Windpocken und Gürtelrose
Bei Windpocken reicht es bei unkomplizierten Krankheitsverläufen zumeist aus, die Haut mit Juckreiz stillendem Puder und austrocknenden Lotionen zu behandeln. Ist der Juckreiz besonders stark, verschreibt der Arzt manchmal Antihistaminika. Das sind Wirkstoffe, die verhindern, dass der körpereigene Botenstoff Histamin an seinen Rezeptor bindet, und so die Wirkung von Histamin vereiteln. Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, und Schwangeren können spezielle, gegen das Virus gerichtete Antikörper (Immunglobuline) verabreicht werden. Gefährdete Neugeborene werden vorbeugend mit Virus-hemmenden Medikamenten behandelt.
Eine Gürtelrose kann mit Virus-hemmenden Mitteln (Virostatika) behandelt werden. Die Medikamente können die Vermehrung der Viren stoppen, den Krankheitsverlauf abmildern und das Abheilen der Bläschen beschleunigen. Häufig kommen auch örtliche Maßnahmen wie Schmerz betäubende und austrocknende Lösungen oder Puder zum Einsatz. Vor allem bei älteren Menschen kann die betroffene Hautregion noch Monate bis Jahre nach Auftreten des Ausschlags schmerzen. Diese Schmerzen haben sich als schwer behandelbar erwiesen.
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