Interessant...
Von den neutralen Verhaltens und Denkmustern die du Beschreibst erkenne ich ausgesprochen viel bei mir wieder während viele der "moralisch" negativen Aspekte bei mir fast das genaue Gegenteil darstellen (ich mag es zwar nicht dinge zu verschenken, Teile aber sehr gern. Ich hasse - im Sinne von starker Ablehnung - zwar bestimmte Dinge (Strukturen, Normen, Hierarchien, Verhaltensweisen etc.), weis aber nicht mal ob ich derartiges gegenüber Personen selbst empfinden kann (ich hätte das Gefühl ich würde mich selbst um eine potentielle Ressource betrügen) und sehe Leiden stets als etwas Dysfunktionales was den Perfektionisten in mir ärgert und nicht freut - bin negativer Utilitarist aus Überzeugung) - die anderen Verhaltensweisen sind aber oft sehr ähnlich - in deinem Alter habe ich ebenfalls extrem viel PC gespielt (wenn auch Hauptsächlich RPGs und Strategiespiele, mit durchschnittlich weniger Gewalt - aber wenn dort Zensiert wurde o.ä. hat mich das sehr geärgert, weil ich mir bevormundet vor kam und das Gefühl hatte man wolle mich verschaukeln indem man mir Vorgaukelt, das eine negative Handlung, nicht zu einem entsprechend negativen Ergebnis führt), dies hat sich später etwas gegeben, ich spiele zwar auch jetzt noch ab und zu, aber bei weiten nicht mehr so exzessiv (bin 27).
Ich weis nicht ob dir das Weiterhilft, da ich natürlich auch nur von mir sprechen kann, aber der Umstand, dass ich bei vielen Punkten Parallelen sehe (ich will das jetzt bewusst nicht ausführen, weil das sonst einen derartigen Textblock wie dein Eingangspost gäbe und ich nicht unter zwei Stunden damit fertig werde - mit 10 Edits zu Ergänzung, weil mir noch irgendwas "wichtiges" einfällt), zeigt aber vielleicht, dass die von dir selbst auch negativ eingestuften Charaktereigenschaften sich nicht zwangsläufig aus der restlichen Symptomatik ergeben und bei einem Kopfmensch, als den ich dich einstufe, ist sehr viel über kognitive Arbeit möglich, was bei anderen deutlich schwieriger ist...
Ich selbst strebe zur Zeit an mit einem Psychologen zu arbeiten, bin aber noch auf der Warteliste, allerdings wurde mir in den Vorgesprächen gesagt, das der erste Eindruck - wenn auch in einigen Bereichen A-typisch - doch in Richtung Schizoide Persönlichkeitsstörung (nicht zu verwechseln mit schizophren) gingen - vielleicht schaust du dir das mal an...
Ps. das mit dem Im Zimmer herumlaufen und "Selbstgespräche" führen, würde ich nicht aufgeben es hilft einfach ungemein Struktur ins Gedankenmeer zu bringen auch wenn es auf dritte seltsam wirken mag...


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