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Thema: Was soll ich machen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was soll ich machen?

    Ich versuch mal meine jetzige Situation zu erklären:

    (ich entschuldige mich jetzt schon mal, wenns nich ganz zusammenhängend is)

    Ich habe eine Reha beantragt und auch genehmigt bekommen, zwar nicht in der Klinik in die ich eigentlich wollte. Im Vergleich ist die Klinik, die ich genehmigt bekommen habe, sogar noch etwas besser, als die ich mir ausgesucht hatte.

    Jetzt bin ich mir auf einmal nicht mehr sicher, ob ich in eine Klinik will oder nicht, bzw. frage ich mich ob es die richtige Klinik ist und vor allem ob eine Reha das richtige ist oder ob vielleicht nicht eine akutstationäre Behandlung besser wäre.

    Dadurch das ich momentan eine schwere depressive Phase durchlebe und alle meine Entscheidungen in frage stelle, weis ich nicht mehr ob ich das richtige tue oder nicht. Dazu kommt, das ich Angst vor neuen Situationen, Menschen und Umgebungen habe, was bei mir zu leichten bis mittelschweren Panikattacken führt. Deswegen vermeide ich solche Dinge oder laufe vor Ihnen davor, wenn man das so sagen kann. Aber gleichzeitig habe ich große Versagensängste, was bedeutet das ich unbedingt in die Klinik muss, um nicht zu versagen. Weil wenn ich nicht gehe versage ich ja in meinen eigenen Augen.

    Ich hab auch schon Erfahrungen mit Kliniken gemacht, was mich noch mehr verunsichert.
    Die erste Klinik war eine psychosomatische Rehaklinik, in der ich 2 Wochen auf einen Termin bei einer Therapeutin warten hätte müssen, wenn es mir nicht gut ginge. Das hat mich dann so fertig gemacht, das der Chefarzt mich für nicht rehafähig erklärt hat und ich wieder nach hause fuhr.
    Beim zweiten Mal war ich in einem Bezirkskrankenhaus auf der dortigen Derpessionsstation. Dort wurde man mit seinen Problemen total allein gelassen und wurde wie Dreck behandelt. Ich war dort mit 3 anderen Mitpatienten in einem Zimmer das eigentlich nur für 2 bis maximal 3 ausgelegt war. Ich weis nich ob sowas normal ist oder nicht.
    Beim letzten Mal war ich in einer psychosomatischen Akutklinik, die eigentlich ganz toll war, ich aber mit der mir zugeteilten Therapeutin nicht zurecht kam, da sie sich über meine Probleme und über die Probleme anderer Patienten lustig machte und das vor anderen Patienten. Auch dort war ich in einem 3-Bett-Zimmer, was für mich unerträglich war. Nach einigen Wochen habe ich die Therapie abgebrochen, da es nicht möglich war die Therapeutin zu wechseln.

    Ich bin momentan einfach verwirrt, weis nicht was ich machen soll, bzw. was ich denken soll. Vor allem weis ich nicht wie ich mich entscheiden soll.

  2. #2
    Neuling Avatar von lu33o
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    Hallo peanut,

    willkommen hier im Forum.

    bin völliger Laie in diesem Gebiet und habe mich mit keiner dieser Therapieformen beschäftigt.
    Das was ich weiß, ist dass solche Einrichtungen hauptsächlich darauf zielen dir für eine bestimmte Zeit jeglichen Druck von den Schultern zu nehmen Beruf, Familie, Liebe, Freund, Umfeld usw.

    Wie es aber bei dir der Fall war waren es lediglich 2 Wochen. Ziemlich kurze Zeit finde ich oder habe ich etwas übersehen, wenn ja sorry.

    Therapeutin: Eine Therapeutin die sich lustig macht? kaum zu glauben was es nicht alles gibt. Hoffe du sagtest ihr dass du es nicht lustig findest und es dich stört von ihr so behandelt zu werden.

    lg

  3. #3
    Neuling
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    Hallo lu33o,

    danke für deine Antwort.

    Die 2 Wochen haben sich nicht auf den Aufenthalt dort bezogen, sonder darauf, wie lange ich jedes mal warten hätte müssen, wenn es mir schlecht ginge und ich mit einem Therapeuten hätte reden wollen. Und das ist nicht das, was ich unter einer psychosomatischen Reha verstehe.
    Wenn es mir wirklich schlecht gegangen wäre, oder ich kurz vorm Zusammenbruch gewesen wäre, hätte ich erst 2 Wochen später einen Termin bei einem Therapeuten in der Klinik bekommen. Das ist nicht in Ordnung in einen Klinik, die sich als eine psychosomatische Klinik ausweist.

    Ja ich hab dieser Therapeutin meine Meinung gesagt, so gut es in meiner Verfassung möglich war. Ihr Kommentar dazu: "Ich solle mich doch nicht so anstellen und die Klappe halten" das tat weh, sowas von einer Therapeutin zu hören.

    lg

  4. #4
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    Hallo Peanut20,

    ich denke du solltest in die Klinik gehen, ich verstehe, dass man abgeschreckt ist, wenn man schlechte Erfahrungen machen musste, dennoch denke ich, dass du alles versuchen solltest um dein Leben lebenswerter zu machen und vielleicht ist die Klinik ein erster Schritt in diese Richtung. Wenn du feststellst, dass diese Klinik nicht das Richtige ist, dann kannst DU entscheiden zu gehen. Es liegt bei dir, lass dich nicht von deinen Erfahrungen abhalten neue zu machen, das wäre sehr schade. Und auch wenn du schwierigkeiten hast Entscheidungen zu treffen, denk immer daran, es gibt keine falsche Entscheidung, so lange du dazu stehst.

    Ich wünsche dir alles Glück der Welt!

    Liebe Grüße

  5. #5
    Neuling
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    Danke Tanija,

    danke für deine Antwort und danke dafür das du mir Mut machst.

    Es ist leider nicht so einfach, wenn ich mich endgültig für die Klinik entscheide und dann merke das es eine falsche Entscheidung war, dann kann ich nirgends mehr hin. Da ich durch meine Depressionen und noch anderen Problemen immernoch zu Hause wohne, bei meinen Eltern(und das mit 20), kann ich danach so gesehen eigentlich nur wieder nach Hause. Aber meine Eltern haben mir klar gemacht, dass das jetzt meine letzte Chance ist, und wenn ich die nich wahrnehm, bzw. wenn ich die Therapie abbrechen würde, kann ich nicht mehr nach Hause.

    Ich will die Therapie wirklich und ich will auch in die Klinik, um wieder ein lebenswertes Leben führen zu können. Gleichzeitig hab ich aber solche Panik davor das ich es verpatze und dann nirgends mehr hin kann.
    Und durch meine Depressionen hab ich alle Freunde verloren, was heißt ich könnte nicht mal zu Freunde gehen.

    lg
    peanut20

  6. #6
    Neuling Avatar von lu33o
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    Hallo peanut(der Name bringt mich immer wieder zum Schmunzeln ),

    wie geht es dir heute?

    wie du deine Situation schilderst ist es wirklich eine große Entscheidung die dein weiteres Leben sehr beeinflussen wird.
    Ich finde so schlimm ist es nicht mit 20 noch zu Hause zu wohnen, schlimmer wär es wenn du gerne zu hause wohnst und nicht bereit wärst in ein eigenständiges Leben zu ziehen. Ich finde dass deine Eltern dir Zeit geben sollten- zumindest bis zum Ende deines Klinikdepressionsaufenhaltes. Kenne natürlich deine Situation nicht und die deiner Eltern somit ist schwer abzuwägen ob das relevant wäre. Falls es um die Überzeugung deiner Eltern ginge würde ich psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Wobei ihr zusammen (du, eltern, therapeut) die Situation zusammen besprechen könntet und vielleicht allen gehjolfen werden kann. Von dir allein hängt es ab wie es sich bessert hingegen wie sich dein Weg weiterentwickelt. Dein Versprechen zu darauffolgender Selbstständigkeit ist ein Muss sowie das Versprechen zu keinem Klinikabbruch (auch wenn noch so für dich schlimme Vorfälle stattfinden). Kanne s sein dass deine Eltern wenig bis gar kein Vertrauen in dich und deine Versprechen haben? Wurde es zu viel ausgereizt?

    -> dein Weg- falls es wirklich Depressionen sind die therapeutische Hilfe benötigen- ist und bleibt die Therapie. Also versuche in diese Richtung hinzuarbeiten. Besser jetzt als zu spät.

    Lg und gute Besserung

  7. #7
    Neuling
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    Hallo lu33o,

    ich glaube ich kann sagen das es mir etwas besser geht, da ich nicht mehr so durcheinander bin.
    Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich akzeptiert habe das es egal ist wo ich meine Therapie mach und ich momentan größeren nutzen aus einer stationären Therapie ziehen kann als aus einer ambulanten.
    Zum Teil wurde mir aber auch die Entscheidung abgenommen, da mein Kostenträger, die Klinik darauf hingewiesen hat das es eilig ist und ich deswegen nicht die 8-10 Wochen Wartezeit habe, sondern nur 4-5 Wochen warten muss. Vielleicht bekomme ich noch vor Weihnachten einen Aufnahmetermin.

    Meine Eltern haben Vertrauen zu mir, nach ihrer eigenen Aussage zu folge, sie haben einfach nur so große Angst das ich wieder einen Rückzieher mach und dachten sie helfen mir, wenn sie sagen das ich nicht mehr zurück könnte, wenn ichs versau.

    Liebe Grüße
    peanut

    ps: danke das du mir Mut machst, das hilft mir wirklich sehr
    pps: freut mich das ich dich zum schmunzeln bringen kann der name stammt eigentlich von meinen Kaninchen, des Peanut heist

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