Hallo liebe Gemeinde,
ich habe mich hier angemeldet, weil ich wie viele andere ein Problem habe und nicht weiß wie ich damit umgehen soll bzw. wie ich mich dazu bringe, eine eigentlich positive Situation auch positiv zu sehen....
Ich versuche mich kurz zu fassen, bitte stellt mir ruhig Detailfragen damit es nicht ausartet ....
Ich bin im Oktober mit einer guten Freundin zusammengekommen. Zu dem Zeitpunkt kannten wir uns knapp 1,5 Jahre. Sie kannte mich eigentlich in und auswendig und ich sie auch einigermaßen. Von Anfang an wußte ich, dass sie nicht einfach ist.
Anfangs war die Welt in Ordnung, wir waren beide der Meinung, dass wir endlich DEN Partner gefunden haben den wir schon immer gesucht haben und sie erwähnte ein paar Mal, dass sie denkt, endlich angekommen zu sein. Sie ist 27, ich 30. Es lief so wie es laufen soll und wir sprachen sogar davon, unter einem Dach zu wohnen, also zu mir zu ziehen. Da wir eh nicht voneinander loslassen konnten und sie jeden Tag bei mir war und aus der Tasche leben mußte. Das hat sie gestört und da es eh super lief, haben wir ein paar Sachen angeschafft und geplant, zusammenzuziehen.
Das Problem waren aber ihre Katzen, die hat sie seit dem Sommer und die konnte sie nicht mitbringen da ich hier einen Hund (3 Jahre) habe und sie nicht miteinander klarkommen. Darauf erwähnte sie damals, dass es wohl keinen anderen Ausweg gebe als die Katzen an einen liebevollen Menschen abzugeben wo sie sie auch mal besuchen kann. Es ging also von ihr aus.
Im Laufe der Zeit häuften sich negative Dinge bei ihr an und ließen ihre Laune immer schlechter werden. Ihr Auto wurde 2x angefahren (aber auch bezahlt repariert, keine Fahrerflucht), eine Kollegin in der Arbeit zieht nicht mit und macht lauter Fehler die auch auf sie zurückfallen, sie hat den Kontakt zu ihrem Dad abgebrochen den sie einst so liebte, weil er Mist über sie erzählt, mit ihrer besten Freundin hat sie gebrochen, weil diese zu ihr sagte, dass sie an meiner Seite nicht glücklich aussieht.
Seither merkte ich, dass sie auch zu mir immer motziger wurde und schnell entstanden Diskussionen. Ich lasse mir auch nicht alles sagen und mich für Kleinigkeiten anmotzen....
Bei meinen Eltern wurde sie als eine eigene Tochter angenommen, zu ihrer Mutter hatte sie erst keinen Kontakt, weil diese zu ihr sagte, dass sie sich nicht meldet, weil sie momentan nichts braucht was ihr nicht gut tut.
Jetzt kommt erstes großes Problem:
Am 1. Weihnachtstag war sie (alleine) bei ihrer Mutter, weil diese noch nicht bereit war, mich kennenzulernen. Seitdem ist sie nicht mehr die, die sie mal war. Sie warf mir vor, dass ich ihr für Intimitäten etwas zu kräftig bin und, dass sie nicht weiß, ob sie damit auf Dauer leben kann, hatte plötzlich ein Problem mit meiner Privatinsolvenz (aus ehemaliger Selbstständigkeit, sie wußte die ganze Zeit davon) weil sie meint, dass wir uns damit keine Zukunft aufbauen können bis ich in 5 Jahren durch bin, ihre Mom akzeptierte mich anfangs genau deswegen nicht und wollte mich unter diesen Umständen gar nicht kennenlernen. Ihre Mom setzte sie sogar unter Druck, dass sie sich mit ihrem Bruder unterhalten muss, ob sie wenn sie mit mir zusammen wohnt nicht sogar finanzielle Nachteile davon trägt da er Bänker ist. Ab dem Zeitpunkt stand meine (Ex-)Freundin absolut unter Druck und zwischen den Stühlen, weil sie Angst hatte, dass ihre Eltern sie vor die Wahl stellen, ich oder sie. Und da sie mich nicht akzeptieren, meinte meine (Ex-)Freundin, dass sie nicht weiß, ob sie es will, zu allen Familienveranstaltungen alleine zu gehen.
Ab dem Tag hat sie beschlossen, wieder daheim zu wohnen und mich lediglich wieder besuchen zu kommen. Mit Tasche, so wie früher. Es sei besser, weil sie sich von mir umklammert fühlt. Wir saßen halt meist daheim und haben abends ferngesehen, das hat sie als Klammern empfunden da wir aufeinander saßen.
Als sie mich dann nach ihrem "Auszug" fragte wie es mir geht, war ihr ehrlich und meinte, dass ich nicht so ganz damit klarkomme. Jedes Mal wenn ich das gesagt habe, habe ich ihr Druck gemacht, sagt sie. Schlechtes Gewissen hat sie gehabt und neben dem Druck der eh schon da war, war das noch mehr Druck. Ich hatte ihr zwar zwischenzeitlich das Gefühl gegeben, dass es okay sei, kam aber dann hinterher doch damit, dass es mir damit schlecht geht.
Dann schottete sie sich total ab und mußte erstmal für sich klarkommen, wie es mit uns weitergehen kann. Nach der Abschottung redeten wir nochmals und da meinte sie unter anderem, dass wir die nächsten 2-3 Jahre an das Zusammenziehen gar nicht denken brauchen. Das war einfach eine Aussage die mich getroffen hat da ich es nicht erwartet habe, von jemandem der mal anderer Meinung war doch so nüchtern wachgerüttelt zu werden. Wir sagten danach zwar, dass man das nicht so genau planen kann aber das habe ich in meinem Kopf ausgeblendet.
Auch dafür zeigte ich dann Verständnis, grübelte aber rum und konfrontierte sie am nächsten Tag damit was ihr wieder (Zitat) den Boden unter den Füßen wegzog. Ab da war sie nur fertig und konnte einfach nicht mehr daran glauben, dass es jemals wieder gut werden würde und sie wüßte nicht, ob sie die Gefühle von einst mal wieder bekommen könne... Nach zwei Stunden betteln von mir, dass sie es sich überlegen soll war keine Besserung in Sicht und ich wurde sauer. Da sagte ich, dass ich das Gefühl habe, dass sie nicht will und nicht, dass sie nicht kann. An dem Punkt stand sie auf und zog sich an. Sie wollte gehen, weil sie sich das nicht anhören kann. Ich meinte dann noch zu ihr wann sie die anderen Sachen holen kann und sie meinte in den nächsten Tagen.
Ich ruderte dennoch zurück, weil es mir Leid tat und meinte ich gebe ihr Ruhe damit sie darüber nachdenken kann und grübelte weiter.... Bis ich vergangenen Mittwoch die Notbremse zog und ihr schrieb, dass ich eingesehen habe, dass man es nicht erzwingen kann. Wir wissen beide (und das ist Tatsache), dass wir uns lieben und nicht richtig loslassen können. Ich beendete die Beziehung.
Sie postete in ihrem Facebook traurige Videos in den sie mich vermisst, ich tat es auch. So reden wir wieder ein wenig miteinander und sie lud mich sogar gestern ein, mit ihr und ihrem Nachbarrn Videospiele zu spielen. Sie meint, sie will jetzt nichts überstürzen und es langsam angehen lassen. Das mit ihren Eltern hatte sich zunächst gelegt aber nach unserer Trennung wieder aufgewühlt.
Wir schreiben uns immer wieder aber ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll, am Samstag gehen wir spazieren, Kaffee trinken. Da willigte sie meinem Wunsch ein. Ihr tut es Leid, dass sie mich nicht behandeln kann wie ich es mir vielleicht gerne wünsche, aber außer einer Umarmung ist momentan nicht mehr drin. Manche Sachen hätten sie stark verletzt und damit muss sie erstmal klarkommen.
Troz all dem komme ich mit meinen Gedanken nicht klar. Bin eben auch verletzt, dass sie über Sachen gemeckert hat die sie schon wußte. Da ist auch mein Vertrauen irgendwie weg.... Sie meinte, dass das Klammern sich auch darin äußert, dass ich sie frage wer sie besucht... als sie es mir mal sagte, dass sie Besuch bekommt...
Ich bin verzweifelt....Aber das zeige ich ihr nicht.
Edit: ich bin sonst ein sehr, sehr positiv denkender Mensch und immer gut drauf. Dafür auch sehr geschätzt bei meinen Freunden...


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Aber das zeige ich ihr nicht.
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