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Thema: Weder sie noch ich will die Scheidung

  1. #1
    Neuling Avatar von Gesellschafter
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    Standard Weder sie noch ich will die Scheidung

    Es scheint aber nicht mit uns zu klappen.

    Sie will herrschen,

    überforderte sich damit aber selbst, was uns wirtschaftlich ruinierte. Sie hat unbegründete Ängste vor einer Pleite, setzt kein Vertrauen in mich und hat darum stets meine Bemühungen um selbständige Tätigkeit bekämpft. Auch wenn ich ihr willfährig war und mir einen job beschaffte, mischte sie sich ein und vermasselte mir die Tour.

    Ich wollte stets Frieden um jeden Preis,

    bin darum vor ihr auf dem Bauch gerutscht. Egal, mit welcher Forderung sie an mich herantrat, ich habe sie möglichst erfüllt - auch wenn schon vor Antritt abzusehen war, daß nix Gutes dabei herauskam. Meine zahlreichen Vorschläge, gemeinsam ein eigenes Gewerbe auszuüben, schlug sie permanent mit zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Argumenten nieder.

    Sie hat sich einen job beschafft und kämpft sich auf eigene Faust durch - was sie ja gar nicht nötig hätte. Das verwendet sie als Argument, A, "Ich handele recht" (paßt genau auf das "Ich bin OK" weiter unten) und B, "Du bist ein Versager und Schmarotzer, liegst mir auf der Tasche. Verschwinde, denn ohne Dich komme ich besser zurecht".

    In den vergangenen 15 Jahren hat sie mich wiederholt gefeuert, etwa fünf mal. Ich mußte mich ganz hastig, Hals über Kopf mit in Eile vollgestopften Bananenkartons irgendwo für ein paar Wochen verkriechen, dann sah sie ein, daß das keine gute Lösung sei und erlaubte mir, aus dem Exil nach hause zurückzukehren.

    Die Konsequenz daraus - wir sind wirtschaftlich ruiniert.

    Ich bin wieder mal gefeuert worden.
    Ich schreibe also aus dem Exil hier im Forum.

    Diesmal hatte ich aber das Glück und konnte auf die Schnelle via Internet einen schönen Batzen Geld machen. Damit bin ich unabhängig. Damit gelang ich in stärkere Position. Jetzt kann ich die Bedingungen diktieren, das sind A, "Diagnose durch Psychiater" und B, "je nach Befund Einzel - oder Ehetherapie".

    Sie wird nicht darauf eingehen, wie sie auch bisher nicht darauf einging: "Du spinnst, Du brauchst die Klappsmühle, nicht ich. Ich bin OK". Das paßt wiederum zu ihrer Herrschsucht, die keinerlei Kritik duldet.
    "Ich bin OK. Wenn jemand falsch liegt, dann sind es die Anderen".

    Daran scheitert nun unsere Ehe.
    Nur wenn ich ihr aus der Hand fresse, darf ich ihr unter die Augen treten - aber auch dann kommt ihr gelegentlich die Galle hoch: "Du liegst mir auf der Tasche".

    Ich sehe keinen Weg, ihr beizukommen. Sie verweigert sich, was eine Diagnose und ggf Therapievorschlag betrifft. Wenn ich wie bisher vor ihr auf dem Bauch rutschen würde und um Schön Wetter winselte, wäre nichts zum Besseren gewendet. Unsere Ehe wäre künftig ebenfalls keine Ehe, sie bliebe die ruinöse Diktatur der vergangenen Jahre.

    Ich habe zwar feler gemacht, womit ich ihr Vertrauen in meine Tüchtigkeit schwächte, aber was man nicht akzeptieren kann, das ist meiner Meinung nach ihre Weigerung, gemeinsam etwas zu unternehmen, um zu akzeptabler wirtschaftlicher Existenz zu gelangen. Dann hätte sie ja die gewünschte Kontrolle.

    Mir bleibt nichts Anderes übrig, als im Exil etwas im Alleingang zu gründen, auf das sie keinen Einfluß nehmen kann. Die Mittel dazu habe ich. Es gibt auch schon zwei verschiedene Pläne dazu.

    Das jedoch sehe ich nicht als Lösung unseres Eheproblems an.
    Damit ist die Ehe nicht kuriert, damit ändert sich nichts an unseren Persönlichkeiten.
    Sobald ich wieder in ihren Herrschaftsbereich zurückginge, hätte sie wieder die Kontrolle über jeden Vorgang, sei er klein oder groß - und das Karussell drehte sich erneut verkehrt herum.

    Was bitte meinst Du dazu?
    Gibt es noch eine Chance?
    Geändert von Gesellschafter (10.05.2009 um 01:28 Uhr) Grund: Grammatik, Ausdruck

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Gesellschafter,

    kannst Du mir mal ein bisschen bei der Übersetzung helfen?

    Lese ich das richtig, dass Du und Deine Frau sehr stark miteinander beruflich verbandelt bzw. verstrickt seid?

    Das alles liest sich so, als wäre eure Beziehung untrennbar von Geschäft verbunden. habt ihr euch über den Beruf kennen gelernt? Gab es erst eine Geschäftsbeziehung und dann eine Private?

    Gab es bei euch jemals was anderes als Machtkämpfe, die aus dieser Verknüpfung resultieren? Wollt ihr denn was anderes miteinander leben, als Machtkämpfe?

    Viele Beziehungen gehen genau an den Punkten auseinander, an denen sie sich ursprünglich mal angezogen und begründet haben. Ist das bei euch auch so?

    lg Gaby

  3. #3
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Gesellschafter,

    für mache Menschen ist halt die Lebenerfüllung unglücklich zu sein .... mache so weiter oder änder was ...

    aber an sich weiss du doch genau was die Lösung ist ....

  4. #4
    Neuling Avatar von Gesellschafter
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    Standard

    Liebe Gaby,

    vielen Dank für Deine freundliche Antwort.

    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo Gesellschafter,

    kannst Du mir mal ein bisschen bei der Übersetzung helfen?

    Lese ich das richtig, dass Du und Deine Frau sehr stark miteinander beruflich verbandelt bzw. verstrickt seid?

    Das alles liest sich so, als wäre eure Beziehung untrennbar von Geschäft verbunden. habt ihr euch über den Beruf kennen gelernt? Gab es erst eine Geschäftsbeziehung und dann eine Private?
    Die wirtschaftliche Frage steht im Vordergrund. Solange die Existenz der Familie bedroht ist, sehe ich keinen Anlaß, sie zu vernachlässigen.

    Gab es bei euch jemals was anderes als Machtkämpfe, die aus dieser Verknüpfung resultieren?
    Ja.
    Wollt ihr denn was anderes miteinander leben, als Machtkämpfe?
    Ja. Ich zumindest.
    Wie ich sie kenne, wäre sie auch über Frieden glücklicher als über das leidige Gerangel, woher das liebe Geld kommt.
    Es gibt sehr viele gemeinsame Interessen, in denen Einigkeit herrscht.
    Wäre die Frage, womit wir uns über Wasser halten, geklärt, wäre Alles in Butter.
    Da diese Frage aber unüberwindbar zu sein scheint, geht eben auch alles Andere den Bach hinab.

    Viele Beziehungen gehen genau an den Punkten auseinander, an denen sie sich ursprünglich mal angezogen und begründet haben. Ist das bei euch auch so?

    lg Gaby
    Nein.
    Die Punkte, die uns im Anfang wichtig waren, sind uns heute unverändert wichtig und von dem Zerwürfnis nicht berührt. Darin gibt es keinerlei Meinungsverschiedenheiten.
    humor is wennste vor ihr krachst

  5. #5
    Neuling Avatar von Gesellschafter
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    Standard

    Zitat Zitat von Der Kümmerer Beitrag anzeigen
    Hallo Gesellschafter,

    für mache Menschen ist halt die Lebenerfüllung unglücklich zu sein .... mache so weiter oder änder was ...
    Lieber Patrick,

    Du meinst das viel zu oft zitierte Suchtverhalten?
    Da irrst Du.
    Es ist mir ernsthaft daran gelegen, Veränderung herbeizuführen.
    Ich bin kein Selbstverletzer.
    Falls es nützt, das zu wissen - ich bin ein Myers Briggs Type ENFJ.

    aber an sich weiss du doch genau was die Lösung ist ....
    Hätte ich dann unsere Geschichte erzählt und um Meinungen dazu gebeten?
    Wohl kaum, nicht wahr?
    Ich sehe keine Lösung.
    Geändert von Gesellschafter (10.05.2009 um 20:15 Uhr) Grund: Ergänzung "Myers Briggs"
    humor is wennste vor ihr krachst

  6. #6
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Gesellschafter

    Die Lösung liegt machmal klar vor Augen, nur der jenige, der sie sehen sollte ist blind.

    Ich glaube nicht, dass ich, nachdem ich hastig meine Bananenkartons gepackt hätte, wieder bei demjenigen aufgetaucht wäre, der zu sagt: Pack deine Sachen. Ich glaube, da wäre mein Stolz zu groß. Wenn ich ging, dann käme ich nicht wieder. Und wenn ich gegangen wäre, dann hätte ich das selbst bestimmt.

  7. #7
    Neuling Avatar von Gesellschafter
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    Zitat Zitat von Wunderlampe Beitrag anzeigen
    Hallo Gesellschafter

    Die Lösung liegt machmal klar vor Augen, nur der jenige, der sie sehen sollte ist blind.

    Ich glaube nicht, dass ich, nachdem ich hastig meine Bananenkartons gepackt hätte, wieder bei demjenigen aufgetaucht wäre, der zu sagt: Pack deine Sachen. Ich glaube, da wäre mein Stolz zu groß. Wenn ich ging, dann käme ich nicht wieder. Und wenn ich gegangen wäre, dann hätte ich das selbst bestimmt.
    Liebe Birgit,

    so einfach ist es nicht.

    Zurück gehen
    Wennste ein halbes Dutzend Kinder hast, denkste zuletzt daran, was Du selbst für Dich am liebsten tun täten tätest. Da denkst Du nur daran, wie Du möglichst lange die Familie zusammenhalten kannst, daß sich die Kinder zu starken, lebenstüchtigen Persönlichkeiten entfalten können. Du erinnerst Dich Deiner eigen Kindheit mit geschiedenen Eltern und Dir graust vor der Horrorvision, Deine Kinder könnten dieselben Schäden erleiden wie Du sie unnötigerweise davongetragen hattest.

    Selbst bestimmen
    Wir hatten zuvor gute und fast konfliktfreie Jahre. Warum sollten wir das nicht wieder erlangen können? Was wäre damit geholfen, davonzugehen?
    Selbst jetzt, wieder mal im Exil,
    habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, trotz aller Differenzen wieder zu ehemaliger Harmonie finden zu können. Allerdings wird das "zurück zur Familie" diesmal anders verlaufen. Diesmal kehre ich nicht als der geprügelte Hund um, der sich zuhause kleinlaut in seine Ecke schleicht und heilsfroh ist, wenn es nicht zu erneuten Spannungen kommt, diesmal werde ich ihr zeigen, daß sie mich bitten muß, wieder zu ihr zurückzugehen. Diesmal werde ich auf oben genannten Bedingungen bestehen.
    Zitat Zitat von Gesellschafter Beitrag anzeigen
    Diesmal hatte ich aber das Glück und konnte auf die Schnelle via Internet einen schönen Batzen Geld machen. Damit bin ich unabhängig. Damit gelang ich in stärkere Position. Jetzt kann ich die Bedingungen diktieren, das sind A, "Diagnose durch Psychiater" und B, "je nach Befund Einzel - oder Ehetherapie".
    Damit hat sie die Wahl, die Ehe fortzusetzen oder sich scheiden zu lassen.

    Es war ihre Entscheidung, mich zu feuern.
    Laß sie auch darum die andere Entscheidung übernehmen.

    Ich habe oft daran gedacht, statt ihr erneut zu Kreuze zu kriechen, still zu sein, mich nicht wieder zu demütigen und einem Anwalt Handlungsvollmacht zur Scheidungsklage zu erteilen. DannhasteRuhe. Fertich.

    - und Du hast die Ungewißheit, nicht doch einen riesengroßen feler gemacht zu haben,
    denn
    bis heute sind ja noch nicht alle Mittel ausgeschöpft.
    Wie wäre es denn, sie wählte den besseren Weg und man einigte sich endlich, endlich doch noch auf "Diagnose durch Psychiater" und "je nach Befund Einzel - oder Ehetherapie"?



    Denn ich will mit ihr leben
    und nicht mit einer Anderen.
    Geändert von Gesellschafter (11.05.2009 um 01:40 Uhr) Grund: Verweis zur Quelle in Zitat eingefügt
    humor is wennste vor ihr krachst

  8. #8
    Neuling Avatar von Gesellschafter
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    Standard

    Ich sehe das Problem darin, daß sie sich der Kritik entzieht. Sobald sie wittert, daß es Anlaß dazu gäbe, sich ändern zu müssen, ist sie für niemanden zu sprechen.

    Ich habe mein Teil feler auch beigetragen. Ich bin durchaus gerecht genug, nicht in die Schwarz / Weiß - Malerei zu verfallen, sie allein verträte die Verpflichtung an unseren Differenzen. Aber ich darf von mir sagen, mich immer um Lösungen bemüht zu haben, indem ich zuerst bei mir selbst nach Ursachen suchte.

    Es klingt wie Ironie,
    unsere Tochter hat mehrere Berufe, einer davon ist Psychologin. Sie braucht das Fach, um als Pastorin in der Erwachsenen - und Eheseelsorge dienen zu können (laienhafte Seelsorge ist eine Katastrophe! Es ist Anmaßung, Überheblichkeit und ggf Straftat und gehörte darum generell verboten). Logo will sie nicht an ihren Eltern herumpfuschen. Als das Kind ihrer Eltern scheut sie sich weil sie ja voreingenommen ist, weil Befangenheit vorliegt. Würde sie etwas Umfassendes sagen, wäre das außerdem ggf wie ein Urteil, "Du oder sie hat recht" oder sie sähe sich durch meine Frage genötigt, etwas über ihre Mama zu sagen wenn die nicht anwesend ist.

    Obwohl ich sie kenne, fragte ich sie im letzten Sommer, was sie denke, wie man der Sache Herr werden könnte. Sie sagte unter Hinweis, sie fühlte sich nicht als kompetent für ihre Eltern, nur einen einzigen Satz, ich müsse mehr Sicherheit erlangen oder ich müsse zu mehr Vertrauen in mich selbst gelangen - sinngemäß. Logo habe ich darüber nachgedacht und komme nicht umhin, daß sie recht hat.

    Es wäre gar unsinnig gewesen, hätte sie etwas über meine Frau gesagt, da weder sie noch ich Einfluß hätte nehmen können.
    Meine Frau ist ja aus ihrer Sicht OK und bedarf keiner Korrektur, resp verbittet sich Kritik oder Korrekturversuch.

    Was mache ich denn nun mit der Weisheit,
    ich müsse zu mehr Vertrauen in mich selbst gelangen?
    Ich erzählte zuvor, ich sei zu Geld gekommen. Das investiere ich in die neu einzurichtende Produktion von Trinkwasserfiltern in Afrika. Gelingt das, ist meiner Frau Mißtrauen in meine Tüchtigkeit widerlegt. Selbstverständlich verheimliche ich Details vor ihr, um zu verhindern, daß sie mir erneut reinreden kann. Wenn denn der Laden läuft, kann ich ihr ja immer noch davon erzählen.
    humor is wennste vor ihr krachst

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