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Thema: Was wieder Spaß und Freude macht?!?

  1. #1
    Neuling Avatar von Zwiesel23
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    Standard Was wieder Spaß und Freude macht?!?

    Hallo Ihr Lieben,

    viele, viele Jahre hab ich Zeit am Fernsehn verbracht und ich weiß gar nicht mehr was mir Spaß und Freude macht im Leben. Mit dazugekommen Ängste, Rückzug und depr. Verstimmung ists noch schlimmer geworden. Ne tiefenfundierte Psychotherapie konnte mir nicht viel helfen.
    Wenn ich so zurückdenke, fällt mir nicht wirklich viel ein, was ich früher gerne tat. Also Kind spielte ich viel draußen, ab der Schule wurden die Hobbies weniger und seit dem Beruf hab ich gar keine mehr.

    Wie konntet ihr raus finden, was euch Freude (wieder) bereitet, welche Hobbies euch fesseln, wo ich euch fallen lassen könnt und total begeistert seit?

    Was macht ihr? (...vielleicht gefällt mir da was...)

    Bin gespannt

    Grüße
    Rene

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Zwiesel23 für den sinnvollen Beitrag:

    eambleclai (03.09.2015)

  3. #2
    Verleger Avatar von manannan
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    Standard

    Zitat Zitat von Zwiesel23 Beitrag anzeigen
    Wie konntet ihr raus finden, was euch Freude (wieder) bereitet, welche Hobbies euch fesseln, wo ich euch fallen lassen könnt und total begeistert seit?

    Was macht ihr? (...vielleicht gefällt mir da was...)
    Hm, wie ich das herausgefunden habe? Ich weiß nicht genau, viele Interessen und Hobbies habe ich schon seit meiner Jugend. Wenn es mir nicht gut geht, dann erlahmt zwar vorübergehend mein Interesse daran, bzw. ich fühle mich zu schwach, um mich um meine Hobbies zu kümmern, aber deswegen sind sie immer noch latent vorhanden, und ich spüre das auch. Einige meiner Interessen waren schon in meiner Kindheit sehr stark vorhanden, und ich hätte mich gern noch viel mehr damit beschäftigt, wenn nicht meine Eltern dagegen gewesen wären. Diese Interessen werde ich auch nie wirklich verlieren - höchstens sind sie wegen zu langer Nichtausübung ein wenig in den Hintergrund getreten.

    Zu den elementaren Interessen in meinem Leben gehören auf jeden Fall die Musik (die mich schon als Kind extrem fasziniert hat. Meine Mutter erzählt mir immer wieder, wie sehr ich schon als Kleinkind auf Musik reagiert habe), die Fotografie (mein erstes Foto habe ich mit ungefähr vier Jahren geschossen. Darauf ist mein Vater zu sehen, wie er sich mit amüsiertem Blick zu mir runter beugt) und das Reisen / das Unterwegssein / Länderkunde / Geografie. Schon als Kind hatte ich ständig Fernweh, und unser Atlas war eines meiner Lieblingsbücher.

    Diese drei Interessen gehören nach wie vor zu meinen wichtigsten Dreh- und Angelpunkten in meinem Leben.

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    eambleclai (03.09.2015),Zwiesel23 (24.08.2015)

  5. #3
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    Avatar von Zwiesel23
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    Wow, dass ist ja schon eine ganz Menge, was dich fasziniert. Mir würde schon eine Sache reichen, welche mich begeistert und wo ich abschalten kann...

    Meine Müdigkeit steht mir halt überall im Wege
    Zu müde zum reisen, zu müde zum lesen, zu müde zum einkaufen, zu müde fürs Karate, zu müde zum irgendetwas schreiben, zu müde zum Modellbau, zu müde um Freunde zu treffen...und, und, und. Hab alles schon versucht.

    Dennoch war ich heute spontan bei Regen im Wald spazieren...ich mag Regen ... des hab ich noch nie gemacht

    Vielleicht sollte ich mal nachgrübeln, was ich in meinem Leben hin und wieder gerne gemacht habe...und schauen, dass ich meine Müdigkeit weg bekomme...bin grad an meiner ersten Reha-Sache dran

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    eambleclai (03.09.2015)

  7. #4
    Ringelblume
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    Als Kind hatte ich ein anregendes Umfeld,
    Pflanzen sammeln und trocknen von meiner Oma,
    mein Bruder hat Heavy Metal gehört, so dass seinem Umfeld die Ohren abfielen,
    wir hatten einen Garten in dem ich viel Unkraut gehackt hatte- Daraus hat sich viel ergeben.

    Musik, Pflanzen und Garten

    Alle meine Hobbys habe auch ich viele Jahre brach liegen lassen, eins zu meinem Beruf gemacht.
    Seit meiner Therapie habe ich gelernt, dass es für mich total wichtig ist meinen Interessen wieder nachzugehen und wie wichtig diese in meinem Leben sind.
    Das sind meine Talente die mich ausmachen, die verschüttet waren, genau wie bei mannanan wurden sie von meiner Familie nicht geschätzt, wie die Musik, manches gestohlen zum Selbstbewusstsein meiner Eltern- so dass es mir verleidet wurde.
    Oder anfangs angeregt und nicht weiter unterstützt, obwohl die Mittel bereit standen, wie ein Klavier.

    Habe dann auch erstmal feststellen müssen wie schwer es ist seinen eigenen, längst übernommenen, verinnerlichten Widerständen gegen zu arbeiten. Und war total baff, was mir an Können in die Wiege gelegt wurde, so dass ich mich von einer ganz anderen Seite kennengelernt habe.

    Wenn man immer etwas in seinem Leben machen soll, was nicht aus dem eigenen Antrieb entspringt, wird man sehr müde und lustlos.

    Vielleicht ist das auch ein Grund deiner Müdigkeit.

    Wenn ich Kinder beobachte und deren Umfeld kann man die späteren Schwierigkeiten manchmal schon jetzt erkennen. Leider fällt es den Kindern später besonders schwer, diese zu erkennen, für sie ist das "normal", können sich außerdem nicht an sehr frühe Situationen bewusst erinnern, vieles wird übernommen und gehört nun zu ihrem sogenannten "Charakter".

    Es ist dann sehr, sehr schwer und bedeutet unglaubliche Anstrengungen sich selbst kennen zu lernen, sich aus der aufgezwungenen Denke zu befreien.

    Es ist oft super zu sehen wie gesund kleine Kinder oftmals reagieren im Gegensatz zu ihrem Umfeld. Sie tun mir sehr leid, denn ich kann nichts tun um sie zu schützen. Die Kinder werden von ihren Eltern nicht (mehr) verstanden, sie stülpen ihr Verhalten ihren Kindern über.

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    eambleclai (03.09.2015)

  9. #5
    Verleger Avatar von manannan
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    Zitat Zitat von Ringelblume Beitrag anzeigen
    Wenn man immer etwas in seinem Leben machen soll, was nicht aus dem eigenen Antrieb entspringt, wird man sehr müde und lustlos.
    .
    Ja, so empfinde ich das auch... meine Eltern hingegen hatten immer die Meinung, dass man nicht dem eigenen Antrieb, sondern der Vernunft folgen müsse. Deshalb wurden mir fast systematisch meine persönlichen Neigungen und Interessen ausgetrieben, ja fast diskreditiert. "Du bist fasziniert von Musik? Das ist nicht gut. Musik ist sinnloser Zeitvertreib. Mach lieber etwas Vernünftiges...."

    Zwar sind viele meiner Interessen nicht komplett verschüttet, aber gewissermaßen außer Betrieb...

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    eambleclai (03.09.2015)

  11. #6
    Ringelblume
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    Zitat Zitat von manannan Beitrag anzeigen
    "Du bist fasziniert von Musik? Das ist nicht gut. Musik ist sinnloser Zeitvertreib
    Ich hatte mich fast angesprochen gefühlt!

    Ich glaube Musik kann sogar heilen, zumindest wenn man sie macht.
    Jahrelang wollte ich trommeln mit Congas, Djemben usw., irgendwann hat es geklappt. Das war der Hammer, bei jedem neuen Stück, was wir lernten, habe ich quasi Tiger, Elefanten, Giraffen Urwald oder Steppe vor mir gesehen, wie sie jagen oder traben, wie wir die Bewegungen mit den Instrumenten und Rhythmus nachempfunden haben. So muss es entstanden sein. Ursprünglich ein Nachrichtengerät, wie Morsezeichen.

    Wenn ich meinen Körper im Rhythmus der Hände "mitnahm" konnte ich mir komplizierte Handfolgen besser merken. Anfangs hab ich mitgekriegt wie sich meine Synapsen anscheinend "verdrahteten", nach einer Stunde ging gar nichts mehr- auch wenn mir noch so viel erklärt werden wollte- brauchte ich Pause.

    Hin und wieder hatte eine Pianistin den Musiker vertreten.
    Bei ihr hatte man musikalische Freiheit wie bei Pina Bausch beim Ballett, habe ich empfunden. Instrument- völlig egal- Tonfolgen, Können wurscht, Rhythmus, Takt- jeder konnte machen was er wollte.
    Schwer vorstellbar in unserer getakteten Welt.

    Improvisationsmusik- wir hatten uns alle über unsere Musikinstrumente aufeinander eingestellt und den anderen mit eingebaut.
    Das erste mal hatte ich das Gefühl, alles was ich und wie ich es mache ist ok- und das bei einer Konzert- Pianistin!

    Mal schauen ob ich mit dem Trommeln nochmal was weiterführendes finde, weil dort rausgewachsen. Es gibt viele Lehrer, aber es ist schwierig jemanden zu finden, der sein können einem Anfänger in seinem Metier gut vermitteln kann, ohne einem Fehler und Unfähigkeit einzutrichtern. -Das sind manchmal Leute die es als Kleinkind reingeprügelt bekamen. Können z.B. Rockstücke auf Djemben, so dass man sie klar wiedererkennen kann- Wahnsinn, der Groove, das mit nur 2 Händen und zwei kleinen Trommeln- Aber das Vermitteln vermute ich persönlich schwierig bei ihm.

    Ich schreib das so ausführlich, weil bewiesen ist das Trommel gegen Depressionen hilft, wirklich empfehlenswert-
    Hatte das Gefühl macht mir noch mehr Spaß als Gitarre.

    Wenn der Rhythmus richtig "groovte" hab ich immer gedacht dass irgendwo ein Handy klingelt und es immer gesucht- Der Lehrer meinte das empfände man, wenn man richtig im Stück und der Musik verankert ist. Sie "verselbständigt" sich quasi in den Ohren- man bleibt aber dabei auf dem Teppich, denn das kognitive Denken wird nicht angesprochen.

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    eambleclai (03.09.2015)

  13. #7
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    Ja, das geht mir auch bis heute so. Zwar spielt leider aus pragmatischen Gründen die Musik keine so große Rolle mehr in meinem Alltag, aber wenn ich es schaffe, mich mit Musik zu beschäftigen (und ich meine damit keine Standardberieselung von Radio 08/15, "die besten Hits von heute, gestern und vorgestern"), dann spüre ich, wie sehr ich in eine andere Welt eintauche und mich entspanne.

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    eambleclai (03.09.2015)

  15. #8
    Moderator Avatar von siddhi
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    Hallo,

    Music was my first love (and it´ll be my last ??)

    Musik hat mich schon sehr früh begeistert. Mit 9 Jahren habe ich die auf dem Buffet stehenden Lautsprecher genommen und sie direkt an meine Ohren gedrückt. Das faszinierende Stück war „Eloise“. Musik hat mich durch mein ganzes bisheriges Leben getragen.

    Im Laufe der Zeit hatte ich Ballettunterricht, danach Jazzdance und Klavierstunden. Nichts ist hängengeblieben. War schon immer eher der Typ, der nicht gerne übt. Die Vorwürfe meiner Mutter blieben nicht aus...

    Ich bin gerne draussen. Die Natur, Tiere und Vögel haben es mir angetan. Ich beobachte gerne. Fotografiere auch sehr gerne.

    Mit 25 hatte ich das erste Mal Katzen. Habe auch heute noch Katzen. Zur Zeit ein junges Geschwisterpaar.

    Mit Hunden habe ich es nicht so. Obwohl man dadurch viel an der frischen Luft ist. Wie wäre es denn z.B. für Dich, einen Hund zu haben? Man trägt die Verantwortung und hat im Gegenzug einen lieben, treuen Freund?

    Seit gut 2 Jahren habe ich (endlich) ein Hobby, welches mir Freude bereitet. Ich arbeite gerne mit den Händen. Ich mache u.a. Schmuck. Das Einkaufen der Einzelteile im Internet macht unheimlich Spass. Das Zusammensetzen ist auch sehr schön. Alles Eigenkreationen. Ich verkaufe den Schmuck an diversen Märkten.

    Mehr kann ich Dir im Moment nicht bieten. Viel Glück bei Deiner Suche!

    Liebe Grüsse
    siddhi

    P.S. Da fällt mir ein, gemalt habe ich auch eine zeitlang. Ca. 3 Jahre. Danach war irgendwie die Luft raus. War aber ein gute Zeit.
    Geändert von siddhi (26.08.2015 um 16:55 Uhr) Grund: P.S.
    Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus. (Demokrit)

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