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Thema: Was ist der TAO?

  1. #1
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    Standard Was ist der TAO?

    Hallo,

    ich habe den Anfang vom Buch "Der Lauf des Wasser" gelesen und mir eine Vorstellung vom Tao gemacht.
    Ich habe bestimmte Vorstellungen vom Tao aufgenommen. Ich lese vieles über Wohlbefinden und Psychologie und habe davon auch weitere Ansätze aufgenommen (was mich angesprochen hat).

    Seit dem, sehe ich die Welt anders. Seit dem gehe ich durch das Leben und die Schwirigkeiten ohne ernsthaft psychisch krank zu werden (denke ich).

    Ich habe gesehen, daß manchmal im Forum schon den Tao erwähnt wurde. Ich finde es toll. Lass uns mal mehr darüber reden!

    Ich halte den Tao, als einen von den Wege zum Wohlbefinden.


    Gruß
    Rob

  2. #2
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    Standard

    ich habe mich nicht wirklich viel mit dem taoismus beschäftigt aber soweit ich mich erinnern kann liegen ähnlichkeiten zum konfuzianusmus und buddhismus vor.
    alle diese drei religionen ( oder auch philosophien ) ähneln sich irgendwo.. meine ich ^^, stimmts ?
    ich selbst beschäftige mich einigermaßen mit dem buddhismus und es hilft mir auch.. zur zeit habe ich nicht die geduld zum meditieren aber eine zeit lang habe ich mir sehr viel zeit und geduld genommen und habe viel gelesen und meditiert und ich hatte auch das gefühl es hilft mir nicht völlig wahnsinnig zu werden ..

  3. #3
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    Was ist der Tao?

    "Das Tao den man nennen kann, ist nicht das ewige Tao." (eine von vielen Übersetzungen die ich für den ersten Satz des ersten Kapitels des Tao te-King gelesen habe)
    "Ich kenne seinen Namen nicht, darum nenne ich es Tao." (wieder eine von vielen Übersetzungen, Kapitel 25)

    Von diesen Aussagen ausgehend, dürfte man sich unter dem Tao nichts vorstellen können, da er die Vorstellung übersteigt.
    Und dem Tao zu folgen heißt meiner Meinung nach nicht unbedingt "Wohlbefinden". Der Tao kann dich, denke ich, auch direkt durch 'die Hölle' führen. Dann würde ich physisch und teilweise psychisch nicht unbedingt von Wohlbefinden sprechen. Andererseits kann es ein Wohlbefinden sein, dass zu tun was man zu tun hat (weil man dem Tao folgt), weil es einen Sinn hat. Dafür übersteht man dann auch mal endlose Qualen oder akzeptiert den eigenen Tod (für eine Sache/einen Sinn).


    @Satilay: Diese drei Religionen/Philosophien ähneln sich in der tat (man nennt sie auch "die drei Schätze Chinas"). Dazu sollte man vielleicht wissen, dass es eine Zeit gab, in der alle Religionen Chinas um die Gunst des Kaisers geworben haben. Dafür haben sie sich alle drei ständig verändert und sich angenähert. Die Spitze dieser Annäherung ist der Chan-Buddhismus, der nach Japan gelangte und von dort, als Zen-Buddhismus, die ganze Welt erreichte. Dieser vereint in sich zumindest taoistische und buddhistische Lehre.

    Auch sollte man wissen, finde ich, dass es keine reinen Taoisten gibt (nicht mal in China). Jedenfalls soweit ich weiß. Die Leute tauschen je nach Lage ihre Religion. So kann man z.B. durchaus taoistisch leben, aber buddhistisch beerdigt werden (oder umgekehrt).

    MfG

    P.S.: Mein erster Beitrag hier.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Empty für den sinnvollen Beitrag:

    Suppenhuhn (12.07.2011)

  5. #4
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    Hallo

    Wenn ich mich recht entsinne heisst Tao einfach "Weg" und genau so empfinde ich es. Somit setze ich es eh nicht mit einer Religion gleich sondern empfinde es eher als eine "Lebensphilosophie".

    Die Frage ist nur, inwiefern man darüber sprechen kann, denn bisher hat es sich immer gezeigt, wenn man darüber (gemeinsam) schwieg *grübel*

    nachdenkliche Grüsse

    Shade
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  6. #5
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    1.: Siehe die Zitate die ich im vorherigen Beitrag erbrachte. Es ist schon ein Unding ein Fantasie-Wort (siehe zweites Zitat) zu übersetzen.
    2.: Kenne ich auch die Übersetzung "Sinn", die ich besser finde als "Weg" (ich hörte auch schon von "Gott" als Übersetzung).
    "Weg" ist im deutschen Sprachraum doch eher eine Verbindung zwischen zwei Punkten bzw. etwas, an dessen Ende ein Ziel steht (siehe Physik). Nun ist Tao aber, als kosmisches Gesetz, nicht gerade begrenzt.
    "Sinn" ist dagegen eher der Grund oder die Bedeutung für eine Handlung.

    Wenn man sich das chinesische Schriftzeichen für Tao ansieht, dann sieht man dort (eine Interpretation) einen Kopf/ein Auge und zwei Füße die Gehen (also einen Weg symbolisieren). Das Auge sieht also (auf) den Weg, bzw. hat diesen immer im Blick. Wobei der Weg für mich hier eher aktiv präsentiert wird (durch das Gehen) und nicht so passiv, wie das Objekt (der Weg) es vermuten lassen würde.

    Um vielleicht ein wenig konkreter zu werden (was nicht so einfach ist):
    Am Anfang ist wuji (das Nichts welches auch das Alles ist - das Unteilbare), dann kommt taiji (die Einheit zwischen Yin und Yang - also das zweifache/das geteilte), dann kommt das Vierfache und dann das Achtfache (Bagua) und schlussendlich kommen die "Tausend Dinge". Nun ist Tao eine nach oben hin gerichtete Betrachtungsweise (also richtung Wuji) und Te (vergleichbar mit Karma) eine nach unten gerichtete.
    Te ist die Summe meiner Handlungen und richtet sich optimalerweise an den Tao (also ich Handle nach dem Tao), wohingegen Tao den Weg zum Wuji darstellt.
    Geändert von Empty (11.07.2011 um 19:07 Uhr)

  7. #6
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    Standard

    Hallo Empty,

    Jedem das Seine, es sind immer 'nur' Überlegungen

    Mir fällt dabei etwas auf: Ich kenne viele Menschen, die sich so darin verboren, einen Sinn im Leben zu suchen, dass sie vergessen zu leben.

    Daher bleibt mir persönlich das Wort "Weg" 'sympathischer', weil man den geht und Punkt.

    Gruss


    Shade
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Shade Beitrag anzeigen
    ... und Punkt.
    Rrrrums!

  9. #8
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    Standard

    Ich will ja niemandem meine Interpretation aufzwingen, es gibt ja auch viele Sinologen die es so Übersetzen, von daher gibt es hier kein so wirkliches 'richtig' und 'falsch'.

    Im Tao Te-King ist übrigens die Rede von "Handeln ohne zu Handeln"/vom "Nicht-Handeln" (Wu wei).
    Was für mich soviel bedeutet, im Kontext mit dem Streben nach Wuji (Unteilbarkeit), dass ich Handle und mit meiner Handlung immer mehr verschmelze (bis zur "Peak Experience"?). Das ich nicht mehr und nicht weniger mache als für die Handlung von Nöten ist, mich voll auf diese 'konzentriere'. Was auch soviel heißt wie, wenn ich dem Tao folge (den jeder individuell für sich entdecken muss), dann "geht alles von selbst". Ich muss mich dann nicht mehr 'Zwingen' etwas zu tun.

    Ich sehe im Taoismus also klar eine Handlungsaufforderung.

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