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Thema: Warum glauben wir???

  1. #1
    Neuling
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    Standard Warum glauben wir???

    Liebe Leser,
    nachdem ich mich einige Zeit in diesem Forum eingelesen habe bin ich zu dem Schluss gekommen,dass hier immer noch eine Lücke herrscht, nämlich die Frage:
    Warum glauben wir? Was bringt uns der Glaube?

    Meine Einschätzung, bitte sehr:

    ein Schaubild:

    Umfeld --------> SIGNAL= ----> ICH ----------> Umfeld
    (negativ) Angst (positiv)
    = Problem <------------ <---------


    unsere Welt lässt sich in 2 Teile einteilen: dem Ich und dem Umfeld.
    dabei unterscheiden wir unser Umfeld in "wirkt positiv auf uns ein" und "wirkt negativ auf uns ein".

    Betrachten wir zu Anfang das "negative" Umfeld:

    Dies kann alles sein, was uns in unserem Bestreben im Wege steht.
    Nun hat der Körper eine Methode entwickelt solche Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Um Probleme nun in unser Bewusstsein zu schieben (denn nur dort kann man sie erkennen) gibt es ein sehr eindeutiges Signal, die ANGST.

    haben wir Ängste oder erkennen wir die Probleme, bzw. Missstände die dahinter schlummern, dann werden wir Energie darauf verwenden diese Änste bzw. Probleme zu überwinden.

    Doch woher nehmen wir die Kraft dazu?
    hier kommt unser "positives" Umfeld mit ins Spiel. Dies können Freunde, Familie etc.aber auch zum beispiel Gegenstände sein.
    Wir gehen mit einer bestimmten Erwartungshaltung an dieses Umfeld heran.
    Wird diese erwartungshaltung bestätigt, steigt unser Selbstwertgefühl und wir schöpfen neue Kraft.Oder diese umfeld vermag uns sicherheit zu bieten. Kurz aus der Beziehung zu diem "positiven" Umfeld schöpfen wir die Kraft, die wir zur Bewältigung unserer Änste und Probleme benötigen.

    Doch was hat der Glaube damit zu tun.

    Glaube ist ein menschliches Phenomen. Manche bezeichenen den Gläubigen als naiv, das ist nicht ganz richtig und nicht ganz falsch.

    Auch der Glaube an Gott, einen Beschützer dessen Liebe wir uns zu versichern versuchen kann dieses "positive" Umfeld darstellen.
    In dem Moment wo wir an eine gegenseitige Liebesbeziehung mit Gott glauben fühlen wir uns auf der richtigen Seite, uns kann ja nichts passieren, denn Gott steht ja über allem, er hat alles unter Kontrolle, er ist der Schöpfer, der Vater, der Freund.

    Die Geschichte lehrt uns, dass eine große Angst der Menschen immer schon die Gunst Gottes zu verlieren war. Durch Opfergaben und spezielle Riten haben sie versucht sich dies Gunst zu erhalten,man möge sich nur mal mit der griechischen und jüdischen mythologie beschäftigen aus der die christliche ja erwachsen ist.

    Der Glaube an Gott gibt mir Kraft und Sicherheit in Zeiten und Gebieten wo Unsicherheit vorherrscht. Gott kennt alles, Gott weiß alles, ja Gott kann alles einschätzen, er hat den Über-Blick. und den wollen wir auch haben, denn wir haben Angst in der Unsicherheit, der Ungewissheit. Deshalb forschen wir, deshalb suchen wir nach Antworten (auch in diesem Forum grins).

    Ich möchte mit diesem Threat zur Diskussion anregen, und lade jeden herzlich ein daran teil zunehmen,

    Euer Wasserstein

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Zu dem Thema "Glauben" fällt mir immer der Spruch eines ehemaligen Lehrers von mir ein:

    Glauben heist nicht wissen

    Was sagt ihr dazu?
    So richtig verstanden hab ich diesen Satz eigentlich nie, keine Ahnung was er uns damals damit sagen wollte!

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
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    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  3. #3
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    Hm, ich denke, daß es einfach bedeutet, daß es "nur" Glaube ist und man dadurch keine Gewißheit erlangen kann. Daß der Glaube nichts beweist.

    Ich finde, der Glaube an Gott oder auch an anderes ist ein Anker, den manche Menschen benötigen, um nicht ziel- und orientierungslos durch die Welt zu gehen. Es muß ja alles einen Sinn ergeben. Einen Punkt von dem alles ausgeht und an dem alles endet. Und vll wieder von vorne beginnt. Je nachdem was man glaubt oder glauben will. Man würde ja sonst ziellos durch den "Raum schweben"/durchs Leben gehen und würde sich selbst und sein Dasein als sinnlos erachten, was im Widerspruch steht zum Leben.
    Und wenn man sich etwas nicht erklären kann (Warum sind wir hier? Was ist der Sinn? Was ist nach dem Tod? usw), dann erschafft man sich etwas, woran man glauben kann. Es gibt demjenigen, der glaubt einen sicheren Boden und Kraft, die er daraus schöpfen kann. Die kosmischen Wurzeln sozusagen, die einem den Platz im Universum zugestehen. Das Gefühl nicht zufällig hier zu sein und das man eine Berechtigung hat und eine Aufgabe/einen Sinn hat.

    Das ist meine Sicht zum Glauben.

    Habe auch einen Spruch: Man wird sehen, was man glaubt.
    Geändert von noa07 (24.05.2007 um 09:34 Uhr)
    Die dunkelste Stunde ist die vor dem Sonnenaufgang.

  4. #4
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    Und genau das ist es doch was uns Menschen eine solche Angst macht.
    Ziellos durch die welt zu irren, ohne zu wissen woher wir kommen und wohin wir gehen,"sinnlos" zu leben, davor haben so viele Menschen Angst.
    Sicher, hier müssen wir bewusst wahrnehmbare und unbewusste Ängste unterscheiden, Ängste die in unserem Unterbewusstsein wirken, uns lenken, uns hemmen oder uns vorantreiben.
    Der Glaube an ein "Über-Wesen",gibt uns Halt, "Rückendeckung auf unserer Forschungsreise durch das unsichtbare,das Neue,etc.".
    Vergleichen tue ich das gerne mit den frühen Stadien menschlicher Entwicklung.
    In einem bestimmten Alter beginnen Kinder ihre Umwelt zu erforschen,sie tasten,fühlen,riechen,schmecken... kurz sie versuchen mit allen Sinnesorganen in Kontakt mit ihrer Umwelt zu treten.
    so sammeln sie Erfahrungen und erweitern gleichzeitig ihren "Horizont".
    Doch wie gehemmt, wie unsicher gingen Kinder auf ihre Umwelt zu wenn sie nicht genau wüssten, dass sich ihre Mutter oder ihr Vater (die Person ihres Vertrauens,ihrer Liebe) in der Nähe befinden und zur Not zur Hilfe bereit sind.
    Dieses Vertrauen und diese Sicherheit gibt uns genügend Kraft unsere Umfeld forsch und interessiert zu erkunden und Problemen in Zukunft selbstsicherer entgegen zu treten.

    Sind wir aber in ein Stadium gekommen,wo uns die Eltern nicht mehr schützend zur Seite stehen,dann haben wir zwar bereits gelernt mechanismen gegen viele Probleme zu entwickelen, dennoch bedrücken uns auch in den Jahren des Erwachsenseins viele Probleme.
    Zu wissen, wo ich im Kosmos stehe,was mit mir geschehen wird und das dort jemand ist, der in irgendeiner unbestimmten Art und Weise für mich da ist,der mir zuhört und mich hällt, das kann dem Menschen die Sicherheit geben, die er seit seiner Kindertage vermisst (unterbewusst).

    Dieses Verlangen zu glauben, kann von Persönlichkeit zu Persönlichkeit aber variieren.
    Für mich ist es demnach schwierig an einen Gott zu glauben, ich versuche Glaube und Gott eher zu erklähren, doch dies kann sehr schmerzhaft für denjenigen werden,dem der Glaube an Gott so viel Kraft gibt.

  5. #5
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Ich glaube das unser Schicksal irgendwo vorbestimmt ist und alles was uns im Leben passiert und wiederfährt einen Sinn bzw. einen Grund hat.
    Zufälle gibt es meiner Ansicht nach nicht, alles ist gewollt, unser Schicksal eben.
    Oft kann man nicht sofort erkennen was wofür gut ist, aber einen Sinn hat alles, auch wenn man dies erst Jahre nach dem Ereignis erkennt.

    Liebe Grüsse
    Corelli

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    Erich Fried

  6. #6
    Neuling
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    Ich glaube nicht, dass alles durch ein Schicksal vorherbestimmt ist. Es ergibt nicht immer alles einen Sinn. Früher hab ich noch gedacht es MUSS alles einen Sinn ergeben. Heute jedoch habe ich festgestellt das vieles sinnlos ist. So ist das Leben... Man lebt in einer Gesellschafft, wird in einer Fußgängerzone nach einer Straße gefragt, die man selbst nicht kennt und lernt Dinge für die Schule, die man im Leben nie wieder braucht.

  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Corelli-Crystal
    Ich glaube das unser Schicksal irgendwo vorbestimmt ist und alles was uns im Leben passiert und wiederfährt einen Sinn bzw. einen Grund hat.
    Zufälle gibt es meiner Ansicht nach nicht, alles ist gewollt, unser Schicksal eben.
    Oft kann man nicht sofort erkennen was wofür gut ist, aber einen Sinn hat alles, auch wenn man dies erst Jahre nach dem Ereignis erkennt.

    Der Glaube an ein Schicksal ist ein sehr verständliche Form des "glaubens".
    Stellen wir uns einmal vor,es stimme wirklich das uns jeden Tag Dinge beeinflussen, die wir bewusst oder unbewusst als Probleme wahrnehmen,wobei wahrnehmen im Zusammenhang mit dem Unbewussten dem Unterbewussten nur bedingt zutrifft.
    Ich denke das mir jeder von Ihnen darin zustimmen kann,dass wir uns täglich mit Ängsten auseinandersetzen müssen,oftmals unbewusst.

    Aber vielleicht müssen wir noch weiter zurückgehen.
    Ich hoffe sie stimmen mir zu,wenn ich behaubte,dass alle Formen des Lebens (Lebewesen) versuchen zu "überleben".
    Im täglichen Kampf mit der Natur haben die einzelnen Lebensformen auf Langzeit Methoden entwickelt,die ihnen ein Überleben in ihrer Region am sichersten gewährleisten.
    Moderne Wissenschaft kann beweisen,dass der Mensch selbst Teil einer großen Entwicklung ist.
    Klima- und Lebensraumveränderungen haben ihn zu dem gemacht,was er heute ist.
    Im Gegensatz zu vielen anderen Lebewesen ist seine Entwicklung jedoch in anderen Bahnen verlaufen.
    Um besonders anpassungsfähig und somit resistent gegenüber unterschiedlichen Umwelteinflüssen zu sein,hat sich sein Gehirn besonders ausgeprägt.
    Wo andere Lebewesen z.B. in Stärke ihr Überleben sichern wollen,da versucht es der Mensch mit Intelligenz. Und dies bedeutet Bewegungen in seinem Umfeld einschätzen zu können,sich merken zu können (Erfahrung sammeln),und Methoden zu entwickeln sich Problemen zu entledigen.
    So schuf und schafft der Mensch vor seinem geistigen Auge ein System,in dem er alles versucht einzuordnen.Er teilt seine Umwelt in Teilbereiche ein,analysiert,charakteresiert und wertet diese.
    Einschätzen und Abwägen sind wichtige Bestandteile seines geistigen Schaffens.
    so ist es nicht verwunderlich warum der Mensch sich und seine Umwelt zu erforschen versucht. Er schickt Raketen mit teuren Sonden in den Weltraum,vermisst und umsegelt die Welt,kartiert Pflanzen und andere Lebewesen,gibt ihnen Namen und ordnet sie in langen Listen,etc. etc. .

    Sein Glaube an Gott ist ein psychologisches Phenomen. Gott oder Götter ist/sind in seinem Glauben der/die Schöpfer des gesamten Kosmos (denn irgentwoher muss ja all dies kommen). So kann bzw. konnte die Vorstellung an einen "Verantwortlichen" der Schöpfung die Menschen in der Unsicherheit des Woher? Wo? und Wohin? beruhigen oder befriedigen wie der Tiefenpsychologe sagen würde.
    Gleichzeitig schöpft der Mensch aus diesem Glauben eine ungemeine Kraft,die er zur Bewältigung seiner Probleme benötigt. Dies ist oft schwer vorstellbar,da wir im Allgemeinen ein anderes ein extremeres Bild von Problemen haben. Zudem werden die meisten Probleme oft auch nur unterbewusst oder verschlüsselt wahrgenommen.

    Zurück zum Schicksal. Kann man sich nicht leicht vorstellen,dass der
    Glaube an ein Schicksal,einem vorgeschriebenen Weg, die Frage nach den Geschenissen im Leben überflüssig macht. Wer an das Schicksal glaubt,der wird auch Rückschläge,unangenehme Situationen und Niederlagen leichter verarbeiten können. Oft sind dies Menschen die auf Grund ihrer genetischen Veranlagung oder ihrer Erziehung ohnehin eine gewisse Abhängigkeit und Bindung zu anderen Menschen benötigen.

    Auf Grund dieser Erkenntnis ist es mir nicht erlaubt an ein Schicksal zu glauben.
    Auf jede Aktion in unserem Kosmos folgt eine Reaktion. Und darauf wieder eine Reaktion und so weiter.
    Oftmals ist das feine "Zusammenspiel" (so nenne ich hier der Einfachheit halber dieses Spiel der Aktionen und Reaktionen) gar nicht oder nur mit viel Kraftanstrengung zu durchleuchten.
    Der Glaube an ein Schicksal ist dem nach viel "Energie-sparrender" .

    Viel Glück auf eurer Suche nach Erkenntnis und Glück
    Wasserstein

  8. #8
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    Man lebt in einer Gesellschafft, wird in einer Fußgängerzone nach einer Straße gefragt, die man selbst nicht kennt und lernt Dinge für die Schule, die man im Leben nie wieder braucht.
    Hallo Mervis,

    es ist nicht ganz korrekt, das man in der Schule viele Dinge lernt, die man nie wieder braucht.

    Ich habe im Berufsleben schon oft Situationen gehabt, sei es im mathematischen oder geschichtlichen Bereicht gewesen, wo ich
    auf gelernte Sachen aus der Schule zurückgreifen konnte
    (bzw. wollte, es aber nicht mehr gewusst habe )

    Und da kommt wieder mein "Motto" zum tragen: Alles ist für irgendwas gut.

    Natürlich kommt es auch immer drauf an welche Berufsrichtung man einschlägt, aber irgendwann holt einem alles doch wieder ein

    Liebe Grüsse
    Corelli

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    Erich Fried

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