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Thema: Weche Therapie geeignet?

  1. #1
    Tau
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    Standard Weche Therapie geeignet?

    Hallo,

    ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
    Ich habe bereits eine Analyse hinter mir, die ich aber abgebrochen habe, weil ich nur frustriert war, geholfen hat sie nicht. Ich habe mich nach jeder Stunde maßlos geärgert.
    Der Therapeut weigerte sich auch in akuten Situationen (nichts Schlimmes, ich hatte zB um Tips gegen Aufschieberitis und mein Problem, alles perfekt machen zu wollen, gebeten. Hatte ich das Gefühl, eine Arbeit würde mir nicht perfekt gelingen, habe ich den Kurs geschmissen und den Schein nicht bekommen. Das wurde aber langsam eng, wegen Überschreitung der Regelstudienzeit, war also echt dringend.) Rat zu geben.
    Es kam dann nur die Frage: "Und wie fühlen Sie sich dabei?"
    Als ich sagte, ich wolle die Probleme jetzt angehen, nicht bloß drüber reden, weil ich mein Studium jetzt gerade versaue, aber alleine dazu nicht in der Lage bin- ich hab es einfach nicht über mich gebracht, etwas abzugeben, bei dem ich mich nicht wohl gefühlt habe- musste ich erfahren, dass ich mit einem Therapieerfolg erst in mindestens 1, wenn nicht gar 2 Jahren rechnen kann.
    Dann wär mein Studium aber definitiv versaut gewesen.

    Da ich aber auch massive Probleme aus der Kindheit mit mir herumschleppe, die auch nicht ignoriert werden sollten, suche ich irgendwas zwischen Verhaltenstherapie und.... ja, was eigentlich? Irgendwas, wo ich das Schlimme, was mir widerfahren ist, verarbeiten kann.

    Hat jemand eine Idee, welche Therapieform geeignet sein könnte?

    Danke schonmal!

  2. #2
    Neuling
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    Das Problem ist, daß nur 3 Therapierichtungen (Analyse, Verhaltenstherapie und Gesprächstherapie) von der gesetzlichen KK bezahlt werden.
    Es gibt darüberhinaus sehr gute,sehr effiziente Therapieformen, aber alle nur für Selbstzahler zugänglich.
    Für Deine Problematik wäre die ILP-integrierte lösungsorientierte Kurztherapie sehr gut geeignet, wobei ich dies dann mit individuell auf Deine Problematik abgestimmten Techniken,kombinieren würde.Was das genau ist,ist so pauschal nicht zu beantworten.

  3. #3
    Gast2406
    Gast

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    1.) Was muss denn überhaupt therapiert werden?
    2.) Was sind deine Wünsche und Erwartungen an die Therapie und an den Therapeuten?
    3.) Inwieweit akzeptierst du deine Krankheit? Für mich liest es sich so, als stehe die Therapie hinter deinem Studium.

    An Therapien gibt es üblicherweise die Verhaltenstherapie (mit der kognitiven Verhaltenstherapie als Unterklasse), die Psychoanalyse (nach Freud), die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die interpersonelle Psychotherapie.

    Die Verhaltenstherapie versucht, krankheitserzeugende Verhaltensweisen zu löschen und durch geeignete und rückfallprophylaktische zu ersetzen. Die kognitive Verhaltenstherapie versucht dies speziell für Gedanken und Denkvorgänge. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Welt falsch verarbeitet wird und daher falsche Verhaltensweisen erzeugt werden.

    Die Psychoanalyse (die du ja schon kennst und verteufelst) versucht, bestehende Konflikte mit ungelösten Konflikten aus der Vergangenheit (meist der Kindheit) zu erklären. Dabei soll die Vergangenheit aufgearbeitet und verarbeitet werden. Dieser Prozess mit der Vergangenheit löst die bestehenden Konflikte und führt zur Heilung.

    Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie setzt in der Gegenwart an und weist in die Vergangenheit. Die derzeitigen Probleme und Konflikte werden aufgearbeitet und verarbeitet. Anschließend wird in der Vergangenheit nach Verhaltensweisen gesucht, die diese Konflikte verstärkten/verursachten usw. Dadurch wird verdeutlicht, dass die Konflikte weiterhin bestehen. Durch diese Aufklärung soll eine heilende Veränderung eintreten.

    Die interpersonelle Psychotherapie folgt der Idee, gegenwärtige und vergangenge zwischenmenschliche Konflikte und konfliktverursachende Verhaltensweisen gegenüber anderen seien Ursachen für die jetzige Therapie. Durch Aufklärung und Kommunikationsübungen soll eine Linderung/Heilung eintreten.

    Die richtige Therapie findest du, indem du Frage eins und zwei beantwortest.

  4. #4
    Tau
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    Für Deine Problematik wäre die ILP-integrierte lösungsorientierte Kurztherapie sehr gut geeignet, wobei ich dies dann mit individuell auf Deine Problematik abgestimmten Techniken,kombinieren würde.Was das genau ist,ist so pauschal nicht zu beantworten.

    Eine Kurztherapie ist mMn nicht geeignet, da bei mir zuviel im Argen liegt.
    Ich möchte zuerst Lösungsansätze für die aktuellen, dringenden Probleme erarbeiten und die Aufrabeitung erstmal hintenanstellen- aber nicht vernachlässigen. Zuerst die Lösung, dabei von mir aus parallel auf die Ursachen eingehen, und wenn die Lösungswege erreicht sind, die Kindheit längerfristig aufarbeiten.

    1.) Was muss denn überhaupt therapiert werden?

    Jahrzehntelanger seelischer, aber auch körperlicher (Schlagen, Treten) und sexueller Missbrauch (letzterer allerdings nicht jahrzehntelang, sondern nur 2x). Im Alter von 3 bis 4 Mutismus. Extrem niedriges Selbstbewusstsein, daraus resultierend schnelles Aufgeben, wenn keine Perfektion erreicht wird. Schwierige Sachen traue ich mir gar nicht zu und versuche sie gar nicht. Panische Angst vor Verantwortung. Flucht in Phantasiewelt. Reaktanz.

    2.) Was sind deine Wünsche und Erwartungen an die Therapie und an den Therapeuten?

    Verständnis. Rat, wenn benötigt. Zuhören können. Gemeinsames Diskutieren über Lösungsmöglichkeiten. Nicht verurteilen. (Therapeut hatte zB mich nach meinen Interessen gefragt und dann gemeint, ich wolle wohl auf Zwang intelligent wirken und käme deshalb mit anderen nicht so gut klar. Völliger Käse! Das waren meine Interessen! Das, was ich auch mache, wenn ich *alleine* bin. Wofür ich gute Gründe habe! Warum muss ich in einer Therapie meine Interessen verteidigen? => Lesen, Sprachen, Biologie, Malen/Zeichnen/Musik, an meiner Dyskalkulie arbeiten, Haustiere, Denkspiele [Schach, Go] )


    3.) Inwieweit akzeptierst du deine Krankheit? Für mich liest es sich so, als stehe die Therapie hinter deinem Studium.

    Ich weiß, dass ich noch einiges vor mir habe. Ich weiß, wo meine Probleme sind, ich. Das will ich aber angehen, und dabei brauche ich Hilfe, denn allein weiß ich nicht, wie. Sehr gern über kreative Methoden (Malen, Traumbesprechung- träume zB schon jahrelang fast jede Nacht davon, zu sterben, ermordet zu werden, von Katastrophen etc) , denn sowas liegt mir sehr.
    Ich brauche Ermutigung, aber ich will nicht gedrängt werden. Ich muss mit einem Lösungsweg einverstanden sein, bevor ich ihn gehe. Ich will die Pros und Kontras wissen, ich will die Diagnose kennen. Die wollte mir mein Therapeut nämlich auch nicht sagen. Ich will die fachliche Einschätzung hören.
    Und mein Studium- natürlich will ich das beenden, ich bin fast fertig. Wie sieht denn das aus, wenn ich vor der letzten Hürde (Abschlussarbeit + Prüfungen) aufgebe und abbreche?

    Entschuldigt, falls ich harsch klinge, aber ich musste während des Schreibens die ganze Zeit an meine Therapie denken und bin im Moment wieder so aufgebracht, dieser Mensch hat meine Unfähigkeit, nein sagen zu können ausgenutzt, um mich zu einer Therapie zu überreden, die mir nichts gebracht hat und hat mich obendrein auch noch angelogen. ("Wir machen eine Kurztherapie, um zu sehen, ob wir miteinander arbeiten können, dann können Sie sich ja immer noch entscheiden" => ich hatte gemeint, ich wolle eigentlich nicht mit ihm arbeiten, außerdem hab ich jetzt eine 2jährige Sperre, in der die KK keine Therapie bezahlt. Na toll!!!)
    Geändert von Tau (11.07.2009 um 13:14 Uhr)

  5. #5
    Verleger Avatar von Waris
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    Der Therapeut hat völlig richtig gehandelt. Warum bist du so feindseelig ihm gegenüber?
    Du solltest vielleicht erst eine Verhaltenstherapie und danach eine Psychoanalyse.
    Es kann aber sein, dass die Verhaltenstherapie auf Grund der tieferliegenden Sachen nicht fruchtet. Es klappt eben im Leben nicht immer alles so wie geplant. Wenn dein psychischer Zustand es verlangt, musst du eben über die Regelstudienzeit hinausgehen. Was wäre denn so schlimm daran?
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  6. #6
    Gast2406
    Gast

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    Zitat Zitat von Tau
    Jahrzehntelanger seelischer, aber auch körperlicher (Schlagen, Treten) und sexueller Missbrauch (letzterer allerdings nicht jahrzehntelang, sondern nur 2x). Im Alter von 3 bis 4 Mutismus. Extrem niedriges Selbstbewusstsein, daraus resultierend schnelles Aufgeben, wenn keine Perfektion erreicht wird. Schwierige Sachen traue ich mir gar nicht zu und versuche sie gar nicht. Panische Angst vor Verantwortung. Flucht in Phantasiewelt. Reaktanz.
    Ohne Diagnose keine Therapie.
    Wurdest du nachweislich diagnostiziert und hast eine Diagnose nach ICD-10 erhalten?
    außerdem hab ich jetzt eine 2jährige Sperre, in der die KK keine Therapie bezahlt. Na toll!!!)
    Was nützt dir dann dieser Thread? Wäre es nicht sinnvoller, sich mit der Thematik zu beschäftigen, wenn die Frist langsam ausläuft?

  7. #7
    Tau
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    Der Therapeut hat völlig richtig gehandelt. Warum bist du so feindseelig ihm gegenüber?

    Ich bin feindselig, weil er mich belogen hat. Er hat mir nicht gesagt, dass ich, wenn ich eine Kurztherapie mache, danach eine Sperre habe. es klang, als könne ich die 5 Probestunden ausdehnen. Immer wieder hat er mich dazu gedrängt, doch die Therapie bei ihm zu machen, mir einfach so Formulare in die Hand gedrückt und gesagt "Gehen Sie damit da und da hin, lassen Sie das uns das ausfüllen..." so, als hätte ich gar keine andere Wahl.
    Ist das etwa richtig?

    Wenn dein psychischer Zustand es verlangt, musst du eben über die Regelstudienzeit hinausgehen. Was wäre denn so schlimm daran?

    Ich bin schon drüber. Wenn ich nicht aufpasse, werde ich exmatrikuliert.

    Ohne Diagnose keine Therapie.
    Wurdest du nachweislich diagnostiziert und hast eine Diagnose nach ICD-10 erhalten?


    Mein Therapeut hat sich geweigert, mir eine Diagnose oder irgendeine Einschätzung zu geben. Ich habe keine Ahnung, zu welchem Ergebnis er gekommen ist.


    Was nützt dir dann dieser Thread? Wäre es nicht sinnvoller, sich mit der Thematik zu beschäftigen, wenn die Frist langsam ausläuft?

    Ich will mich informieren, damit ich nach der Sperre nicht lange rumsuchen muss. Mich interessiert naturgemäß das Thema, ich möchte mich gern einlesen.
    Ich werde auch in 2 Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit aktuelle Probleme haben, da mich meine Angst viel zu sehr belastet.
    Daher brauche ich in erster Linie Strategien, um im Alltag damit umgehen zu können.

  8. #8
    Gast2406
    Gast

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    Zitat Zitat von Tau
    Ich bin feindselig, weil er mich belogen hat. Er hat mir nicht gesagt, dass ich, wenn ich eine Kurztherapie mache, danach eine Sperre habe.
    Ob das tatsächlich sein Fehler war, ist fragwürdig. Es bleibt nunmal nicht aus, sich zu informieren.
    Ist das etwa richtig?
    Es ist sein Geschäft, du bist sein Kunde. Warum sollte er also nicht handeln? Wer gesundheitliche Therapien jeglicher Art nicht auch als Geschäft anerkennt, ist ein bisschen naiv und weltfremd.
    Ich bin schon drüber. Wenn ich nicht aufpasse, werde ich exmatrikuliert.
    Dann stell einen Härtefallantrag, dass du aufgrund psychischen Leidens außerstande bist/warst in den fälligen Semestern entsprechende Leistungen zu erfüllen und verdeutlichst dies mithilfe von Diagnosen und deiner Therapie. Das kannst du vorerst mündlich auch mit dem Dekanat absprechen. Deine Krankheit ist gewiss nicht der Grund für das Misslingen deines Studiums. Wenn du natürlich nichts gegen eine mögliche "Zwangsexmatrikulation" unternimmst, dann ist das schlicht Faulheit.
    Mein Therapeut hat sich geweigert, mir eine Diagnose oder irgendeine Einschätzung zu geben. Ich habe keine Ahnung, zu welchem Ergebnis er gekommen ist.
    Der Therapeut therapiert auf Basis einer Diagnose. Und die stellt (ambulant oder stationär) der Facharzt (Psychiater). Diese Diagnose wird dir auch zugänglich gemacht, wenn nicht, dann fordere sie dir ein!
    Ich will mich informieren, damit ich nach der Sperre nicht lange rumsuchen muss.
    Das wirst du immer. ^^ Freie Therapieplätze sind immer rar. Die beste Anlaufstelle für den Beginn der Suche nach einem Platz ist der Hausarzt.

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