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Thema: "Vortragsangst"

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich "Vortragsangst"

    Hallo,

    Ich habe schon länger mehr oder weniger ein "Problem", welches ich alleine nicht abschütteln kann.

    Ich gehe momentan noch in die Oberstufe und bin schulisch gut bis sehr gut, habe auch gute Ideen und weiß, wovon ich rede. Außerdem bin ich ziemlich perfektionistisch, wenn ich etwas mache, dann also richtig.

    Nun ist es aber so, dass wenn ich etwas vortragen muss, ich ganz nervös werde, mein Herz ganz doll anfängt zu rasen und ich mich oft verspreche, je länger ich dann vortrage, desto besser klappt es mit der Zeit.
    Wenn ich mich normal im Unterricht melde oder so, ist das überhaupt nicht. Naja, selten.
    Es ist sehr oft bei Referaten oder in Englisch (ich hatte ein High School Semester, kann daher vergleichsweise ziemlich gutes Englisch), oder wenn ich eine Hausaufgabe richtig gut gemacht habe.
    Ich habe schon oft darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass ich immer so nervös werde, wenn ich etwas richtig gut machen möchte, wenn ich mir denke "So, jetzt kannst du es perfekt und jetzt zeigst es allen!"
    Ich weiß, dass dieses nervös werden übertrieben ist, und ich versuche mir dann auch einzureden, dass ich es kann, kein Problem, etc.
    Außerdem habe ich schon einen Rhetorikkurs gemacht, habe mich in Amerika in der speech class eingetragen, melde mich für jedes Referat, und trage bei jeder noch so kleinen Möglichkeit vor.
    Oft übe ich auch zu Hause vor dem Spiegel, oder nimm meine Stimme auf, etc. Das ist auch alles kein Problem, ich kann es richtig gut. Und ich habe oft auch sehr gute Beiträge, deswegen dürfte ich auch keine Probleme haben. Aber immer, wenn ich das denke, werde ich richtig nervös.

    Ich weiß schon, dass ich da rüber hinweg muss, deswegen nutze ich auch jede Gelegenheit, wie schon oben erklärt, aber es wird einfach nicht besser.

    Heute hatte ich auch wieder einen richtig guten Vortrag in Englisch, (ohne arrogant sein zu wollen) bin ich durch den Austausch die beste in meinem Kurs, also habe ich mich gemeldet und dachte mir so "Jetzt zeigst du einen super Vortrag." - und schwupps, kaum stehe ich vorne, werde ich super nervös, ich verspreche mich 3x an einem Wort, kann keine Sätze mehr bilden, echt ganz schlimm. Zum Ende wurde es dann etwas besser, und sobald ich vorne weg war kommte ich wieder von meinem Platz aus "stundenlang" reden.

    Ich verstehe es einfach nicht, was kann ich denn dagegen machen, hat hier irgendjemand eine Idee? Ich wäre euch wirklich super dankbar!

    ganz liebe Grüße
    Geändert von Traveler (05.04.2011 um 21:53 Uhr)

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von monkey
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    Standard

    Hi Traveler,

    meine Idee wäre, daß du dich auf das Thema, welches du vorträgst konzentrierst. Es geht nicht um dich, wenn du einen Vortrag hälst, sondern um den Inhalt, den du verständlich vermitteln möchtest. Oder?

    Kreise nicht um dich selbst, sondern sei dir bewußt, daß du die Aufmerksamkeit dieser Menschen hast, weil sie dir nur aus dem einen Grund zuhören... sie möchten etwas lernen, Informationen usw.

    Grüßle
    monkey

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei monkey für den sinnvollen Beitrag:

    Traveler (06.04.2011)

  4. #3
    Schreibkraft Avatar von Magdolna
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    Standard Rosa Elefanten ...

    Hallo Traveler,

    zu deiner Beruhigung und aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, dass es durchaus Menschen gibt, die beruflich "Referate" halten müssen und vor dem Auditorium stehen und auch solche Ängste haben, bei mir besonders in Bewertungssituationen. Nur, merke das nur ich, andere bestätigen, dass man es mir nicht anmerkt.

    Vielleicht wäre es ratsam, die Ursache ganz konkret anzugehen, da es ja ohne Zuhörer (beim Üben) sehr gut funktioniert und du auch von deinem Platz aus super reden kannst.

    Zitat Zitat von Traveler Beitrag anzeigen
    Außerdem bin ich ziemlich perfektionistisch, wenn ich etwas mache, dann also richtig.
    Dein Streben nach Perfektion und absoluter Fehlervermeidung ist doch die Ursache oder?
    Du selbst stellst Anforderungen an dich und nur du selbst kannst sie korrigieren.

    An zu hoch gesteckten Zielen kann man nur scheitern. Es ist also die Definition von „richtig“, die du dir selbst vorgibst.

    Wie viele Fehler während des Vortrages würdest du dir zugestehen, keine oder?

    Wie mein Vorr-edner/schreiber schon sagte, der Inhalt ist entscheidend. Aber auch das Ziel, das in deinem Kopf herumspukt.

    Willst du die Zuhörer informieren, ihnen einen interessanten Inhalt anbieten oder geht es dir darum, dich als Perfektionist darzustellen?

    (Sry, so hart wie das jetzt klingt, ist das nicht gemeint.)

    Nun ist es aber so, dass wenn ich etwas vortragen muss, ich ganz nervös werde, mein Herz ganz doll anfängt zu rasen und ich mich oft verspreche, je länger ich dann vortrage, desto besser klappt es mit der Zeit.
    Wenn ich mich normal im Unterricht melde oder so, ist das überhaupt nicht. Naja, selten.
    Ich habe schon oft darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass ich immer so nervös werde, wenn ich etwas richtig gut machen möchte, wenn ich mir denke "So, jetzt kannst du es perfekt und jetzt zeigst es allen!"
    Ich weiß, dass dieses nervös werden übertrieben ist, und ich versuche mir dann auch einzureden, dass ich es kann, kein Problem, etc.
    Das ist auch alles kein Problem, ich kann es richtig gut. Und ich habe oft auch sehr gute Beiträge, deswegen dürfte ich auch keine Probleme haben. Aber immer, wenn ich das denke, werde ich richtig nervös.
    Ich weiß schon, dass ich muss, deswegen nutze ich auch jede Gelegenheit, wie schon oben erklärt, aber es wird einfach nicht besser.
    . also habe ich mich gemeldet und dachte mir so "Jetzt zeigst du einen super Vortrag." - und schwupps, kaum stehe ich vorne, werde ich super nervös, ich verspreche mich 3x an einem Wort, kann keine Sätze mehr bilden, echt ganz schlimm.
    Wenn du deine Aufmerksamkeit in erster Linie darauf richtest, „es allen zu zeigen“, wie perfekt du bist, dann ist das doch eine Barriere für dich. Die starke Konzentration darauf, lässt dich nicht locker sein.

    Das ist so, als wenn ich sage: „Denke jetzt mal nicht an einen rosa Elefanten!“ Und zack, man sieht ihn.

    Auch dieses Ich-Muss kann Ursache für diese Nervosität sein, denn je länger du vorträgst und dich damit ja mehr auf den Inhalt konzentrierst, desto besser wird es doch. Wenn du dich bewusst oder unbewusst unter Druck setzst, ist das vorprogrammiert.

    Gruß Magdolna
    "Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen." Pablo R. Picasso

  5. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Magdolna für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (06.04.2011),monkey (07.04.2011),Traveler (06.04.2011)

  6. #4
    Neuling
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    Standard

    Hallo ihr Beiden und dankeschön für eure Antworten.

    So simpel es klingt, sie haben mir schon weitergeholfen.
    Das Problem ist jetzt nur noch die Umsetzung, aber ich werde "daran arbeiten".
    liebe Grüße

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