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Thema: Vor ca 1 Jahr starb mein Dad und bald auch meine Mum!

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Vor ca 1 Jahr starb mein Dad und bald auch meine Mum!

    Am 11.10.2006 hatte mein Dad (zu der Zeit 44 Jahre alt) einen tötlichen Motorradunfall. Es tut immernoch so sehr weh. Da sich meine Eltern scheiden ließen als ich 2 Jahre alt war, lernte ich ihn erst mit 12 Jahren kennen als er mich nach einem Soezitversuch im Krankenhaus besuchen kam. Weil er aber mittlerweile eine neue Familie hatte, war der Kontakt nicht sehr überragend. Seine Frau versuchte ständig mich von ihm fern zu halten! (wenn ich auf Besuch war, schickte sie mein Dad mit Mario, Sohn, zum Bogenschießen, schwimmen, etc... und ich musste bei ihr warten)
    Also lernte ich ihn erst richtig kennen, als er sich 2005 scheiden lies!
    Ich stellte fest, dass ich sehr viel von ihm habe, Humor, Redensarten, Verhalten,... Wir haben sehr viel gemeinsam unternommen, sind auch oft aus gegangen (Disco). Ich hätte mir nie gedacht, dass es so schön sein kann einen Papa zu haben!!!
    Und dann? .... Einfach aus!! Das ist so unfair!!!
    Mit Mama hab ich mich nie so gut verstanden, wir haben einfach nicht die gleiche Wellenlänge!!

    Sie hat mich immer nur runtergemacht... ich kann nix, alles was ich mache geht schief, ich werde nie was erreichen...
    Wir haben uns so oft gestritten, sie hat NIE versucht mich zu verstehen!!
    Papa hat mir in diesem einen Jahr gezeigt, dass ich sehrwohl was wert bin und er hat mich immer positiv bestärkt, wenn ich mir mal wieder was in den Kopf gesetzt habe. Er war IMMER voll und ganz auf meiner Seite!!
    Aber Mama, sie hat ja ihren Peter... ihr Mann. Er ist 20 Jahre älter als sie und ein totaler A....!! Er ist auch der Grund für meinen damaligen Soezitversuch als ich 12 war. Aber Mama hat mir ihm gegenüber NIE was geglaubt, denn ER ist ja perfekt! Warum ist sie so egoistisch?

    So, vor ca 3 Jahren hat man bei Mama Brustkrebs festgestellt, den man auch gleich mit ihrer linken Brust entfernt hat. Sie bekam Chemo und viele Medikamente..... Und jetzt, vor etwa 4 Monaten haben die Ärzte wieder was entdeckt. Metastasen in Brustbereich, unter der Achsel und im Kopf!!

    Sie haben sie bestrahlt und sie hat wieder Chemos bekommen!
    Lange Rede kurzer Sinn: Sie liegt jetzt mit etlichen Metastasen im ganzen Körper verteilt, mit Wasser in der Lunge, Krebszellen die sich schon außerhalb ihres Körpers auf dem ganzen Brustkorbbereich verteilen und sehr großen Schmerzen im Krankenhaus und bekommt schon Morphiumpflaster damit sie das Alles noch mitmacht!

    Es geht mir so besch.....! ICH habe 2 Kinder (Junge 6, Mädchen 3) und bekomme Anfang März mein 3. Kind!

    Ich weiß nicht mehr was ich denken oder fühlen soll.
    Einerseits vermiss ich sooo sehr meinen Dad und frage mich warum ER und nicht SIE. Andererseits tut SIE mir so sehr leid und ich will eigentlich gar nicht, dass sie so leidet! Auch wenn ich so viel mitmachen musste wegen ihr!! Aber sie ist doch meine Mama und ich brauche sie irgendwie...
    wie gesagt, ich weiß nicht was ich denken soll, es sind eben so viele Gedanken und alle verschieden! Warum ist Papa nicht da? Er könnte mich aufmuntern!! Er würde mich verstehn! Ich bräuchte nicht mal was zu ihm sagen und er würde mich verstehn!! Das ist so gemein! Ich weiß, das klingt kindisch, aber es ist halt gemein!!

    Ich will nicht, dass sie stirbt!! Vielleicht würde sie sich noch ändern und wir würden uns einmal richtig gut verstehn!?! Es ist so viel gewesen, ich könnte 3 Bücher drüber schreiben, aber es waren doch auch gute Momente dabei! Wir hatten doch auch manchmal Spaß...

    Es ist Alles so.... ich weiß auch nicht... Ich vermisse ihn so!!!

    Was haltet IHR denn davon? Ich weiß nicht mehr weiter. Ist das normal so?
    Was soll ich denn machen? Was tut man damit es aufhört weh zu tun??!

  2. #2
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Meg

    Gerade erst bist du dabei den Verlust eines Menschen zu verarbeiten, mit dem du viel zu wenig Zeit verbracht hast und der dir sehr nahe stand, weil er dir in seinem Wesen sehr ähnlich war. Dann kommt die krankheit eines Menschen, der dich dein ganzes Leben begleitet hat, mit dem du guten und schlechte Zeiten hattest ( in deinen Erinnerungen mehr schlechte als Gute ) Dazu bist du schwanger, da ist man sowieso sensibler und gefühlsmäßig labiler.

    Wenn du aus eigener Kraft nicht damit fertig werden kannst, dann würde ich dir vorschlagen, dass du dir Hilfe holst. Frage mal deinen Frauenarzt vielleicht kann er dir weiterhelfen. Auch in der Klinik in der deine Mutter liegt gibt es sicher Mitarbeiter, die für die Begleitung von Familienangehörigen zuständig sind. Außerdem gibt es in vielen Orten eine psychologische Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppen für trauernde Hinterbliebene.

    Was mir beim Lesen auffällt ist, dass du sehr hart bist in der Beurteilung deiner Mutter und im Gegenzug sehr nachgiebig mit deinem Vater., Bist du da wirklich fair oder möchtest du beim Vater die schlechten Sachen und bei der Mutter die Guten einfach nicht sehen? Deine Mutter hat dich ohne deinen Vater großgezogen, da ist es doch klar, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Du kennst es doch sicher auch von deinen Kindern. Man möchte alles richtig und gut machen, aber die lieben Kleinen haben einen eigenen Kopf und eigene Vorstellungen und eine andere Wahrnehmung. Dein Vater hast du ja eher als Kumpel erlebt. Kumpel erziehen nicht. Sie sind für den Spass zuständig. Kind- Eltern-Konflikte wie du sie mit der Mutter erlebt hast, gab es da sicher weniger oder gar nicht.

    Nutze die Zeit die dir mit deiner Mutter noch bleibt um dich mit ihr innerlich zu versöhnen. Sie hat dir das Beste gegeben was sie konnte. Mag sein, das es nicht immer das war, das du dir gewünscht hast. Mag sein, dass sie auch Fehler begangen hat, wie wahrscheinlich jeder der Kinder erzieht. Sie hat dir dein Leben geschenkt und das allein ist schon ein großer Dank wert.

    Du schreibst, dass du erhoffst, dass sie sich ändert, vielleicht reicht es auch, wenn du nur deine Haltung ihr gegenüber veränderst. Sie die Böse und du die Gute? Na, ja. Welches Kind macht schon alles richtig. Du wirst deinen Anteil schon dazu beigetragen haben, dass es so wie es war gelaufen ist.
    Es gibt kein Gut oder Böse,es ist wie es ist, bzw. es war wie es war, denn das ist das Leben. Wechselwirkungen.

    Ich weiß nicht ob es dir hilft, aber wenn du kannst, dann sei dankbar für die Zeit die du mit deinen Eltern hattest und trauere nicht um eine Zeit, die du gerne gegabt hättest. Du hast eine Familie die dich braucht und Kinder, denen du die Mutter sein kannst, die du gerne gehabt hättest. Schau nach vorne und nicht zu sehr zurück. Sobald du kannst.

  3. #3
    Neuling
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    Böse

    Zitat Zitat von Wunderlampe Beitrag anzeigen
    Was mir beim Lesen auffällt ist, dass du sehr hart bist in der Beurteilung deiner Mutter und im Gegenzug sehr nachgiebig mit deinem Vater., Bist du da wirklich fair oder möchtest du beim Vater die schlechten Sachen und bei der Mutter die Guten einfach nicht sehen? Deine Mutter hat dich ohne deinen Vater großgezogen, da ist es doch klar, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Du kennst es doch sicher auch von deinen Kindern. Man möchte alles richtig und gut machen, aber die lieben Kleinen haben einen eigenen Kopf und eigene Vorstellungen und eine andere Wahrnehmung. Dein Vater hast du ja eher als Kumpel erlebt. Kumpel erziehen nicht. Sie sind für den Spass zuständig. Kind- Eltern-Konflikte wie du sie mit der Mutter erlebt hast, gab es da sicher weniger oder gar nicht.

    Nutze die Zeit die dir mit deiner Mutter noch bleibt um dich mit ihr innerlich zu versöhnen. Sie hat dir das Beste gegeben was sie konnte. Mag sein, das es nicht immer das war, das du dir gewünscht hast. Mag sein, dass sie auch Fehler begangen hat, wie wahrscheinlich jeder der Kinder erzieht. Sie hat dir dein Leben geschenkt und das allein ist schon ein großer Dank wert.
    Der von mir oben verfasste Text, beschreibt natürlich nicht mal einen Bruchteil meiner Vergangenheit und meine Gefühle!

    Sie war eben nicht "alleinerziehend", da sie als ich 4 Jahre alt war mit Peter eine Beziehung anfing (er ist 20 Jahre älter als sie, hat selbst einen Sohn der 15 Jahre älter als ich ist und er ist jetzt ihr Mann).

    Sie war selten zu Hause. Wir hatten im Bauernhaus von meiner Oma im oberen Stock eine kleine Wohnung. Ich war den ganzen Tag allein, da zwar immer Jemand da war aber nie jemand für mich Zeit hatte. ich musste mich immer allein beschäftigen und hab natürlich auch viel Blödsinn gemacht.
    Und immer wenn Mum um 9Uhr abends Heim kam, hat Oma ihr erzählt, wenn ich was angestellt hab. Mama ist dann immer zu mir rauf und hat mich, ob ich schon schlief oder nicht, bei den Haaren aus dem Bett gezerrt und verhaun. (Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als würde ich`s in einem Film sehen)
    Danach nahm sie mich meistens in den Arm, entschuldigte sich und versprach mir, dass sie das nicht mehr tut... was meistens bis spätestens in einer Woche, wenn nicht früher, wieder vergessen war...

    Seit Peter (als ich 6 Jahre alt war) zu uns eingezogen ist, musste ich für Alles was ich wollte IHN fragen! ER traf alle Entscheidungen!! Und meinen 10. Geburtstag verbrachte ich in einem Kinderheim, wo Peter beschloss mich hineinzustecken, damit sie sich in Ruhe um den Bau ihrer neuen Wohnung kümmern konnten. Ich wurde in diesem sch.... Heim von Nonnen geschlagen, ich meine HALLO...NONNEN!! Aber das ist auch so Etwas, das mir Mum nie geglaubt hat, weil sie ja soo nett waren, die 3 Mal die mich Mum im ganzen Jahr besucht hat!

    Als ich nach diesem Jahr wieder "nach Hause" durfte, in die neue Wohnung in der ich mich nie wirklich willkommen gefühlt hab, hatte Peter glaub ich ein paar Orientierungsschwierigkeiten, da er öfters mal das Bett meiner Mum mit dem Meinen verwechselt hat... kann natürlich auch sein, dass wir uns zu ähnlich schaun und er schlecht sieht...
    DAS hat SIE mir aber auch NIE geglaubt!!

    Im Gegenteil!! Als ich mir dann mit 12 Jahren das Leben nehmen wollte, kam sie mich in den 2 Monaten Krankenhausaufenthalt ganze 5Mal besuchen und willigte dann ein mich in die Psychiatrie für Kinder und Jugendliche zu überweisen, denn ein Kind das sich OHNE Grung einfach so umbringen will, mit dem kann doch was nicht stimmen!!!.... Dort verbrachte ich dann weitere 2 Monate und danach kam ich in eine beträute Wohngemeinschaft, da ich drohte mir immer wieder was anzutun, wenn sie mich zu Mum und Peter zurückstecken wollen!

    In der WG war ich nicht lange, mich hat dann meine Oma aufgenommen, wo ich blieb bis ich mit 16 mit meinem Freund (mit dem ich immernoch zusammen bin und bald 3 kinder mit ihm habe) zusammen zog.

    Das war zumindest mal eine ausführlichere Kurzfassung meines Lebens mit Mama.

    Also, ich finde nicht, dass sie ihr Bestes gegeben hat, nun wirklich nicht!!!
    Das ist nicht öse gemeint liebe "Wunderlampe", aber sie hat mir in der Vergangenheit wirklich schlimme Dinge angetan und ich weiß einfach nicht, wie ich JETZT mit dieser Situation umgehen und darüber denken soll...
    Denn einerseits will ich sie lieben und andererseits muss ich mich zusammenreißen sie nicht zu verachten... ich weiß nicht ob das jemand verstehen kann, aber ich empfinde es nunmal so, so leid wie`s mir auch tut!

    Und ich weiß, dass ich Hilfe brauche, aber aus genau dem Grund schreibe ich HIER rein...

  4. #4
    Gast1207
    Gast

    Standard liebe meg..

    so wirklich weiss ich nicht was oder wie ich dir schreiben soll...
    aber..deine "geschichte" hat mich wirklich betroffen gemacht...
    puh...das war dann wohl kein leben...eher die hölle...oder?

    ich denke...ein wenig kann ich deine gefühle schon nachempfinden...
    vielleicht glaubst du...weil sie deine mutter ist...hast du kein recht sie...zu hassen...für das was sie dir angetan hat...aber das hast du meiner meinung nach sehr wohl...denn,eine mutter wünscht man sich ja wohl anders...
    aber...das da keine verbundenheit ist..kann wohl jeder verstehen der dein geschriebenes gelesen hat!!!!!!!!

    vielleicht gehts du mal in dich...und schaust...wer sich versöhnen will...du,die erwachsene frau von heute...oder die kleine meg..die,die damals weggeschickt wurde...die das gefühl hatte..mich will eh keiner...
    ich schreibe das deshalb...weil es vielleicht wichtig für dich heute ist...dich zu "versöhnen"...um endgültig abschied nehmen zu können...abschied von allem altem....

    und das du deinen dad "zu" spät kennengelernt hast...tut mir leid...aber weisst du was daran das wertvolle ist?
    du hast NUR gute erinnerungen an ihn....die bleiben dir immer erhalten!!!!

    ich weiss nicht ob ich damit auch nur ansatzweise richtig liege...???

    ich finde es jedenfalls gut und wichtig...das du dich überhaupt äusserst..auch wenn das zunächst nur in einem forum ist....

    freu dich auf euer 3.kind...und ich schätze...gerade weil du so viel als kind leiden musstest..bist du (abgesehen von mir ) die beste mami der welt!!!!!!!!!!

    wünsche dir alles gute..viel kraft....und viel freude mit bambini 3...wenn's denn soweit ist!!!!!!!!!!


    lg hope

  5. #5
    Neuling
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    Lächeln

    Liebe Hope36!

    Das klingt ja fast so als würdest du mich kennen! Ich denke du hast recht, es ist eher "die kleine Meg" die sich versöhnen will. Denn erst seit ich erwachsen bin, ist mir bewusst geworden, wie falsch das Alles was passiert ist war. Und dass dieses psychische Chaos das manchmal in mir herrscht, von Früher her kommt.

    Ich schreibe desshalb in ein Forum, weil ich mich irgendwie nicht so überwinden kann zu einem Psychiater zu gehen und das Alles Jemandem ins Gesicht zu erzählen...

    Ich danke dir sehr für deinen guten Rat und deine lieben Worte! Sowas tut echt mal gut!!
    Ich freue mich schon sehr auf den kleinen Leon und meine anderen Beiden (Marcel und Tamara) können`s auch schon kaum erwarten!!

    So hart, böse und gemein wie`s auch klingen mag... aber... ich hoffe Mum wartet noch bis das Baby da ist, denn wenn sie mir die Freude um`s Baby durch ihren Tod versaut dann....
    Vorallem weil sich eben die Kids so auf den kleinen Bauchzwerg freuen!!!
    (die Kids vergöttern nämlich ihre Oma!! sie sind von ihr ja auch immer verwöhnt und verhätschelt worden, als wlle sie bei meinen Kindern ihre Fehler die sie bei mir gemacht hat wieder gut machen... naja, ich gönn`s den Kids!)

    Ich werd versuchen deinen Rat mit dem "versöhnen" umzusetzen!!

    Liebe Grüße
    Meg

  6. #6
    Gast1207
    Gast

    Standard liebe meg..

    das freut mich jetzt wirklich...das dir meine worte gut getan haben!!!

    und man muss einen menschen nicht wirklich kennen...man braucht nur ne portion einfühlungsvermögen...und ich glaub..das besitze ich...

    ich denke..es ist wichtig..das du dich gut fühlst..bei dem gedanken dich versöhnen zu wollen...das sollte kein zwang sein...
    die erwachsene meg sollte sich da vielleicht "raushalten" und das die kleine meg "machen" lassen...

    es gibt bücher über "das innere kind"...vielleicht helfen die dir beim aufarbeiten...google mal...oder schau bei amazon..o.ä.

    ich denke..das wichtigste ist jetzt..das der kleine mann in dir gesund und munter zur welt kommt...alles andere lässt sich eh nicht bestimmen..oder aufhalten...

    ich wünsche dir und deiner famile...ALLES GUTE!!!!!!!!!!!!

    glg hope

  7. #7
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo meg

    Und ich weiß, dass ich Hilfe brauche, aber aus genau dem Grund schreibe ich HIER rein...
    Ich weiß nicht ob du dir da zu viele Hoffnungen machst. Die Hilfe die wir dir hier geben können ist doch recht begrenzt. Ich weiß nicht einmal ob es wirklich eine Hilfe ist wenn ich dir antworte wenn es in dir drinnen alles aufschreien läßt. Du hast mein ganzes Mitgefühl, aber das bringt dich nicht wirklich weiter.

    Also, ich finde nicht, dass sie ihr Bestes gegeben hat, nun wirklich nicht!!!
    Das ist nicht öse gemeint liebe "Wunderlampe", aber sie hat mir in der Vergangenheit wirklich schlimme Dinge angetan und ich weiß einfach nicht, wie ich JETZT mit dieser Situation umgehen und darüber denken soll...
    Denn einerseits will ich sie lieben und andererseits muss ich mich zusammenreißen sie nicht zu verachten... ich weiß nicht ob das jemand verstehen kann, aber ich empfinde es nunmal so, so leid wie`s mir auch tut!
    Warum läßt du deine Gefühle nicht einfach zu, so wie sie sind. Nur weil sie deine Mutter ist mußt du sie nicht lieben.
    Deine Emfindungen müssen dir nicht leid tun. Du mußt dich auch nicht zusammenreißen, denn du hast alles Recht der Welt alle Gefühle zu haben auch Verachtung für deine Mutter. Wenn sie deine Liebe nicht verdient hat, dann mußt du sie ihr auch nicht geben.

    Diesen sexuellen Mißbrauch hast du den schon therapeutisch verarbeitet? Denn solche Dinge wirken lange. Auf wen hast du denn mehr Wut auf deine Mutter oder auf diesen Peter. Schau dir mal die Beziehung deiner Mutter zu diesem Peter an. War sie von ihm abhängig und konnte sich nicht wehren? Ist sie nicht auch von ihm mißbraucht worden auf andere Art?

    Hätte sie es wirklich besser machen können und war sie dazu einfach nicht fähig. Du klagst an und stellst sie vor Gericht. Wo liegen ihre Verbrechen und wo war sie "Mittäter", bzw selbst ein Opfer. Sind die Verbrechen so schwerweigend, dass du sie verurteilen kannst, dann tue es. Und teile ihr innerlich die gerechte Strafe zu. ( deine Verachtung, deinen Hass, deine grenzenlose Enttäuschung ) Aber jeder Angeklagte hat auch ein Verteidiger verdient. Hat der auch einen Platz in dir? Was könnte der Angeklagte zu seiner Verteidigung vortragen und hast du ihr all deine Anklagen schon mal ins Gesicht gesagt, so dass sie sich selber verteidigen konnte?
    Als Kind hat sie dir nicht geglaubt, vielleicht auch die Wahrheit verdrängt, weil die sie unfähig war sich der Wahrheit und den Konsquenzen zu stellen. Vielleicht glaubt sie dir jetzt.

    Wenn du diesen Prozess durchgestanden hast wird er dich vielleicht an den Punkt bringen wo du ganz genau siehst wie du zu deiner Mutter stehst. Auch wenn es bedeutet für immer von der Kindheit Abschied zu nehmen und festzustellen, dass du diese Frau nicht mehr lieben kannst, obwohl sie deine Mutter ist. Wenn du sie lieben willst mußt du ihr verzeihen. Es liegt an dir , ob du das kannst und willst.
    Auch wenn sie sich jetzt noch ändern könnte, an der Vergangenheit ändert das nichts.
    Lass dich dabei im realen Leben von Menschen helfen die etwas davon verstehen, mit denen du stundenlange Gespräche führen kannst. Die Dinge in Zusammenhang bringen können, die Laien gar nicht sehen.
    Hier schreibt keine Expertenteam.

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Meg84 Beitrag anzeigen
    [B]So hart, böse und gemein wie`s auch klingen mag... aber... ich hoffe Mum wartet noch bis das Baby da ist, denn wenn sie mir die Freude um`s Baby durch ihren Tod versaut dann....

    Hallo Meg,

    klingt auch schon wieder nach dem verletzten Kind, finde ich. Ich weiss nicht, ob und inwieweit es Dir möglich ist, im Mom die Ebenen Kind und Erwachsene zu trennen. Denn die Aufarbeitung des verletzten Kindes kann ziemlich lange dauern und Du wirst das wahrscheinlich nicht mehr mit den reelen Personen klären können (musst Du auch gar nicht).

    Vll kannst Du Deine Mutter jetzt mit dem Blick der erwachsenen Frau anschauen, die einen Menschen sieht, der den letzten Gang in seinem Leben angetreten hat und darin letztlich auch alleine ist. Was das heisst, kann niemand von uns ermessen und wir sollten dem einfach nur Respekt entgegen bringen und ansonsten nichts erwarten.

    wegen Deinem Zitat oben hab ich noch nen Gedanken, vll tröstet der Dich etwas, falls es doch so sein sollte:
    Ich war hochschwanger auf der Beerdigung meiner Großmutter (ist nicht ganz das selbe, weil ich mit ihr gut stand und Großmutter und Mutter nochmal was anderes ist) Da sagte ihre Tochter (meine Tante) zu ihren Geschwistern, dass sie das tröstet mich mit dem dicken Bauch da zu sehen. Im Gleichen Atemzug, wo jemand gegangen ist, zu sehen, dass das neue Leben schon bereit steht.
    Immerhin hatte ich den dicken Bauch, weil in der Kette irgendwo mal meine Oma war...

    LG Gaby

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