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Thema: Wege aus der Angst

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wege aus der Angst

    Hey. Hier mal eine Überlegung dazu:

    Zunächst schreibe ich bewusst Angst und NICHT Panik, weil für mich Panik etwas eher akutes ist. Eine körperliche Reaktion auf einen Auslöser, bei der ein Teil des Hirns die Kontrolle übernimmt, die seit Urzeiten auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Schon mal gut, dass es funktioniert.

    Mit Angst meine ich die grundlegende Unsicherheit, die, im Gegensatz zur Panik oder spezifischen Angststörung, nicht auf bestimmte Auslöser zurückzuführen ist, sondern eher an einem Mangel.
    Mangel an Gelassenheit, Mangel an Vertrauen, Mangel an Selbstbewusstsein, Mangel an Zuversicht.

    Kurz zu mir: Ich bin 24 Jahre alt, männlich und habe seit rund 8 Jahren mit Angst und Panik zu kämpfen. Panikattacken beim Einschlafen, dann die Angst vor dem Schlafen, Angst vor dem Tod und schweren Herzfehlern.

    Es wird immer wieder empfohlen, dass Entspannungsübungen oder Meditation der Weg zunächst aus der Panik und dann auch aus der Angst sein können, wenn man sie regelmäßig ausübt. Ich habe das getan und es hat sich sehr gebessert. Ich habe an meinen Gedanken gearbeitet und trotzdem suchst sich die Angst hin und wieder einen Kanal. Momentan ist es (vielleicht eingebildetes) Herzstolpern, dass mich ständig beunruhigt.

    Vielleicht ist Gelassenheit und Entspannung nur der EINE TEIL. Sicher ist es wichtig Stress (also den Mangel an Entspannung) auszugleichen. Aber vielleicht ist der ANDERE TEIL, nämlich die Aktion ebenso wichtig. Sport zB., der fordert und Mut zur Überwindung braucht, wie Extremsport. Statt nur sich in Gelassenheit zu trainieren, auch Aktionen ausüben, für die solche Angst und Panikreaktionen gedacht waren: Kampf. Also extreme Situationen, in denen man um seinen Leben Angst haben muss und sich überwindet. Natürlich ist die die Gefahr beim Bungee oder Fallschirmspringen zu sterben sehr gering. Doch gefühlt ist diese Handlung gefährlich.

    Meine Überlegung also: Zum Weg aus der Angst gehört nicht nur die Übung zur Entspannung und Gelassenheit, sondern auch die Übung in Aktion und Grenzerfahrung.

    Viele Angstbetroffene wie ich auch sind in einer Schockstarre, die weder das eine, noch das andere zulassen.

    Was denkt ihr darüber?

  2. #2
    Gast4461
    Gast

    Standard

    Hallo du,

    Zum einen Teil ist es auf jeden Fall sehr wichtig Gelasenheit zu lernen. Zum andern Teil wäre ja da die Konforntation mit Ängsten. Ich bin jedoch der Meinung, dass das nicht in der From von Extremsprot wie Bungeejumping sein muss. Ich denke mann sollte sich besser realistischen Angstsituationen, denen man im täglichen Leben begegnet, stellen. Z.B: ganz normalen Sport machen, weil da der Puls in die Höhe getrieben wird und man Angst hat man könnte ja tot umfallen, weil man einen Herzfehler hat, oder weil es stolpert. Eben immer wieder die ganz normalen Dinge tun, die man sonst meidet weil man Angst davor hat.

    LG
    Elerina

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    Mensch,

    wenn Du schon acht Jahre unter Angstzuständen leidest, dann wäre es vielleicht wichtig sich den Gründen zu stellen, statt neue Extremsituaitionen herbeizuführen, die zweifelsohne einen hohen Belastunggrad für Dich und Deinen Körper darstellen würden, gleichzeitig aber von zweifelhafter Qualität im Sinne von Nachhaltigkeit sind. Wozu eine Situation simulieren in der Du am Abgrund stehst, wenn Dich Deine Ängste dort so der so subjektiv schon hin tragen?
    Ängste erfüllen eine wichtige Funktion für den Menschen - sie warnen vor potentiellen Gefahren. Wenn Du beispielsweise einen angeborenen Herzfehler mit einer Lebensprognose von 25 Jahren hättest, dann wäre es nur nachvollziehbar, dass Du Angst vor dem Sterben entwickelst. Sollte dem aber nicht so sein, sondern ein anderer Grund führt zu übertriebenen Ängsten, dann sind es - glaube ich - fehlende verinnerlichte Kenntnisse über alternative Kompensationsstrategien.
    Ohne vom Arzt eine Bestätigung zu haben, vermute ich seit einiger Zeit (schon viel zu lange), dass ich an einer Art sozialer Phobie leide, insbesondere, wenn es zu Bewertungssituationen durch von mir subjektiv als höher bewerteten Personen kommt. Noch bin ich arbeitsfähig, aber mein Soziales Leben ist komplett desaströs. Meine Angst und meine Unfähigkeit mit der Situation anders um zu gehen, haben mich getrieben. Nun stehe ich da, bin neues Mitglied im Forum... Genug gesülzt. Vielleicht fragst Du Dich mal, warum es wichtig ist für Dich Angst zu haben? Alles Gute.

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