Im Moment bin ich bei einer Tiefenpsychologin, allerdings hatte ich bei ihr schon so viele Stunden, dass bald die Kasse die nicht mehr bezahlt und meine Therapeutin meint, dann bleiben mir nur zwei Alternativen
1) Klinik
2) ein anderes Verfahren.
Und da kommt dann nach ihrer Aussage nur die Psychoanalyse in Frage, denn wenn ich eine VErhaltenstherapie mache, dann bekäme ich nur 30 Stunden bezahlt und sie sie meint, das könne man bei mir vergessen - ich hab sie jetzt seit über 2 Jahren und noch immer weiß ich nicht, ob ich ihr wirklich vertrauen kann. Dafür bräuchte ich mehrere Jahre, um das zu testen.
Jedenfalls meint sie, dass ich zu einem Psychoanalytiker soll - um dort - in 3 Stunden in der Woche sozusagen ein tiefes Vertrauensverhältnis aufzubauen und dann Erfahrungen aus der Kindheit aufzuholen.
Ich hab damit jetzt folgende Probleme und Fragen:
1) Hatte jemand von euch schon Mal einen Therapeutenwechsel? Ich kann mir das nicht vorstellen und will das auch einfach nicht, weil ich mir mühevoll in Jahren die intimsten Dinge bei meiner Therapeutin zusammengestottert habe und jetzt einfach keinen Nerv habe, das Gleiche schon wieder jemandem Fremden zu erzählen, nur weil die Kasse nichts mehr zahlt. Es dauerte schon 50 Stunden, bis ich meiner Therapeutin erst Mal die wichtigsten Sachen erzählt hatte.
2) Ich habe schlichtweg keine Lust mehr auf Therapien, aber ohne geht auch nicht. Ein Leben, in dem man von Therapie zu Therapie gondelt, ohne nennenswerte Erfolge zu haben (Meine Thera meinte, das sei normal, es würde Jahrzehnte dauern, bis ich das alles halbwegs aufarbeiten kann) ist doch auch nicht der Burner?
Ich habe zwar kleinere Erfolge, aber die ändern nichts an meiner grundsätzlichen Lebensqualität, die ist schlecht und wird das auch die nächsten Jahrzehnte so bleiben - Mal abgesehen von ein paar marginalen Änderungen, die ich mit Hilfe der Therapie erreiche.
3) Wäre es eine Option, gänzlich ohne Therapie zu leben und "zu schauen, was kommt". In manchen Gesellschaften gibt es gar keine Therapeuten und es klappt ja auch irgendwie. Vielleicht werde ich von meinen Therapeuten ja "kränker und gestörter" geredet als ich tatsächlich bin und fühle mich auch deshalb so miserabel? Habt ihr da Erfahrungen?
Gruß!


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