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Thema: Was kann da bloss hinterstecken?

  1. #1
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    Standard Was kann da bloss hinterstecken?

    Hallo Zusammen,
    bin mit meinem Latein am Ende. Mein Vater 60 Jahre hat Symptome die kein Arzt deuten kann und uns schier verzweifeln lassen.
    Kurz zu den Symptomen:
    Es fängt damit an, dass sich aus für uns heiterem Himmel, bei meinem Vater eine Gänsehaut entwickelt dann beginnt eine regelrechte Übelkeitsattacke mit Schweißgefühl, Übelkeit etc. Die Übelkeit muss wohl so schlimm sein, dass er sprachlos wird und nichts mehr sagen kann. Das ganze dauert dann ca. 5 Minuten und danach geht es ihm so als ob nicht gewesen sei.
    Er war schon beim Neurologen, Internisten und hat schon eine Magenspiegelung machen lassen. Sämtliche Blutuntersuchungen etc wurden auch schon gemacht allerdings ohne Befund. Unser Gedanke war, dass es Nebenwirkungen von Tabletten sein könnten. War auch ein falscher Gedanke da diese abgesetzt wurden die Symptome aber blieben.
    Was merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass diese Anfälle immer dann auftreten wenn er sich aufregt!! Das kann auch schon bei ganz, ganz kleinen Dingen des alltäglichen Lebens passieren.
    Mein einziger Gedanke wäre evtl., dass es sich hierbei um eine Panikattacke handel könnte.
    Habt ihr eine Ahnung? Dieser Zustand ist momentan nicht mehr länger tragbar und sehr belastend.
    Vielen Dank vorab
    angie12

  2. #2
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    Definitiv sagen was das ist, wird dir auch hier keiner können, da sich bereits Fachärzte die Zähne daran ausgebissen haben.

    Wie lang geht das denn schon? Wie oft kommst es vor? Was ging der Symptomatik voraus? (Rente, Krankheit...)

  3. #3
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    Gibt es dieses "Phänomen" öfter? Hab noch nie was davon gehört!
    Es geht schon ca. 1,5 Jahre so und kommt je nachdem ca. 2-3 mal die Woche vor. Was der Symptomatik vorausging kann nicht beantwortet werden. Rente, Krankheit etc. ist auszuschließen.

  4. #4
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    Ich habe davon noch nie gehört. Das kann alles Mögliche sein - von vegitativer Störung über chronische Viruserkrankung bis Nahrungsmittelunverträglichkeit.

    Da heißt es zu experimentieren: Ernährung, Sport Therapie...

    Ggf. auch alterativmedizinisch körperlichen Belastungen nachspüren (z.B. Elektroakupunktur nach Voll)

  5. #5
    Roman Verfasser
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    Zitat Zitat von angie12 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,
    bin mit meinem Latein am Ende. Mein Vater 60 Jahre hat Symptome die kein Arzt deuten kann und uns schier verzweifeln lassen.
    Kurz zu den Symptomen:
    Es fängt damit an, dass sich aus für uns heiterem Himmel, bei meinem Vater eine Gänsehaut entwickelt dann beginnt eine regelrechte Übelkeitsattacke mit Schweißgefühl, Übelkeit etc. Die Übelkeit muss wohl so schlimm sein, dass er sprachlos wird und nichts mehr sagen kann. Das ganze dauert dann ca. 5 Minuten und danach geht es ihm so als ob nicht gewesen sei.
    Er war schon beim Neurologen, Internisten und hat schon eine Magenspiegelung machen lassen. Sämtliche Blutuntersuchungen etc wurden auch schon gemacht allerdings ohne Befund. Unser Gedanke war, dass es Nebenwirkungen von Tabletten sein könnten. War auch ein falscher Gedanke da diese abgesetzt wurden die Symptome aber blieben.
    Was merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass diese Anfälle immer dann auftreten wenn er sich aufregt!! Das kann auch schon bei ganz, ganz kleinen Dingen des alltäglichen Lebens passieren.
    Mein einziger Gedanke wäre evtl., dass es sich hierbei um eine Panikattacke handel könnte.
    Habt ihr eine Ahnung? Dieser Zustand ist momentan nicht mehr länger tragbar und sehr belastend.
    Vielen Dank vorab
    angie12
    Kauft euch als Einstieg mal Rüdiger Dahlke - Krankheit als Symbol. Die symbolische Sichweise mag anfangs befremden, aber ich finde es ist ein guter Anstoß, auf eine bestimmte Art und Weise zu denken, von den Deutungen nimmt man sich eben was passt.

    Meine Sichtweise ist, daß alle Krankheiten grundsätzlich psychisch verursacht sind. Die, bei denen körperliche Ursachen gefunden werden können sind einfach nur weiter aussomatisiert. Die Logik bleibt selbst bei der körperlichen Behandlung in sich geschlossen, denn indem eine körperliche Krankheit entdeckt und behandelt wird, wird das zugrundeliegende geistige Problem symbolisch genauso mit behandelt. Oder man weiß: Aha, da also IST etwas! Und damit kommt dann auch gleich wieder eine Gewißheit auf, es wegzubekommen.

    Im Endeffekt kannst Du nicht besonders viel tun. Dein Vater müsste sich damit auseinandersetzen. Wenn es so hart kommt wie Du das beschreibst, sind das in der Regel schon ziehmlich alte Konflikte, und die Ursachen werden nie wirklich klar. Oft verändert der Kranke unbewußt etwas an seinen Lebensumständen, geht vielleicht einer Person oder Situation aus dem Weg, was als Auslöser gedient hat, oder macht irgendetwas anders, oder läßt von einem Gedanken, und die Symptome gehen weg. Im Grunde hat jeder dieses Wissen noch in sich, im Grunde weiß man selbst immer was los ist.
    Geändert von Erwin (06.12.2011 um 14:51 Uhr)

  6. #6
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    Hallo angie12,

    Meine Sichtweise ist, daß alle Krankheiten grundsätzlich psychisch verursacht sind.
    Ich hoffe du glaubt diesen Quatsch nicht. Trotzdem kann eine psychische Belastung durchaus eine Rolle spielen.

    Ich denke auch, dass es in die Richtung geht, die probdi beschreibt.

    Deine Beschreibung passt zu einem zu hohen Histaminspiegel und die Idee mit der Angstattacke ist grundsätzlich nicht falsch, da bei einer Stressreaktion vermehrt Histamin im Körper ausgeschüttet wird.

    Du sagt ja, dass diese Anfälle immer dann auftreten wenn er sich aufregt!

    Das ist nicht merkwürdig, sondern total normal. Eigentlich ein Armutszeugnis, dass die Ärzte eucht nicht darüber aufklären konnten.

    Mögliche Ursachen. Es gibt zwei Enzyme, welches Histamin abbauen. DAO, welches das Histamin im Dram abbaut und HNMT, welches Histamin in der Leber, also das was im Blutkreislauf ist, abbaut.

    Wenn eines oder beide Enzyme etwas vermindert sind, ist es normal, dass sie das Histamin nicht rechtzeitig abbauen können und wenn es dann in der Stressreaktion vermehrt Histamin ausgeschüttet wird, kommt es zu der von dir beschriebenen Reaktion.

    Medikamente, zum Beispiel Betablocker können die Produktion der Histamin abbauenden Enzyme beeinträchtigen. Dieses kann prinzipiell auch lange nach dem absetzen der Medis noch der Fall sein.

    Es ist also gut möglich, dass es immer noch Nebenwirkungen sind.

    Jedoch gibt es weitere mögliche Ursachen für eine erhöhte Histaminauschüttung im Körper. z.B. Schilddrüsenfehlfunktion, gestörte Darmflora nach Antibiotikabehandlun, Virusinfektionen, Allergien, z.B. auf eine Zahnfüllung oder Protese oder auch auf Ausdünstungen von Möbeln oder Schimmel in der Wohnung.

    Oder eben auch bei psychischen Belastungen. Es ist möglich, dass eine psychische Ursache, eben durch die Histaminauschüttung, zu körperlichen Beschwerden führt.

    Noramalerweise ist es jedoch andersrum. Ein erhöhter Histaminspiegel durch Allergien, Infektionen, Schilddrüse usw.
    und/oder eine gestörte Abbaustörung des Histamin durch eine gestörte Produktion der histaminabbauenden Enzyme
    führen dazu, dass man Stressanfälliger ist, weil das zusätzlich ausgeschüttete Histamin bei der Stressreaktion das volle Fass zum überlaufen bringt.

    Histamin spielt also bei vielen Sachen eine Rolle, desshalb ist es für Ärzte auch schwer die wirkliche Ursache zu finden.

    Was man selbst tun kann. Die häufigsten möglichen Ursachen untersuchen lassen. Vor allem die Schilddrüse und dann muss man schauen was war, was eben das wahrscheinlichste ist.

    Hatte man Betablocker genommen, kann es davon kommen.
    Hatte man ne Antibiotikabehandlung? Hatte man eine Zahnbehandlung? Hatte man eine Infektion? usw.

    Stress meiden. Bewegung baut Histamin ab. Spazieren, Gartenarbeit sind gut. Im Schlaf wird auch vermehrt Histamin abbgebaut. Bei einem gesunden Menschen ist der Histaminspiegel im Schlaf gleich Null. schlafstörungen kommen oft daher, dass der Körper aus irgend einem Grund den Histaminspiegel nicht auf Null bringen kann.


    Auf jeden Fall wird es helfen nicht noch zusätzlich durch die Nahrung viel Histamin aufzunehmen, um den Körper nicht noch zusätzlich zu belasten. Im Internet findest du Listen mit histaminreichen bzw. histaminarmen Lebensmitteln.

    Grüsse
    der-streeck

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei der-streeck für den sinnvollen Beitrag:

    Farnon (08.12.2011)

  8. #7
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    Danke der-streeck!
    Okay wir kommen der Sache etwas näher. Es gab den Krankheitsverlauf Gürtelrose vor ca. einem Jahr. Hierbei handelt es sich ja in der Tat um eine Virusinfektion. Wie wäre die weitere vorgehensweise bzw. kann man da eine Verbindung stellen?

  9. #8
    Neuling
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    Windpocken und Gürtelrose

    Bei Windpocken reicht es bei unkomplizierten Krankheitsverläufen zumeist aus, die Haut mit Juckreiz stillendem Puder und austrocknenden Lotionen zu behandeln. Ist der Juckreiz besonders stark, verschreibt der Arzt manchmal Antihistaminika. Das sind Wirkstoffe, die verhindern, dass der körpereigene Botenstoff Histamin an seinen Rezeptor bindet, und so die Wirkung von Histamin vereiteln. Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, und Schwangeren können spezielle, gegen das Virus gerichtete Antikörper (Immunglobuline) verabreicht werden. Gefährdete Neugeborene werden vorbeugend mit Virus-hemmenden Medikamenten behandelt.

    Eine Gürtelrose kann mit Virus-hemmenden Mitteln (Virostatika) behandelt werden. Die Medikamente können die Vermehrung der Viren stoppen, den Krankheitsverlauf abmildern und das Abheilen der Bläschen beschleunigen. Häufig kommen auch örtliche Maßnahmen wie Schmerz betäubende und austrocknende Lösungen oder Puder zum Einsatz. Vor allem bei älteren Menschen kann die betroffene Hautregion noch Monate bis Jahre nach Auftreten des Ausschlags schmerzen. Diese Schmerzen haben sich als schwer behandelbar erwiesen.
    aus
    http://www.roche.de/diagnostics/infe...s_therapie.htm

    Das VZV verschwindet aber nicht vollständig aus dem Körper. Einige Viren "verstecken" sich in den Nervenknoten des Rückenmarks, den sogenannten Spinalganglien. Dort bleiben sie unbehelligt und warten auf eine neue Gelegenheit, wieder aktiv zu werden.
    aus
    http://www.medizinfo.de/hautundhaar/...nfektion.shtml

    Diese Auszüge zeigen, dass Histamin beteiligt ist und dass die Viren im Körper bleiben.

    Ob allerdings diese "schlafenden" Viren nach einem Jahr noch eine Histaminausschüttung bewirken können, kann ich nicht beantworten.

    Er hat doch sicherlich Antibiotika bekommen? Dann ist die wahrscheinlichkeit höher, dass es mit der gestörten Darmflora zusammenhängt.

    Hier gibt es Infos, was man tun kann:
    http://www.histaminintoleranz.ch/therapie.html

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