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Thema: Was stimmt nicht mit mir?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was stimmt nicht mit mir?

    Hallo, ich habe noch nie in einem Forum darüber gesprochen aber ich sehne mich, von Menschen mit selbigen Gefühlen und Problemen zu hören.

    Ich bin nun 20 Jahre und habe seit der Kindheit irgendwie ein anderes Denken als Andere. Ich verspüre diese Leere schon seit so vielen Jahren, aber es wird immer schlimmer. Der Punkt für mein passives Denken und mein Unglücklichsein, so glaube ich, liegt an meiner Familie. Seit der Geburt lebe ich alleine mit meiner Mutter in einer kleinen Wohnung, sonderlich viel Geld haben wir nicht. Ich habe immer gedacht, ich führe ein Leben wie jeder andere. Dass man sich damit abfinden muss, dass das Leben nunmal hart und mühseelig ist und man eigentlich nicht belohnt wird.

    Aber vor drei Jahren habe ich meinen jetzigen und ersten Freund kennengelernt, der mich erstmal aus der Depression brachte aber leider auch unbewusst schnell wieder hinein. Er ist eigentlich der Freund, den sich jede Frau wünscht, doch für mich eine völlig neue Welt. Seine Familie ist irgendwie glücklich, so Happy Family mit eigenem Grundstück und er war schon überall auf der Welt, da sie jedes Jahr zweimal verreisen...

    Während er sein Leben total im Griff hat, verliere ich den Sinn meines immer weiter aus den Augen. Als wir beide noch zur Schule gingen, hatten wir zusammen Ferien und ich konnte zu seiner Familie fliehen. Mit meiner Familie verstehe ich mich garnicht gut, meine Mutter schlug mich schon immer und hat auch einmal zugegeben, dass sie nicht in der Lage ist Liebe zu zeigen, was mich wirklich traurig macht. Es schien alles so perfekt und meine Traurigkeit war betäubt. Nun hat er eine Ausbildung im Krankenhaus, sein Traumberuf, ist vollkommen glücklich. War in den USA, fliegt nächstes Jahr 2x für mehrere Wochen nach L.A und Washington. Und ich...

    Ich war nichtmal in Berlin und werde zu Hause rumsitzen und auf ihn warten, in Tränen weil ich ihn vermissen werde da ich so anhänglich bin und ich hasse mich davür. Er ist so ein lieber Freund, der mich wirklich über alles liebt, doch ich bin trotzdem nicht glücklich. Im Gegenteil, ich kann an nichts anderes mehr denken als an versch. Möglichkeiten, zu gehen. Ich habe nicht einen einzigen Ansporn, mich auf etwas zu freuen... Er hat immer etwas, worauf der sich freuen kann und ich merke, wir fail mein Leben eigentlich ist.

    Ich leide so arg darunter und das erdrückende Gefühl ist inzwischen so schlimm, dass ich mehrmals am Tag totale Downs kriege und Nachts aus dem Bett kletter um zu weinen. Ich habe ihm schonmal leicht erzählt, dass ich Unglücklich bin aber er kann das nicht verstehen. Alles was er sagen kann ist, dass ich zu einem Psychater gehen sollte... 2012 wird mich so unglücklich machen, ich möchte das nicht erleben.. Ich finde keine Ausbildung und nerve meinen Freund schon mit meiner Depression, so leid mir das auch tut..

    Alles woran ich die letzten Monate nur denken kann, ist 2012 nicht zu erleben. Er sagt, das nächste mal werden wir in drei Jahren wieder freie Zeit füreinander haben, aber das fürchte ich leider nicht. Ich war auf Foren und habe mich schlau gelesen über Methoden, und das schlimme ist dass diese stimme immer stärker wird. Ich verfalle wieder in das alte Muster aber ich weiß, dass er es auch ohne mich schafft und meine Mutter, so traurig es auch ist, auch. Unser Verhältnis war niemals ein Gutes... Ich verliere seit Jahren den Spaß am Leben und einen Sinn, hier zu bleiben..

  2. #2
    Neuling
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    Hey Süße,
    so doof das jetzt auch klingt geb nicht auf!
    Ich weiß von welcher Leere du sprichst und um genau zu sein hab ich sie jetzt und immer auch in und um mir. Ich weiß auch man will nicht immer nur traurig sein und jammern aber es tut so ******* eig weh und wie soll man so leicht glücklich werden, obwohl man tolle Freunde ec. hat!? Ich weiß wie Hart das Leben sein kann, aber ich kenn durchaus auch die schönen Seiten, ich bin mir sicher du auch! Und genau um diese schöne Seite müssen wir kämpfen, ich hab Panik denn ich glaube ernsthaft sie ist bedroht!
    Weißt du was mir manchmal hilft um das alles mal au zu blenden?:
    einfache-wünsche das hört sich wahrscheinlich vollkomen bescheuert an! aber es hilft!
    Also was möchtes du umbedingt noch machen? Was nervt dich, was kannst du daran ändern?
    Überleg einfach mal, es wäre schön wenn du sie mir villeicht erzählt villeicht kann ich dir sogar helfen undwahrscheinlich aber Mörglich !
    Aber du darfst auf keinen fall Aufgeben, lass dich nicht fressen! villeicht können wir ja zuzweit gegen die mega ******* kämpfen!

    viel Glück und alles liebe
    Busteblue R.G

    Ps.: Dein Freund braucht dich! Und dein Mutter auch, sie kann ihre Gefühle vill nicht zeigen, aber deswegen liebt sie dich trotzdem!

  3. #3
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Akiroo,

    mal ne Frage: was würdest Du machen wollen, um aus Deinen gepressiven Mustern herauskommen zu können?

    Irgendwie liest es sich, als ob Du durch den Kontakt zu Deinem Freund plötzlich auf Deine eigenen verdrängten Bedürfnisse gestoßen worden bist, die Du jetzt nicht auflösen kannst

    Weder kann er dafür sorgen, dass sich diese Gefühle und Gedanken in Dir auflösen, noch wird dies von einem anderen Menschen kommen können: ist dieser Wunsch, dass das eigene Leben, die eigene Person, wertvoll sein sollte, nicht etwas, das man sich selbst geben müsste?

    Wäre es für Dich denkbar, Dir professionelle Hilfe zu suchen, um aus diesen Prozessen herauskommen zu können?

    Zitat Zitat von Busteblue
    Dein Freund braucht dich! Und dein Mutter auch ...
    Das hört sich auf den ersten Blick sicherlich sinnvoll und "hilfreich" an - wenn es allerdings gegenüber jemanden geäußert wird, der gerade dabei ist, in depressive Prozesse abzurutschen, kann das sehr schnell auch mal kontraproduktiv sein: es erzeugt Druck und eine "ich muss etwas geben" Haltung, die überfordert.
    Und damit diese Prozesse erst recht befeuert.

    Ob ihr Freund sie jetzt braucht oder nicht: solange sie nicht wieder selbst für ihre Bedürfnisse sorgen kann, wird sie niemandem etwas geben können, ohne am Ende dabei auszubrennen.
    Sie sollte sich jetzt zuerst selbst einmal in den Mittelpunkt stellen und dafür sorgen, einen eigenen stabilen Boden unter die Füße zu bekommen: die Freiheit, wieder selbst entscheiden zu können, was sie braucht und wie sie dies dann auch erreichen kann.

    Was sie tun wird, um aus ihrem Loch herauszukommen: sie wird es für sich selbst tun - nicht für die Mutter, nicht für den Freund, nicht für einen Therapeuten oder sonst irgend jemanden.
    Nur dann hat sie die Chance, ihre Lebensqualität wieder selbst bestimmen zu können.


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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    Akiroo (30.12.2011)

  5. #4
    Neuling
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    Vielen Dank für eure Antworten! Ich kann aus euren beiden Kommentaren wirklich gute Ratschläge ziehen.

    Die Idee mit den Einfach-Wünschen ist ein toller Einfall. Ich kenne das, wie gut man sich fühlt wenn man sich ein kleines Ziel für den Tag setzt wie z.B. ein Bild an die Wand hängen und einfach mal stolz auf eine kleine Veränerung sein, trotz dass man den Tag völlig alleine verbringen muss.

    Und ich glaube, der Punkt wurde in etwa auch getroffen, wieso ich so tief unglücklich bin. Ich weiß, ich muss meine eigene Lebensqualität wieder finden, ich muss aufhören mich mit anderen zu vergleichen, pessimistisch zu sein. Diese Stimme, die mir die ganze Zeit sagt ich werde alleine sein, ich werde unglücklich sein weil mein Freund nicht immer Zeit für mich haben wird, ich muss sie irgendwie weg kriegen! Wie genau ich das machen soll, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht ganz. Ich habe zwar kleine Talente, zeichne unheimlich gerne, nur leider bringt mich das im Leben nicht weiter. Ich muss verstehen, dass Liebe und Zweisamkeit nicht alles ist und von dem Zug ins Berufsleben abspringen.. Auch, wenn ich tierische Angst davor habe..
    Es stimmt, ich muss Kraft finden, mir selbst zu helfen. Jetzt muss ich es nur noch in die Praxis umsetzen. Aber da scheiter ich irgendwie. Stattdessen bemitleide ich mich selbst, weine und kann seit Wochen nicht mehr vor 3 Uhr einschlafen.. Es zerrt an mir.

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