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Thema: Was stimmt nicht mit mir?? Brauche Rat!

  1. #1
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    Standard Was stimmt nicht mit mir?? Brauche Rat!

    Hallo...

    Bin zum erstenmal hier und bräuchte mal dringend Rat.
    Ich versuche es so kurz wie möglich aber genau wie nötig zu halten

    Mein gesamtes Leben habe ich das Gefühl, dass was mit mir nicht stimmt.
    Ich hatte und habe viele typische ADHS Symptome und habe auch den typischen ADHS Werdegang hinter mir.
    Habe mir in der Jugend Zeit hin und wieder den Unterarm aufgeschnitten.
    Was meiner Meinung nach aber nichts mit Borderline zu tun hat. Mir ging
    es da nicht um Druck oder ähnliches. Ich hatte wirklich Gedanken zu sterben
    und es war wohl eine Art Hilferuf und Wunsch nach Aufmerksamkeit.
    Mit 19 bekam ich meine erste Tochter und eine Depression.
    Mit 28 bekam ich meine zweite Tochter, seit der Schwangerschaft leide
    ich unter einer extremen Stimmungsschwankung. Erst bin ich total euphorisch
    und im nächsten Moment total niedergeschlagen, genervt und gereitzt.
    Seit zehn Jahren leide ich auch unter immer wieder kehrenden Gedanken, Gefühl, Glaube wenn ich mich mit Menschen unterhalte.

    # sich zu blamieren
    # nicht gemocht zu werden
    # angweilig zu wirken
    # beobachtet zu werden
    # Unsinn zu reden
    # nicht attraktiv zu sein
    # die anderen könnten schlecht über mich denken
    # hinter dem rücken könnte über mich geredet/getuschelt werden
    # man könnte mir meine Aufregung ansehen
    # nur dummes Zeug zu reden
    # nichts interessantes bieten/erzählen zu können

    Das sind nur einige Beispiele die mir permanent im Kopf schwirren, wenn
    es darum geht sich mit Menschen zu unterhalten. Versuch ja auch dagegen
    anzukämpfen und normal zu wirken aber diese Gedanken machen mich
    echt fertig. Ich kann einfach nicht so sein, wie ich sein möchte.
    So geht das von morgens bis abends, dass ich nur am grübeln bin über
    jeden *******... Kann es aber nicht abschalten.
    Ich renne seit einem Jahrzehnt zum Psychiater, jeder Arzt hat ne andere
    Diagnose.

    Ich meine, was stimmt denn nicht mit mir???

    Zwangsgedanken, Grübelzwang, Wahnvorstellung, ADHS , soziale Phobie
    Was ist nur mit mir los?

    Oder bilde ich mir nur irgendwelche Sachen ein??

    WÜrde mich freuen, wenn Ihr antwortet.
    LG

  2. #2
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    Alles sehr typisch für eine Bipolare Erkrankung, am besten mit Lithium zu behandeln!

  3. #3
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    Die Frage "Was stimmt denn nicht mit mir" stellt sich wohl jeder, der an einer psychischen Erkrankung leidet! Und .... entschuldige Lilola.... einfach eine Diagnose zu stellen, ist da wohl nicht gerade der richtige Weg.

    Kurz zu mir: Leide seit meiner Kindheit an Depressionen. Erkannt wurde diese jedoch erst vor ca. 5 Jahren. Klinikaufenthalt, Therapie und Einsicht folgten. Inszwischen lebe ich im Einklang mit der Krankheit.

    Über die ganzen Jahre habe ich eines erkannt: Der Urgedanke ist schlecht. Ich bin nichts wert/ Ich bekomme das eh nicht hin/ keiner mag mich/ ich bin eine schlechte Mutter/ das hätte ich besser machen können usw. Entsprechend handel ich auch schlecht. Ich sorge dafür, dass immer wieder das Negative siegt.

    Das komische dabei ... ich habe Angst vor Enttäuschung und sorge jedoch dafür, dass ich enttäuscht werde. Die Angst vor Schmerz hat mich über Jahrzente Mechanismen entwickeln lassen, welche dafür sorgen, dass ich auch immer wieder Schmerz empfinde.

    Was ich eigentlich sagen möchte: Mit dir stimmt alles! Das Gehirn ist eine Macht, die dich beherscht. Wenn man seine eigenen Nervenbahnen (also Verhaltensweisen) erkennt, kann man dagegen angehen. Das Bewusstsein, etwas zu tun, was man nicht will, macht einen fertig. Und genau das ist es, was uns glauben lässt, dass wir verrückt ist. Wir sind aber nicht verrückt! Es ist wirklich alles so, wie es scheint.

    Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn der Kopf 24 Stunden arbeitet. Am liebsten möchte man mit dem Kopf gegen die Wand hauen. Manchmal war ich am Rande des Wahnsinns und extrem Aggressiv. Ich entschloss mich irgendwann in die Klinik zu gehen und da geschah für mich das Wunder: Ich dachte nichts! Ich bekam Antidepressiva und Tabletten, welche das Denken eindämmten (Nicht die Fähigkeit, als vielmehr die Häufigkeit!) Ich kann garnicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe. Bis zu diesem Zeitpunkt, war ich der Meinung, dass dies garnicht möglich sei. Es war fantastisch! Diese Ruhe und Gelassenheit.

    Als ich dann entlassen wurde, war mir klar, dass ich genau diesen Zustand beibehalten möchte. Natürlich blieb es nicht so ruhig in meinem Kopf, denn dass jahrelange Anlernen meines Gehirns an komplizierte Denkmuster konnte nicht einfach abgestellt werden. Aber, ich hatte mein Ziel gefunden. Und genau das, verfolge ich bis Heute. Ruhe und Gelassenheit zu finden.

    Suche nicht ständig danach, was mit dir nicht stimmt. Suche nach dem Grund, der dafür sorgt, das du so bist, wie du bist. Denn dein Verhalten ist völlig normal, wenn man davon ausgeht, dass der Grundgedanke negativ ist. Das hört sich vielleicht dumm an. Jedoch muss ich sagen, dass ich nach einer Therapie und viel Eigenbeobachtung zu dem Schluss kommen musste, dass mein Verhalten völig normal ist und nichts mit Mathematik oder Logik zu tun hat.

    Es ist normal, dass ich keine Unterhaltung führen kann, wenn ich ständig Angst habe, etwas Falsches zu sagen. Es ist normal, das ich mich häßlich und nicht geliebt fühle, weil ich mich ja selbst als Nichtsnutz einstufe. Es ist normal, dass ich mich beobachtet fühle, weil ich ja Angst habe, was falsch zu machen.

    Wir denken schon über das Autofahren nach, bevor wir eingestiegen sind. Welche Straßen wir benutzen, wem wir alles begegnen werden. Vielleicht machen wir auch einen Unfall..... Aber eines bedenken wir nicht: Erst einmal muss der Zündschlüssel gedreht werden, damit wir überhaupt fahren können.

    Man kann auch sagen: sich selbst erfüllende Prophezeihungen!

    Genau ... das ist unser Leben... sich selbst erfüllende Prophezeihungen.

    Wenn ich also rausgefunden habe, warum ich mich so minderwertig fühle, kann ich an allen Arbeiten. Und ganz wichtig: Akzeptanz und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Und das.... ist das schwierigste überhaupt.

    violetta

  4. #4
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    Hallo

    Das was Du so eindringlich beschreibst,könnte auch ein grossteil meines Lebens sein,
    ich habe jahrelang die vermutung gehabt,ich wäre verrückt und ich hätte ein Sucht-
    problem,weil ich konnte mir selbst nie erklären,das ich immer solch eine starke Denkerei
    am Hals hatte,mein ganz Leben bestand nur aus Grübeln,Denken und aus einer wahnsinnigen Angst,ich hätte was falsch gemacht,bis ich vor ca.10 Jahren endlich
    begriffen habe,das ich einen Grübelzwang habe und mir über jeden Mist Gedanken
    mache und für viele Sachen Schuldgefühle bekomme und noch immer habe,auch
    insbesondere für irgendwelche Banalitäten und von sogenannten (normalen Menschen)
    keinerlei Verständniss dafür bekommen werde!

    Ich wünsche Dir das Du von einem Facharzt die Hilfe bekommst,die Du brauchst,
    weil dieser Grübelzwang ist die Hölle auf Erden!


    lg raskowitz

  5. #5
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    Genau was Du beschrieben hast, geht auch in mir vor. Immer, jederzeit. Ich will das jeder mich mag, will es jedem nur irgendwie recht machen auch wenn ich mir damit schade.

    Ich weiß nicht, wem ich mich da anvertrauen soll
    Wenn Du magst, könnten wir uns ja mal über Email, ICQ oder so unterhalten.

    Lieben Gruß


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