Hi,
meine Schwester ist ein Typ Mensch, der sich nur meldet, wenn Not am Mann ist.
Jetzt ist sie Zuhause ausgezogen und hatte niemanden, der ihr den Herd anschließen konnte.
Klar, mein Mann kann das, hat aber auch gleich gesagt, dass er sich nicht ausnutzen lässt und den Herd nicht anschließt.
Ich bin netter und hab dann nach ein paar Tagen noch mal angefragt, ob sie denn nun jemanden hat, der sich darum kümmert.
Daraufhin bekam ich die Ansage, dass sie Freunde hat, die sich kümmern. Aber ist schon klar, dass ich davon keine Ahnung habe, weil ich ja keine Freunde habe.

Ähm nein.
Ich hab keine Freunde, mit denen ich jeden Tag abhänge.
Ich hab keine Freunde, mit denen ich ständig simse und telefoniere.
Ich hab keine Freunde, mit denen ich jeden Tag, wenn wir nicht zusammenklucken, telefonieren oder simsen im MSN schreibe.

Ich hab Freunde, die wissen wann ich im Stress bin und dann in den Hintergrund treten (von sich aus)
Ich hab Freunde, die mir mal eben eine SMS schicken, das sie sich freuen wenn ich wieder mehr Luft habe.
Ich hab Freunde, die ich anrufe, wenn doch mal ein bisschen Zeit übrig ist und wir treffen uns dann eher mal spontan.
Manchmal planen wir auch was und dann ist die Zeit einfach da. Auch wenn sie nicht da ist;-)

Das gleiche mit unserer Mutter.
Sie arbeitet vollzeit, ich gehe ja zur Schule.
Meine Mutter weiß, natürlich, wann ich welche Klausuren habe.
Dann sprechen wir auch mal eine ganze Woche nicht miteinander.
Fazit meiner Schwester: Unsere Mutter mag mich gar nicht, weil wir ja viel zu selten miteinander sprechen.
Wenn wir sprechen, dann sehr lange und intensiv.
Aber genau so oberflächlich.


Wie ist das bei euch?
Braucht ihr eher den engen, täglichen Kontakt oder lieber den seltenen, dafür aber intensiven?
Lg Leonetta