Hallo, ich habe noch nie in einem Forum darüber gesprochen aber ich sehne mich, von Menschen mit selbigen Gefühlen und Problemen zu hören.
Ich bin nun 20 Jahre und habe seit der Kindheit irgendwie ein anderes Denken als Andere. Ich verspüre diese Leere schon seit so vielen Jahren, aber es wird immer schlimmer. Der Punkt für mein passives Denken und mein Unglücklichsein, so glaube ich, liegt an meiner Familie. Seit der Geburt lebe ich alleine mit meiner Mutter in einer kleinen Wohnung, sonderlich viel Geld haben wir nicht. Ich habe immer gedacht, ich führe ein Leben wie jeder andere. Dass man sich damit abfinden muss, dass das Leben nunmal hart und mühseelig ist und man eigentlich nicht belohnt wird.
Aber vor drei Jahren habe ich meinen jetzigen und ersten Freund kennengelernt, der mich erstmal aus der Depression brachte aber leider auch unbewusst schnell wieder hinein. Er ist eigentlich der Freund, den sich jede Frau wünscht, doch für mich eine völlig neue Welt. Seine Familie ist irgendwie glücklich, so Happy Family mit eigenem Grundstück und er war schon überall auf der Welt, da sie jedes Jahr zweimal verreisen...
Während er sein Leben total im Griff hat, verliere ich den Sinn meines immer weiter aus den Augen. Als wir beide noch zur Schule gingen, hatten wir zusammen Ferien und ich konnte zu seiner Familie fliehen. Mit meiner Familie verstehe ich mich garnicht gut, meine Mutter schlug mich schon immer und hat auch einmal zugegeben, dass sie nicht in der Lage ist Liebe zu zeigen, was mich wirklich traurig macht. Es schien alles so perfekt und meine Traurigkeit war betäubt. Nun hat er eine Ausbildung im Krankenhaus, sein Traumberuf, ist vollkommen glücklich. War in den USA, fliegt nächstes Jahr 2x für mehrere Wochen nach L.A und Washington. Und ich...
Ich war nichtmal in Berlin und werde zu Hause rumsitzen und auf ihn warten, in Tränen weil ich ihn vermissen werde da ich so anhänglich bin und ich hasse mich davür. Er ist so ein lieber Freund, der mich wirklich über alles liebt, doch ich bin trotzdem nicht glücklich. Im Gegenteil, ich kann an nichts anderes mehr denken als an versch. Möglichkeiten, zu gehen. Ich habe nicht einen einzigen Ansporn, mich auf etwas zu freuen... Er hat immer etwas, worauf der sich freuen kann und ich merke, wir fail mein Leben eigentlich ist.
Ich leide so arg darunter und das erdrückende Gefühl ist inzwischen so schlimm, dass ich mehrmals am Tag totale Downs kriege und Nachts aus dem Bett kletter um zu weinen. Ich habe ihm schonmal leicht erzählt, dass ich Unglücklich bin aber er kann das nicht verstehen. Alles was er sagen kann ist, dass ich zu einem Psychater gehen sollte... 2012 wird mich so unglücklich machen, ich möchte das nicht erleben.. Ich finde keine Ausbildung und nerve meinen Freund schon mit meiner Depression, so leid mir das auch tut..
Alles woran ich die letzten Monate nur denken kann, ist 2012 nicht zu erleben. Er sagt, das nächste mal werden wir in drei Jahren wieder freie Zeit füreinander haben, aber das fürchte ich leider nicht. Ich war auf Foren und habe mich schlau gelesen über Methoden, und das schlimme ist dass diese stimme immer stärker wird. Ich verfalle wieder in das alte Muster aber ich weiß, dass er es auch ohne mich schafft und meine Mutter, so traurig es auch ist, auch. Unser Verhältnis war niemals ein Gutes... Ich verliere seit Jahren den Spaß am Leben und einen Sinn, hier zu bleiben..


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