Hallo,
ich bin durch Zufall auf dieses Krankheitsbild gestoßen, nachdem ich einer psychologisch bewanderten Bekannten den Verlauf einer sehr "abgefahrenen" Beziehung geschildert habe, die vor kurzem endete. Hätte gern Eure Meinung zu dieser Person die mir sehr nah steht, deren verhalten mir aber schon sehr komisch vorkommt.
Zur betroffenen Person: Weiblich, mittlerweile 17, Scheidungskind, 1er-Schülerin da wohl sehr lernbegabt, optisch sehr attraktiv. Geht aber kaum aus, interessiert sich nur für das, was man an sie als eigenes Interesse heranträgt, aber auch nur oberflächlich und nur bis man sich nicht mehr dafür interessiert. Extrem konfliktscheu bis hin zur Aufgabe der eigenen Wünsche und Prinzipien zugunsten Konfliktvermeidung. Extrem auf Befriedigung der Bedürfnisse und Beachtung der Vorlieben des Partners fixiert (Angebot abends brav essen zu kochen und den Haushalt zu machen), auch sexuell bis hin zu wirklich grenzenlosem Exhibitionismus vor der Webcam. Benutzt Pille, aber nie Kondome. Sehr eifersüchtig, ergreift gleichzeitig übertriebene Maßnahmen zur Vertrauenserweckung (Zurverfügungstellung aller Logins für E-Mail, ICQ etc.). Weitgehende Aufgabe des eigenen Umfelds zugunsten der Beziehung. Antriebs- und interessenlos außer man bewegt sie zu etwas. Redet mit Fremden fast gar nicht, mag Leuten nicht in die Augen schauen, hat in psychisch stressigen Situationen unerklärliches "Stechen" im Bauchbereich, Ärzte finden nichts.
Umfeld: Eltern geschieden, wohnt mit leiblichem Bruder und Stiefbruder bei Mutter und Stiefvater. Stiefbruder wird vom Stiefvater vergöttert, sie und leiblicher Bruder nicht ernst genommen, Bruder wurde früher angeblich vom SV im Schlaf verprügelt. Hält engsten Kontakt zum leiblichen Vater in meiner Meinung nach altersunangemessener Intensität. Hat weder beste Freundin noch besten Freund. War 2 Jahre mit ihrem ersten Freund zusammen, trennte sich (angeblich) mangels Interesse von ihm, schlief dann mit ihrem Schwarm, der sie daraufhin sofort entsorgte. Hatte dann Fern-Beziehung mit wesentlich unattraktiverem Mann Mitte 30, der sie anfangs mit einem gefälschten Internetprofil eines jungen, sexy Typen eroberte, bei dem sie dann aber nach seinem Geständnis und trotz nur mittelmäßiger Behandlung noch zwei Monate blieb und mit dem sie auch mehrere Treffen und Sex hatte. Verließ diesen von einem Tag auf den anderen, nachdem sich jemand angemesseneres aus ihrem Umfeld für sie interessierte und begann sofort neue Beziehung. Bittet zur Zeit den älteren Mann um gelegentlichen Kontakt (aber keinesfalls telefonisch oder persönlich), will aber keinesfalls Beziehung mit ihm. Neigt im Zweifelsfall zu Lügen, auch auf Nachfrage und nach Konfrontation mit der Wahrheit. Wird nur von einer Handvoll Altersgenossen halbwegs ernst genommen und vom Rest nur zwecks Hilfe in der Schule kontaktiert.
Ist sie eventuell eine Kandidatin, oder verhält sie sich nur altersgemäß etwas sehr konfus? Ich nehme zumindest äußerlich keine allzu extremen Stimmungsschwankungen an ihr wahr, das spricht wohl eher gegen BPS.


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Bisher hat noch kein Psychologe gesagt, was mein Problem ist ... vielleicht wissen die es ja selber nicht genau, aber seit einer Gesprächstherapie geht es mir viel besser, schlag ihr doch sowas mal vor. 

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