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Thema: wegen meinem papi und so ...

  1. #1
    sam
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    Standard wegen meinem papi und so ...

    als ich 12 war (oder so .. ich hab mir das datum nie gemerkt ich weis wenn ich erlich bin ncihtmal mehr in welchem monat und welches jahr... müsste ende sommer oder so gewesen sein) ist mein vater an seinem alcoholismus gestorben.

    meine eltern lebten getrennt und ich hab ihn jedes wochenende gesehen.

    naja er war halt ein bisschen wie in einem film so wie ein "typischer vater" wir haben zwar kein fusball gespielt aber und oft über weiber aufgeregt und so es macht mir echt spass mich an ihn zu erinnern und wenn ich erlich bin bete ich manchmal für ihn *schäm*

    naja irgendwann ist er nunmal dran gestorben aber im ersten moment hab ich glaub ich 20 minuten geweint... und das wars. ich war am tag danach sogar wieder in der schule und so es hat mir kaum probleme gemacht... nur was ich gehasst hab ist, wenn alle meinten mitleid für mich zu haben -.- joa und so hab ich das dann irgendwann "vergessen".

    mitlerweile bin ich 18 und ich denke immer mehr an ihn. und bin auch oft tagelang nicht mehr richtig anzusprechen und so. meine mutter weis nicht mehr was sie mit mir anstellen soll. sie meint immer "komm wie gehen mal mit rex (unserem doggy dogg ) raus dann denk ich immer "nene hab ich mit papa immer gemacht" und bleib lieber zuhause.

    aber wieso denk ich denn jetzt so an ihn ? und wieso nich damals?

    achja falls es wichtig ist: ich bin in der schule ehr überdurchschnittlich ohne zu lernen oder so. ich lerne nie und hab meist 1 2 oder 3 (mache grade abitur) und ihn deutsch (wir machen eben interpretieren und so ) hab ich so gut wie nur 1.

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi sam,

    zwei Sachen aus Deinem Thread verstehe ich nun mal garnicht, da kannst
    Du mir mal auf die Sprünge helfen :

    Wieso entwickelst Du Schamgefühle während Du für Deinen Vater betest ?
    Was war daran so verwerflich als Deine Schulkollegen Dir Trost zusprechen wollten nachdem Dein Vater gestorben war, woher sollten sie
    wissen dass es Dir nicht recht war ?

    Wenn man einen Menschen verliert ist es wichtig Trauerarbeit zu leisten, das heisst den Verlust mental über einen längeren Zeitraum zu bewältigen .Ich denke, Du warst damit überfordert, Deiner Mutter fehlte ebenfalls die
    Befähigung Dich in dieser schweren Zeit an die Seite zu nehmen. Die Trauer hast Du nicht bewältigt, sie kehrt zurück.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    sam
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    Standard

    hey glasheuler danke erstmal fürs lesen und antworten

    das "scharm gefühl" ... naja was soll ich dazu sagen ? meine freunde und so kennen mich eben als total ungläubig auf die frage ob ich katholisch bin wusste ich nichtmal ne antwort :P und dass ich nun beete... naja is halt irgendwie komisch. aber falls es ne möglichkeit gibt, dass er mich dann hört oder so will ichs nunmal nicht unversucht lassen

    zu den leuten, die mitleid und so hatten gibs nur eins zu sagen: damals wollt ich eben einfach damit in ruhe gelassen werden... das is eigentlich auch heute noch so. im forum hab ich den beitrag geschrieben, weil ich eben wissen wollte, wieso ich so auf einmal wieder so viele gedanken dafür bekomme.

    hofffentlich konnte ich die fragen einigermasen verständlich für dich beantworten. wie "bewältigt" man denn ein trauergefühl ? ... drüber nachdenken ?

    uiuiui so viele fragen :P


    edit// ich war ja nicht böse auf meine schulkollegen... nicht in dem sinne ich fand es teilweise echt mutig, dass sie mich darauf angesprochen haben man hat ihn auch angemerkt, dass sie es selber liebe ignoriert hätten. ich denke da haben sie sich teilweise auch abgesprochen, was mich irgendwie stolz macht... schlieslich kümmern sie sich im ernstfall um mich!

    aber in dem moment hab ich eben nich so weit gedacht ich hab mehr gedacht "warum lasst ihr mich mit dem ******* nicht einfach in ruhe ?"
    Geändert von sam (05.01.2010 um 00:10 Uhr)

  4. #4
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard

    Zitat Zitat von sam Beitrag anzeigen
    hey glasheuler danke erstmal fürs lesen und antworten

    das "scharm gefühl" ... naja was soll ich dazu sagen ? meine freunde und so kennen mich eben als total ungläubig auf die frage ob ich katholisch bin wusste ich nichtmal ne antwort :P und dass ich nun beete... naja is halt irgendwie komisch. aber falls es ne möglichkeit gibt, dass er mich dann hört oder so will ichs nunmal nicht unversucht lassen

    zu den leuten, die mitleid und so hatten gibs nur eins zu sagen: damals wollt ich eben einfach damit in ruhe gelassen werden... das is eigentlich auch heute noch so. im forum hab ich den beitrag geschrieben, weil ich eben wissen wollte, wieso ich so auf einmal wieder so viele gedanken dafür bekomme.

    hofffentlich konnte ich die fragen einigermasen verständlich für dich beantworten. wie "bewältigt" man denn ein trauergefühl ? ... drüber nachdenken ?

    uiuiui so viele fragen :P


    edit// ich war ja nicht böse auf meine schulkollegen... nicht in dem sinne ich fand es teilweise echt mutig, dass sie mich darauf angesprochen haben man hat ihn auch angemerkt, dass sie es selber liebe ignoriert hätten. ich denke da haben sie sich teilweise auch abgesprochen, was mich irgendwie stolz macht... schlieslich kümmern sie sich im ernstfall um mich!

    aber in dem moment hab ich eben nich so weit gedacht ich hab mehr gedacht "warum lasst ihr mich mit dem ******* nicht einfach in ruhe ?"
    Hi sam, Deinen letzten Satz mit den eingefügten Sternchen überlese
    ich einfach mal, nehme nur ganz kurz dazu Stellung weil ich Dir helfen
    möchte : Was Du da schreibst sollte man noch nicht mal denken. Es betrifft das Thema Pietät, die Ehrfurcht vor Toten. Wenn es vielleicht auch zu spät ist eine andere Denkweise zu haben solltest Du zumindest
    die Gelegenheit erhalten etwas über Pietät nachzulesen. Google oder
    Wikipedia bieteten sich dafür an. Es ist sehr wichtig für Dich und Dein weiters Leben. Nehme das Gelesene mit in Dein Überlegenspaket.
    Ich habe die Hoffnung dass sich Deine Gefühlslage dadurch verändert
    und wir dann erneut ins Gespräch kommen.


    Liebe Grüße
    glasi
    Leben
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    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von glasheuler Beitrag anzeigen
    Hi sam, Deinen letzten Satz mit den eingefügten Sternchen überlese
    ich einfach mal, nehme nur ganz kurz dazu Stellung weil ich Dir helfen
    möchte : Was Du da schreibst sollte man noch nicht mal denken. Es betrifft das Thema Pietät, die Ehrfurcht vor Toten. Wenn es vielleicht auch zu spät ist eine andere Denkweise zu haben solltest Du zumindest
    die Gelegenheit erhalten etwas über Pietät nachzulesen. Google oder
    Wikipedia bieteten sich dafür an. Es ist sehr wichtig für Dich und Dein weiters Leben. Nehme das Gelesene mit in Dein Überlegenspaket.
    Ich habe die Hoffnung dass sich Deine Gefühlslage dadurch verändert
    und wir dann erneut ins Gespräch kommen.


    Liebe Grüße
    glasi
    Leben

    Für Deine andere Frage eröffne ich einen neuen Thread weil ich
    dessen Inhalt nicht mit dem vorherigen Kommentar verknüpfen
    möchte.

    Du stellst die Frage "wie leistet man Trauerarbeit". Das würde
    bedeuten, dass Du Dich ganz intensiv mit allem was Deinen Vater
    betraf beschäftigst, Deine Moral und Ethik in diese Gedanken
    einfliessen lässt.

    Hier bekommt Deine ganze Situation schon einen enormen Bruch :
    Schon zu Lebzeiten war Dein Verhältnis zu Deinem Vater belastet,
    Deine Mutter nicht bemüht oder befähigt alles in andere Bahnen zu lenken.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

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