
Zitat von
Puschi
Hallo Niklas!
Ohne dich zu kennen,macht es doch sehr betrübt,deine worte zu lesen...sie erinnern mich zudem sehr an eine mir nahestehende person,der es in groben zügen recht ähnlich geht.
Wie oft habe ich da schon gegrübelt,was man jemandem hilfreiches mit worten vermitteln kann,der so weit draußen schwimmt...
Ich habe besagter person mal folgendes in einem sehr langen und einem für mich bewegenden (weil hilflosigkeit hinterlassenden) gespräch mit auf den weg gegeben:
(Fernab der nicht in frage stehenden wertung des inbetrachtziehens des selbstgewählten endes.)
Wenn man gedanklich schon bis an sein ende gegangen ist,hat man den eigenen empfindungen nach nichts mehr zu verlieren.
Also wäre der weg zum therapeuten,den man bislang vielleicht aus nicht eingestandener hemmung oder innerer antriebslosigkeit,vielleicht auch aus mangelndem vertrauen in den erfolg nicht gegangen ist,ein weg den man ohne verluste gehen kann...
Mit anderen worten-bevor ich den entschluss umsetze,das haus zu verlassen,gehe ich alle räume ab,die dort sind und öffne auch jene türen,die ich aus angst vor den konsequenzen bislang verschlossen ließ oder nicht beachtet habe...denn bevor ich mich darauf einlasse,niewieder konsequenzen zu erleben,kann ich mich als minus dazu ebenso auf jene einlassen,die mir bisher befremdlich oder beängstigend-vielleicht auch völlig abstrus vorkamen.
Das klingt vielleicht nach einer makaberen und fragwürdigen logik-wenn überhaupt"logik".Aber es ist meine kleine strategie für die momente,in denen ich mich tatsächlich mal explizit fragen muss,was mich eigentlich noch in meinem leben hält.
Und wäre ich von der fragestellung bishin zum konkreten planen gekommen,hätte ich diesen weg ohne zu zögern beschritten.
Ich hoffe,dass du den schritt wagst und dir einen professionellen ansprechpartner suchst-nebenher findest du natürlich,wie du siehst,auch hier jederzeit "offene augen" für deine gedanken.
Wenn ich deine beiträge lese,empfinde ich deine zeilen als sehr wortgewandt,deine gedanken wirken gehaltvoll...für mich ist nachvollziehbar,dass du anderen menschen ein lächeln auf die lippen zaubern konntest.Es ist also keine frage des könnens...sondern des wollens.
Werde aktiv,geh es an-nutze deine energie nicht für den einen letzten schritt-wobei nicht mal von "nutzen" die rede sein kann.
Nutze sie und deine fähigkeiten für die schritte raus aus dieser sackgasse,in die du hineingelaufen bist.
Und mit hartz4 kenne ich mich nicht so gut aus-ist denn dort die miete im auszahlungsbetrag nicht berücksichtigt?Ziehst du die möglichkeit in betracht,deinen vater um finanzielle hilfe zu bitten und es wertungsfrei,fern ab aller vergangenen erlebnisse, als finanzspritze nehmen zu können?
Es soll ja keine dauerlösung sein-nur eine möglichkeit,die dich zunächst vorran bringt...
Ich wünsche dir,dass du zunächst einmal dein mietproblem irgendwie angehen kannst...und schließlich schritt für schritt auch alles weitere.
Deine wünsche für dein leben sind erstrebenswert und du teilst sie mit so vielen menschen...und sie sind erreichbar und liegen manchmal viel näher,als man denkt.
Lesezeichen