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Thema: Was stimmt mit mir nicht?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was stimmt mit mir nicht?

    Hallo,
    ich habe anscheinend seit einiger Zeit psychische Probleme. Da ich aus familiären Gründen nicht so einfach mal an zum Psychiater gehen kann, hoffe ich hier einige Antworten zu finden.
    Mir ist anfänglich nicht bewusst gewesen, das mit mir wohl etwas stimmt aber so langsam glaube ich das ich dringend Hilfe brauche. Leider bin ich mir nicht sicher , was mit mir nicht stimmt und hoffe das einer hier evtl. Ähnlichkeiten erkennt bzw. das ganze mal deuten kann.
    Mir ist nach längerer Betrachtung folgendes aufgefallen.
    Ich leide anscheinend unter Depressionen;
    Ich bin absolut antriebslos;
    Ich kann mich an nichts freuen. Alles kommt mir wie verschwändete Zeit vor.
    Ich bin fast nur noch zuhause und habe außer Frau und Kind kaum noch soziale Kontakte (außer im Job), habe aber auch kaum Interesse an meinen Kollegen/Mitmenschen außer Frau/Kind;
    Ich verspüre oft eine innere Unruhe und schlafe oft nicht sehr gut.
    Ich habe des Öfteren mal Stimmungschwankungen und regiere von einer auf die andere Sekunde sehr aggressiv, sobald ich etwas machen soll. Musik und Lärm wirken meist gleich.
    Ich habe große Probleme, selbst kleinere Entscheidungen zu treffen.
    Ich bin permanent am Grübeln und habe Schwierigkeiten mich zu konzentrieren und auch Gedächtnisprobleme (sehr vergesslich).
    Ich habe oft Zukunftsängste die fast unerträglich werden.
    Meine sexuelle Lust ist fast zu 100% verschwunden.
    Ich zögere fast jede Aufgabe lange heraus.
    Ich habe seit Jahren schon nicht mehr richtig/ernsthaft gelacht.
    Ich bin sehr misstrauisch gegenüber anderen Menschen.
    Ich habe fast jedes Mal wenn jemand eine Aufgabe an mich ran trägt, das Gefühl, das er mich testen will.
    Ich habe sehr oft das Gefühl, ein Déjà-vu zu haben und das macht mich richtig fertig. Wenn ich mein Gegenüber dann mal hintenherum frage, ob wir das nicht alle schon mal hatten und er / Sie nein sagt, komme ich doch recht verXXscht vor.
    Ich !hoffe! das ich an einer Art von Wahnvorstellung leide, da ich glaube, das ich mich vor einigen Monaten sehr betrunken habe und dann später wohl darüber nachgedacht habe meinem Leben ein Ende zu setzen und noch einige für mich sehr viel schlimmere Dinge gesagt habe. Das ganze habe ich aber auf Grund vom Alkohol und evtl. aus Scham oder Angst komplett verdrängt. Anscheinend weiß aber wirklich Jeder um mich herum Bescheid, doch keiner sagt was. Nur ab und zu kommen Andeutungen die bei mir Erinnerungen(wenn es Erinnerungen sind) hervorrufen, Stück für Stück. Wenn das an was ich mich da anscheinend erinnere und ich das alles gesagt habe, hoffe ich wirklich dass ich Wahnvorstellungen habe.
    Ich hoffe dass mir jemand helfen kann etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
    Geändert von Whatsup? (19.03.2011 um 00:20 Uhr)

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,
    hier aus der Ferne, kann man, keine genau diagnose stellen(zudem könnte ich das sowieso nicht).Einige dinge, die du, da beschreibst klingen schon sehr nach einer Depression.
    Vielleicht kannst du das mal mit deinem Hausarzt besprechen, der kann dir besimmt helfen.

    liebe grüße licht

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei lichthand12345 für den sinnvollen Beitrag:

    Whatsup? (19.03.2011)

  4. #3
    Gast784
    Gast

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    hallo,

    vielleicht beinhaltet die Aussage..
    Da ich aus familiären Gründen nicht so einfach mal an zum Psychiater gehen kann, hoffe ich hier einige Antworten zu finden.
    ja schon die Struktur des Problems.

    Genau wegen dieser Haltung scheinst Du immer weiter in irgend was reinzugleiten.

    Ob das nun Depression ist, Burnout oder Boreout (Ausbrennen durch Unterforderung), oder sonst was - das alles sind ohnehin Krankheitsbilder, hinter denen eine ganze Kette von Geschichten, Mustern und Symptomen steht, welche sich über Jahre aufgebaut haben.

    Ein Psychater ist eher für die medikamentöse Therapie zuständig. Bei Dir wirds aber vermutlich um Psychotherapie gehen, also Psychologe. Evtl mit medikamtöser Unterstützung. Aber das musst Du mit den Ärzten klären.

    Deine Probleme sind anscheinend schon so komplex und in verschiedene Lebensbereiche vorgedrungen, dass Du die nicht im Internet wirst lösen können. Schon gar nicht in einem Laienforum.

    Du wirst hier aber einige Erfahrungsberichte bekommen können von Menschen, die an ähnlichen Punkten standen wie Du, und die eine massive Kehrtwende machen mussten und dabei an Profis nicht vorbei kamen.
    Dieses Festhalten an den alten Strukturen, die zunehmende innere Enge im Verborgenen halten und eher so nebenbei anonym irgendwie so weit zurecht biegen zu wollen, um wieder - ebenfalls irgendwie - weiter funktionieren zu können - das ist nicht die Lösung und nicht machbar. Denn damit hältst Du weiter die Energie (oder anders gesagt, die Verhaltensmuster) aufrecht, welche Dich immer mehr in den Kollaps treiben.

    Es mag peinlich sein, wenn Deine Frau erfährt, dass Du professionelle Unterstützung brauchst. Aber vll ist es ja nur Dir peinlich, weil Deine Frau auch schon still vor sich hinleidet?

    Wie auch immer - Deine Gesundheit geht vor allem. Denn wenn Du die nicht mehr hast, kann auch Deine Familie nicht glücklich leben, weil das Auswirkungen haben wird. Also solltest Du Dir dringend im RL Hilfe holen.

    Das Gefühl, Wahnvorstellungen zu haben, kann vll auch deshalb derzeit so dominant sein, weil Du Deinen Zustand versuchst zu verdrängen. Verdrängung verstärkt nunmal das Problem nur, und löst es nicht.

  5. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (19.03.2011),Magdolna (19.03.2011),Whatsup? (19.03.2011)

  6. #4
    Neuling
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    Standard Re: Antworten

    Hallo,
    vielen Dank schon mal für die Antworten. Natürlich werde ich mich mit einem Arzt bezüglich des Problems beraten müssen. Es ging mir auch mehr darum mal von einem Außenstehenden mal abschätzen zu lassen ob ich hier wirklich ein Problem habe oder mir das Ganze nur einbilde.
    Nur noch kurz zu den Gründen, warum ich das bis jetzt noch nicht getan habe. Ich habe bereits mit meiner Frau gesprochen, doch leider nur wenig Verständnis erhalten. Sie war wohl eher der Meinung dass ich spinne und möchte nicht mit jemandem verheiratet sein, der ein psychisches Problem hat. (Es war der besagte Abend an dem ich so viel getrunken habe.)
    Leider habe ich bis jetzt noch keine BUV abgeschlossen, was die Sache richtig problematisch macht, da jemand mit einem psychischem Problem ein hohes Risiko darstellt und wenn man dann auch noch wie ich diese Probleme evtl. wegen dem Job bzw. auch im Job hat und man evtl. deswegen bu wird, wird es happig. Leider bin ich so gestrickt, dass ich bei einer Gesundheitsfrage der Versicherung nicht lügen könnte um evtl. etwas zu vertuschen. Wir stehen unmittelbar davor eine Immobilie zu erwerben und haben vor ein paar Wochen erst unseren Nachwuchs bekommen, Ich kann jetzt eigentlich keine Therapie antreten. Es geht mir dabei wirklich nicht um mich, sondern nur darum, dass meine Frau und das Kind versorgt bleiben und die Immobilie halten können.
    Selbst bei dem Gedanke eine solche Entscheidung treffen zu müssen, könnte ich schon lauthals los schreien.
    Es ist aber schon mal gut hier darüber schreiben zu können.

  7. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Du kannst doch trotzdem einen Arzt konsultieren, ohne deshalb weiter Staub aufzuwirbeln. Muss ja erstmal keiner wissen, so lange Du in dem Entscheidungsprozess bist, wie es weiter geht.

    Denn es ist doch so - wenn Du weiter unter dem Druck stehst, funktionieren zu müssen, damit nichts, das Dein Leben bisher ausgemacht hat, in Frage gestellt werden muss, dann wird sich die Situation doch wohl eher verschärfen, anstatt lösen, oder meinst Du nicht?

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, reden wir hier nicht von einer vorübergehenden Erschöpfung, wie sie durch kurzfristigen Stress (wie z.B. bei Nachwuchs) entstehen kann, sondern um ein Problem, das sich schon eine ganze Weile aufbaut, oder?

    Vielleicht ist es ja genau der Knackpunkt, dass Du Dich in einem Korsett befindest, welches Du zwar selbst geschaffen hast, das Dir aber langsam die Luft abschnürt, und Du dabei aber immer fröhlich weiter lächelst, weil es einfach nicht sein darf?

    Versorgt sein ist ja gut und recht. Aber es gibt auch andere Existenzen, mit denen man seine Familie versorgen kann. Und die müssen nicht mal weit weg von dem liegen, was man bisher getan hat. Manchmal reicht es, in eine andere Nische zu gehen, oder von freiberuflich auf angestellt bzw umgekehrt zu wechseln, oder einfach nur die Arbeitszeit zu reduzieren. Denn alles in allem scheint ja eure Versorgung auf sehr hohem Niveau zu laufen. Es stellt sich die Frage, ob ihr nicht evtl etwas runterschrauben könntet und dann immer noch mehr hättet, als wie das bei einem Zusammenbruch Deinerseits der Fall wäre.

    Und wenn Deine Frau mindestens genauso verdrängt wie Du, dann kann das einerseits das Echo Deiner eigenen Unsicherheiten sein, oder an den Umständen liegen (ist nicht gerade schlau das ganze besoffen auf den Tisch zu packen, sry), oder sie sitzt im selben Korsett wie Du, nur dass sie Nutznießerin davon ist (ich sag nur das Stichwort "Privatisierung"). Dann macht es aber auch keinen Sinn, die Fassade aufrecht zu erhalten, weil Du das wahrscheinlich nicht mehr lange so durchziehen wirst. Und dann habt ihr wirklich Probleme, weil dann alles wie ein Kartenhaus zusammen brechen könnte.

    Also, ich bin mir ja nicht so sicher, ob Du überhaupt noch eine Wahl hast, bei dem, was da aus Deinen Posts rüber kommt.
    Geändert von Gast784 (19.03.2011 um 19:52 Uhr)

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Whatsup? (19.03.2011)

  9. #6
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    Hallo Whatsup,

    ich kann durchaus nachvollziehen, dass Dir Deine Verpflichtungenh als so wichtig erscheinen, dass Du Dich erst dann, wenn sie alle erfüllt sind, um Dich selbst kümmern zu können glaubst.
    Nur: wirst Du sie denn auch erfüllen können, wenn Du vorher umkippst?

    Ehe, Kind, Haus, Job - brauchst Du denn nicht auch eine stabile Basis in Dir selbst, um auch Ehemann, Vater, Ratenzahler (über Jahrzehnte, wohlgemerkt!) und Mitarbeiter sein zu können?!
    Diese Stabilität scheint sich doch, wenn ich Deinen Post richtig verstanden habe, immer mehr oder immer schneller aufzulösen - wie soll das besser werden, wenn Du nicht bereit bist, jetzt etwas dagegen zu unternehmen?
    Egal was sich da an Krankheitsbild dahinter verstecken mag (das festzustellen, ist Sache der Profis): es wird weder von alleine verschwinden, noch wirst Du Dich da alleine wieder herausziehen können - könntest Du das, würdest Du nicht immer nur weiter abrutschen ...

    Sorry, irgendwie scheint Ihr beide aber ein seltsames Verständnis von psychischen Erkrankungen zu haben. Oder wie sonst sollte ich da einige Aussagen von Dir verstehen?
    Psychische Probleme zu haben bedeutet doch nicht, deswegen gleich auf Dauer arbeitsunfähig zu werden/zu sein!
    Selbst wenn sie mit der eigenen beruflichen Situation zusammenhängen, so bedeutet es doch zuerst einmal nur, dass da etwas nicht so zusammenpasst, wie es sollte, damit Du damit auch auf eine gesunde Weise umgehen kannst.

    Ich habe bereits mit meiner Frau gesprochen, doch leider nur wenig Verständnis erhalten. Sie [...] möchte nicht mit jemandem verheiratet sein, der ein psychisches Problem hat.
    Aus welchen Gründen möchte sie denn mit Dir verheiratet sein?
    Ganz ehrlich: eine solche Aussage weckt in mir Zweifel, ob ihr überhaupt eine Partnerschaft habt!!!

    Ehe, Kind, Haus - scheint wohl alles einen viel höheren Stellenwert zu besitzen als das, worum es in einer Beziehung, IMHO, eigentlich geht ...
    Dieses Materielle (siehe auch Deine Hauspläne): ist es denn wirklich so wichtig, dass Du lieber vor die Hunde gehst, als dass Du mal vorübergehend auf die Bremse trittst, bis Du wieder Stabilität gewonnen hast?

    Ich kann jetzt eigentlich keine Therapie antreten.
    Wann dann?
    Du wirst auch in den nächsten Jahrzehnten immer wieder "gute Gründe" für Dein "jetzt nicht" finden: das Kind muss erst "aus dem Gröbsten raus sein"; das Haus muss erst abbezahlt sein; der Job muss erst gesichert sein ... &&&
    Und: Du darfst ja keine psychischen Probleme haben, sonst packt Deine "Ehe"-Frau ihre Koffer ...
    Dumme Frage: wie willst Du Therapie machen (egal wann) - wenn sie es nicht mitbekommen darf??

    Es geht mir dabei wirklich nicht um mich, sondern nur darum, dass meine Frau und das Kind versorgt bleiben und die Immobilie halten können.
    Wie willst Du sie denn "versorgt" halten, wie das Haus halten, wenn Du umkippst?
    Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht seltsam klingt: wenn Dir Deine Frau und Dein Kind wirklich so wichtig sind, dann solltest Du Dich jetzt um Dich kümmern und für Dich sorgen!

    Selbst bei dem Gedanke eine solche Entscheidung treffen zu müssen, könnte ich schon lauthals los schreien.
    Was wäre, wenn dieses Gefühl nur ein Echo wäre: ein Echo dessen, dass etwas in Dir spürt, dass Du gerade dabei bist, falsche Prioritäten zu setzen; dass Dein Leben so, wie Du es Dir bisher zurechtgelegt hast, nicht wirklich das ist, was Du brauchst, um auch Lebensqualität zu erzielen ...

    Es bringt aber nichts, über solche Dinge nur endlos zu grübeln. Damit wirst Du weder eine "Lösung" finden, noch auch nur einen Schritt in die richtige Richtung gehen können.
    Überlege mal, ob es nicht sogar ganz sinnvoll sein könnte, eine Art Pause einzulegen - eine Pause, in der Du dem nachgehen könntest, was Du selbst bist, wie Deine Wünsche und Bedürfnisse aussehen. Kurz gesagt: prüfen, ob Dein Kurs immer noch so richtig ist, wie Du es mal angenommen hast.

    Weißt Du, ich kenne sehr viel Menschen, die aus ähnlichen Gedanken und "Verpflichtungen" heraus den eigentlichen Fragen und deren Konsequenzen jahrelang aus dem Weg gegangen sind.
    Bei vielen schien es lange Zeit gut zu gehen ... zumindest nach außen hin.
    Aber irgendwann kam jeder mal an den Punkt, an dem alles herausbrach, was vorher unterdrückt wurde - das Kartenhaus fiel schlagartig in sich zusammen.
    Wenn sowas passiert, dann fühlt es sich an, als ob das ganze Leben implodiert ...

    Was wäre dann noch von dem zu retten, was Dir jetzt so wichtig ist, dass Du das Risiko eingehst, Kurs auf genau diesen Punkt zu nehmen?

    Wie Gaby schon schrieb: Du könntest zumindest mal therapeutischen Rat einholen - das muss niemand mitbekommen.

    Damit dies jetzt nicht alles so theoretisch klingt, so "von außen gesprochen": Deine Gedanken kenne ich alle - auch Deine "Gründe" ... aus ganz eigener Erfahrung ...

    Ich muss funktionieren, muss dafür sorgen, dass meine Frau, meine Kinder eine stabile (materielle) Basis bekommen. Ich mache es nicht für mich, mich da durchzuquälen, sondern für sie und "unsere" Zukunft ...
    Also Augen zu und durch ... wenn alles gesichert ist, dann werde ich mich auch um mich selbst kümmern - aber nicht vorher ... muss ja zuerst meinen Verpflichtungen nachkommen ...

    Ergebnis? Als es nicht mehr länger zu unterdrücken war, wurde ich vor die Wahl gestellt: Entweder weitermachen wie schon so viele Jahre und mir dann Gedanken machen, ob mir Blumen oder Kränze lieber wären - oder die (Not-)Bremse ziehen und retten, was noch zu retten ist ...
    Nur dass es da schon nicht mehr viel gab, was aus dem bisherigen Leben noch hätte gerettet werden können ...

    Bei allen anderen hätte ich genau den "Rat" gegeben, den ich selbst für mich nicht annehmen wollte oder konnte: mehr auf sich selbst achten und Hilfe suchen und annehmen ...

  10. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Quo Vadis? (20.03.2011),Whatsup? (19.03.2011)

  11. #7
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    Standard Omg!!!

    Hallo,
    ok, das ganze besoffen auf den Tisch zu bringen war nicht die beste Idee, aber auch erst der Auslöser für das Ganze. Normal trinke ich nur selten, wenn ich dann aber mal etwas trinke, dann meist „ohne Ende“. Ich habe mit der Sache auch noch nicht einmal angefangen, sondern bis zu diesem Zeitpunkt nur still gelitten. Meine Frau hat mich dann im Beisein fast meiner ganzen Familie mit einer Anschuldigung konfrontiert, die echt starker Tobak war(Und eigentlich total unbegründet). Daraufhin ist dann mein liebster Schutzmechanismus in Kraft getreten und ich habe wie immer angefangen mich als extrem bösen Menschen zu verkaufen, (der ich aber nicht wirklich bin) in der Hoffnung den Rest der Anwesenden damit auf Abstand zu halten.
    Wie der Abend dann ausgegangen sein muss wird mir um so länger ich darüber nachdenke immer klarer. Wenn das alles an was ich mich jetzt wieder zu erinnern meine wahr ist, dann habe ich mit meinem „ Zusammenbruch“ an diesem Abend wirklich extreme Auswirkungen auf meine Umwelt gehabt!? Evtl. habe ich gar keine Wahnvorstellungen sondern all diese seltsamen Dinge beruhen nur auf meinen „ Forderungen“? Wie weit würde ein Kreis von Eingeweihten Personen hier zulande gehen um jemanden davon abzuhalten sich oder jemand andern etwas anzutun? Uff ! Ich glaube ich habe eine große Zahl von Menschen um mich herum mit der Drohung mir etwas anzutun zu geradezu absurden Dingen gezwungen. Und das Beste, am Tag danach bis heute habe ich von nichts mehr gewusst. Wenn das wahr ist, wundert es mich, warum mich meine Angehörigen und mein Arbeitgeber noch nicht in die geschlossene eingeliefert haben. Oh man ich weiß noch nicht wie ich mit diesem Wissen jemals wieder jemandem von meiner Familie oder meinem Arbeitgeber in die Augen sehen soll. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die da alle mitgespielt haben!?
    Soviel dazu, dass ich mich outen müsste zum Arzt gehen zu müssen.
    Ich muss mich in der nächsten Woche unbedingt mit einem Arzt unterhalten. Die Wahnvorstellungen kann ich wohl streichen, aber der Rest der Probleme bleibt wahrscheinlich unberührt. Auch wenn meine Probleme mit dem Wissen, das alle anderen Bescheid wissen viel größer werden. Ich muss mich unbedingt nach einem neuen Job umsehen, wenn ich in dieser Region jemals noch einen bekommen sollte!
    Danke, auch wenn das ganze meine Probleme, durch das nun wissen, gefühlt größer gemacht hat, konnte ich über das nachdenken über die Situation das durch den Dialog hier entstanden ist doch schon etwas aufarbeiten was mich die letzten Monate belastet hat.
    Hat sich evtl. jemand von euch unter Alkohol auch schon mal so richtig daneben benommen, so dass Ihr das Leben eurer Mitmenschen für immer einschneidend verändert habt?
    Hat einer einen Tipp wie ich mich verhalten sollte? Soll ich weiter so tun als wüsste ich von nichts? Wenn ich darüber mit all den Leuten Sprechen muss, sterbe ich bestimmt vor Scham Gefühl und Schuld.

  12. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hat sich evtl. jemand von euch unter Alkohol auch schon mal so richtig daneben benommen, so dass Ihr das Leben eurer Mitmenschen für immer einschneidend verändert habt?
    Whatsup, ich glaube, das Hauptproblem ist, dass sich DEIN Leben dadurch einschneidend verändert hat bzw dieser Suff anscheinend ein Wendepunkt war, der es Dir selbst mal bewusst gemacht hat, was Sache ist.

    Du bist jetzt vll panisch. Das ist nachvollziehbar, aber das wird nicht so bleiben. Bevor Du Dich jetzt unnötig verrückt machst (nein, ich glaube nicht, dass Du schon verrückt bist), schieb die ganze Sache auf, bis Du mit einem Arzt geredet hast.

    Und es geht jetzt erstmal nur um Dich! Das mit den Angehörigen etc klärt sich dann in Folge schon alles auf. Du hast jetzt wahrscheinlich nen ziemlichen Tunnelblick von dem ganzen inneren Stress.

  13. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (19.03.2011)

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