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Thema: Warum verharrt ein Mann in einer unbefriedigenden Partnerschaft?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Warum verharrt ein Mann in einer unbefriedigenden Partnerschaft?

    Liebe Leute!

    Ich versuche euch kurz meine Situation zu umreissen, da ich irgendwie nicht mehr so wirklich weiß, ob ICH oder ER der Stein des Anstoßes ist.

    Folgendes:
    Ich kenne meinen Freund nun seit 7 Jahren, die ersten 4 Jahre waren wir zusammen, dann haben wir Schluss (Kommunikationsschwierigkeiten-dann hatte sich die Situation fest gefahren gehabt) gemacht und 3 Jahre keinen Kontakt. Vor einigen Wochen hat er mit seiner Freundin Schluss gemacht und mich kontaktiert. Es läuft wieder an und ich bin mit ihm sehr sehr glücklich. Dazwischen hatte er eine LangzeitFreundin mit der er aber (laut seiner Aussage) nicht glücklich war. Jetzt will er will mit mir das volle Programm von Heirat, Zusammenziehen und Kinder kriegen.

    Problem 1:
    Ich hatte schon Männern und Liebschaften dazwischen jedoch keinen festen Freund, da ich IHN noch zu verdauen hatte. Dass er aber eine Freundin hatte bricht mir das Herz. Auch wenn er mir im Moment die Welt zu Füssen legt, fühle ich mich ausgetauscht.

    Problem 2:
    Außerdem habe ich gesehen, dass er sich auf den diversesten Sexseiten regisitriert hat, was für mich eigentlich in Ordnung ist. Eigentlich würde dies seine Aussage, dass er sich nicht wohlgefühlt hat in der Beziehung unterstreichen...

    Ich verstehe nicht, wie jemand/ein Mann eine Beziehung führen kann in der er nicht glücklich ist. ???

    Ich wäre sehr dankbar, wenn mir vielleicht ein paar Männer ihre Sicht der Dinge dazu schreiben könnten.....

    Lieben Gruß
    ISKA

  2. #2
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Standard

    Hallo,
    ich bin zwar kein Mann, antworte aber trotzdem mal

    Zitat Zitat von Iska Beitrag anzeigen
    Problem 1:
    Ich hatte schon Männern und Liebschaften dazwischen jedoch keinen festen Freund, da ich IHN noch zu verdauen hatte. Dass er aber eine Freundin hatte bricht mir das Herz. Auch wenn er mir im Moment die Welt zu Füssen legt, fühle ich mich ausgetauscht.
    Das Gefühl kenne ich auch. Aber es hat - aus meiner Sicht - keinerlei Existenzberechtigung. Es speist sich bei mir aus dem gleichen Pott wie, wenn es mich stört, dass mein aktueller Partner Beziehungen vor mir hatte, also Frauen, die er auch geküsst hat, mit denen er intim war usw.

    Der Punkt ist: Man stellt da einen Zusammenhang her, der da nicht hingehört. Er hatte eben eine neue Partnerin - das hatte mit dir und vor allem mit eurem heutigen Verhältnis miteinander gar nichts zu tun. Wenn du das auf dich beziehst, konstruierst du etwas.
    (Im Übrigen muss die Tatsache, dass er eine neue hat, gar nichts darüber aussagen, ob er noch mit der Beziehung zu dir zu tun hatte.)
    Er bringt nunmal jetzt ein weiteres Stück Vergangenheit mit, das ihn zu dem Menschen gemacht hat, der jetzt für immer mit dir zusammen sein will - das ist das, was zählt. Und das wichtigste: Schließlich hat er sich von der anderen getrennt; egal, was da also war, es hat nicht überleben können. Mir hilft der Gedanke ganz gut. Bei mir stehen da ganz klar Minderwertigkeitsgefühle hinter diesen Gedanken.

    Problem 2:
    Außerdem habe ich gesehen, dass er sich auf den diversesten Sexseiten regisitriert hat, was für mich eigentlich in Ordnung ist. Eigentlich würde dies seine Aussage, dass er sich nicht wohlgefühlt hat in der Beziehung unterstreichen...
    Kann man nicht so monokausal schlussfolgern, finde ich. Das kann ich mir auch vorstellen, wenn ein Mann in einer Beziehung glücklich ist.

    Ich verstehe nicht, wie jemand/ein Mann eine Beziehung führen kann in der er nicht glücklich ist. ???
    Und jetzt zum Eigentlichen: Ich glaube nicht, dass das Männerspezifisch ist. Ich habe auch lange Zeit gesagt: Ich bin lieber in einer Beziehung etwas unglücklicher als allein und etwas glücklicher.

    Eine Beziehung bietet - egal wie unglücklich man auch daran sein kann - eine ganz besondere Form von Stabilität, manchmal Flucht aus anderen Umständen (ein Kumpel von mir kann dadurch der Wohnsituation mit seiner Mutter entkommen, mal so als Beispiel). Es ist jemand da, eine vertraute Person, ein Sex-Partner, jemand, mit dem man Party machen kann - was auch immer.
    In einer Beziehung "hat" man etwas oder kann zumindest äußerst gut daran glauben. Da lässt sich ein Unglücklichsein oft erstaunlich leicht ignorieren.
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Tänzerin für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (14.09.2011),gelöschter Benutzer (14.09.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Liebe Tänzerin,

    Danke!

    Betreffend dieser Sexseiten... Ich habe vergessen zu erwähnen, dass der Hauptzweck war sich mit anderen Menschen zu treffen. Seit dem wir jedoch zusammen sind war er nicht mehr eingeloggt, da ich unser Sexleben als äußerst befriedigend als auch abwechslungsreich sehen würde. (findet er auch...)

    Und nun wieder zum Eigentlichen:
    Ich kann noch immer nicht verstehen, im wahrsten Sinne des Wortes mit "JEMANDEN" zusammen als alleine zu sein. Wenn ich weiß, dass mein Freund sich sehr genau überlegt ob er eine Partnerschaft eingeht, dann hat es für mich einen höheren Stellenwert als wenn er relativ schnell eine Partnerschaft eingeht.

    Weißt du wie ich das meine?

    LG
    ISKA

  5. #4
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Standard

    Zitat Zitat von Iska Beitrag anzeigen
    Und nun wieder zum Eigentlichen:
    Ich kann noch immer nicht verstehen, im wahrsten Sinne des Wortes mit "JEMANDEN" zusammen als alleine zu sein. Wenn ich weiß, dass mein Freund sich sehr genau überlegt ob er eine Partnerschaft eingeht, dann hat es für mich einen höheren Stellenwert als wenn er relativ schnell eine Partnerschaft eingeht.
    Ach so, heißt das, du siehst das eher gerade aus der Perspektive der Partnerin als aus seiner?
    Natürlich ist es für beide Seiten schöner und erfüllender, wenn die Partnerschaft eine bewusste Entscheidung beider ist, das Leben miteinander zu teilen.
    Ihr war das vielleicht gar nicht so bewusst, dass er sich aus noch anderen Gründen als das Glücklichsein über beider Zusammensein für das Aufrechterhalten der Beziehung entschieden hat. Vielleicht ging es ihr aber auch ähnlich.
    Aber Einsamkeit, das Gefühl, minderwertig zu sein, Angst, nie wieder jemanden zu finden - das kann unheimlich quälend sein. Und ich kann mir mehr als gut vorstellen, wie viel man (auch unbewusst) dafür tut, um diese Gefühle zu vermeiden. Manchmal hätte ich fast alles getan, nur, um mich diesen Schmerzen nicht aussetzen zu müssen. Da ist hin und wieder mal Unglücklichsein (scheinbar) kein großes Opfer. Wobei das eben wirklich ganz viel mit unbewussten Prozessen zu tun hat.

    Ach so, und einen ganz offensichtlichen Grund habe ich dabei ganz vergessen: Es ist auch einfach bequem. Sich zu trennen erfordert eine gewisse Stärke und Mut, man gibt immer etwas auf, man erzwingt Veränderung. Es erfordert Aktivität statt Passivität. Viele Menschen tun sich mit letzterem deutlich leichter
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  6. #5
    Verleger Avatar von Physalis
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    Zitat Zitat von Iska Beitrag anzeigen
    Vor einigen Wochen hat er mit seiner Freundin Schluss gemacht und mich kontaktiert.
    Hast Du Angst, austauschbar, gar beliebig zu sein?

    Für mich als Außenstehende wirkt es so, als würde er sich recht zügig umorientieren...Die eine Sache ist rum, da ruft er mal alte "Bekannte" an.

    Ich kannte mal einen Mann im Studium, der machte das so. Irgendeine Ex oder frühere Liebelei war immer gerade Single und biss wieder an. Vom einen Bett kroch er dann gleich ins nächste.

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