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Thema: Was würdet ihr in meiner Situation machen? Es muss eine Entscheidung getroffen werden

  1. #1
    Neuling
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    Standard Was würdet ihr in meiner Situation machen? Es muss eine Entscheidung getroffen werden

    Hallo.

    Wie in einem anderen Thread bereits beschrieben, bin ich an meiner Belastbarkeitsgrenze angelangt.
    Wie ich bei recherchen festgestellt habe, befinde ich mich auf einem sehr gefährlichen Pflaster in Richtung Burnout-Attacke. Die ersten Vorboten wie Schlafstörungen und Reizüberflutung habe ich bereits.

    Wie überall müssen nun grob gesagt "Einsparungsmaßnahmen" getroffen werden. Es muss hier aber kein Geld eingespart werden, sondern es müssen Belastungen eingespart werden.

    Wie bereits geschrieben, arbeite ich mehrere 100 km von der Heimat entfernt in einer Großstadt.
    Bisher pendelte ich jedes Wochenende diese Strecke. Neben den alltäglichen, hohen Belastungen durch den Job und pers. Leben (z.B. Einkaufen gehen, Haushalt) ist diese Pendlerei eine sehr hohe Belastung.
    Dadurch, dass ich zuhause stark gefordert werde, und die Fahrerei sehr anstrengend ist, ist das alle andere als Erholung.

    Aber eigentlich bräuchte ich Erholung an den Wochenenden. Zumindest bräuchte ich die Stunden vom Wochenende, um diverse Sachen vom Alltag unter der Woche aufs Wochenende zu verschieben, und so alles etwas zu "Entstressen" und mehr "Ruhezeit" zu gewinnen.

    Nun war ja Weihnachten, wo man mal mit der ganzen Familie in Kontakt kam. Ich habe das genutzt, um mit der Familie über dieses Problem zu sprechen.

    Ich teilte ihnen mit, dass ich vor habe, aus dem "Monteursappartement" an meinem Arbeitsort auszuziehen, und eine richtige Wohnung am Arbeitsort anzumieten. In dem "Monteursappartement" fühle ich mich immer "Wie unterwegs", was nicht gut ist, um zur Ruhe zu kommen.
    Gleichzeitig wollte ich die Wohnung in der Heimat vollständig aufgeben und da komplett ausziehen.
    In der Heimat wollte ich es auf einen Kellerraum mit Schlafmöglichkeit reduzieren. D.H. ich wollte alles, was ich nciht mitnehme, in Kisten verpacken und in einem Kellerraum einlagern. Gleichzeitig soll in dem Kellerraum der restliche verbleibende Platz mit einem Bett, Kommode und Tisch zur "Gelegenheits-Schlafmöglichkeit" hergerichtet werden.

    Nun ist es so, dass die Familie ganz und gar nicht von meiner Idee begeistert ist. Sie machen mir extreme Vorwürfe. Zum Beispiel so "Schau dir an wie schlecht es uns allen geht, wer soll uns dann noch helfen".
    Und es geht ums Geld. "Was meinst du, was das alles kostet".
    Die denken, das Leben in der Großstadt wäre zu teuer, und ich würde dann weniger "Geld nachhause" bringen. Während sie zuhause auch noch mehr Ausgaben haben, da die kostenlose Arbeitskraft fehlt. Über ne Woche konnte man vieles ja noch liegen lassen, Aber wenn ich nicht jedes Wochenende pendele, geht das natürlich nicht mehr.

    Nun haben sie mir quasi gesagt, ich soll mich entscheiden:
    -Entweder bleibt es wie es ist (d.H. ich arbeite quasi nur wie ein "Monteur" in der Stadt, und verbringe jede mögliche Zeit in der Heimat)
    Oder noch besser: Ich soll den Job wieder aufgeben, zurück nach Hause kommen, und da für Haus und Hof wieder "Voll einsatzfähig" sein.

    -Oder ich soll mir ne Wohnung in der Stadt nehmen, meinen Lebensmittelpunkt dahin verlegen, aber meinen Krempel restlos mitnehmen.
    Auf gut deutsch kam noch: Na dann fahr doch zu deiner Geliebten, und mach die dick. Wirst schon sehen was du davon hast, wenn du die Alimente zahlen musst
    Die denken ja, es geht um eine Frau, bzw ich will mich vor der Arbeit zuhause drücken. Und alles andere ist nur eine Ausrede.
    Dabei habe ich dort noch nicht mal eine feste Freundin.
    Dass ich derzeit einfach überm Limit laufe und mich entlasten will, (in dem die wöchentlichen Heimatfahrten dem Rotstift zum Opfer fallen) verstehen die nicht.

  2. #2
    Neuling
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    Die 3 Entscheidungsmöglichkeiten:
    -Mache ich mein eigenes Ding. Lasse ich mich vollständig in der Stadt nieder, versuche da meinen Job gut zu machen, und mein Leben gescheit auf die Reihe zu kriegen.

    -Oder mache ich weiter wie bisher, zuliebe der alten, koste es was es wolle. Mit der Gefahr, in einen Burnout hineinzugeraten. Auf 2 Hochzeiten zu tanzen, ist halt nicht einfach.

    -Oder schmeiße ich den Job zugunsten der "alten", gehe zurück, mache die Haus- und Hofarbeit und erbe/übernehme irgendwann die ganze Sache.
    Wenn ich nicht hin gehe, wird das Zeug wohl verkauft werden müssen.

  3. #3
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo,

    habt Ihr daheim einen Bauernhof?

    LG,

    Physalis

  4. #4
    Neuling
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    Bauernhof ist etwas übertrieben.
    Davon leben könnte man nicht.
    Es ist einfach ein etwas übergroßer Garten (ca 10.000 m² Land), mit Gemüseanbau und Viehzucht für den Selbstverzehr.
    Dazu kommt noch eine Imbissbude/Kiosk, der kaum Kunden hat
    Das sind halt solche "Herzblut-Sachen"
    Wirklich Geld kommt eigentlich durch die Vermietungen rein.

    Mehrere Gundstücke und Häuser, die zu pflegen sind.
    Große Grundstücke und ältere Häuser, also viel Arbeit.
    Und es gibt einen größeren Familien-und Verwandtenkreis, wo ich vieles bisher immer gemacht habe, also Reparaturen, Gartenpflege usw.

    Zeitweise habe ich das als Vollzeit Job gemacht, wo ich auch nicht auf dem Arbeitsamt gemeldet war.
    Ich lebte quasi als "Privatier" bzw als "Sohn". Essen und Wohnraum war gestellt, Krankenkasse usw wurde von der Familie privat bezahlt.
    Dazu gabs auch noch "Taschengeld".
    Mich "Durchzufüttern" kam die im endeffekt billiger, als externe Kräfte für die anfallenden Arbeiten zu nehmen.

    Und deswegen fällt es denen ja so extrem schwer, mich ziehen zu lassen.
    Am liebsten wärs denen ja, ich würde einen "einfachen" Job in der Heimat annehmen. Z.B. nen Aushilfsjob, damit die Krankenkasse "Bezahlt ist".
    Und meine hauptsächliche Arbeitskraft zuhause fürn Taschengeld einbringen, wie es sich für einen guten Sohn gehört.

    In früheren Jahren war das alles ja schon mal so üblich. Genauso wie Frauen gefälligst in die Küche und die Stube gehörten. Und genau so eine Gattin würden die auch gerne an meiner Seite sehen. Aber es sind eben neue Zeiten angebrochen.


    In der Stadt gibts in deren Augen keine passenden Frauen für mich, die verwöhnten Stadtmädels wissen eh nicht mehr, wie man ein frisch geschlachtetes Karnickel zubereitet. So sind die Argumente von denen.
    Der Spruch: Geh halt zu deiner geliebten, und mach die Dick. Wenn du die Alimente zahlen musst, wirst schon merken, was du davon hast, das war ja der Hammer, finde ich.



    Ich bin in die Stadt gegangen, um einen Job / Ausbildung in der IT Branche aufzunehmen. Also etwas, das auf dem Land eh nicht so häufig ist.
    Aber auch sonst geht heutzutage immer mehr in die Stadt. Ich sehe es ja vor Ort, die ganzen jungen Leute suchen das weite. Sind fast nur noch Senioren da.

    Und IT, das ist für die Familie eh so ein Teufelszeug.
    Die sagen immer, ich sollte doch was handfestes machen (also z.B. Tischler), oder ehrwerter Kaufmann werden.
    Geändert von Marsupilami (27.12.2011 um 01:55 Uhr)

  5. #5
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    P.S.
    Ne feste Freundin habe ich nicht.
    Aber die denken, ich hätte eine. Und eine Frau wäre der Hauptgrund, warum ich wegziehen will. Und alles andere wäre nur vorgeschoben. Oder ne Ausrede wegen "Kein Bock".

    Wenn ich sage, ich brauche die Wochenenden zum Ruhen, meinen die, es wäre ne Ausrede. Ich wollte mit ner geliebten feiern gehen, oder habe schlicht kein Bock auf Arbeiten am Wochenende.

  6. #6
    Neuling Avatar von eumaios
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    Deine Schilderung klingt so, als ob Du für Deine Familie nur als billige Arbeitskraft interessant wärst. Wie es Dir geht, scheint denen völlig egal zu sein. Wenn Du so weitermachst und dabei zusammenbrichst, d.h. einen Burnout hast, dann erwarte ich Deiner Schilderung nach kaum Verständnis vonseiten Deiner Familie. Dir wird es dann aber ziemlich schlecht gehen, von einem richtigen Burnout erholt man sich nur langsam und nur selten vollständig.

    Wie auch immer, Du hast nur dieses einzige Leben sicher und Du bist als Erwachsener für Dein Leben verantwortlich. Anderen zu helfen ist gut, aber nicht, wenn es Dich kaputt macht. Da hat niemand etwas davon und Du am wenigsten. Vermutlich giltst Du auch noch als Versager, wenn Du unter der Belastung zusammenbrichst.

    Du hast den Dir möglichen Kompromiss vorgeschlagen und es ist meiner Meinung nach ein sehr fairer und gut überlegter Vorschlag. Dass er abgelehnt wurde, ist nicht Deine Schuld, spricht für mich aber sehr dafür, dass Du jetzt erst recht das umsetzen solltest, was Du vorhast. Such Dir eine Wohnung, in der Du Dich wohlfühlst, verringere die Belastungen, vor allem die Doppelbelastung, suche Dir ein Hobby, bei dem Du Dich erholen kannst, erlerne Autogenes Training (oder eine andere Entspannungstechnik). Du schaffst das schon! Du hast alles richtig gemacht und kannst Dir nichts vorwerfen.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei eumaios für den sinnvollen Beitrag:

    Thessa (28.12.2011)

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