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Thema: Was ist mit mir bloß los??

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was ist mit mir bloß los??

    Hallo, ich bin hier Niklas,

    ich leide an was ganz Seltsamen, was mein Leben mittlerweile derart beeinträchtigt, dass ich derzeit kein Geld in der Tasche habe, meine berufliche Zukunft so gut wie zerstört ist, ich keine Beziehungen oder Freundschaften pflege und ich doch manchmal so viel für mich will.

    Zu meiner Vorgeschichte:

    Ich bin über 30, Akademiker, aufgewachsen ohne Mutter, die verstarb als ich noch Kleinkind war, meine Großeltern kümmern sich dann, ein Jahr nach meiner Mutter starb mein Opa. zwei Jahre später meine Oma. Es blieb mir ein ängstlicher Vater, der mit neuer Frau an seiner Seite mir immer wieder das Gefühl des Nichtgewolltseins gab, weil er die Last der Schicksalschläge nicht allein auf seinen Schultern zu tragen vermochte und dies u.a. an mir mit ständiger Sorge, Aufforderung zu Zögerlichkeit und der Voraussicht, dass je nichts von dem funktioniere, was ich ehemals machen würde, ausließ.

    Meine Schulzeit war vom Funktionsanspruch anderer an mich gekennzeichnet und wurde allzu oft von Lehrern mit schlechten Noten und Unverständnis beantwortet, für mich wollte ich nichts erreichen, nur der "Druck", den mein Vater auf mich ausübte, führte schließlich zu einem, wenn auch mäßigen Abitur.

    Mein Studium war eigentlich eine schöne Zeit, ich war viel unter Menschen, weil sie mich dazu aufforderten; ich selbst habe nie bei anderen so was wie Zuneigung gesucht, sondern eher mal nach Uhrzeit oder Kursplan gefragt. Dennoch war ich bei denen, die mich kannten, beliebt. Die Angebote der Frauen schlug ich aber aus, weil ich nicht daran glaubte, dass ich es wert sei, wahrhaft geliebt zu werden. Zum Ende meines Studiums hatte ich einige extreme Phasen in Isolation erlebt, war all meinen inneren Zweifeln ausgesetzt und plante wie so oft zuvor, die Beendigung meines Daseins, das Datum teilweise feststehend, dann aber das Ganze entlarvt als dämliche Trügerichkeit, weil ich im entscheidenden Moment immer den Gedanken im Kopf hatte, "wieso willst du alles wegwerfen, bevor du überhaupt gelebt hast?"
    Also blieb ich mir erstmal erhalten.

    Mit dem Ende des Studiums verlor ich meinen letzten Freundeskreis, seitdem sind einige Jahre vergangen und ich war aufgrund des Fehlens von Geselligkeit wieder mehr mir selbst ausgesetzt mit der Folge, dass ich im Beruf schlecht funktionierte, psychosomatisch bedingte gesundheitliche Beschwerden bekam (wegen derer ich psychologische Hilfe in Anspruch nahm) und schließlich in Hartz IV fiel. Dies war für mich sowas wie der staatlich verordnete Stempel der zumindest Wertarmut meiner Person. Pures Gift. Gleichzeitig die ständige Funktion als Bewerber, der schlecht darin ist, sich selbst als den richtigen für eine offene Stelle anzubieten, weil er nicht nur wegen seiner manchmal arg negativen Ausstrahlung immer wieder unterschätzt wird, sondern auch weil ich einfach schwer ins Handeln komme.
    Nach meiner letzten Stelle in meinem erlernten Beruf, der nach der Befristung endete, habe ich mich dann noch mehr zurückgezogen, dies war vor knapp 2 Jahren. Seitdem plane ich alle drei Monate konkret mein Ableben, hinterlasse Abschiedsbriefe in meiner Wohnung, suche nach Dächern, Brücken, geeigneten Bäumen etc. und im Moment, wenn es dann ans Tun geht, wieder der Gedanke: "wieso wirfst du alles weg, bevor du überhaupt gelebt hast?"

    Heute ist wieder so ein Tag und ich bin noch da und bleibe. Ich habe jetzt noch 2 Euro in der Tasche, fliege wegen Mietrückständen wahrscheinlich sehr bald aus meiner Wohnung, an Weihnachten ist gar nicht zu denken. Ich könnte meinen Vater um Geld bitten, dann würde das Ganze nur weiter gehen bis zur nächsten Entscheidung. Ich bin es leid.

    Ich schreibe euch hier, weil ich endlich meinen Teufelskreis durchbrechen muss, seit meiner Kindheit bin ich von trügerischen Ablebenssehnsüchten geplagt, die wie Seifenblasen zerplatzen, wenn es ans Handeln geht. Immer mehr mache ich mir zur Belastung, damit die Entscheidung nicht wieder fürs Bleiben ausgeht. Das einzig Gute an diesen Momenten ist die Klarheit, mit der ich hier gerade diese Zeilen schreibe, dennoch verwischt wieder alles, wenn die Nachhaltigkeit fehlt, um dieses eigentlich unerträgliche Wort mal zu verwenden.

    Wisst ihr vielleicht einen Rat, wo ich heute noch sowas wie psychologische Hilfe bekommen kann? Oder könnt ihr mir aus euren Erfahrungen eine Lösungsmöglichkeit zumindest andeuten? Ich habe keine Lust mehr, unter dem, was mir von Außen zutragen wurde, weiter zu leiden. Und der Scherbenhaufen ist diesmal größer als er je war.

    Niklas

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    "wieso wirfst du alles weg, bevor du überhaupt gelebt hast?"
    hallo Niklas,

    hast Du darauf auch schon mal so was wie ne Antwort gefunden? Wahrscheinlich nicht, aber die Frage ist richtig gut, da sehr präzise. Du könntest sie als Start eines neuen Weges nehmen und z.B. in eine psychatrische Notfallambulanz gehen. Spätestens, wenn Du wieder Brücken etc suchen gehst.

    Warum sollst Du keine psychologische Hilfe finden können? Hast Du denn schon mal eine gesucht?

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Brom (20.12.2010)

  4. #3
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo Niklas,

    hast Du darauf auch schon mal so was wie ne Antwort gefunden? Wahrscheinlich nicht, aber die Frage ist richtig gut, da sehr präzise. Du könntest sie als Start eines neuen Weges nehmen und z.B. in eine psychatrische Notfallambulanz gehen. Spätestens, wenn Du wieder Brücken etc suchen gehst.

    Warum sollst Du keine psychologische Hilfe finden können? Hast Du denn schon mal eine gesucht?
    Hallo Gabiannarele,

    danke für deine Antwort.

    Ich denke, hier die Wahrheit, wenn auch anonym, derart preiszugeben, war ein erster Schritt. Denn bisher schwieg ich über das, was mich immer wieder umwirft.
    Psychologische Hilfe habe ich tatsächlich schon gesucht, vor einigen Jahren habe ich mal eine Gruppentherapie gemacht, die ich dann aber nach 1 1/2 Jahren beendete, weil ich viel zu wenig positiven Input bekam und ich eigentlich sowas wie eine Verhaltenstherapie brauchte, um die Fähigkeit zu lernen, was aus mir zu machen, auf Leute um meiner Selbst willen zuzugehen, damit ich nicht immer in der Leere gefangen bin, die dann meine irrige, wenn zu negative Selbsteinschätzung und die Brückensuche verhindern könnten.
    Die Krux in meinem Leben ist, dass ich eigentlich viel weiß, aber nichts daraus mache. Und das werde und werde ich nicht los. Nun stehe ich soweit im Abseits, dass viele mir schlichtweg mit Desinteresse begegnen, das macht es mir nicht gerade leichter.

  5. #4
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    Guten Morgen Niklas,

    Deine Probleme anzusprechen und hier den Austausch zu suchen ist sicherlich ein erster Schritt.
    Was wünscht Du Dir denn von Deinem Leben? Was sind die ersten Impulse, wenn Du an Leben denkst?

    Sicherlich wäre es gut, Du würdest zu einem Therapeuten gehen, der Dir helfen kann einen Weg ins Positive zu finden.

    Deinem Post entnehme ich, dass Du durchaus schon einiges gelesen und erfragt hast (siehe "ich brauche eher eine Verhaltenstherapie"), aber leg Dich dadurch nicht komplett fest, da der Gedanke was Du brauchst Deiner Sichtweise entspringt und sein kann, dass Dein Balast erstmal an einer andern Stelle angegangen werden muß.

    Wichtig ist, wenn Du etwas ändern willst, dann gehe es an. Man ist kein weniger wertvoller Mensch, wenn man Hilfe sucht. Und wenn wieder akute Gedanke an Brücken aufkommen gehe bitte direkt zur Notfallambulanz, auch dafür braucht man sich nicht schämen.

    Ich wünsche Dir alle Kraft die Du brauchst.

    LG

  6. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von So Ham Beitrag anzeigen
    Guten Morgen Niklas,

    Deine Probleme anzusprechen und hier den Austausch zu suchen ist sicherlich ein erster Schritt.
    Was wünscht Du Dir denn von Deinem Leben? Was sind die ersten Impulse, wenn Du an Leben denkst?

    Sicherlich wäre es gut, Du würdest zu einem Therapeuten gehen, der Dir helfen kann einen Weg ins Positive zu finden.

    Deinem Post entnehme ich, dass Du durchaus schon einiges gelesen und erfragt hast (siehe "ich brauche eher eine Verhaltenstherapie"), aber leg Dich dadurch nicht komplett fest, da der Gedanke was Du brauchst Deiner Sichtweise entspringt und sein kann, dass Dein Balast erstmal an einer andern Stelle angegangen werden muß.

    Wichtig ist, wenn Du etwas ändern willst, dann gehe es an. Man ist kein weniger wertvoller Mensch, wenn man Hilfe sucht. Und wenn wieder akute Gedanke an Brücken aufkommen gehe bitte direkt zur Notfallambulanz, auch dafür braucht man sich nicht schämen.

    Ich wünsche Dir alle Kraft die Du brauchst.

    LG
    Guten Morgen, So Ham

    Danke für deine Antwort.

    Was ich mir von meinen Leben wünsche? Auf der einen Seite wünsche ich mir Liebe, Freundschaften, berufliche Zufriedenheit und ein Lächeln auf den Lippen derjeniger, mit denen zu tun habe, was mir in der Vergangenheit durchaus oft mal gelungen ist; auf der anderen Seite türme ich bewusst Ärger auf, um mich endlich beenden zu können. Und im letzten Moment kommt dann die erste beschriebene Seite wieder von Vorschein. Und der ganze Mist beginnt von Neuem.

    Das mit der Verhaltenstherapie war nur so eine Idee, ich weiß gar nicht, ob es sowas überhaupt gibt, schließlich wurde ich damals in der Gruppentherapie dafür ausgelacht, was auch ein Grund war, weswegen ich dann ging. Ich bin offen für alles, was mir weiterhilft.

  7. #6
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    Hallo Niklas,

    die Wünsche, die Du an Dein Leben hast, klingen sehr schön.

    Auch das der andere Teil am Ende überwiegt ist sehr gut und zeigt, dass Du in Dir weißt, das es etwas gibt wofür es wert ist zu leben.
    Wenn Du in der Therapie ausgelacht wurdest für Deine Äußerung, frage ich mich wo der Kern dieser Gruppe lag, denn ganz sicher nicht in der Stärkung eines anderen. Ich glaube Du bist da leider an eine falsche Stelle geraten und vielleicht tut es Dir auch gut, Dich erstmal einer Person zu öffnen, die auch entsprechend auf Dich eingehen kann.

    Eine Therapieverordnung wirst Du sicher problemlos bekommen und Du hast auch die Möglichkeit, Dir einen Therapeuten durch erste Gespräche anzuschauen und in Dir nachzufühlen ob er für Dich passt. Mach Dir dabei keinen Druck, die Chemie muß da schon stimmen.

    Was Du akut tun kannst, außer eine Therapie anstreben, ist nicht pauschal festzumachen. Was tust Du denn gerne und was macht Dir Freude?

    Hast Du Menschen, mit denen Du noch Kontakte hast, die vielleicht etwas eingeschlafen sind, aber wo Du mal rauskommst aus Deinen trüben Gedanken und Deinem Trott?
    Oder gehst Du gerne raus?

    Fühl in Dir nach was Dir gut tun könnte, was Du genießen könntest oder auch was Dir spontan dazu einfällt. Ich bin ganz sicher Du bist auf dem richtigen Weg und Du hast den ersten Schritt getan.

    LG

  8. #7
    Neuling Avatar von Puschi
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    Hallo Niklas!

    Ohne dich zu kennen,macht es doch sehr betrübt,deine worte zu lesen...sie erinnern mich zudem sehr an eine mir nahestehende person,der es in groben zügen recht ähnlich geht.

    Wie oft habe ich da schon gegrübelt,was man jemandem hilfreiches mit worten vermitteln kann,der so weit draußen schwimmt...

    Ich habe besagter person mal folgendes in einem sehr langen und einem für mich bewegenden (weil hilflosigkeit hinterlassenden) gespräch mit auf den weg gegeben:
    (Fernab der nicht in frage stehenden wertung des inbetrachtziehens des selbstgewählten endes.)
    Wenn man gedanklich schon bis an sein ende gegangen ist,hat man den eigenen empfindungen nach nichts mehr zu verlieren.
    Also wäre der weg zum therapeuten,den man bislang vielleicht aus nicht eingestandener hemmung oder innerer antriebslosigkeit,vielleicht auch aus mangelndem vertrauen in den erfolg nicht gegangen ist,ein weg den man ohne verluste gehen kann...
    Mit anderen worten-bevor ich den entschluss umsetze,das haus zu verlassen,gehe ich alle räume ab,die dort sind und öffne auch jene türen,die ich aus angst vor den konsequenzen bislang verschlossen ließ oder nicht beachtet habe...denn bevor ich mich darauf einlasse,niewieder konsequenzen zu erleben,kann ich mich als minus dazu ebenso auf jene einlassen,die mir bisher befremdlich oder beängstigend-vielleicht auch völlig abstrus vorkamen.

    Das klingt vielleicht nach einer makaberen und fragwürdigen logik-wenn überhaupt"logik".Aber es ist meine kleine strategie für die momente,in denen ich mich tatsächlich mal explizit fragen muss,was mich eigentlich noch in meinem leben hält.
    Und wäre ich von der fragestellung bishin zum konkreten planen gekommen,hätte ich diesen weg ohne zu zögern beschritten.


    Ich hoffe,dass du den schritt wagst und dir einen professionellen ansprechpartner suchst-nebenher findest du natürlich,wie du siehst,auch hier jederzeit "offene augen" für deine gedanken.


    Wenn ich deine beiträge lese,empfinde ich deine zeilen als sehr wortgewandt,deine gedanken wirken gehaltvoll...für mich ist nachvollziehbar,dass du anderen menschen ein lächeln auf die lippen zaubern konntest.Es ist also keine frage des könnens...sondern des wollens.

    Werde aktiv,geh es an-nutze deine energie nicht für den einen letzten schritt-wobei nicht mal von "nutzen" die rede sein kann.
    Nutze sie und deine fähigkeiten für die schritte raus aus dieser sackgasse,in die du hineingelaufen bist.

    Und mit hartz4 kenne ich mich nicht so gut aus-ist denn dort die miete im auszahlungsbetrag nicht berücksichtigt?Ziehst du die möglichkeit in betracht,deinen vater um finanzielle hilfe zu bitten und es wertungsfrei,fern ab aller vergangenen erlebnisse, als finanzspritze nehmen zu können?
    Es soll ja keine dauerlösung sein-nur eine möglichkeit,die dich zunächst vorran bringt...
    Ich wünsche dir,dass du zunächst einmal dein mietproblem irgendwie angehen kannst...und schließlich schritt für schritt auch alles weitere.

    Deine wünsche für dein leben sind erstrebenswert und du teilst sie mit so vielen menschen...und sie sind erreichbar und liegen manchmal viel näher,als man denkt.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Puschi für den sinnvollen Beitrag:

    So Ham (20.12.2010)

  10. #8
    Neuling
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    Zitat Zitat von So Ham Beitrag anzeigen
    Hallo Niklas,

    die Wünsche, die Du an Dein Leben hast, klingen sehr schön.

    Auch das der andere Teil am Ende überwiegt ist sehr gut und zeigt, dass Du in Dir weißt, das es etwas gibt wofür es wert ist zu leben.
    Wenn Du in der Therapie ausgelacht wurdest für Deine Äußerung, frage ich mich wo der Kern dieser Gruppe lag, denn ganz sicher nicht in der Stärkung eines anderen. Ich glaube Du bist da leider an eine falsche Stelle geraten und vielleicht tut es Dir auch gut, Dich erstmal einer Person zu öffnen, die auch entsprechend auf Dich eingehen kann.

    Eine Therapieverordnung wirst Du sicher problemlos bekommen und Du hast auch die Möglichkeit, Dir einen Therapeuten durch erste Gespräche anzuschauen und in Dir nachzufühlen ob er für Dich passt. Mach Dir dabei keinen Druck, die Chemie muß da schon stimmen.

    Was Du akut tun kannst, außer eine Therapie anstreben, ist nicht pauschal festzumachen. Was tust Du denn gerne und was macht Dir Freude?

    Hast Du Menschen, mit denen Du noch Kontakte hast, die vielleicht etwas eingeschlafen sind, aber wo Du mal rauskommst aus Deinen trüben Gedanken und Deinem Trott?
    Oder gehst Du gerne raus?

    Fühl in Dir nach was Dir gut tun könnte, was Du genießen könntest oder auch was Dir spontan dazu einfällt. Ich bin ganz sicher Du bist auf dem richtigen Weg und Du hast den ersten Schritt getan.

    LG
    Hallo So Ham,

    ich bin nun seit gestern wieder auf der Suche nach einem/r neuen Therapeuten/-in. Gleich gehts erstmal zum Hausarzt, ich hoffe, das geht erstmal auch ohne Praxisgebühr, weil die 2 € nicht mehr geworden sind, danach suche ich den Kontakt zu einem Orientierungsgespräch. Ich hoffe nicht, dass das alles zu lange dauert, weil bei mir im wahrsten Sinne des Wortes Zeit Geld ist. Ich habe mich aber definitiv entschieden, weiterzumachen und mein Problem endlich richtig mit professioneller Hilfe zu bearbeiten. Es wird ein langer Weg zurück, aber ich bin bereit, ihn zu gehen.

    Kontakt habe ich zu meiner Familie (Vater etc.) und sehr wenig zu ein paar Bekannten in der Stadt, in der ich lebe. Den habe ich aber bereits leise wieder aufgefrischt.

    Meinen Trost und wundersame Zerstreuung finde ich vor allem in der Musik. Ich singe mehr als ich rede. Früher habe ich auch mal in kleineren Gruppen öffentlich den Barden gegeben, seit einiger Zeit verlege ich mich nur noch auf die Tugend des Schreibens und die melodiegetragene Verlautbarung meiner Selbst abseits allen Dialogs. Schon allein für die Fähigkeit zur Gestaltung neuen Materials, so wird mir gerade klar, lohnt sich jeder weitere Atemzug. Denn es wartet noch viel auf mich.
    Unter Leute gehe ich selten, habe kein Geld, lerne aber das Spazierengehen mit der Nase im Wind immer mehr zu schätzen.

    Dein Satz "Ich bin ganz sicher Du bist auf dem richtigen Weg und Du hast den ersten Schritt getan." treibt mir das Wasser in die Augen, weil ich weiß, dass er stimmt. Jetzt weiß ich es. Danke.

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