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Thema: Was will/erwartet meine mutter von mir????

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was will/erwartet meine mutter von mir????

    hallo alle zusammen,
    endlich habe ich die kategorie gefunden die halbwegs zu meinem thema passt.

    hier ein paar kurze feedback-infos zu mir:
    - ich bin weiblich, 28
    - bin mit 19 von daheim ausgezogen, um zu studieren
    - mein studium lief ganz ok, bis zum examen welches ich zwei mal verbockt habe
    - daher keinen abschluss
    - nach 10 jahren (und einer 9 jährigen, gescheiterten beziehung) also wieder
    zurück zu meinen eltern
    - wo ich kein eigenes zimmer habe und im wohnzimmer schlafen muss, da
    wohnung zu klein (mein bruder ist auch noch da)
    - ein neues studium begonnen, alle läuft bisher ganz ok
    - in der pubertät mal magersucht gehabt, eine halbherzige therapie gemacht in der herauskam, dass mein sehr dominanter und autoritärer vater großes
    Problem ist (hab es irgendwie selber da wieder herausgeschafft)
    - dafür aber eine umso innigere beziehung zu meiner mutter gehabt

    so, und nun sitze ich hier wieder bei meinen eltern... gescheiterte beziehung, gescheitertes studium (wir haben es dir ja von anfang an gesagt... mein gott, wie ich diesen satz liebe!!!) usw usw usw....

    seitdem mein examen verhauen ist und ich mich von meinem exfreund getrennt habe, hat sich meine mutter komplett verändert... sie kann nicht mehr normal mit mir reden (meinem bruder gehts genau so), sie kriegt immer diesen hysterischen tonfall, der mich zum rasen bringt. er macht mich aggressiv und selbst hysterisch, obwohl ich eigentlich ein ganz ruhiger mensch bin und alles erst mal auf die sachliche schiene versuche.

    mir war klar, dass der umzug zurück zu meinen eltern große schwierigkeiten mit sich bringen würde (alle haben sich darüber gefreut... mir war jedoch klar, dass das probleme mit sich bringen würde. ich meine, ich habe fast 10 jahre alleine gelebt und meinen eigenen haushalt geführt und ich war so weit weg dass ich meine eltern höchstens 1 wochenende im monat gesehen habe).

    und nun sitze ich also hier, lerne nichtsahnend, als meine mutter nach hause kommt und total verheult ist. ich frage sie ganz erschrocken, was denn los sei und es kommt ständig nur ein NICHTS!!!!!
    nach langem hin und her heißt es dann plötzlich: ich liebe sie nicht mehr, ich fühle mich nicht als teil dieser familie, von mir würde nur kälte ausgestrahlt werden... ich hab keine ahnung was ich ihr getan habe!!!!

    ach so, ja... noch etwas hat sie mir vorgeworfen: meine ganze fröhlichkeit und jedes lächeln und jedes nette wort seien von mir ja nur gespielt!!!

    um es mal auf den punkt zu bringen: ich liebe meine familie und ich sehe mich als teil dieser, jedoch bin ich nicht der meinung dass ich jeden abend mit meinen eltern daheim sitzen und fernsehen muss (falls es das ist was sie erwartet!). meine mutter geht übrigens selber mind.2-3 mal die woche abends ins fitness und kommt nicht vor 22 uhr nach hause.
    ich habe mich jetzt auch ins fitness angemeldet, jedoch nicht in ihres (ich denke sie hätte das gewollt), aber meins ist viel näher und da gehen viel mehr junge leute in meinem alter hin und ein paar alte bekannte habe ich dort auch schon getroffen...

    ich habe meinen bruder gefragt, ob er das auch so sieht, dass ich ihr ggü kaltherzig bin... er hat das entschieden verneint und hat gesagt dass er es auch nicht verstehen könne, warum sie gesagt hat, alles an meiner fröhlichkeit sei gespielt...
    ich verstehe also die welt nicht mehr! und jedes mal, wenn sie bei mir irgendetwas durchsetzen will, macht sie es auf die "schuldgefühle"-schiene. sie redet selten ganz normal und offen mit mir, sondern macht ständig irgendwelche kryptischen andeutungen und verpasst mir so richtig schöne schuldgefühle die mich umbringen. heute zB meinte sie: wir beiden hatten immer eine so wunderbare und tolle beziehung. ich hätte nie gedacht dass wir beiden einmal hier landen wo wir sind. HALLO??????

    es kann sein, dass sie ein problem damit hat, dass ich einmal die woche meinen kleinen cousins nachhilfe gebe. sie und meine tante waren früher beste freundinnen und hassen sich jetzt abgrundtief. und meine mutter hat auch zu mir gesagt: du kannst trotzdem auch weiterhin kontakt mit ihr haben. aber mich beschleicht immer mehr das gefühl, dass ihr das doch nicht so passt.
    und ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile wurscht.
    dass sie meinen neuen freund nicht leiden kann (bei dem ich auch sehr oft unter der woche und an jedem wochenende schlafe) macht sie mir auch immer deutlicher, auch wenn sie es nie wirlich ausgesprochen hat und vor ihm immer super nett tut. naja, vielleicht bilde ich mir das in meiner wut ja auch nur ein, ich weiß ja eh nicht mehr was ich noch denken soll und was nicht).

    und dass sie in den wechseljahren ist (was sie wirklich ist, sie muss auch medikamentös behandelt werden) ist mir als entschuldigung für die ganze hysterie langsam echt zu viel. ich kann das als entschuldigung nicht mehr gelten lassen.
    warum akzeptiert sie nicht einfach, dass ich nicht die 19 jährige von damals bin, als ich ausgezogen bin??? ich meine, ich bin fast 30 und ich will mein eigenes leben leben -auch wenn ich jetzt wieder bei ihnen wohne. ich arbeite (leider nur ein 400 euro-job) und lerne und versuche im haushalt helfen so gut es geht und den rest meiner freizeit verbringe ich mit meinem freund oder treffe mich mit meinen freunden. wenn meine mutter mir im voraus sagt, dass sie hilfe braucht oder was unternehmen möchte, dann richte ich das auch immer ein. aber in erster linie will ich meine freizeit so gestalten wie es mir gefällt!!! ich habe doch wohl ein anrecht darauf, oder nicht?????

  2. #2
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    Dann ziehe doch wieder aus ! Dann kannste machen was du willst !

  3. #3
    Neuling
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    Ich kann Deine Situation nur zu gut nachvollziehen! Bei mir ist es ganz ähnlich - nur, dass ich eben nicht mehr zu Hause wohne: nach 7 Jahren Ehe war ich geschieden, hatte zwei Kinder. Meine Mutter hat mir ihre "Hilfe" oft aufgedrängt (manchmal habe ich sie auch darum gebeten) und hält mir seitdem vor, ich sei undankbar, hätte nur Hilfe angenommen und nun führe ich einfach wieder mein eigenes Leben....
    Heute "benutzt" sie meine Tochter, um alles über mich und meine neue Beziehung zu erfahren - wohlgemerkt ist meine Tochter mitten in der Pupertät, sieht einige Dinge ziemlich anders als wir, aber meine Mutter zeigt sich als ihre verständlnisvolle Freundin im Kampf gegen ihre Mutter und deren Freund... So erfährt sie eben auch alles (was sie auch nichts angeht, wie ich finde). Meine Mutter hat mir immer vorgeworfen, ich würde ihr nichts erzählen. Aber die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass die Dinge, die ich ihr in meinem Kummer anvertraut habe, als "Waffe" gegen mich eingesetzt werden (sozusagen, um mir zu zeigen, dass ich nichts auf die Reihe bekomme)...

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei blume21 für den sinnvollen Beitrag:

    Pflegebalsam (17.04.2011)

  5. #4
    Neuling
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    Hallo!

    Ich kann eure Situation sehr gut verstehen. Ich bin 27 Jahre alt, hab mit viel Mühe mein Studium mit 23 Jahren abgeschlossen. War danach 4 Jahre berufstätig und weiter weg, sodass ich meine Eltern ausschließlich nur alle paar Wochen am Wochenende sehen konnte. Bis dahin war das Verhältnis auch einigermaßen in Ordnung. Meine Mutter hat es jedoch nie unterlassen mir zu sagen, was ich tun und lassen soll. Befolgt hab ichs nur, wenn ich es für richtig empfunden habe. Nun hat sich es sich so ergeben, dass ich den Job, wegen einer unmenschlichen Chefin aufgeben musste und nun schon seit 5 Monaten wieder zu Hause wohne und mich täglich auf Jobsuche begebe. Nun fängt dieses Bemuttertwerden wieder an. Es ist nahezu unerträglich. Sie teil mich für Arbeiten im Haus und Garten ein, was an und für sich ja kein Problem ist, aber freie Zeiteinteilung gleich null. Es kommt mir schon so vor als ob ich ihr Einverständnis für all meine geplanten Aktivitäten brauche. Mit 27 "darf" ich nicht mal zu Freunden fahren. Sie sind in ihren Augen nicht gut für mich, aber denken kann ich noch allein!!! Durch dieses ständige Bekehren wollen, kapsle ich mich zusehends immer mehr ab und versuche in jeder Hinsicht meinen Kopf durchzusetzen. Was bei meiner Mutter bewirkt, dass sie ständig motzt und mich bekehren will. Die Jobsuche gestaltet sich leider mehr als schwierig, um wieder ausziehen zu können. Manchmal hab ich das Gefühl sie will mich hier anketten. Dazu kommt noch, dass ich einen Freund habe, mit dem sie nicht einverstanden ist, obwohl sie ihn nicht kennt. Ich fühl mich bei ihm geborgen und gut aufgehoben, er verhält sich mir gegenüber sehr nobel. Ihr passts natürlich nicht und soll daher lieber mit ihr shoppen gehen als dass ich das Wochenende mit ihm verbringe. Lächerlich oder? Natürlich werd ich mich mit meinem Freund und den restlichen Freunden treffen. Ständig erzählt mir meine Mutter, was ich nicht für ein unmögliches Kind bin, ich hätte aus meinen vergangenen Fehlern nichts gelernt und werde alles verlieren. Na was denn Bitte? Ich bin immer für sie da, meine Hilfe nimmt sie allerdings sehr selten an, weil sie schafft ja alles, egal wie sehr sie sich abmühen muss. Nur keine Hilfe annehmen. Langsam resigniere ich und arbeite darauf hin wieder auszuziehen, um mein eigenes Leben zu führen.

  6. #5
    Gast784
    Gast

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    Nun hat sich es sich so ergeben, dass ich den Job, wegen einer unmenschlichen Chefin aufgeben musste und nun schon seit 5 Monaten wieder zu Hause wohne und mich täglich auf Jobsuche begebe
    hallo Nadezhda,

    ich verstehe die Notwendigkeit, zuhause zu wohnen, bei Dir nicht ganz.
    Du hattest 4 Jahre lang nen Job, also müsstest Du Anspruch haben auf ALG I.
    Die Sperre, weil Du gekündigt hast, dauert 3 Monate, wenn das noch so ist. Also hast Du doch nun Anspruch auf Arbeitslosengeld und könntest Dir z.B. ein günstiges WG-Zimmer für die Übergangszeit nehmen (evtl kriegse auch noch Wohngeld).

    Dann könntest Du in Ruhe und ohne Bemutterung Deine Jobsuche machen.

    @blume: Deiner Tochter gehen Deine Beziehungsprobleme eigentlich auch nichts an. Und allein, um sie vor Deiner Mutter zu schützen, solltest Du ihr vll auch nicht so viel zu erzählen.

    Aber die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass die Dinge, die ich ihr in meinem Kummer anvertraut habe, als "Waffe" gegen mich eingesetzt werden (sozusagen, um mir zu zeigen, dass ich nichts auf die Reihe bekomme)...
    Hast Du ihr das eigentlich schonmal so direkt gesagt?
    Geändert von Gast784 (23.03.2011 um 15:26 Uhr)

  7. #6
    Neuling
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    Hallo Gabriannarele!

    Danke für deinen Hinweis und verstehe deinen Einwand! Es war mit den Eltern nach der Kündigung meines Jobs ganz einfach vereinbart, dass ich mir um die Finanzierung meines Lebensunterhaltes keine Sorgen machen muss, indem ich zu ihnen komme. Ja bekomme Arbeitslosengeld (bin aus Österreich). Das hatte den Vorteil, dass ich mir einigermaßen viel ersparen konnte, was dann gegebenenfalls für später verwendet werden kann. Das war die Ausgangslage und hat sich natürlich fabelhaft angehört. Hatte allerdings nicht erwartet, dass wir wieder in das "alte Schema" reinfallen werden, weil ich ja in der Lage war selbstständig mein Leben zu bestreiten. Die ersten zwei Monate hatte ich ja auch meine Ruhe und konnte mal eine Auszeit genießen, dannach gings aber volle Kanne los. Da sich das Blatt nun gewendet hat, muss ich mir was aus dem Ärmel zaubern und mir einen Job wo anders suchen, sonst besteht die Gefahr noch durchzudrehen. *gg*

  8. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    ups, sry, ich kenne leider nicht die Regelungen in Österreich.

    Aber es ist leider überall so, dass alles seinen Preis hat. Also Du kannst sparen, dafür musst Du die "Bemutterung" in Kauf nehmen. Auch Eltern sind bei weitem nicht so selbstlos, wie man immer denkt. Nur wissen sie es meist nicht

    Wenn Du noch Arbeitslosengeld bekommst, warum machst Du das dann nicht mit dem Zimmer? Wenn Du dann einen Job hast, kannst Du Dir ja eine ensprechende Wohnung suchen. Gut, sparen kannst Du dann nichts mehr, das ist dann der Preis für die Ruhe.

    Einen Preis bezahlt man immer, ist halt die Frage, welcher Dir was wert ist

  9. #8
    Neuling
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    Standard

    Bei uns ist es so, dass man 6 Monate (im Mai is bei mir Schluss damit) lang Arbeitslosengeld bekommt, wenn man dann noch nichts gefunden hat, muss man den Notstand beantragen. Da kriegt man eine Mindessicherung von ich glaube € 750 oder so. Auf alle möchte ich das vermeiden und geb mir alle Mühe wenigstens einen Übergangsjob zu finden. Langsam reichts mir hier und ich werd sehen, dass sich bald was tut. :-P
    Allerdings weiß ich auch, dass das noch ein riesiges Donnerwetter nach sich ziehen wird, weil sie ja drauf wieder keinen Einfluss hatten.... tztztztztz

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