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Thema: Warum bin ich verliebt? Und in wen?

  1. #1
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    Standard Warum bin ich verliebt? Und in wen?

    Ich habe ein Problem welches keines zu sein scheint.

    Vorgeschichte:
    Ich bin 22 Jahre alt und hatte noch nie eine Partnerin. Ich war genau 2 mal verliebt (einmal 3. Klasse, einmal vor nicht mal einem Jahr).
    Beim ersten mal wurden wir so etwas wie Freunde. Aber ein anderer Freund hat meine Liebe vor ihr ausgeplaudert und sie war mehr als ablehnend. Komischerweise hat es mich nicht gestört (Ich frage mich heute ob es Verdrängung war).
    Beim zweiten Mal war es ein Mädel, dass so gar nicht mein Typ war. Und als ich erfahren habe, dass sie vergeben ist und es ablehnt mit Klassenkameraden eine Beziehung anzufangen, hat es sich sehr schnell wieder im Sande verlaufen. Davor war es aber recht anstrengend: Appetitlosigkeit, Einschlafprobleme, Manie, Herzrasen und so etwas wie ein Nervenzusammenbruch (seitdem überlegte ich ob ich einen Therapeuten aufsuchen sollte).
    Bis zur 10. Klasse (die schon mehr als 5 Jahre zurück liegt) habe ich mir verboten mich in eines der Mädels in meiner Klasse zu verlieben (andere Mädels kannte ich auch gar nicht). Einerseits weil ich damals wie heute Probleme habe meine Gefühle auszudrücken und Probleme habe anderen zu vertrauen, andererseits wegen quasi nicht vorhandenem Selbstvertrauen
    (Trotzdem, dass einige mit mir geflirtet haben).

    Heute:
    Nun bin ich schon 22 Jahre Single und es ist niemand in meiner Umgebung zu dem ich mich hingezogen fühlen würde. Und doch habe ich gerade die berühmten Schmetterlinge im Bauch. Ich phantasiere gerade viel, wie es wohl sein würde jemanden an meiner Seite zu haben und lese allerlei Romantisches. Warum bin ich gerade jetzt verliebt wo ich doch niemanden zum Verliebt-sein habe?

    MfG
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    P.S.: Nur so zur Info - Ich habe bereits einen Termin für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten ausgemacht und mein paranoid-schizoides Verhalten ist sicherlich einer der Gründe dafür.
    Ich hätte jetzt gerne eine "Quich-Info", weil ich dazu im Netz und im Forum nichts finden konnte.

  2. #2
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    Mal ein kurzes Update.

    Ich habe gerade meinen Blutdruck und Puls gemessen: 131 zu 81, Puls 72. Normalerweise habe ich einen zu niedrigen Blutdruck (90-100 zu 50-60). Es ist genau wie meinem letzten verliebt-sein, da hab ich auch gemessen und alle Werte waren erhöht.
    Ich hatte heute Mittag einen Weinkrampf, nachdem ich den ganzen Vormittag ein Gefühl der Spannung im Herzen hatte (nicht physisch). Ich kann aber den Grund für das Weinen nicht ausmachen...
    Jetzt ist die Spannung weg - mein Herz fühlt sich leer an, aber ich zittere andauernd (auch jetzt noch, gut 5 Stunden später).

  3. #3
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    Mal ein zweites Update, bzw. eine Ergänzung.

    Mein "Verliebt-Sein" schwankt doch etwas sehr stark...
    Ich bin in letzter Zeit (eigentlich schon sehr lange - aber nicht so stark) immer mal wieder etwas verliebt (ohne eine bestimmte Person im Auge zu haben), was sich dann in leichter Sentimentalität ausdrückt und einem schönen Gefühl. Dann bin ich sehr selten (zwei mal im Verlauf diesen Jahres und einmal in der 3. Klasse) extrem Verliebt, was sich in bereits beschriebenen Symptomen ausdrückt und ebenfalls mit einem schönen Gefühl, welches ich aber auf Dauer nicht ertrage.
    Und nach diesen (beiden letzten) extremen Phasen, kommt/kam - so wie jetzt - eine sehr ambivalente Phase, in der ich mir denke, dass ich auch super für immer alleine Leben kann. In dieser Phase fehlt das Gefühl der Liebe gänzlich und ich bin um einiges weniger sentimental.

    Bei mir wechseln sich also irgendwie gewollte Einsamkeit mit Phasen des extremen Verliebt-Sein ab. Also Phasen der Einheit und Phasen der gewünschten Zweiheit (Partnerschaft) und unterschwellig auch Phasen der gewünschten Vielheit (gute Freunde).

    (Anm.: Die letzte extremen Phase wurde vielleicht durch ein romantisches Buch ausgelöst, welches ich durch die Schule lesen musste und sie wurde aufrecht erhalten durch andere romantische Texte, die ich dann lesen wollte)

    Da ich schon Freundschaft erwähne: Ich habe nur einen richtigen Freund und den kann ich nur über das Internet kontaktieren, da er weggezogen ist. Ansonsten sind mir eigentlich alle in meiner Klasse freundlich gestimmt, aber mehr sehe ich da leider irgendwie nicht.

    Aus einem Grund der mir nicht einfällt scheinen alle in meiner Klasse zu wissen das ich Single bin. Einige wollten (und wollen?) mir sogar eine Freundin suchen, ohne dass ich je erwähnt hätte, dass ich Single oder auf der Suche wäre. Und auch bei einzelnen anderen Gelegenheiten konnte ich deutlich sehen, dass sie es wissen. Ich muss aber auch sagen, dass ich nichts dagegen habe, dass sie es wissen.

    MfG

  4. #4
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    Hallo Empty,

    verliebt zu sein, ist doch eigentlich ein sehr schönes Gefühl. Manchmal muß man garnicht in einen anderen Menschen verliebt sein, sondern man ist einfach nur glücklich, "verliebt in das Leben". Aber eben dieses Glücksgefühl finde ich nicht in Deinen Zeilen.

    Es ist wohl doch eher der Liebeskummer, der Dich belastet? Das Gefühl "nicht geliebt zu werden" ist schwer zum Aushalten und trotzdem müssen wir bei so mancher Lebensphase auch mit diesem Gefühl fertig werden.

    Aber Du bist noch viel zu jung und es spricht doch nichts dagegen, dass Du eine Freundin kennen lernst und Deine Erfahrungen sammelst.

    Erzähle doch mal etwas wie Dein übriger Alltag so aussieht. Studierst Du, oder bist Du in der Arbeit? Wie sieht Dein Tagesablauf aus? Hast Du Hobbys?

    Könnte auch eine Erkrankung hinter den veränderten Blutwerten liegen?

    LG,
    Q.V.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Quo Vadis? für den sinnvollen Beitrag:

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  6. #5
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    Vielen dank für die Antwort.

    Zu den Blutwerten: Da ich solche Werte bisher nur zwei mal bei mir gemessen habe und zwar in den "schweren Phasen" und sonst (was so in etwa 99% der restlichen Zeit entspricht) einen zu niedrigen Blutdruck habe, würde ich bei den hohen Werten eine (physische) Krankheit ausschließen - auch wenn ich kein Arzt bin.
    Die hohen Werte sind bei mir an solche Gefühlsausbrüche gebunden. Der niedrige Blutdruck wiederum kommt durch mangelnden Ausdauersport.

    Ich würde auch zum Liebeskummer tendieren. In meinem Leben war ich wie oben beschrieben nur zwei mal in jemanden verliebt und beide Male war es einseitig. In meiner Kindheit war das eine oder andere Mädchen auch in mich verliebt (immer nur diejenigen, mit denen ich freundschaftlich länger Kontakt hatte). Ob in meiner Jugend (so von 12-17 Jahren) jemand in mich verliebt war kann ich nur spekulieren, aber bei der einen oder anderen könnte es schon der Fall sein bzw. würde ich es vermuten.
    Jedenfalls ging es noch nie über ein Liebesbekenntnis hinaus.

    Bevor ich meinen Alltag beschreibe möchte ich vorweg schicken, dass ich seit Jahren nicht aktiv auf der Suche nach einer Partnerin war und besonders jetzt irgendwie nicht der beste Moment ist, da ich in einem Monat in Psychotherapie gehe. Die restliche Zeit (und auch noch jetzt noch) hatte ich übrigens die tolle Ausrede, dass ich erst mit mir selbst klarkommen muss, bevor ich noch mit einer anderen Person klarkommen will, beziehungsweise dass ich vorher 'Perfekt' (=meinem Ideal entsprechend) sein müsste.
    Also zu meinem Alltag: Ich bin Schüler an einem Fachgymnasium (mache mein Abitur nach). Ich bin folglich die meiste Zeit in der Schule, mache Hausaufgaben oder lerne für Arbeiten. Einmal die Woche gehe ich zum Training, dafür muss ich eine gewissen Strecke zurücklegen. Ansonsten trainiere ich einiges bei mir Zuhause - alleine wohlgemerkt. Ich sitze oft am Rechner, obwohl ich es nicht will. Wenn ich Glück habe ist besagter Freund Online, dann chatten wir vielleicht eine bis zwei Stunden. Ich lese viel oder sehe öfter mal Filme am Rechner oder im TV.
    Gelegentlich bekomme ich Besuch von meinen Cousinen mit ihren Kindern (2 und 4 Jahre alt). Ich mag die Kleinen sehr auch wenn ich unfähig bin es ihnen zu zeigen und ich nach ihren Besuch Todmüde bin. Ich schätze mal, dass sie mich auch sehr mögen.
    Ansonsten mache ich nichts, außer ein paar Arztbesuchen im Jahr.

    Ich sollte vielleicht auch erwähnen, warum ich in Therapie gehe:
    Einmal Anhedonie (also die Unfähigkeit Lust, Antrieb oder Freude zu empfinden) bzw. Depression, Zwangshandlungen und wenn ich richtig vermute auch noch paranoid-schizoide Persönlichkeitsstörung. Irgendwie habe ich auch ein vermindertes Selbstvertrauen, obwohl ich keine Schwierigkeiten habe auch mal z.B. spontan an der Tafel (in der Schule) etwas zu erklären.
    Ich bin jedenfalls nicht Fähig Gefühle offen zu zeigen, jemandem länger in die Augen zu sehen oder gar freundschaftlich zu berühren (außer Händeschütteln). Ich vermute bei Fremden fast immer, dass sie schlecht über mich denken. Bei meinen Klassenkameraden, auch wenn sie mir alle freundlich gestimmt sind, denke ich gelegentlich, dass sie schlecht über mich reden. Ich bin beschämt oder gleichgültig gegenüber Komplimenten (Besonders bei Liebesbekenntnissen - die ja das größte aller Komplimente darstellen). Und so weiter.

    Das ich in der Therapie auch dieses Thema hier besprechen werde, ist wohl sehr wahrscheinlich. Ich weiß daher auch nicht recht, was ich mir von diesem Thread erwarte. Heilung/Linderung verspreche ich mir vom Arzt, aber vielleicht kann mir ja jemand erklären, was mit mir los ist oder Tipps geben, wie ich die Zeit bis dahin überstehe...
    Ich bin für jede Anmerkung dankbar.

    Mal so am Rande: Ich bin zwar relativ Jung und ich sehe auch keinen Grund warum ich nicht mal jemanden finden sollte, aber das Gefühl, irgendwie schon was verpasst zu haben, bleibt bestehen.
    Wenn mich jemand aus meiner Klasse fragen würde, wie mein erstes Mal, mein erster Kuss etc. aussah (alles noch nicht passiert), würde ich wahrscheinlich tot umfallen.
    Geändert von Empty (30.09.2011 um 16:32 Uhr)

  7. #6
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    Hallo Empty,

    Danke für Deine ausführliche Beschreibung. Ich würde Dir sehr gerne jetzt auch genauso ausführlich dazu antworten. Leider fehlt mir dazu momentan die Zeit, da ich über's Wochenende weg fahre und noch ein paar Vorbereitungen treffen muß.

    Bitte sei mir nicht böse, wenn ich mich erst nächste Woche wieder melden kann. Ich werde aber auf jeden Fall noch etwas dazu schreiben.

    Vielleicht nur mal einen Gedanken vorab... Warum denkst Du, dass man Dich nur lieben könnte, wenn Du perfekt bist? Ich denke, dass gerade diese kleinen Schwächen den Charakter eines Menschen ausmachen. Wären alle perfekt, wären alle gleich... - wie langweilig wäre das?!? Wenn ich mich in einen Menschen verliebe, dann doch deshalb, weil ich seine kleinen Eigenheiten so schätze. Das sind dann eben nicht die perfekten Dinge, sondern die kleinen Widersprüche - aber auch der Humor und die Art und Weise, wie der andere mit seinem Leben umgeht und was er daraus macht.

    Sorry, mir fehlt jetzt echt die Zeit um noch mehr zu schreiben.

    LG,
    Q.V.

  8. #7
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    Trotzdem schon mal vielen Dank, dass du dir die Zeit für mich nimmst bzw. eingeplant hast.

    Mir ist im übrigen bewusst, dass Perfektion a) nicht existiert und b) wohl ziemlich langweilig wäre. Aber so einfach kann man ein über Jahre erlerntes Verhalten und Denken leider nicht wieder verlernen.
    Momentan ist es auch weniger so, dass ich Perfekt sein will, sondern eher, dass ich meinem Ideal entsprechen möchte. Mein Ideal ist dabei aber eher bescheiden: Ich bin Taoist - Ich habe keine Lebensziele und das ist auch gut so (man kann sowieso nicht in die Zukunft sehen). Ich will nur psychisch Gesund (zumindest gesünder als jetzt) sein und dann machen was mir Freude bereitet (was mir durch meine Anhedonie nicht möglich ist...) und dabei im hier und jetzt leben.

    Der Punkt beim Perfektionsgedanken ist bei mir wohl der, dass ich mich und meine Schwächen* selbst zu wenig schätze/liebe. Wie soll mich da erst jemand anderes lieben?

    (* - Wobei meine Schwächen psychische Krankheiten und Störungen sind - muss ich die an mir lieben?)

  9. #8
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    Zitat Zitat von Empty Beitrag anzeigen
    Trotzdem schon mal vielen Dank, dass du dir die Zeit für mich nimmst bzw. eingeplant hast.
    Kein Thema... :-) - Die wichtigsten Vorbereitungen sind getroffen und jetzt habe ich grad nochmal reingeguckt. Vielleicht ganz spontan noch ein paar Gedanken dazu...

    Mir ist im übrigen bewusst, dass Perfektion a) nicht existiert und b) wohl ziemlich langweilig wäre. Aber so einfach kann man ein über Jahre erlerntes Verhalten und Denken leider nicht wieder verlernen.
    Woher kommt es, dass Du Dir dieses Verhalten und Denken angewöhnt hast. Jeder Mensch ist ein Individuum, einmalig - jeder hat etwas, was ihn besonders macht. Manchmal ist es die Stimme, das Lachen, der Blick, das Zuhören-Können, der Humor, die ruhige Art, die Ausgeglichenheit... - achte doch mal darauf, wenn Dir jemand etwas Nettes sagt, was Dein Gegenüber erwähnt.

    Momentan ist es auch weniger so, dass ich Perfekt sein will, sondern eher, dass ich meinem Ideal entsprechen möchte. Mein Ideal ist dabei aber eher bescheiden: Ich bin Taoist - Ich habe keine Lebensziele und das ist auch gut so (man kann sowieso nicht in die Zukunft sehen).
    Hm... in diesem Punkt gehen unsere Ideale völlig auseinander. Ich könnte mir nicht vorstellen, ohne Lebensziel zu sein. Ich muss doch einen Punkt haben, auf den ich zugehen kann. Ohne Ziel würde ich mich förmlich verlaufen. Es ist meine Motivation, daran kann ich mich festhalten, wenn es mal nicht so läuft... es gibt mir Orientierung, die richtigen Entscheidungen zu treffen... Momentan kann ich mit Deiner Einstellung in diesem Punkt nicht viel anfangen, da es nicht mein Ansatz ist...

    Ich meine, klar kann man nicht in die Zukunft sehen. Aber wenn ich mein Engagement z.B. in eine gute Ausbildung stecke, weil ich weiß, dass ich später als XXX arbeiten möchte (und ich dazu diesen Abschluss brauche), dann erhöhe ich doch meine Chancen ganz erheblich, dieses Ziel auch irgendwann zu erreichen. Dagegen, wenn ich z.B. die Ausbildung nur mache, weil andere das auch tun, oder weil mir grad nichts anderes eingefallen ist, oder weil der Schulweg kürzer war... welches konkrete Ziel soll dann erreicht werden? Das bleibt dann wohl eher ein Zufallsergebnis, oder?!?

    Ich will nur psychisch Gesund (zumindest gesünder als jetzt) sein und dann machen was mir Freude bereitet (was mir durch meine Anhedonie nicht möglich ist...) und dabei im hier und jetzt leben.
    In diesem Punkt schließe ich mich Dir wieder an. Es kommt nur auf das Heute an. Das ist der einzige Zeitpunkt, den man unmittelbar beeinflussen kann. Die Vergangenheit gibt einem die Wurzeln - aber man kann sie nicht verändern. Die Zukunft liegt noch vor einem und hängt von so vielen Dingen ab, dass man nur bedingt Einfluss nehmen kann... Im Heute und Hier stellt man die Weichen für die Zukunft und wenn man weiß wohin die Reise gehen soll, trifft man die zielführenderen Entscheidungen...

    Was mir bei Dir aber auffällt ist die Formulierung "und dann". Könnte es sein, dass Du die Krankheit als Erklärung vorschiebst, um Dich vielleicht vor Entscheidungen zu drücken? Gibt es einen Hintergrund, warum Du es Dir nicht gestattest einfach Freude zu empfinden? Einfach so, aus einem spontanten Glücksgefühl heraus... ? - Vielleicht solltest Du mal darauf achten, wie oft dieses "und dann" Dich im Alltag ausbremst, Dich also daran hindert, das zu tun, was Du eigentlich gerne tun würdest.

    Der Punkt beim Perfektionsgedanken ist bei mir wohl der, dass ich mich und meine Schwächen* selbst zu wenig schätze/liebe. Wie soll mich da erst jemand anderes lieben?
    (* - Wobei meine Schwächen psychische Krankheiten und Störungen sind - muss ich die an mir lieben?)
    Nein, "lieben" ist hier viel zu viel gesagt... Man muss nicht etwas gut finden, um sich damit arrangieren zu können. Du kannst die Krankheit als Tatsache akzeptieren, aber Du kannst auch Grenzen definieren und bestimmen, wieviel Raum Du bereit bist der Störung in Deinem Leben zu geben.

    Ich lese ein bißchen zwischen Deinen Zeilen, dass Du gerne versucht bist die Krankheit als Erklärung für irgendetwas herzunehmen, damit Du Dich einer bestimmten Situation nicht stellen musst. Du gibst dadurch Deiner Krankheit einen sehr hohen Stellenwert. Sie beherrscht Dich, Dein Handeln, Dein Denken, Dein Fühlen und hindert Dich daran, die Dinge zu tun, die Du gerne tun würdest... - Was aber, wenn Du Dir das nicht mehr bieten lassen willst? Was, wenn Du zu der Erkenntnis kommst, dass Du noch viel zu jung bist um immer "und dann" zu sagen? Was, wenn Du anfängst die Krankheit nicht mehr so wichtig zu nehmen, einfach in dem Du anderen Dingen in Deinem Leben einen höheren Stellenwert zugestehst?

    An Deiner Stelle würde ich es mal ausprobieren.

    LG,
    Q.V.

  10. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Quo Vadis? für den sinnvollen Beitrag:

    Empty (01.10.2011),flower22 (01.10.2011)

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