Es scheint aber nicht mit uns zu klappen.
Sie will herrschen,
überforderte sich damit aber selbst, was uns wirtschaftlich ruinierte. Sie hat unbegründete Ängste vor einer Pleite, setzt kein Vertrauen in mich und hat darum stets meine Bemühungen um selbständige Tätigkeit bekämpft. Auch wenn ich ihr willfährig war und mir einen job beschaffte, mischte sie sich ein und vermasselte mir die Tour.
Ich wollte stets Frieden um jeden Preis,
bin darum vor ihr auf dem Bauch gerutscht. Egal, mit welcher Forderung sie an mich herantrat, ich habe sie möglichst erfüllt - auch wenn schon vor Antritt abzusehen war, daß nix Gutes dabei herauskam. Meine zahlreichen Vorschläge, gemeinsam ein eigenes Gewerbe auszuüben, schlug sie permanent mit zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Argumenten nieder.
Sie hat sich einen job beschafft und kämpft sich auf eigene Faust durch - was sie ja gar nicht nötig hätte. Das verwendet sie als Argument, A, "Ich handele recht" (paßt genau auf das "Ich bin OK" weiter unten) und B, "Du bist ein Versager und Schmarotzer, liegst mir auf der Tasche. Verschwinde, denn ohne Dich komme ich besser zurecht".
In den vergangenen 15 Jahren hat sie mich wiederholt gefeuert, etwa fünf mal. Ich mußte mich ganz hastig, Hals über Kopf mit in Eile vollgestopften Bananenkartons irgendwo für ein paar Wochen verkriechen, dann sah sie ein, daß das keine gute Lösung sei und erlaubte mir, aus dem Exil nach hause zurückzukehren.
Die Konsequenz daraus - wir sind wirtschaftlich ruiniert.
Ich bin wieder mal gefeuert worden.
Ich schreibe also aus dem Exil hier im Forum.
Diesmal hatte ich aber das Glück und konnte auf die Schnelle via Internet einen schönen Batzen Geld machen. Damit bin ich unabhängig. Damit gelang ich in stärkere Position. Jetzt kann ich die Bedingungen diktieren, das sind A, "Diagnose durch Psychiater" und B, "je nach Befund Einzel - oder Ehetherapie".
Sie wird nicht darauf eingehen, wie sie auch bisher nicht darauf einging: "Du spinnst, Du brauchst die Klappsmühle, nicht ich. Ich bin OK". Das paßt wiederum zu ihrer Herrschsucht, die keinerlei Kritik duldet.
"Ich bin OK. Wenn jemand falsch liegt, dann sind es die Anderen".
Daran scheitert nun unsere Ehe.
Nur wenn ich ihr aus der Hand fresse, darf ich ihr unter die Augen treten - aber auch dann kommt ihr gelegentlich die Galle hoch: "Du liegst mir auf der Tasche".
Ich sehe keinen Weg, ihr beizukommen. Sie verweigert sich, was eine Diagnose und ggf Therapievorschlag betrifft. Wenn ich wie bisher vor ihr auf dem Bauch rutschen würde und um Schön Wetter winselte, wäre nichts zum Besseren gewendet. Unsere Ehe wäre künftig ebenfalls keine Ehe, sie bliebe die ruinöse Diktatur der vergangenen Jahre.
Ich habe zwar feler gemacht, womit ich ihr Vertrauen in meine Tüchtigkeit schwächte, aber was man nicht akzeptieren kann, das ist meiner Meinung nach ihre Weigerung, gemeinsam etwas zu unternehmen, um zu akzeptabler wirtschaftlicher Existenz zu gelangen. Dann hätte sie ja die gewünschte Kontrolle.
Mir bleibt nichts Anderes übrig, als im Exil etwas im Alleingang zu gründen, auf das sie keinen Einfluß nehmen kann. Die Mittel dazu habe ich. Es gibt auch schon zwei verschiedene Pläne dazu.
Das jedoch sehe ich nicht als Lösung unseres Eheproblems an.
Damit ist die Ehe nicht kuriert, damit ändert sich nichts an unseren Persönlichkeiten.
Sobald ich wieder in ihren Herrschaftsbereich zurückginge, hätte sie wieder die Kontrolle über jeden Vorgang, sei er klein oder groß - und das Karussell drehte sich erneut verkehrt herum.
Was bitte meinst Du dazu?
Gibt es noch eine Chance?


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