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Thema: Was ist normales Verhalten ?

  1. #1
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    Standard Was ist normales Verhalten ?

    Hallo zusammen,

    Ich hätte da eine allgemeine Frage / Anliegen. Wie unterscheidet man, was richtiges Verhalten ist, und was falsch ist. Wie geht man damit um ? Ich habe seit letzterem das Problem, dass ich nicht so sein kann wie ich eigentlich bin, weil ich nicht so sein will. klingt ein bisschen komisch, ich versuche es ein bisschen auszudeuten.
    Am aktuellsten beschäftigt mich das Thema Neid. Wenn man Kinder anschaut sind die 100% neidisch und eigensinnig. Das ist auch natürlich. Ist man in einem Raum mit 2 Kindern und gibt man dem einen was, wird der andere total neidisch. Was ich mich dabei frage ist, warum ist es bei Kindern normal, und bei erwachsenen ist es "unhöflich" und vom Religion her sogar eine Sünde neidisch zu sein. Wenn das so schlecht ist, warum ist dann der Mensch überhaupt geneigt neidisch zu sein. Kinder sind ja das beste Beispiel wie die Menschen sich von Natur aus verhalten würden.
    Das ist also auch mein Basisproblem. Wenn ich zum Beispiel merke, dass ich bei einer Konversation aus iergendeinem Grund wegen einer Kleinigkeit wütend werde, finde ich es besser mein Wut nicht rauszulassen, weil ja mit dem alles nur schlimmer gemacht wird, mein Konversationspartner ist beleidigt und ich hab dann ein schlechtes Gewissen.
    Aber eigentlich ist wütend werden doch etwas natürliches, und doch erscheint mir sinnvoller zu sein nicht wütend zu werden, weil es ja nur eine Kleinigkeit war, das mich wütend machte.
    Oder ihr kennt sicher solche Situtationen, indem ihr aufgebracht wart, und etwas gesagt habt, was ihr "nicht so gemeint habt" und es später bereut. Nacher ist man immer schlauer und man meint, oh hätte ich doch nichts gesagt, aber ihr habt es, weil ihr ein Drang hattet, bei mir ist so dass ich auch diesen Drang spüre aber ich sage es nicht.

  2. #2
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    Kinder sind naiv... desshalb ist es normal - denke ich

    Die Menschen wollen nach ausenhin immer perfekt sein, wenn man dann "überreagiert" z.B. die wut zeigt, lästert jeder, "wie kann er nur" ...

    Ganz einfaches Beispiel:

    Spenden:

    Gibt bei mir einen Verein "Tischlein deck dich", welcher "Bedürftigen" hilft...

    Nun stellen sich die Anhänger dieses Vereins immer zur Weinachtszeit an die Supermärkte, und wollen Spenden...

    Spenden man nicht heißt es: Wie kannst du nur?, ist doch Weinachten, muss man geben, ect.
    Aber ich habe noch keinen gesehen, von denen die dort stehen, das sie auch etwas gespendet haben....
    Und wenn man diese Leute privat bittet, heißt es NEIN

    Sobald sie sich öffentlich gut dastellen könnne machen sie es...

    Kurz: gibst du dich, so wie du bist, wird man oft all "Unsoziales Schwein" abgestempelt, aber das z.B. meine Mutter (sie gibt Nachhilfe) einen Schüler etwas zu Essen gibt, weil seine Eltern ihm nicht überlassen, wird nicht gesehen, und wenn dann meine Mutter woanders NEIN sagt, heißt es, das sie direkt Unsozial wär oO


    Aber eigentlich ist wütend werden doch etwas natürliches,
    Ja, ist es auch, aber die Menschen wollen perfekt sein, wie ich glaube

    Ich hoffe, ich habe das Thema nicht verfehlt

  3. #3
    Verleger Avatar von Physalis
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    Zitat Zitat von Ionel Beitrag anzeigen
    Wenn ich zum Beispiel merke, dass ich bei einer Konversation aus iergendeinem Grund wegen einer Kleinigkeit wütend werde, finde ich es besser mein Wut nicht rauszulassen, weil ja mit dem alles nur schlimmer gemacht wird, mein Konversationspartner ist beleidigt und ich hab dann ein schlechtes Gewissen.
    Hallo Ionel,

    wie sieht "wütend werden" denn bei Dir aus?
    Was ist bei Dir "eine Kleinigkeit"?
    Kannst Du das näher beschreiben?

    Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass angesprochen werden sollte, was stört. Aber gleichzeitig sollte die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Es gibt unterschiedliche Arten, mit Missmut umzugehen. Verspätet sich z.B. jemand, kann man durchaus sagen "Ich bin verärgert darüber, dass Du mich warten gelassen hast.", aber ein cholerischer Anfall wäre zu viel des Guten....

    Bist Du ein aufbrausender Typ, oder fühlst Dich schnell persönlich angegriffen?

    Viele Grüße

    Physalis

    EDIT: Kinder sagen, was sie denken. Würden Erwachsene das auch immer tun, gäbe es wahrscheinlich nur Mord und Totschlag. Ein Kind sagt eben zum anderen: "Boa, bist Du eine fette S....". Na, sag das mal zu Deiner Vorgesetzten! Unsere Gesellschaft funktioniert nur mit Heuchelei und Unehrlichkeit.
    Geändert von Physalis (09.12.2011 um 16:34 Uhr)

  4. #4
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    Ich bin verärgert darüber, dass Du mich warten gelassen hast
    Wird wohl niemand sagen, und 2,3 Minuten ist wird sogar als Höfflich empfunden, überpünklich wird eher negativ eingeschäzt

  5. #5
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    Danke für eure Antworten,
    ich habe vieleicht ein schlechtes Beispiel mit dem wütend werden gewählt. Aber den Sinn habt ihr schon begriffen. Ich mein ein Kleinkind ist ein Mensch, der nach seinen Bedürfnissen handelt, wenn es Hunger hat, dann signalisiert es, und wenn es neidisch ist, dann handelt es. Aber mit der zeigt wird das Kind erwachsen, und wir bringen ihm bei, dass man nicht neidisch sein sollte. Und das ist der Punkt. Warum ist etwas scheinbar normales in der öffentlichkeit nicht normal ?
    Das mit dem wütend werden, oder ich nenne es anders ärgern,meinte ich so, dass wenn zum Beispiel mein Stiefvater meine Mutter eine dumme Kuh nennt, dann ärgert es mich, wie er mit ihr umgeht, aber ich will nicht mich einmischen, sonst wirds nur schlimmer, dann sagt mein Stiefvater zu mir halts maul und meine Mutter wird dann auch wütend und will mich verteidigen und dann gibts ne riesen Krach.
    Oder ein anderes, nicht so krasses Beispiel meine Freundinn macht ne diät und dann sagt sie sie isst ne tafel schokolade, dann ärgere ich mich ein bisschen, aber ich sage lieber nicht was ich denke, weil ich sie nicht beleidigen will.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Torior Beitrag anzeigen
    Wird wohl niemand sagen, und 2,3 Minuten ist wird sogar als Höfflich empfunden, überpünklich wird eher negativ eingeschäzt
    Ich hatte nicht 2 - 3 min geschrieben. Eine solche Zeitspanne wird ja wohl niemand als erwähnenswert ansehen. Zudem weiß ich nicht von wem Du ausgehst, wenn Du sagst, dass eine geringe Unpünktlichkeit "höflich" wäre. Dies verstehe ich nicht. Wieso sollte das höflich sein? Es ist m.E. unbeachtlich, aber höflich?

    Was verstehst Du unter überpünktlich - zu früh? Also zu früh da zu sein ist auch unpünktlich, klar.

    Ich finde, es kommt auch auf die Umstände an. Hat man z.B. die Zusage irgendwo draußen bei Minustemperaturen und Schneesturm mit dem Wagen abgeholt zu werden, können 10 min Verspätung arg lang sein. Kommt eine Freundin bei mir daheim vorbei, wo ich vorm Kamin sitze und fern sehe, sind mir 30 min Verspätung schnurz.

    Häufiger erlebe ich es, dass ich mich in er Stadt verabrede und dann bis zu 45 min auf die andere Person warte. Ich bin dann verärgert und sage das auch, denn auch ich habe noch andere Dinge am Tag zu tun insbesondere zu arbeiten. Ich kann für einen gemeinsamen Kaffee keine 1,5 St. einplanen, wovon ich dann einen Großteiil der Zeit rumstehe und warte.

    Ionel, wieso ärgerst Du Dich, wenn Deine Freundin Schokolade isst?

    Mit dem Thema Neid habe ich mich noch nicht sehr beschäftigt, da ich das Gefühl aus eigener Erfahrung nur sehr begrenzt kenne. Wenn ich aber mal neidisch bin, sage ich das allerdings. Ich habe damit kein Problem.
    Geändert von Physalis (09.12.2011 um 18:20 Uhr)

  7. #7
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    Ich meine irgendwo gelesen zu haben, das zu früh (30 mins eher als Termin) oder zuspät (ab 15 minuten nach Termin) unhöflich gilt...

    Die "Akademische Viertelstunde" halt

    Klar, ich fände es auch ätztens bei Schnee und Eises kälte zu spät abgeholt zu werden, da würd ich mich sogar über 2 mins eher freuen ;D

  8. #8
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    Hi Torior,

    also 1/2 früher würde ich auch als unhöflich empfinden. Gerade wenn man ausgehen möchte, bin ich dann z.B. gerade im Bad. Wenn ich was koche, stehe ich noch in der Küche und der Besuch muss sich selbst beschäftigen. Oder aber ich bin noch gar nicht daheim.

    Selbst bin ich jemand, der quasi auf die Minute da ist. Ich bin so erzogen und in einem Umfeld aufgewachsen, wo Termine immer genau eingehalten wurden. Werde ich z.B. selbst daheim abgeholt, bin ich dann auch zum vereinbarten Zeitpunkt fertig. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich jemanden abhole und die Person, DANN erst beginnt, für eine St. ins Bad zu gehen. So was schaue ich mir exakt ein Mal an.

    Ich mag es nicht, wenn inflatorisch mit meiner Zeit umgegangen wird.

    Die absolute Höhe, die ich vor zig Jahren mal erlebte, war, dass eine Bekannte noch lange nicht fertig war, ich erstmalig bei ihr war und es verboten bekam, mich im Haus zu bewegen. Sie sagte klar, sie möchte nicht, dass sich jemand bei ihr daheim umsieht. Als wenn ich Schränke durchwühlen wollte, oder so. Das war das einzige Mal, dass ich sie abholte.

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