psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 25

Thema: Was stärkt, was schwächt?

  1. #1
    Ste
    Gast

    Standard Was stärkt, was schwächt?

    Ich finde es unheimlich wichtig, dass man sich klar darüber ist, was mich stärkt und was mich schwächt!

    Ich als psychisch Kranker und sozial behinderter, wenn man dass so sagen will, kann es mir nicht leisten, mich noch zusätzlich zu schwächen. Ich muss mich viel eher langfristig stärken.

    Ich denke mir oft: Egal was kommt, ich muss dafür bereit sein. Wenns mir in einem Jahr gut geht, dann will ich das auch genießen können, wenns mir schlecht geht, will ich das durchstehen können, ohne zuviel oder zulange leiden zu müssen.

    Zudem frage ich mich einfach: Was hab ich verdient? Was steht mir zu, was tut mir gut, was macht Sinn, was fühlt sich richtig an? Was würde ich jemand anders geben, jemand den ich mag, was glaub ich was die anderen brauchen und wollen?

    Da kommt immer nur eines raus: Stärken!

    Nun ist es aber wichtig, dass man weiß, was stärkt und was schwächt. Das könnten wir hier diskutieren und Erfahrungen austauschen.

    Grüße

    Ste

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Limia
    Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    191
    Danke
    32
    9 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard

    schwierig....
    Stärken können immer auch Schwächen sein und umgekehrt, kommt auf die Situation an...
    Manchmal Stärkt es auch Schwach zu sein....
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
    egal wie weh es tut und wie schwierig es ist. Kämpfe für dein Leben! Keiner hat das Recht es zu zerstöhren!

  3. #3
    Ste
    Gast

    Standard

    nun, ich meinte nicht eigene Schwäche oder Stärken, sonden ich meinte äusserliche dinge, die schwächen oder stärken. Natürlich auch das eigene Verhalten, aber das Verhalten kann ja durch Krankheit stark verändert sein.

    Zum Beispiel über Probleme nachdenken, grübeln, mit anderen ständig über Probleme reden, sich als Opfer von unveränderlichen Umständen sehen. Stärkt das oder schwächt das eine Person?

    Grüße

    Ste

  4. #4
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
    Registriert seit
    28.11.2011
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    627
    Danke
    94
    118 mal in 91 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hi Ste

    Ich gehe mal von mir aus. Mich schwächt es, wenn ich unkritisch meinen Mitmenschen gegenüber bin und immer wieder verarscht werde. Mich schwächt es, wenn ich naiv an das Gute glaube und kaum Menschen kenne, mit denen ich auf dieser Schiene eine Beziehung leben kann. Mich schwächt es wenn, wenn mich Leute drücken und zu einem Verhalten nötigen, was ich nicht will. Mich schwächt es, wenn ich nicht weiss, was ich eigentlich will und dadurch schwankend und manipulierbar bin.

    Das, was mich stärkt, ist das Gegenteil von meinen Schwächen: Kritisch sein, selbständig leben, meine Bedürfnisse durchsetzen und herausfinden, was ich zurzeit will.

    Das ist meine Sicht der Dinge. Es ist auch gut möglich, dass es für jeden eine etwas andere Sicht gibt.

    Für den schizoiden Menschen trifft wohl genau das Gegenteil zu. Es stärkt ihn, wenn er lernt, den Mitmenschen zu vertrauen und sich auf Beziehungen einlässt. Es stärkt ihn auch, wenn er lernt Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen und wenn er sich mehr Profil erschafft, statt zu manipulieren.
    Liebe Grüsse, Martin

    I Psychologieforum.de

    Es gibt ein Leben vor dem Tod - Nutze es!

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von free 93
    Registriert seit
    07.10.2011
    Beiträge
    241
    Danke
    22
    23 mal in 20 Beiträgen bedankt

    Standard

    gute frage!
    Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
    Gabriel Laub


    Bevor ich falle, falle ich lieber auf!!

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    26.03.2011
    Beiträge
    17
    Danke
    1
    Bedankte sich ein mal in einem Post.

    Standard

    Zitat Zitat von Ste Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel über Probleme nachdenken, grübeln, mit anderen ständig über Probleme reden, sich als Opfer von unveränderlichen Umständen sehen. Stärkt das oder schwächt das eine Person?
    Nun, sich ständig als Opfer sehen schwächt meiner Meinung nach. Das zu tun wird meiner Erfahrung nach dadurch unterstützt, wenn man ständig mit den selben Menschen über die selben Probleme nachgrübelt. So nach dem Motto: Man hat jemanden, mit dem zusammen man sich selbst bemitleiden kann. Fühlt sich vielleicht währenddessen hilfreich an, aber es ist von vorneherein klar, das sich die Situation so nicht ändern wird.

    Wiederum mit neuen oder anderen Menschen in dem Fall darüber zu reden, stärkt, weil man stets neue Sichtweisen erfährt. (Ist meine persönliche Meinung dazu.)

  7. #7
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Mich stärken Aufenthalte in der Natur ,weil da diese gesunde Energie vorhanden ist ,die Natur gibt sehr viel ohne zu fordern .

    Mich stärken all die Dinge ,die mir Spass machen .
    -fröhliche Zeiten mit meinen Kindern ,die soviel bedingungslose Liebe zu geben haben
    -positive Literatur
    -Musik
    -bestimmte Sportarten
    -kreatives Schreiben
    -Diskussionen mit intelligenten Menschen
    -Träumen
    -stabile Freundschaften und Familienverhältnisse
    -Ideale verwirklichen

    Mich schwächen schwierige menschliche Beziehungen
    -sinnlose Streitigkeiten
    -Machtspielchen
    -Kritiksucht
    -Anpassung an destruktive Umstände
    -alles was man irgendwie muss ,aus den angeblich vernünftigen Gründen anderer Leute

  8. #8
    Ste
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Loewenzahn Beitrag anzeigen
    Mich stärken Aufenthalte in der Natur ,weil da diese gesunde Energie vorhanden ist ,die Natur gibt sehr viel ohne zu fordern .

    Mich stärken all die Dinge ,die mir Spass machen .
    -fröhliche Zeiten mit meinen Kindern ,die soviel bedingungslose Liebe zu geben haben
    -positive Literatur
    -Musik
    -bestimmte Sportarten
    -kreatives Schreiben
    -Diskussionen mit intelligenten Menschen
    -Träumen
    -stabile Freundschaften und Familienverhältnisse
    -Ideale verwirklichen

    Mich schwächen schwierige menschliche Beziehungen
    -sinnlose Streitigkeiten
    -Machtspielchen
    -Kritiksucht
    -Anpassung an destruktive Umstände
    -alles was man irgendwie muss ,aus den angeblich vernünftigen Gründen anderer Leute
    Es scheint, dass du die schönen und einfachen Dinge des Lebens als stärkend empfindest, die schwierigen Pflichtübungen und Herausforderungen aber als schwächend, kann das sein?

    Meine Frage ist also, ob diese Haltung nicht eher schwächend ist? Wäre es nicht stärkend, auf den schwierigen Gebieten, die dir Mühe bereiten, mehr Kompetenzen und auch mehr Macht zu erwerben, mehr Selbstbestimmung?

    Ist es denn stärkend, wenn ich mich vom schwierigen abwende und nur noch dem schönen fröne, wenn ich nur noch bedinungslose und nicht-fordernde Gleichmut und Schönheit an mich ranlassen will?

    Ist das nicht eher Isolationismus? Träumerei?

    Ich frage nur, ich will nichts utnerstellen

    Grüße

    Ste

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Ste für den sinnvollen Beitrag:

    Kaja (16.01.2012)

Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.05.2007, 21:26

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!