Hallo.
Wie in einem anderen Thread bereits beschrieben, bin ich an meiner Belastbarkeitsgrenze angelangt.
Wie ich bei recherchen festgestellt habe, befinde ich mich auf einem sehr gefährlichen Pflaster in Richtung Burnout-Attacke. Die ersten Vorboten wie Schlafstörungen und Reizüberflutung habe ich bereits.
Wie überall müssen nun grob gesagt "Einsparungsmaßnahmen" getroffen werden. Es muss hier aber kein Geld eingespart werden, sondern es müssen Belastungen eingespart werden.
Wie bereits geschrieben, arbeite ich mehrere 100 km von der Heimat entfernt in einer Großstadt.
Bisher pendelte ich jedes Wochenende diese Strecke. Neben den alltäglichen, hohen Belastungen durch den Job und pers. Leben (z.B. Einkaufen gehen, Haushalt) ist diese Pendlerei eine sehr hohe Belastung.
Dadurch, dass ich zuhause stark gefordert werde, und die Fahrerei sehr anstrengend ist, ist das alle andere als Erholung.
Aber eigentlich bräuchte ich Erholung an den Wochenenden. Zumindest bräuchte ich die Stunden vom Wochenende, um diverse Sachen vom Alltag unter der Woche aufs Wochenende zu verschieben, und so alles etwas zu "Entstressen" und mehr "Ruhezeit" zu gewinnen.
Nun war ja Weihnachten, wo man mal mit der ganzen Familie in Kontakt kam. Ich habe das genutzt, um mit der Familie über dieses Problem zu sprechen.
Ich teilte ihnen mit, dass ich vor habe, aus dem "Monteursappartement" an meinem Arbeitsort auszuziehen, und eine richtige Wohnung am Arbeitsort anzumieten. In dem "Monteursappartement" fühle ich mich immer "Wie unterwegs", was nicht gut ist, um zur Ruhe zu kommen.
Gleichzeitig wollte ich die Wohnung in der Heimat vollständig aufgeben und da komplett ausziehen.
In der Heimat wollte ich es auf einen Kellerraum mit Schlafmöglichkeit reduzieren. D.H. ich wollte alles, was ich nciht mitnehme, in Kisten verpacken und in einem Kellerraum einlagern. Gleichzeitig soll in dem Kellerraum der restliche verbleibende Platz mit einem Bett, Kommode und Tisch zur "Gelegenheits-Schlafmöglichkeit" hergerichtet werden.
Nun ist es so, dass die Familie ganz und gar nicht von meiner Idee begeistert ist. Sie machen mir extreme Vorwürfe. Zum Beispiel so "Schau dir an wie schlecht es uns allen geht, wer soll uns dann noch helfen".
Und es geht ums Geld. "Was meinst du, was das alles kostet".
Die denken, das Leben in der Großstadt wäre zu teuer, und ich würde dann weniger "Geld nachhause" bringen. Während sie zuhause auch noch mehr Ausgaben haben, da die kostenlose Arbeitskraft fehlt. Über ne Woche konnte man vieles ja noch liegen lassen, Aber wenn ich nicht jedes Wochenende pendele, geht das natürlich nicht mehr.
Nun haben sie mir quasi gesagt, ich soll mich entscheiden:
-Entweder bleibt es wie es ist (d.H. ich arbeite quasi nur wie ein "Monteur" in der Stadt, und verbringe jede mögliche Zeit in der Heimat)
Oder noch besser: Ich soll den Job wieder aufgeben, zurück nach Hause kommen, und da für Haus und Hof wieder "Voll einsatzfähig" sein.
-Oder ich soll mir ne Wohnung in der Stadt nehmen, meinen Lebensmittelpunkt dahin verlegen, aber meinen Krempel restlos mitnehmen.
Auf gut deutsch kam noch: Na dann fahr doch zu deiner Geliebten, und mach die dick. Wirst schon sehen was du davon hast, wenn du die Alimente zahlen musst
Die denken ja, es geht um eine Frau, bzw ich will mich vor der Arbeit zuhause drücken. Und alles andere ist nur eine Ausrede.
Dabei habe ich dort noch nicht mal eine feste Freundin.
Dass ich derzeit einfach überm Limit laufe und mich entlasten will, (in dem die wöchentlichen Heimatfahrten dem Rotstift zum Opfer fallen) verstehen die nicht.


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