe, oder ich nehme sie nicht an, weil ich denke, dass die Menschen genug Probleme haben und sich nicht auch noch mit meinen belasten sollten. Ich habe oft den Drang, mir alles von der Seele zu reden, aber irgendetwas sagt mir immer letzteres. Ich kann das nicht abstellen.
    Ich habe eine Freundin, die immer sagt "wie denkst du fühle ich mich, wenn ich dir als Freundin nicht helfen darf?", aber sie hat auch genug Probleme. nicht so gravierende, aber sie hat welche.
    Ich will helfen, und nicht, dass mir jemand hilft.
    Danke...
    Lg
    Snow

  6. #6
    Schreibkraft
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    Standard

    Hallo Snow White!

    Ich finde es gut, wenn du für deine Freundinnen da bist. Und solange dort nicht der Ursprung für eigene Probleme liegt, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

    Allerdings solltest du versuchen, dir auch helfen zu lassen. Das fängt auch schon mit alltäglichen Dingen an, wie zum Beispiel in der Schule oder bei deinen Eltern zu Haus. Sonst wird das alles irgendwann zu viel.
    Und auch bei den Problemen, die Ausgangspunkt für dieses Thema sind, solltest du Hilfe zulassen. Worin siehst du eigentlich die Gründe für deine Probleme? Gibt es da etwas bestimmtes?

    Und wenn du den Drang hast, über irgendetwas zu reden, tu es doch einfach Es gibt sicher auch Dinge, die deine Freundinnen nicht so sehr belasten, wo sie dir vielleicht sogar gute Ratschläge geben können. Und falls du das Gefühl hast, dich nicht an diese Personen wenden zu können, ist - wie es im Moment aussieht - dieses Forum ein guter Anlaufpunkt.

    Ich habe gelesen, dass du erst 15 bist. Ich denke, du hast noch Zeit, dich für einen Beruf zu entscheiden, und vielleicht findest du ja wirklich durch ein Praktikum heraus, wie sehr dir der Beruf des Psychiaters gefällt. Ich bin mir sicher, du wirst deinen Weg schon gehen.

    Hellie

  7. #7
    Gast331
    Gast

    Standard

    hi,
    ich weiß nicht genau, worin er lag... Probleme mit dem Tod von geliebten Menschen, Stress mit den Lebenden und so etwas vielleicht. Ich wurde auch früher oft "verarscht", vllt. hängt das damit zusammen... ich habe keine ahnung.
    Ich konnte mir, als ich 12 war, nicht einmal vorstellen, 13 zu werden. Zu leben, diese Vorstellung hatte ich völlig abgehakt. Jetzt bin ich so weit, dass ich Trauer und Wut fühle, aber sonst nichts.
    Ich hoffe auch, dass ich einen Praktikumsplatz finde. Und eine Psychatrische Klinik in der Nähe.
    Danke, dass du mir antwortest
    Lg
    Snow

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von Cruel Malice
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    Zitat Zitat von Snow White
    - zum Psychater gehen möchte ich aber irgendwie auch nicht, weil.. cih weiß nicht so recht, ich habe irgendwie das Gefühl, dass das für meinen späteren Beruf nicht so toll aussieht. Ich möchte nämlich Psychaterin werden. und, sollten die mich fragen, ob ich selber mal in Psychologischer behandlung war, ich ja sage und die dann diese ganzen Probleme herausfinden, werden die sich es nochmal überlegen, ob sie mich anstellen, oder?
    Mach dir deswegen keine Sorgen. Im Zuge des Studiums muss sich jeder der in die Richtung gehen will sowieso auch mal auf die Couch legen, um zu wissen wie es auf der anderen Seite des Notizblocks ist. ^_^

    Du solltest dir auf jeden Fall geschulte Hilfe/Unterstützung holen. ^_^
    You couldn't have picked a worse person to hole up in.
    Meine tapferere kleine Killermaschine
    Another nightmare about to come true

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