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Thema: Was tun mit Mordgedanken ?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was tun mit Mordgedanken ?

    Also ersteinmal etwas zu meiner Situation. Seitdem ich 14 habe ich Mordgedanken besonders zu Menschen die mit nahe stehen. Ich bin mittlerweile
    24. Wer rechnen kann ist klar im Vorteil.
    Also ersteinmal eine Therapie habe ich schon einmal gemacht für 2 Jahre direkt mit 14. Der Grund war permanente Angst gepaart mit aphatie. Ich hatte permanent das Gefühl neben mir zu stehen mich als 3 Person zu sehen und keinerlei Kontrolle über mich selbst zu haben.

    Mordgedanken :

    Schon damals hatte ich Gedanken Menschen zu verletzen. Hierzu muss ich sagen ich habe bisher in meinem Leben noch nicht einmal einen Regenwurm aus Lust gekillt. Ich habe auch noch nie das Bedürfniss gehabt ein Tier zu verletzen.
    Es gibt nur eine Spezies die ich hasse Menschen. Dazu muss ich sagen, mich selbst hasse ich auch. Meine Gedanken kommen permanent wenn ich ein Messer in die Hand nehme wenn ich ein Seil in der Hand habe usw.... Viel davon ist auch Selbsthass durch meine permanente Angst bin ich im Alltag sehr gehemmt. Ich schwitze Blut und Wasser selbst bei -10 Grad Celsius. Alleine einkaufen gehen oder diesen Text zu schreiben verursacht starke Schweißausbrüche.

    Andere Zwänge :

    Ich bin ein sehr sensibler Mensch. Mein Trainer meinte ich wäre eine Mimose, was wohl auf mich zutrifft. Ich hatte nicht permanent Mordgedanken. Ich habe Zählticks ich wiederhole bestimmte Handlungen nach Zahlenrhytmus. Ich betrete bestimmte Bereiche meiner Wohnung nicht da sich Pech nach sich ziehen. Kann mir über meinen Waschbecken nicht die Zähne putzen da das Wasser dort auch Unglück bringt. Falls ich dieses tue muss ich mir insgesamt 64 mal die Hände waschen jeweils im Wechsel von Seife zu Shampoo. Diese kann ich daraufhin nicht mehr zum Duschen verwenden.

    Wenn es interressiert :
    Der Rhytmus verläuft 1 mal Seife bis 5 Zählen einseifen 4 mal Wasserhahn auf und zu machen. Bei jedem Intervall von link nach rechts Hände darunter halten. Danach auf Shampoo wechseln gleichen Rhytmus verwenden. Daraufhin 40 mal HAhn auf und zu usw...

    DAs Problem ist nur, es ist sehr Zeitaufwendig. Deswegen muss ich ausweichen. Konnte sogar eine Zeit lang nicht meine Toillette benutzten das hatte zur Folge das ich in Flaschen urinierte usw....
    Also Zwänge hatte ich schon immer, schlechte Gedanken verfolgen mich permanent und es ist sehr zermürbend. Es folgt Angst Wut Depression Perversion....

    Paranoia :

    Ich dachte auch eine Zeit lang das meine Eltern mich vergiften wollte. Sowie das ich ein Vampir wäre und fand plötzlich Halsadern attraktiv. Ganz komisch. Daraufhin habe ich aufgehört Drogen zu nehmen.

    Drogen :

    Von 12 bis 14 J. regelmäßiger Cannabis verzehr in Form von Peace. Was immer auch darin war nicht alle Quellen waren seriöus. Könnte das Rätsel meiner regelm. Paranoia sein.

    Sexualität :

    Ich bin Jungfrau. Obwohl ich schon sexuellen Kontakt hatte zu beidem Geschlecht jeweils mit 11 Jahren. Der eine war meine Schwester sie ist 4 Jahre Älter so Doktorspiele.... ohne eindringen. Trotzdem sehr verstörend.
    Mit einem Schulkamerad wie beschrieben oben. Ich hatte seitdem keinen sexuellen Kontakt ausser mit mir selber. Mit 13 Jahren habe ich angefangen Pornos anzuschauen. Auch Sodomie usw.... damit habe ich aufgehört obwohl ich bis jetzt egal was ich gesehen habe immer sexuell erregt wurde. Dazu muss ich sagen keine KInderpornographie !!!! Nur davor habe ich jetzt Angst, mitlerweile habe ich alles gesehen was es so gibt. Und mich befriedigt nichts mehr deswegen habe ich ganz aufgehört mit der Sexualität. Dazu kommt das ich Sodomie und Ns usw eigentlich hasse. Trotzdem gab es mir ein Gefühl von MAcht. Der Kick reizte mich, nicht die Tatsache etwas real zu erleben(Voyeur). Was soll ich sagen das Gefühl etwas Verbotenes zu tun lässt mich keine Angst haben. DA ich sonst nichts gebacken bekomme. Es ist wie eine Art sich selber zu bestrafen. Im wirklichem Leben bin ich quasi eine Luftpumpe.

    Beziehungen :

    Ich war in meinem Leben noch nie verliebt. Sexuelles Interresse ja !!!! Bis jetzt war aber beim Küssen für mich Schluss da ich Schiss hatte. Ich hatte irgendwie das Gefühl vergewaltigt zu werden. HAt vll. auch damit zu tun das ein älteres Mädchen immer auf mich drauf gesetzt hat gehört eigentlich mit noch zu dem Punkt oben. Mich küssen wollte ich es aber nicht wollte. *Selbstmitleid* Naja meine längste Beziehung war 2 Wochen bis es Physisch zu werden drohte, dann bin ich abgesprungen. Seit nunmehr 8 Jahren habe ich kein Kontakt mehr gehabt zu Frauen. Ausser Familienangehörige. Ich bin im Rl nämlich sehr verklemmt und bekomme noch nicht mal einen Ton raus werde sofort rot wenn ich nur hallo sagen möchte. Dazu kommt wenn etwas gut läuft für mich habe ich wie eine innere Stimme die mir sagt alles Lüge das nimmt ein schlechtes Ende Gefahr Unglück.....wie Paranoia. Bis jetzt hatte ich nur schlechte Erfahrungen mit dem weilichem Geschlecht. Ich finde Frauen genrell verdorben obwohl ich sie gleichzeitig auch mag. Es ist furchtbar kompliziert zu schreiben was ich ausdrücken will. Es ist eine FArce.

    Aggressionen, Wut :

    Bis jetzt habe ich noch nie einen Menschen physisch Schaden zugefügt. Trotzdem habe ich permanent das Gefühl ich müsse ausrasten und alles zerstören.

    Trauer :

    Ich habe noch nie aufgrund von einem traurigen Anlass geweint. Bei Sterbefällen oder Verlusten kann ich im RL nicht weinen. Selbst aufgrund meiner Situation nicht. Aber wenn ich einen Film sehe egal wie kitschig dieser ist "Bucket list" usw muss ich flennen.

    Selbstmord :

    Hatte schon oft mit dem Gedanken gespielt. Bin aber in einen Gedanklichen Konflikt geraten, falls es keinen Gott gibt und nichts nach dem Tot auf uns wartet, wäre es fahrlässig sein Leben zu beenden. Dazu kommt das ich meiner Familie und meinen Freunden keinen Kummer bereiten möchte. Falls ich aber jemals ernsthaft Krank werde oder ich einen Unfall hätte. Würde ich mich meinem Schicksal ergeben und gerne sterben.

    Fragen :

    Was soll ich machen eine Verhaltenstherapie ?
    Psychologische Behandlung und mich sedieren lassen ?
    Oder so wie bis jetzt immer abwarten und auf den nächsten Tick, Psychose, Neurose, Depression warten ?

    Nachwort :

    Bis jetzt habe ich ausser in diesem Forum im RL noch nie jemanden meine Probleme so ausführlich beschrieben. Weder Familie noch Freunde wissen von meinen Problemen. Selbst meiner damaligen Therapeutin habe ich nicht alles gesagt was mich belastet. Auch hier nicht, da ich nicht erwarten kann das jemand Bock hat so viel zu lesen. Jedem der es schafft Danke für das offene Ohr/Auge. Wer mir Adressen in Raum Köln geben kann zwecks Behandlung Anlaufstellen usw ??

    Vielen Dank
    Mfg CrazyGuy

  2. #2
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    Hallo,

    danke für Dein ausführliches und offenes Schreiben.

    Zu Beginn direkt eine Frage an Dich, Du schreibst, Du habest zwei Jahre Therapie hinter Dir. Hatte sie Dir damals etwas gebracht und was für eine Therapie war es?

    In Dir hat sich offensichtlich sehr viel angestaut, aufgetürmt und immer weiter verstrickt. Ich als Laie denke, da sind einge Sachen bei, die bedingt werden durch andere bereits vorhandene Probleme und diese dann überlagern.

    Ein Therapeut wird da sicher hilfreich sein, da er Dir sagen kann, wo Du anfangen kannst, Deine Sachen aufzuarbeiten bzw. anzugehen.

    Wobei ich eine Therapie nicht gleichsetze mit eine Sedation, im Gegenteil. Deshalb auch meine Frage zu Beginn.

    Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg.

    LG

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Jan1981 (08.01.2011)

  4. #3
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    Text war 2 mal drinne
    Geändert von CrazyGuy (08.01.2011 um 14:12 Uhr)

  5. #4
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    Also um die Frage direkt zu beantworten. Die Therapie hat schon etwas gebracht. Zu dem Zeitpunkt war ich Gedanklich nicht mehr anwesend. Die meiste Zeit saß ich in meinem Zimmer und habe die Wand angeschaut. Ich war nicht mehr Herr über meinem Körper. Ich bin weder in die Schule noch hatte ich noch Kontakt zu meinen Freunden. Jeder Weg war begleitet von Angst, Paranoia ich war mir selber fremd. Also damals wurde bei mir eine Psychosomatische Störung festgestellt. Meine Therapeutin war Arzt für Kinder und Jugendpsychotherapie. Sie hat mich aus meinen Angstzustand herausgeholt so das ich wieder am Öffentlichen Leben teilnehmen konnte. Mir ist aber aufgefallen das ich die gleichen Verlust und Versagensängste habe wie vorher nur das ich diese mit Zwängen in gewisserweise kontrollieren kann. Durch diese Irrationalen Handlungen gebe ich Verantwortung für meine Ängste ab. Indem ich sie mit Gegenständen Menschen oder Handlungen verknüpfe.

    Der allererste Zwangsgedanke den ich hatte war ein Looser zu sein permanent ob ich nun einen Nc habe von 1.4 oder nicht egal. Den konnte ich nur besiegen durch noch stärkere Gegengedanken die den einen Verdrängen. So steigerte sich meine Gedankenwelt immer mehr ins Extreme. Meine Therapeutin erklärte mir den Vorgang so, dass ich angeblich ein sehr starkes Über Ich hätte was mich permanent wieder in die ******* greifen lasse.

    Nur wovor ich am meisten Angst habe ist nicht geheilt werden zu können. Ich war in meinem Leben noch nie körperlich krank. Habe mir noch nie etwas gebrochen. Habe jedes 2 Jahr mal einen Schnupfen. Nur was kann ich gegen meine eigenen Gedanken machen ? Falls es nichts gibt was mir hilft ? Mein Lebenlang permanent im Stress zu sein wäre fatal. Am liebsten hätte ich irgendein Medikament was mein Gehirn einfach ausschaltet. Da ich auch Angst vor mir selber habe.

    Familiäre Umstände :

    Diesen Punkt habe ich oben vergessen also ich habe 3 Onkel die alle keine Beziehung führen. Einer ist selber psychisch Krank auch wenn er selber alles als körperliche Krankheiten darstellt. Er könne in bestimmter Luft nicht atmen verträgt keine Menschenansammlungen. Kein Licht usw.... Er schiebt diesen Dingen Allergien zu und anderen Muskelerkrankungen.
    Die Folge :
    Er lebt alleine, schläft tagsüber. Aber nicht in einem Bett sondern in einem Zelt in der Wohnung auf einer Keimfreien Unterlage. Seine Wohnung ist von außen Uneinsichtbar da er schwarze Folie Styrodurplatten und sonstige Materialen vor seinem Fenster aufgebaut hat. Er besitzt keine Pflanze alle Möbel sind aus Latex und er lebt als Eremit.

    Der Zweite Onkel :
    Lebt auch alleine ohne jegliche Beziehungen und geht vollends in Esoterik auf. Er lehrt Tai Chi und ist auch irgendwie in seiner Welt gefangen.

    Der dritte Onkel :
    Ist körperlich wie auch geistig etwas behindert.

    Somit habe ich das Gefühl das einfach von meiner Veranlagung her anscheinend auch die Gene eine entscheidene Rolle spielen.

  6. #5
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    Hallo Guy,

    nur, weil du schonmal eine Therapie gemacht hast, heißt das ja nicht, dass dies nun das Ende der Fahnenstange ist. Was für eine therapie da hilfreich sein kann, kann ich dir nicht sagen, da ich auf dem Gebiet kein Profi bin. Entweder eine Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologische Therapie. Wobei ich eher zu letzterem Tendiere. Es gibt schon Medikamente, die solche Symptome lindern können. Bei so einem großen Leidensdruck, könnte ich sehr gut verstehen, wenn du dir damit erstmal Linderung verschaffen möchtest, um mal Luft holen zu können. Dazu bräuchtest du dann einen guten Psychiater. In puncto Therapeutensuche kann ich dir folgendes für den Raum Köln empfehlen:
    http://www.dr-mueck.de/HM_Therapeutensuche.htm
    ZIP funktioniert sehr gut und man findet da schnell vakante Therapeuten.

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  7. #6
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    Hallo Guy,

    ich denke ein erster und sehr guter Weg ist, dass Du Dir einen Teil Deiner Probleme versuchst vonAußen anzuschauen und sie dadurch wahrnehmen und auch ausdrücken konntest.

    Soweit ich Dich verstehe, spricht in Dir auch nichts gegen eine Therapie. Ich würde diesen Weg gehen und schauen, wo er Dich hinführt und was Du alles (zum Guten) verändern kannst. Ich denke, da gibt es einiges und mit Hilfe wirst Du das auch schaffen.

    Ob Deine Probleme dann teilweise auch erblich bedingt sind oder nicht, spielt dabei nicht so eine große Rolle, wie die Tatsache ob es Dir besser geht und wie Du aus dem Hamsterrad (so wirkt es auf mich) heraus kommst.


    LG

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